Übersicht Wolkowisches Reich

      Übersicht Wolkowisches Reich

      Landesname: Wolkowisches Reich
      Amtssprache: Wolkowisch
      Hauptstadt: Smolensk
      Regierungsform: Semipräsidentielles Zweikammersystem
      Staatsoberhaupt: Staatspräsident Andras Schabo
      Regierungschef: Ministerpräsident Iván Szabó
      Fläche: 2.210.884 km²
      Höchste Erhebung: Tabán (8.642 Meter ü. NN)
      Zeitzone: UTC-10
      Bevölkerungszahl: 58.291.786 (01.01.2019)
      Bevölkerungsdichte: 26,37 Einwohner pro km²
      Kinder pro Frau: 2,05
      Alphabetisierung: 99,8% (Über 15-Jährige)
      Verwaltungsgliederung: 19 Komitate und autonomer Hauptstadtbezirk Smolensk
      Währung: Wolkowischer Keenar (Wechselkurs im Jahresmittel 2014: 202 WKN zu 1 VS-$)
      Inflationsrate: 3,7% (Dezember 2013)
      Mehrwertsteuersatz: 20%
      BIP: 1,455 Milliarden VS-Dollar (31.12.2018)
      BIP pro Kopf: 24.969 VS-Dollar (31.12.2018)
      Wirtschaftswachstum: 1,84% des BIP (2016)
      Außenhandelssaldo: 6,1% Exportüberschuss (2012)
      Arbeitslosenquote: 3,27% (Jahresmittel 2014)
      Staatsverschuldung: 73,71% des BIP (2016)
      Neuverschuldung: + 3,13% des BIP (2016)
      Lebenserwartung: 71,2 Jahre für Männer und 78,7 Jahre für Frauen
      Verstädterung: 81,3% Stadtbevölkerung; 18,7% Landbevölkerung
      Gründungsdatum der jetzigen Staatsform: 30. Dezember 2018 (Billigung des Verfassungsentwurfes vom 7. November 2018 durch Volksabstimmung)

      Wirtschaft

      Hauptwirtschaftszweige sind der Maschinenbau (Raketen- und Raumfahrtindustrie, Luftfahrt-, Radio- und Elektronikindustrie, Bahntechnik, Fertigung von Präzisionswerkzeugmaschinen, Robotik), die Kraftfahrzeugindustrie (Nutzfahrzeuge und PKW), die chemische Industrie (Düngemitteln, Kunststoffe, synthetische Harze, Polyester), der Bergbau (Braun- und Steinkohle, Eisenerz) und das Dienstleistungsgewerbe (Softwarelösungen, Handel, Verkehr, Tourismus), insbesondere spezialisiert auf den Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik. Mit Orczy, Vajda, Kiralyi und Kobanyai haben sich vier namhafte wolkowische Kraftfahrzeughersteller auf dem Weltmarkt etablieren können. Insgesamt sind 725.000 Wolkowen in der Automobilbranche beschäftigt, die 2012 einen Umsatz von 39,14 Milliarden VS-$ erwirtschaftete. 2016 wurden 2,6 Millionen PKW gefertigt.

      Die Rüstungsindustrie, seit 2014 in Form eines staatlichen Monopolunternehmens zusammengefasst, ist gleichsam bedeutend und beschäftigt (Mit Zulieferbetrieben) 2,5 Millionen Arbeitnehmer. Die Rüstungsindustrie ist stark exportorientiert, beinahe zwei Drittel des Umsatzes werden durch Auslandsgeschäfte generiert. Namhafte wolkowische Rüstungsunternehmen sind FÈG (Handwaffen) und Acél Madár (Flugzeuge). Der Umsatz belief sich 2014 auf rund 18,6 Milliarden Dollar (1,8% des BIP), wovon 11,6 Milliarden auf den Export entfielen. Der Gewinn wurde auf 1,27 Milliarden Dollar festgemacht.

      32,8% der Arbeitnehmer sind in der Industrie tätig, 5,3% in der Land- und Forstwirtschaft, 61,9% im Dienstleistungssektor und 13,8% sind darüber hinaus selbstständig. Das Land ist sehr reich an Eisenerz, und verfügt auch über große Mengen von Phosphaten, Braunkohle, Bauxit, Granit (Tagebau bei Pomáz im Südosten des Landes), Zement-Rohstoffen und Torf. Der Boden ist fast überall sehr fruchtbar, weshalb lediglich Südfrüchte und Spezialitäten importiert, aber Nahrungsmittel wie Getreide, Mehl, Butter, Obst oder alkoholische Getränke in großem Maße exportiert werden. Die wichtigsten Importgüter sind Maschinen und IT-Hardware wie z.B. Halbleitertechnik. Zudem ist das Land stark abhängig von ausländischen Energieimporten (Erdöl und Erdgas). Haupthandelspartner sind Redonien, Ehrastan, Sewarien, Kusari und Valhonia.

      2008 wurde ein allgemeiner Mindestlohn eingeführt. Unqualifizierte Arbeiter erhalten demnach mindestens 69.000 WKN, Facharbeiter bei Berufsantritt mindestens 82.800 WKN, nach zwei Berufsjahren mindestens 86.300 WKN und Hochschulabsolventen mindestens 110.400 WKN monatlich. Die durschnittlich ausgezahlten Bruttolöhne sind allerdings regional verschieden. In der Zentralregion sind die Löhne etwas höher als im Rest des Landes, in Smolensk sogar deutlich höher. Wer in ländlichen Gebieten den gesetzlichen Mindestlohn bezieht kann einigermaßen gut leben, in größeren Städten hingegen ist man auf zusätzliche Einkünfte angewiesen, will man ein menschenwürdiges Dasein fristen.

      Verkehr
      Die Länge der Eisenbahnstrecken beträgt 51.873 km, das befestigte Straßennetz hat eine Länge von 353.778 km. Nach Westen, in den Komitaten Batthyány und Tér, dünnt das Verkehrsnetz aus, während es im Zentrum und im Süden des Landes am dichtesten ist. An Schnellstraßen existieren acht Föderale Fernstraßen, die Kleine Ringstraße als Autobahnring um Smolensk sowie die Große Ringstraße, die das gesamte Land an seinen Außengrenzen einmal umspannt und die Föderalen Fernstraßen wiederum miteinander verbindet. Für Ausländer (Fahrzeuge mit Nicht-wolkowischem Kennzeichen) fällt bei der Einreise eine geringe Straßennutzungsgebühr von 33 Dollar an, die einmalig bei jedem Grenzübertritt abgeführt wird. Für Pendler und Grenztouristen besteht die Möglichkeit des Erwerbes eines Monats-Tickets für 50 Dollar.

      Sozialabgaben und Steuern
      Steueransässig ist jeder, der sich für mindestens 183 Tage im Jahr in Wolkowien aufhält. Der Beitragssatz des Arbeitnehmers an der Sozialversicherung beträgt 17%, für die Krankenversicherung 6%, für die Arbeitslosenversicherung 1,5% und für die Rentenversicherung 9,5%. Die Sätze werden durch keine Beitragsbremse eingeschränkt und sind für jedes Einkommen, egal wie hoch, gleichermaßen gültig.

      Für Beschäftigte mit einem Jahresverdienst von bis zu 1,7 Millionen WKN beträgt die Einkommenssteuer 18%. In diese Kategorie fallen zwei Drittel aller steuerpflichtigen Personen. Für Einkommen von mehr als 1,7 Millionen WKN wird ein Spitzensteuersatz von 36% fällig.

      Renteneintritt
      In Wolkowien gibt es ein flexibles Renteneintritssalter. Ab dem 50. Lebensjahr kann jedermann sich aus dem Berufsleben zurückziehen und Rente für sich beanspruchen. Umso eher man in Rente geht, desto weniger Rente wird aber ausgezahlt. Abschlagsfrei kann in der Regel ab dem 67. Lebensjahr Rente beansprucht werden, für körperlich harte Arbeiten gelten Sonderregelungen. Dabei wird nicht zwischen Arbeits- und Schuljahren differenziert, sondern ausschließlich auf das Lebensjahr und den durchschnittlichen Verdienst geschaut. Ab dem 75. Lebensjahre können Betriebe Angestellt aus Altersgründen kündigen. Das durchschnittliche Renteneintrittsalter liegt derzeit beim 64. Lebensjahre.

      Gesundheit
      Die vergleichsweise niedrige Lebenserwartung von 71,2 Jahre für Männer und 78,7 Jahre für Frauen ist nicht auf ein schlechtes Gesundheitssystem zurückzuführen. Tatsächlich sind gerade in den Städten hochmoderne Krankenhäuser mit ausreichend Betten vorhanden, und zwei Drittel der Wolkowen treiben regelmäßig (Mindestens zwei Mal pro Woche 30 Minuten oder mehr) Sport. Da Gurt- sowie Helmpflicht im Straßenverkehr jedoch nur für unter 18-Jährige bestehen, mehr als ein Drittel der Bevölkerung Tabak raucht und starker Alkoholkonsum quasi Volkstradition ist, ist dem durchschnittlichen Wolkowen keine lange Lebensdauer beschieden.
      2011 starben auf wolkowischen Straßen über 9.000 Menschen, vor allem wegen fehlender Sicherheitsmaßnahmen. Man folgt strikt dem Grundsatz, jeder Mensch sei für seine Gesundheit selbst verantwortlich, und könne daher nicht gezwungen werden, im Automobil einen Gurt anzulegen oder auf dem Zweirad einen Helm zu tragen. Zumindest die Alkoholkontrollen sind streng: Kraftwagenfahrer dürfen nicht mehr als 0,5 Promille Alkohol im Blut haben; Verstöße von mehr als 0,3 Promille über dem erlaubten Wert werden mit mehrmonatigem Fahrverbot geahndet.

      Staatsausgaben
      Für das Gesundheitssystem werden, nach Stand von 2016, 8,3% des Bruttoinlandsproduktes aufgewendet, für das Bildungssystem 6,05% und für das Militär 1,9%.

      Nationalfeiertage
      Höchster Nationalfeiertag ist seit 1920 der 31. Oktober, da am 31. Oktober 1918 die zweite demokratische Verfassung des Landes vom Parlament angenommen wurde. In ihr waren erstmals Gleichberechtigung bei freien und allgemeinen Wahlen, weitreichende Meinungsrechte für die Bürger und Pressefreiheiten garantiert, die die in den 1920er, 1930er und 1940er Jahren folgenden Reformen ermöglichten. Die erste halbwegs demokratische Verfassung hatte von 1855 bis 1918 Gültigkeit, war noch im Königreich Wolkowien unter Ulászló II. ausgearbeitet worden und verschaffte Anhängern der Monarchie im Parlament und bei Wahlen Vorzüge. Das einfache Volk war gar nicht erst zu Wahlen zugelassen worden.

      Daneben existieren noch der Tag der Revolution von 1853 an jedem 15. März, und der Tag des Königsgedenkens an jedem 20. August, die ebenfalls den Status von Nationalfeiertagen inne haben, aber mit weitaus weniger Pomp und in der Regel ohne ausländische Staatsgäste begangen werden. Der 15. März war 1918 und 1919, der 20. August von 1613 bis 1917 höchster Nationalfeiertag, weshalb sie seit 1923 auch in der Republik wieder begangen werden. Unter Ministerpräsident Schabo erfuhr der 20. August wieder eine deutliche Aufwertung, und wurde 2014 erstmals mitsamt einer öffentlichen Militärparade im Zentrum von Smolensk abgehalten.

      2017 kam der Tag des Sieges über Lusitzchien als vierter Nationalfeiertag hinzu. Am 14. April 2017 trat der allgemeine Waffenstillstand zwischen Lusitzchien und Wolkowien in Kraft, und ist seitdem ein landesweiter arbeitsfreier Feiertag. Es ist einer der wenigen militaristisch geprägten Feiertage, an dem in Städten und Gemeinden Paraden und Aufmärsche abgehalten werden. Durch seine Nähe zum Tag der Streitkräfte hat sich ergeben, dass inzwischen während der gesamten ersten Aprilhälfte den Angehörigen der Streitkräfte besondere Aufmerksamkeit zukommt. Darüber hinaus wird am 14. April den Opfern des Lusitzchienkrieges in Form von Gottesdiensten und Gedenkveranstaltungen gedacht. Rund 2.500 wolkowische Soldaten, 300 wolkowische Zivilisten, 2.000 sewarische Aufständische und 10.500 sewarische Zivilisten ließen zwischen September 2016 und Mai 2017 ihr Leben.

      Bevölkerungsdichte
      Die landesweite Bevölkerungsdichte beträgt 27,56 Personen pro Quadratkilometer. Dabei steht der Hauptstadtbezirk Smolensk mit 3.305 Einwohnern pro Quadratkilometer auf dem ersten Rang, während das Komitat Batthyány mit nur 8,89 Einwohnern auf den Quadratkilometer am dünnsten besiedelt ist. Die am dichtesten besiedelte Provinz ist das Komitat Pannóniatelep mit 119,30 Einwohnern je Quadratkilometer. Insgesamt betrachtet ist die Bevölkerungsdichte in Zentral- und Südwolkowien am höchsten, im Osten und im Norden am niedrigsten.

      Ethnien
      Die Bevölkerung der Republik Wolkowien ist ethnisch betrachtet relativ homogen. 95,6% sind ethnische Wolkowen. Die bedeutendste Minderheit stellen die Aturen dar, die etwa 2,40% der wolkowischen Gesamtbevölkerung ausmachen. Die meisten der 1,2 Millionen Aturen leben im Nordosten Wolkowiens, nahe der sewarischen Grenze, in den Komitaten Tímár und Szépvölgyi. Hier ist jeder vierte Einwohner ein Ature. Die Städte Blagovesztenszka (Übersetzt Grüß die Engel; Aturisch Wailamerein) und Preobrazsenszka (Verklärungskirche; Gaswerein) haben sich über die Jahrhunderte zum kulturellen Zentrum der aturischen Minderheit entwickelt.

      Die zweitgrößte ethnische Minderheit bilden die 360.000 Kusaren, die 0,72% der wolkowischen Gesamtbevölkerung ausmachen, allerdings weit über das Land verteilt sind.

      Da die Zahl der Einwanderer über die Jahrzehnte hinweg stabil auf niedrigem Niveau verharrte, ist auch das wolkowische Einwanderungsrecht ziemlich liberal.

      Das wolkowische Bevölkerungsrecht unterscheidet zwischen zwei Arten von dauerhaften Bewohnern: Staatsbürger (Allampolgár) und Staatsangehörige (Námzeti). Staatsangehörige sind ethnische Wolkowen, während Staatsbürger zwar ein dauerhaftes Bleiberecht und alle bürgerlichen Ehrenrechte (Wahlrecht etc.) genießen, allerdings einige kleine Einschränkungen hinnehmen müssen. So ist es verfassungsmäßig geregelt, dass ein Staatsbürger niemals das Amt des Staatsoberhauptes oder des Ministerpräsidenten bekleiden kann. Im Krisenfalle, nach Ausrufung des Allgemeinen Ausnahmezustandes oder des Kriegszustandes, sind verschiedene Maßnahmenkataloge zur Überprüfung der krisenmäßigen Zuverlässigkeit und Loyalität auf Staatsbürger anwendbar. Im Grunde genommen sind aber beide Gruppen im öffentlichen Alltagsleben gleichberechtigt.

      Eine Regelung zur doppelten Staatsbürgerschaft existiert nicht. Während die Erlangung des Bleiberechtes ziemlich einfach ist, ist die Erlangung der wolkowischen Staatsbürgerschaft an strenge Auflagen gekettet. So ist es notwendig, seit mindestens 7 Jahren in Wolkowien wohnhaft zu sein. Ferner dürfen Antragsteller nicht länger als 25% der Aufenthaltsdauer arbeitslos gemeldet gewesen sein. Um qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland anzuwerben, werden seit den frühen 90er Jahren in großem Ausmaß unbefristete Bleiberechte verhängt. Solange die betreffende Person nicht straffällig wird oder über einen längeren Zeitraum hinweg arbeitslos gemeldet ist, ist es theoretisch problemlos möglich, über Jahrzehnte hinweg in Wolkowien zu leben und zu arbeiten, ohne seine alte Staatsbürgerschaft abgeben zu müssen. Rein rechtlich können die betreffenden Personen aber jederzeit des Landes verwiesen werden. Nachdem dieses System des unbefristeten Bleiberechtes nicht zum Erfolg führte, wurde 2010 das Einbürgerungsrecht vereinfacht.

      Die wolkowische Staatsbürgerschaft können grundsätzlich nur Personen aus dem sogenannten "Nahen Ausland" (Wolkowisch: Kösz Bezárása) erlangen. Dies sind Staaten aus dem euridischen Kulturkreis, mit vergleichbarem Zivilisierung und Sozialisation sowie Kultur. Einen langwierigen und kostspieligen Integrationsprozess versucht man so von vornherein zu umgehen. Es handelt sich dabei explizit um die privilegierte Bevölkerung der folgenden Nationen: Theomedien, Ehrastan, Reussien, Redonien, Mondego, Lusitzchien, Sewarien, Lobenstein, Valhonia und Taussen. Einwanderern mit anderer Staatszugehörigkeit bleibt nur das unbefristete Bleiberecht als Option.

      Abtreibung, Leihmutterschaft und Sterbehilfe
      Schwangerschaftsabbrüche sind in Wolkowien verboten, sobald der fetale Herzschlag gehört werden kann. Dies ist in der Regelung ab der sechsten Schwangerschaftswoche der Fall. Nach Feststellung eines genetischen Defektes beim Säugling kann bis zur 24. Schwangerschaftswoche abgetrieben werden, da nach diesem Zeitpunkt der Fötus auch außerhalb des Mutterleibes lebensfähig wäre. Ausnahmeregelungen nach Vergewaltigungen oder Inzestfällen bestehen nicht. Zuwiderhandlung wird mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren bestraft. Es existiert eine große Anzahl an Kinderheimen. Die Wartelisten für Adoptiveltern sind stets leer, da es genügend Heimkinder aus ungewollten Schwangerschaften gibt.

      Leihmutterschaft ist in Wolkowien erlaubt, allerdings an einige Auflagen gebunden. Nur gesunde Frauen dürfen als Leihmütter fungieren, und nur verheiratete Paare dürfen ein Kind austragen lassen.

      Das leisten von passiver Sterbehilfe darf nur von Personen durchgeführt werden, die eine dafür nötige Schulung und eine Zulassung erlangt haben. In jedem Krankenhaus sind mehrere Krankenschwestern und Ärzte angestellt, die über eine solche Zulassung verfügen. Um passive Sterbehilfe leisten zu dürfen, muss eine Vollmacht des Patienten vorliegen. Diese kann mit Eintritt in die Volljährigkeit erstellt werden; es ist die Nennung von bis zu drei Personen möglich, die über eine mögliche passive Sterbehilfe entscheiden dürfen. Die Vollmacht muss alle zwei Jahre neu beantragt werden, um sicherzugehen, dass die betreffende Person zum Zeitpunkt des Patientendaseins noch immer mit der Regelung einverstanden ist. Dies gilt auch wenn keine Aussicht auf Heilung mehr besteht.

      Aktive Sterbehlfe ist verboten und steht unter Strafe.

      Pressefreiheit/Zensur
      Zensur wird strikt abgelehnt und nicht betrieben. Den Fernsehkanälen ist die Ausstrahlung jeglicher Sendungen zu jeder Uhrzeit erlaubt, es gibt keine Institution die Jugendschutzmaßnahmen vorschreibt. Gleiches gilt für die öffentlich geäußerte Meinung; solang kein Tatbestand wie etwa Beleidigung oder Ruhestörung entsteht, darf jede Meinung frei geäußert werden. Auch Journalisten und Zeitungen arbeiten frei von jeden meinungsfreiheitlichen Beschränkungen.

      Parteien der Länder
      Die größte Partei ist die "Nationalkonservative Partei Wolkowiens" (Nemzeti Konzervatív Fél Wolkowi; NKFW), die konservative Werte, Wirtschaftsliberalität und Patriotismus in den Mittelpunkt ihrer Politik stellt. Die zweitgrößte Partei ist die "Liberaldemokratische Partei Wolkowiens" (Liberális Demokrata fél Wolkowi; LDFW), die häufig mit der NKFW koaliert und in der Vergangenheit schon häufig an der Regierung beteiligt war. Außerdem erwähnenswert sind die "Sozialistische Partei Wolkowiens" und der "Nationale Block" - ein Zusammenschluss mehrerer Vereine und Organisationen mit nationalistischem Gedankengut.

      Wehrpflicht
      Die Wehrpflicht wird in der Republik Wolkowien seit 1990 ausgesetzt. Liberale und linke Kräfte sehen in ihr die Aufhebung der persönlichen Freiheiten verwirklicht, und haben sie bis zu ihrer de facto Abschaffung häufig als "Abwandlung der Sklaverei" bezeichnet. Viele Konservative setzten sich früher für ihre Beibehaltung ein, tun dies aber inzwischen nicht mehr. Nur noch die Rechtsextremen fordern die Wiedereinführung der Wehrpflicht zur "gesunden Manneszucht".

      Todesstrafe
      Die Todesstrafe existiert seit ihrer Abschaffung im Zivilstrafrecht nur noch im Kriegsrecht. Darin kann sie zum Beispiel für besonders schwere Fälle von Fahnenflucht, Feigheit vor dem Feind und Spionage verhängt werden.

      Waffenbesitz
      Der Besitz einer Schusswaffe ist jeder Person mit Vollendung des 21. Lebensjahres gestattet, unter der Voraussetzung, dass diese Person zuvor einen psychologischen Test zur Einschätzung der geistigen Reife absolviert und erfolgreich bestanden hat. Bestimmte großkalibrige Waffen und bestimmte Schusswaffen wie Schrotflinten mit abgesägtem Lauf sind untersagt, und dürfen nicht gehandelt oder aufbewahrt werden. Vorbestrafte Personen oder Personen, die vor weniger als 15 Jahren mehrtägige Aufenthalte in geschlossenen psychiatrischen Anstalten zugebracht haben, dürfen eine Schusswaffe nicht besitzen oder erwerben. Kinder von Landwirten dürfen, unter Vorlage einer Sondergenehmigung, kleinkalibrige Waffen ab dem 16. und großkalibrige Waffen ab dem 18. Lebensjahr nutzen, der Erwerb muss jedoch durch einen Volljährigen erfolgen.

      Das Tragen von Messern jeder Klingenlänge ist ebenfalls jeder Person erlaubt, die das 21. Lebensjahr abgeschlossen hat und nicht vorbestraft ist.

      Glücksspiel / Drogenbesitz
      Jede Form von alkoholhaltigen Getränken darf an Personen, die 16 Jahre oder älter sind, abgegeben werden.

      Drogenkonsum und der Anbau sowie der Verkauf von Drogen sind erlaubt, egal, um welche Form von nicht-alkoholischen Drogen es sich handelt. Dabei ist aber zu beachten, dass Drogenkonsum als Kündigungsgrund Seitens des Arbeitgebers von Gerichten akzeptiert wird. Ebenso können Vermieter Drogenkonsumenten ihrer Immobilie verweisen und den Mietvertrag aufkündigen. Beides gilt natürlich nur dann, wenn der Drogenkonsum polizeilich festgehalten und überprüft wurde.

      Sportarten
      Eine einzelne Volkssportart existiert in Wolkowien nicht. Stattdessen lassen sich nur mehrere weit verbreitete Sportarten hervorheben, von denen manche nur in bestimmten Regionen in größeren Vereinen verfolgt werden. Eishockey wird vor allem in der Küstenregion und im Norden und Osten des Landes betrieben, ebenso Eislaufen, während Fußball besonders in der südlichen Küstenregion und im Landesinneren sehr beliebt ist. Die Hauptstadt Smolensk ist auch Hauptstadt des wolkowischen Boxsports. Weitere verbreitete Sportarten sind Ringen, Skifahren, Snowboarden und Schwimmen. Tennis fristet ein Nischendasein, gleichwohl einige wenige ehemalige und aktive wolkowische Sportler international bereits zu wichtigen Titeln gekommen sind.

      Religionen
      60% der Bevölkerung sind laut der letzten Volkszählung zum 31. Dezember 2010 konfessionslos. 29,0% sind katholische und 6,9% evangelische Christen, 1,6% bezeichnen sich als Juden. Die übrigen 2,4% sind überwiegend Orthodoxe Christen. Kleinere buddhistische und hinduistische Gemeinschaften existieren in den größeren Städten, ebenso verhält es sich mit den rund 14.000 Muslimen. Angehörige dieser Glaubensrichtungen sind allerdings größtenteils Ausländer und Einwanderer. Die Zahl derer, die einer Religionsgemeinschaft angehören, geht seit Mitte der 1990er Jahre jährlich stark zurück.

      Im öffentlichen Leben spielen die Religionsgemeinschaft kaum eine Rolle. Das Fach Religion wird in staatlichen Schulen nicht unterrichtet. Christliche oder jüdische Privatschulen sind kaum vorhanden. Die christliche Kirche betreibt einen privaten Fernsehsender, der zwar im ganzen Land empfangbar ist, aber monatlich nur wenige zehntausend Zuschauer anspricht. Anders als in vielen anderen Ländern findet die Taufe christlicher Kinder erst im Jugendlichenalter (Meist mit 14 bis 18 Jahren) statt. Die Eltern erziehen ihre Kinder nach christlichem Selbstverständnis und überlassen ihnen die Entscheidung zum Kircheneintritt selbst. Die Taufe bei Kleinkindern hat in Wolkowien keine Tradition und wird kaum praktiziert.

      Stellung von Homosexuellen
      Homosexuelle Paare genießen in Wolkowien eine vollkommene Gleichstellung auf gesetzlicher Basis. Standesamtliche Heirat sowie Adoptionen sind ohne jede Einschränkung erlaubt, und auch steuerrechtlich werden gleichgeschlechtliche Paare nicht benachteiligt.

      Rauchverbote
      Bereits in den 1930er Jahren wurden erste Nichtraucherschutzgesetze geschaffen. Züge wurden seitdem mit Nichtraucherwagons, Flughäfen und Großbahnhöfe mit Nichtraucherzonen ausgestattet. Die sozialistische Regierung setzte während ihrer Regierungszeit von 2002 bis 2010 etliche weitere Rauchverbote durch, wie etwa ein generelles Rauchverbot in Gaststätten, Taxis, Flughäfen, Bahnhöfen und Zügen. Alle in diesen Legislaturperioden neu geschaffenen Gesetze wurden von den Konservativen inzwischen wieder ausnahmslos rückgängig gemacht.

      Quellen- und Lizenzangaben der Signaturbilder sind HIER zu finden

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