Ein Sandkorn in der Wüste

    • Ereignis

      Ein Sandkorn in der Wüste

      +++ Im Süden von Alhayaa | Stadt Ma'rib | 12:00 Uhr Ortszeit +++

      Jur schritt ruhig über den Markt und blieb an einigen der Stände stehen und besah sich die Ware. Frische Datteln aus dem Osten Alhayaas, Melonen, Süßkartoffeln und andere Früchte aus dem Herzen des inanaischen Kontinentes. Der Ruf des Muezzin hallte über die Straßen und Dächer der im Stadt hinweg als die Sonne ihren Zenit erreichte. Die Zeit des Zuhrgebet hatte begonnen, dem zweiten Gebet des Tages hier in der islamischen Welt. Er blickte nach oben in Richtung der Berge. Dampf stieg von dort auf, wo seine Brüder Tag ein, Tag aus schuffteten, damit die reichen Feriden noch reicher wurden und ihr Sultan von goldenen Tellern essen konnte. Unwohlsein stieg in Jur auf. Es war kein Hass, denn er hasste die Feriden nicht grundsätzlich, aber Einige von ihnen. Nämlich die, die so taten als wären sie etwas Besseres, Herrenmenschen über die Schwarzinanaer wie ihn.

      "Hey pass doch auf!", schnaubte ihn ein Mann an, welcher ihn in der Menge angerempelt hatte. Er blickte auf den sehr viel kleineren Mann herunter, der jetzt erst seinen Fehler bemerkte als er nach oben blickte. "Oh ... ich, äh ... Verzeihung.", stammelte er kurz und zog sich dann zurück um in der Menge sein Heil in der Flucht zu suchen. Jur Lächelte leicht. Manchmal war es doch durchaus ein Vorteil von großer Statur zu sein. "Bruder, ärgerst Du wieder die Leute?", hörte er und drehte sich um. Amir, ein Freund aus Kindertagen war tatsächlich gekommen und hatte ihn auf dem stark belebten Markt gefunden. Beide Männer umarmten sich herzlich und Jur klopfte einige Male auf den Rücken seines Freundes. "Amir, Du hast es geschafft. Endlich sehen wir uns wieder. Du bist erwachsen geworden sehe ich!", meinte er freundlich und deutete auf den Vollbart seines Gegenübers. Amir strich sich durch seinen Bart und nickte zufrieden mit einem Lächeln.

      Es dauerte nicht lange bis beide Männer, sich unterhaltend, das Haus vom Amir erreicht hatten. Sie traten ein und eine angenehme Kühle empfing sie in dem mit Lehm verputzten Haus. Vor der Tür herrschten noch die sommerlichen 35°C und eine drückende Hitze, doch hier war der lokale Baustil seit Jahrhunderten so vervollkommnet worden, dass die Häuser am Tage die Wärme draußen liesen und diese in der Nacht abgaben, wenn es kalt war. Amir stellte seinem Freund seine Frau und seine zwei Söhne, mit sichtlichem Stolz vor bevor Beide nach Oben stiegen und auf einer Art Dachterrasse unter einem Segeltuch als Sonnenschutz Platz nahmen. Amirs Frau brachte Tee und einige Datteln und zog sich dann wieder zurück, wie es Brauch war.

      "Ich habe Gerüchte über einen Mann gehört, der dir sehr ähnlich sehen soll. Eine Art Prophet, welcher uns Schwarzinanaer befreien will von der feridischen Knechtschaft.", sagte Amir langsam und etwas geheimnisumwoben. Jur lächelte: "Du glaubst also noch immer an Märchen die man erzählt?" Amir musste auch etwas lächeln und nahm einen Schluck Tee. "In jedem Märchen steckt ein Körnchen Wahrheit. Warum bist Du wieder hier?" Jur atmete einmal tief ein und ließ seinen Blick über die Dächer der Stadt schweifen, welche man von ihr sehr gut im Blick hatte. "Ich brauche deine Hilfe Amir. Die Welt befindet sich im Umbruch, aber wir werden hier wie vor Jahrhunderten wie Sklaven gehalten. Müssen für die Feriden schuften und das für einen Hungerlohn. Ich möchte dem ein Ende setzen. Möchte den Menschen eine Zukunft bieten. Den Kindern ermöglichen zu studieren und die Welt zu sehen." "Aber das ist das Wort des Sultans, welches dies bestimmt. Sein Wort ist Gesetz und das wird mit eiserner Hand umgesetzt." "Ja und das muss enden. Sein Reichtum, seine Macht verdankt er dem Opfer unserer Brüder und Schwestern."

      Amir nahm eine Dattel und kaute etwas auf ihr herum. "Ich bin im Staatsdienst. Wenn Jemand erfährt, dass wir solche Gedanken teilen wird es gefährlich." Jur nickte zustimmend. "Das weiß ich. Deswegen brauche ich deine Hilfe Amir. Du sollst nicht kämpfen, keine Waffe tragen oder dein Leben aufs Spiel setzen. Aber Du kannst deinen Teil beitragen, uns Informationen liefern die wir nutzen können." Amir lehnte sich nach vorn: "Was genau für Informationen?" "Ich weiß Du bist im Innenministerium in der Abteilung für die Regionalentwicklung verantwortlich. Wir brauchen Karten, Informationen zur Infrastruktur, Details zu Gebäuden. Im Speziellen zu Regierungsgebäuden." "Es ist nicht einfach solche Informationen heraus zu schmuggeln. Die Feridischen Leiter sind sehr hinterher. Was wollt ihr damit?", fragte er nach aber machte, bevor Jur antworten konnte, eine abwehrende Handbewegung: "Ah, sag es mir lieber nicht. Ich will es garnicht wissen."

      Jur nahm einen Schluck Tee und blickte Amir an. "Wirst Du uns helfen." Nun ließ Amir seinen Blick über die Dächer schweifen. Sein Bruder hatte recht. Das Land entwickelte sich gefühlt nicht für seinesgleichen. Nur die Feriden konnten in einer wirklichen Freiheit leben, während seinesgleichen nie den selben Standard erreichen können. Langsam nickte er. "Ja werde ich. Für die Zukunft meiner Kinder. Damit sie es einmal besser haben!"
      Allgemeiner NSC

      Weiterführende Informationen zum Staat

      Du möchtest mich als Staat übernehmen? Das kannst Du hier beantragen.
      +++ Im Süden von Alhayaa | Irgendwo in der Sharad-Kette | 14:30 Uhr Ortszeit +++

      "As-salamu alaikum.", sagte der junge Schwarzinanaer und verneigte sich leicht vor Jur. Dier lächelte leicht und antwortete nickend: "Wa-alaikum as-salam. Er deutete auf eine kleine Niesche in der Felswand und sagte er solle ihm folgen. Nachdem man die Niesche passiert hatte kam man in eine größere Höhle, in welcher weitere Männer waren. Sie blickten kurz auf um zu sehen wer ihr Versteck betrat, gingen dann aber schnell wieder ihrer Tätigkeit nach. Sie schafften Holzkisten, die in einem Ockerton gestrichen und mit den Worten 'Royal Armed Forces' beschriftet waren, in einen Bereich weiter hinten. Dort schien es verzweigte sich die Höhle und führte noch tiefer in den Fels des Sharad Gebirge.

      "Abdul nimm bitte Platz.", sagte Jur freundlich und setzte sich selbst auf einen kleinen Hocker, von denen mehrere um eine braune Holzkiste standen. Der junge Mann nickte und setzte sich ebenfalls. "Du bist den weiten Weg hier her gekommen um dich uns anzuschließen?" "Ja Herr. Ich stamme aus Idil. Dort gibt es nichts, aber mein Onkel Amar meinte ihr könnten einen wie Mich gebrauchen." Jur goss den Beiden ein wenig Tee in ein Glas, rührte erwas Kandiszucker hinein und nahm einen Schluck. "Hat er das? Wie geht es seiner Frau Jamira?" Sein Gegenüber, mit dem Glas in der Hand zog die Augenbraue nach oben: "Aber ihr Name ist doch Achoura." Jur lachte kurz auf: "Ich weiß, aber ich wollte dich testen. Man weiß nie ob nicht die Regierung versucht einen Spion bei uns hier einzuschleußen."

      Jur nahm einen weiteren Schluck und fragte dann weiter: "Und was sind deine Fähigkeiten, die dein Onkel meinte das wir sie brauchen?" "Ich kann kämpfen. Ich diente zwei Jahre bei der Royal Army, der Küstenverteidigung, in Dallol. Ich kann mit Waffen umgehen, kann gut schießen und kenne mich mit Technik aus." Jur war sichtlich beeindruckt: "So jung und doch schon so erfahren. Warum hast Du die Armee verlassen?" "Es gab einen Desserteur in unseren Reihen. Dann hat man jeden zehnten Soldaten unehrenhaft entlassen. Wir haben keine Abfindung bekommen, noch erhalten wir die Rente die uns zusteht." Jur schnaubte missmutig. Er hatte es schon oft gehört, dass ganze Einheiten bestraft wurden, wenn auch nur ein Mann einen Fehler machte. Das man eine ganze Generation ihrer Arbeit beraubte und dann ihre Rente, für die sie hart gearbeitet hatten, strich war ein weiterer Grund für seinen Missmut über die feridischen Herren.

      Bevor er antworten konnte erwachte sein Funkgerät, welches er am Gürtel seiner Uniform trug zum Leben. "Jur ein Flugzeug!" Ruhig nahm er das Funkgerät vom Gürtel und antwortete der Stimme, welche er als die einer seiner Späher identifizierte. "Zieht euch Alle in die Höhlen zurück. Das wird ein Aufklärer sein. Mit seinen Wärmebildgeräten kann er euch sehen!" Er blickte den Neuen an: "Einer ihrer Aufklärer. Sie überfliegen das Gebiet immer wieder um den Gerüchten von Aufständigen nachzugehen." Das lauter werdende Geräusch von Motoren bahnte sich seinen Weg zu den beiden Männern und Jur ging vorsichtig zum Eingang. Es dauerte einige Minuten bis die Geräusche wieder leiser wurden. Langsam blickte er nach draußen und konnte die sich entfernenden Umrisse einer Opal DA42 erkennen. Das sehr kleine und relativ leise Flieger wurde von der Luftwaffe genutzt um die schlecht zugänglichen Gebiete weit im Süden des Landes und in den Bergen zu kontrollieren. Ob sie einen Hinweis hatten oder es nur ein Routineflug war konnte er nicht sagen. Aber dies war auch vollkommen gleich in diesem Moment. Ein Neuer war angekommen und würde sich ihnen anschließen, eine weitere Seele die für die Freiheit kämpfen würde.
      Allgemeiner NSC

      Weiterführende Informationen zum Staat

      Du möchtest mich als Staat übernehmen? Das kannst Du hier beantragen.
      +++ Internationaler Flughafen von Dhahir | 16:30 Uhr Ortszeit | STRENGT HEMMELIG +++

      Es später Nachmittag als die Linienmaschine der Nørsk Airlines auf dem Flughafen der alhayaanischen Haupstadt gelandet war. Jakob Ryanson verabschiedete sich freundlich von den Stewardessen und trat dann aus der Tür in die Fluggastbrücke, welche ihn zum Terminal bringen sollte. Sie war nicht vollständig abgedichtet und so erhaschte er bereits einen kurzen Eindruck von der drückenden Hitze, die draußen erwarten würde. Mit nur einem Handkoffer ging er zielstrebig zur Einreisekontrolle und überreichte dem Beamten seinen Pass. Als dieser das Foto mit seinem Gegenüber abglich indem er es in die Luft auf die Höhe von Jakobs Gesicht hielt lächelte er freundlich und erntete eine hochgezogene Augenbraue. "Grund des Aufenthaltes Mr. Ryanson?" "Urlaub!", antwortete Jakob schnell. Der Beamte blickte auf das kleine Handgepäck und Ryanson fügte noch an: "Ein Kurzurlaub. Ich habe frei bekommen und wollte raus aus dem Winter. Sie wissen ja was auf Voorlant los ist. Ein Meter Schnee und extrem kalt." Ruhig lächelte er und erntete ein Nicken als Antwort. Der Grenzbeamte legte den Pass vor sich und stempelte das Touristenvisum in diesen. Dann erhob er seinen Blick erneut und sagte mit einem stark feridischen Akzent in Columbisch: "Herzlich Willkommen im Sultanat von Alhayaa. Einen angenehmen Aufenthalt wünsche ich Ihnen." Jakob nickte und dankte dem Mann höflich.

      Jakob trat auf aus der Tür aus dem vollklimatisierten Termial und hier empfing ihn die heiße Wüstenluft wie eine Wand. Er blickte sich kurz um und setzte dann seine neue und modische im arcadischen Stil gehaltene Sonnenbrille auf, deren Gläser verspiegelt waren. Langsam lies er den Blick über den Parkplatz schweifen und fand schließlich was er suchte. Ein Geländewagen der Firma Niruu, der etwas abseits geparkt war. Schnellen Schrittes ging er hinüber und öffnete die unverschlossene Tür. Er nahm im Wagen Platz und warf seine kleine Tasche auf den Rücksitz. Dann suchte er kurz den Schlüssel, fand ihn jedoch weder in einem der Fächer, noch unter der Sonnenblende. Sein Gegrübel wo der Schlüssel sein könnte wurde von einem Klopfen an die Scheibe unterbrochen. Aus den Gedanken gerissen blickte er sichtlich erschrocken nach Links und erkannte den Wagenschlüssel, der vor seinen Augen von einem großen und glatzköpfigen Mann hin und her geschüttelt wurde. Jakob lachte kurz auf als der Mann auf die Beifahrerseite ging und ebenfalls in den Wagen stieg. "Jakob, Jakob, Jakob. Du musst schneller sein, ansonsten erwischt man dich noch.", meinte er freundlich, warf den Schlüssel in die Hände von Ryanson und beide Männer lachten. Freundschaftlich gaben sie sich die Hand und ein Beobachter hätte sofort erkannt, dass beide Männer sich kannten. "Lars, also bist Du doch noch am Leben. Ich dachte Du wärst damals in Cöln verloren gegangen." "Die Berichte über meinen Tod sind stark übertrieben." Lars Kristensen deutete auf die Straße. "Fahr los, ich sage dir dann wo wir hin müssen."

      Die Fahrt der beiden Männer dauerte knapp dreißig Minuten und endete in einem alten dreistöckigen Gebäude in der Altstadt von Dhahir, in der Medina. Nachdem sie den Wagen in einer Seitenstraße unweit des Hauses geparkt hatten gingen sie einige Umwege um dann das Haus durch den Hintereingang zu betreten. An einer unscheinbaren Tür klopfte Kristensen: "Wir sind da." "Marco?", fragte eine weibliche Stimme hinter der Tür und der Klopfende antwortete: "Polo!" Die Tür ging auf und die beiden Männer traten hinein. Kristensen stellte die anderen Mitglieder des Teams vor, welches der voorlantische Nachrichtendienst ins Sultanat entsandt hatte um mehr über die möglichen Aufständigen zu erfahren. In der Wohnung standen einige Kisten, auf dem Tisch lagen zwei Pistolen und zwei Funkgeräte mit kleinen, nahezu unsichtbaren Ohrsteckern. Kristensen reichte Jakob einen von diesen und ein Funkgerät. "Damit bleiben wir immer im Kontakt." Er deutete auf die Karte, welche das Sultanat zeigte. Dann tippte auf die im Süden des Landes gelegene Stadt Tio. "Nach Tio werden wir morgen aufbrechen. Offiziell sind wir Entwicklungshelfer, die im Rahmen der Vereinten Staaten die Projekte begutachten und einen Bericht schreiben sollen." Im gleichen Atemzug reichte die Frau allen Anwesenden ihre Pässe, welche als Tarnidentitäten fungieren sollten. "Wir müssen die Namen und die Daten auswendig lernen. Falls man uns abfragt muss es wie aus der Pistole geschossen kommen!" Jakob blickte die junge Frau, mit dunklen Augen und schwarzem Haar an, nahm den Pass und nickte. Dann erhob er den Blick wieder zur Karte. Das Sultanat war riesig und die Region im Süden war kaum bewohnt und bestand de facto nur aus einer unwirtlichen Wüste und Bergen. Und noch schlimmer war, es dürfte dort noch wärmer sein als hier in der Hauptstadt.
      +++ Hafen von Mek'ele | 21 Uhr Ortszeit | Geheim +++

      Die Scomber war ein kleines und unauffälliges Containerschiff. Sie wirkte im Vergleich zu den anderen Schiffen im Hafen und diejenigen, die davor ankerten und darauf warteten, einfahren zu dürfen, schon lächerlich klein. Aber sie reichte für Speziallieferung für das heutige vollständig aus. Ein Container in Standardgröße nach der anderen wurde mithilfe eines Krans abgeladen und im Hafengelände abgeladen. Die Zollbeamten des Sultanats standen am Ankerplatz und gingen gemeinsam mit dem anwesenden Lieferanten, ein khitaischer Händler namens Lei Shi, die Fracht durch. Auf den Papieren standen offiziell nur irgendwelche Werkzeuge, Schrauben, Leime und desgleichen. Aber in Wirklichkeit befanden sich in den Containern diverse Handfeuerwaffen, Munition, Granaten und sogar kleine handliche Drohnen. Den Auftrag hatte er über Umwege vom Sicherheitsrat, dem Geheimdienst der Republik Khitai, erhalten. Es war nicht der erste Auftrag dieser Art, die Lei Shi erhalten hatte. Ob da wirklich nur das Geschäft eine Rolle spielte - und der khitaische Staat hatte in jedem Rüstungsbetrieb eine Mehrheitsbeteiligung inne - oder der Sicherheitsrat ein größeres Ziel verfolgte, wusste Lei Shi nicht. Der gebürtige Temasiker hatte auch nicht weiter nachgefragt. Sein Auftrag war nur, die Container in Mek'ele ohne Zollkontrolle dieser abzuliefern und alles weitere den Spediteuren Mustaba al-Moussad und seinen Geschäftspartner Han Chen, welcher eine Mehrheitsbeteiligung in mehreren Speditionsunternehmen hier in der Region hatte, zu überlassen. Nun galt es aber erstmal für Lei Shi, die Zollbeamten abzubringen, seine Container öffnen zu wollen. Er übergab dem Beamten, der offensichtlich hier einen hohen Rang bekleidete, mit den weiteren Frachtpapieren einen Briefumschlag mit Dollarscheinen darin. Der Beamte tat so, als wäre nichts gewesen und steckte den Umschlag in eine seiner Jackeninnentaschen, bevor er kurz die Papiere überflog und darauf stempelte. Auch kreuzte er bei den Einfuhrpapieren das Feld "Kontrolle durchgeführt" an. Damit war war Lei Shi aus dem Schneider. Niemand wird die Container kontrollieren, niemand wird die Papiere hinterfragen und Lei Shi wird keine Probleme bekommen.

      Es näherten sich mehrere Schritte und Lei Shi erkannte zwei Silhouetten. "Hallo Herr Shi!", begrüßte einer der beiden auf jūzhùanisch. Es waren Mustaba und Han, wie Lei feststellte. Han Chan war vielleicht 1,70 m groß und von hagerer Gestalt, während Mustaba kräftig und hochgewachsen war. Wenn es Lei nicht besser gewusst hätte, würde er sagen, Mustaba ist Hans Leibwächter. "Haben Sie den Zoll hinter sich gebracht?" Er streckte seine Hand aus, um die Frachtscheine von Lei Shi entgegen zu nehmen. Lei nickte bestätigend, während sich die Zollbeamten wieder entfernten. "Gut ... dann werden wir sie an unsere Kunden ausliefern." Han Chan schaute seinen Geschäftspartner an und wechselte auf feridisch. "Verteile die Fracht einmal für den Transport zu den Militärdepots und einmal in die Sharad-Kette." Mit einem dankenden Nicken bedankte sich Han bei Lei für die Lieferung, bevor er wieder mit Mustaba verschwand, um den Weitertransport zu organisieren. 'Geschäft ist Geschäft', sagte Lei Shi zu sich selbst, während er sich wieder an Bord seines Schiffes begab.
      +++ Im Süden von Alhayaa | Irgendwo in der Sharad-Kette | 15:00 Uhr Ortszeit +++

      Jor blickte auf die schwarze Kiste, welche geöffnet vor ihm stand. Er kniete neben ihr und Abdul die kleine Drohne heraus. Ihr Gehäuse war sandfarben eingefärbt und die zugehörigen Elemente, inklusive der Fernbedienung ebenfalls. "Eine Drohne Herr. Anscheinend ...", er deutete auf einen größeren Schwarzen Kasten in der Kiste und holte diesen heraus. "... mit einem größeren Akku. Ich habe diese schon einmal im Internet gesehen. Mein Bruder hat sich mit soetwas beschäftigt, er ist in der Schule in der Technikklasse." "Wir lange kann die in der Luft bleiben?" Abdul zog die Anleitung heraus und blätterte, Khitai, Erusisch, Columbisch und schließlich Feridisch waren die Sprachen in welcher sie verfasst waren. Kurz überflog er die Daten und blätterte einige Male hin und her. "Bis zu einer Stunde mit dem großen Akku. Sie kann bis zu 10 Kilometer weit von der Steuerung entfernt sein." Jur nickte zufrieden. Dann blickte er über die anderen Kisten. Sturmgewehre, vornehmlich M61 und Derivate aus einigen verschiedenen Ländern. Den Kisten in denen sie geliefert waren nach, waren sie kein Militärstandard sondern zivil und frei verkäufliche Waffen. Dennoch verwendeten die Gewehre und die Pistolen jeweils die selbe Munition.

      Sicher war er sich nicht wo die Waffen her kamen und seine Mittelsmänner wussten dies auch nicht genau oder wollten es ihm nicht verraten. Doch das war ihm in diesem Falle auch egal. Zusammen mit anderen Waffen, die zum Teil aus der Mitte des letzten Jahrhunderts stammten wie auch der wohl berühmtesten Waffe auf dem inanaischen Kontinent, der AG37. Auch hier hatten die Mittelsmänner hervoragende Arbeit geleistet und die Waffen aus allen Teilen des Kontinents her geschafft, mit ausrechender Munition. "Das sind nicht unbedingt viele moderne Waffen Jur. Auch die Munition ist begrenzt. Was sollen wir mit denen machen?" "Wir werden sie als Reserve behalten. Gebt sie den Raqib*, die anderen Waffen gebt ihr den einfachen Kämpfern. Wir werden am Morgen mit der Ausbildung beginnen. Ihr wart Soldaten, ihr wisst wie man schiest. Gebt dieses Wissen weiter, lasst sie auch üben. Lasst sie die Waffen zerlegen und zusammen setzen, auch im Dunklen. Sie müssen es wie im Schlaf beherrschen. Die Schießausbildung an den Pistolen können wir in den Höhlen machen. Aber mit den Gewehren geht nur im Freien." "Ich habe dafür bereits einen Ort ausgewählt. Ein Canyon unweit von hier, der den Schall nur nach oben heraus lässt. Ich habe keine Ahnung wieso, aber man hört es nicht in der Umgebung." Erneut nickte Jur zustimmend und ließ seinen Blick über die Waffen schweifen. Wenn Alles nach Plan verliefe, dann könnten sie bald loschlagen. Die Unabhängigkeit seines Volkes war sein Ziel, da es auf friedlichem Wege nicht möglich war, so mussten sie wohl kämpfen. Doch sie würden nicht die Fehler machen, die ihre Vorfahren gemacht hatten. Sie würden erfolgreicher sein.


      =======================
      Raqib - Entspricht einem Sergeant oder Truppführer
      Allgemeiner NSC

      Weiterführende Informationen zum Staat

      Du möchtest mich als Staat übernehmen? Das kannst Du hier beantragen.
      +++ Dorf westlich von Tio | 9:30 Uhr Ortszeit | STRENGT HEMMELIG +++

      Jakob blickte über den Rand und in die dunkle Tiefe des Brunnens. "Der Brunnen ist schon vor Monaten versiegt. Wir haben es dann dem Gouverneur gemeldet, aber getan hat sich Nichts bisher. Wir müssen unser Wasser aus Tio holen. Das ist mit dem Auto eine Fahrt von zwei Stunden.", berichtete der ältere Schwarzinanaer und die Frau, welche ihn befragte, machte sich Notizen in ein kleines Heft. Kristensen, der Einzige der eine Waffe offen trug und offiziell als Leibwächter dabei war, blickte sich um und richtete seinen Blick in die Ferne. Die Berge der Sharad-Kette erhoben sich im Osten und waren auch von hier aus zu erkennen. Das Land war karg, nur wenige Pflanzen gedien hier und die Meisten verdienten sich mit der Arbeit in der Kohlemine. Andere hatten Vieh, ein paar Ziegen, Hühner und auch ein paar Rinder. Doch sie mussten das Futter von weit weg heran bringen und das war kostenintensiv. Auch wenn das Benzin hier zu lachhaften Preisen angeboten wurde. Nach Umrechnung in VS-Dollar waren dies vielleicht 30 Cent pro Liter, so war der Verdienst hier so gering, dass selbst dies ein Hinternis darstellte.

      "Wir werden dafür sorgen, dass hier ein Brunnen gebohrt wird. Dann können sie auch Landwirtschaft betreiben und ihre eigene Nahrung anbauen", sagte die Frau freundlich. Sie würde wirklich einen Bericht abfassen, welcher für die VS gedacht war, denn das war offiziell hier ihre Funktion und die Botschaft würde es entsprechend weiterleiten und bearbeiten. Eventuell würde ihre Regierung ein eigenes Programm aufnehmen um den Menschen hier zu helfen. Oder aber die Führung in Dhahir unter Druck setzen. Doch dies würde sich sicherlich als schwierig gestalten. Sie hatte die Kontrolle über das Öl aber noch wichtiger, sie hatte die Kontrolle über den Kanal, welcher für Voorlant und auch die Welt von enormer strategischer und wirtschaftlicher Bedeutung war.

      Die zweite Frau vor Ort trat zu Jakob. "Ich habe mich umgehört und mich mit ein paar der Frauen unterhalten können. Einige der Männer sind nach Ma'rib aufgebrochen. Sie haben dort einen Auftrag, um es mit ihren Worten zu sagen. Sie scheinen aber zumindest immer wieder Geld nach Hause zu schicken." "Denkst Du, dass die Aufständigen dort ihr Quartier haben?" Die Frau überlegte kurz und strich sich das Haar unter ihr Kopftuch. "Ich bin nicht sicher. Aber alle Informationen deuten auf diese Stadt, oder zumindest die Umgebung. Das Sharad-Gebirge wäre das ideale Versteck. Unzugänglich für die meisten Fahrzeuge, viele Höhlen und die Armee ist dort nicht sehr präsent." Sie deutete mit einem Kopfnicken auf einen gepanzerten Wagen unweit von ihnen: "Nicht so wie hier. Wir sind auf dem Weg hier her an vier Checkpoints vorbei gekommen. Hier wären die Aufständigen wie auf dem Präsentierteller." "Dann besprechen wir das nachher mit den Anderen. Ich denke wir sollten dort weiter suchen."
      +++ Dhahir | Palast des Sultans | 9:00 Uhr Ortszeit +++

      "Eure Exzellenz, die Anzeichen verdichten sich. Laut dem ..." "Ja, laut dem Geheimdienst gibt es Gerüchte, bla, bla, bla!", unterbracht der Sultan den Wesir für Inneres. "Ich brauche keine Gerüchte, ich brauche Beweise!", sagte er laut und schlug mit der Faust auf den Schreibtisch. Danach erhob er sich und stützte sich mit den ausgestreckten Armen auf den selben Tisch um seine Gegenüber durchdringend anzuschauen. "Mansour, ich habe sie zum Wesir für Innere Angelegenheiten gemacht, weil sie nicht auf Gerüchte gehört haben, sondern weil sie knallharte Fakten brauchten um überzeugt zu werden." Dann blickte er den zweiten Mann, gekleidet in eine hellbraune Uniform an: "General Shalhoub, wie ist ihre Einschätzung der Lage?"

      Der General zog seine Uniform gerade und räusperte sich kurz: "Bisher sind es nichts als Gerüchte. Allerdings ist die Zahl der Desertationen von Schwarzinanaern im Osten des Landes gestiegen. Sind bisher nur Zwei oder Drei Soldaten pro Monat nicht mehr zum Dienst erschienen haben wir seit Anfang des Jahres achtundzwanzig Fahnenflüchtige. Die meisten dieser Männer konnten wir früher zu Hause finden. Sie wollten meist zu ihren Familien zurück. In den aktuellen Fällen jedoch wissen auch nicht die Familien wo sie sind. Sie sind quasi wie vom Erdboden verschluckt." Ben Salam zog die rechte Augenbraue nach Oben. "Das heist sie bauen eine Schattenarmee auf." "Das ist auch unsere Annahme, wenngleich wie keine genauen Informationen haben. Die Soldaten haben allesamt die Grundausbildung abgeschlossen, können jedoch nur als Unerfahren eingestuft werden. Allerdings sind unter den Männern auch einige Unteroffiziere mit Spezialausbildung. Waffenspezialisten, Funker, Mechaniker."

      "Was meine Herren werden Sie jetzt tun?", fragte der Sultan neuerlich als er sich wieder setzte und blickte die Beiden nacheinander an. "Die vorliegenden Informationen deuten darauf hin, dass diese mögliche Aufständige sich in Tio sammeln. Die Stadt ist seit je her immer wieder Ausgangspunkt für Aufstände gewesen. Wir haben die Ermittlungen durch zivile Fander der Polizei sowie die nachrichtendienstliche Aufklärung verstärkt." Der General setzte direkt ein: "Die Armee hat zusätzlicher Checkpoints am Zugang zu der Region errichtet. Wir kontrollieren stichprobentartig Fahrzeuge und Personen bei der Ein- und Ausfahrt. Dazu haben wir die Aufklärungsflüge der Luftwaffe in der Region verstärkt. Vor Allem im Bereich der Grenze. Der Schmuggel hat bisher nicht zugenommen, daher gehen wir davon aus, dass die Aufständigen schlecht ausgestattet sind."

      Ben Salam nickte bei den Erklärungen der Männer. "Ich gehe davon aus, dass es aber keine Erfolge bisher gab?" Das Schütteln der Köpfe der Beiden beantwortete seine Frage. "Sie haben bis Anfang Februar Zeit handfeste Beweise zu liefen. Wenn das nicht möglich ist, gehe ich davon aus, dass es nur Gerüchte waren und sind! So Gott will, werden Sie etwas finden."
      Allgemeiner NSC

      Weiterführende Informationen zum Staat

      Du möchtest mich als Staat übernehmen? Das kannst Du hier beantragen.
      Der astorische Geheimdienst hatte auch in Alhayaa seine Verbindungsbüros. Ein kleineres in Al Bats und ein größeres in Dhahir, der Hauptstadt des Landes. An der Oberfläche sind es lediglich ein unauffälliger Schlepperbetrieb. Ein einheimischer Seemann, der vom astorischen Geheimdienst für alhayaaische Verhältnisse gut bezahlt wird, betreibt den Betrieb offiziell. Er stellt keine Fragen und erzählt auch niemandem etwas und wird dafür weiter bezahlt. Vor den öffentlichen Behörden werden die Einnahmen durch gute Absatzzahlen begründet, sodass auch daher kein Verdacht erregt wird. Die astorischen Agenten des Büros waren von diesem oder von anderen Firmen "angestellte" mit Arbeitserlaubnis, Studentenvisum oder auch gerne genommen, ein Touristenvisum. Die Verbindungsbüros wurden dort vor allem mit dem Zweck errichtet, den Schiffsverkehr im Kanal im Blick zu haben, auch wenn die Aktivität gerade in Friedenszeiten eher gering ist und man dann auch Kapazitäten für anderes frei hat. So bekam man schon seit längerem Gerüchte über den Buschfunk mit, dass die Bevölkerung auf dem Inanischen Teil des Landes immer unruhiger wird. Dies ließ auch die Abwehr aufhorchen und nach einer kurzen Rücksprache mit Cölln wurde veranlasst, die Geheimdienstaktivität auf den Inanischen Teil des Landes sowie den Sultan und seine Wesire zu fokussieren. Man sah besonders letzteres als schwierig an, da man dafür im Idealfall die den Sultan unterwandern müsste oder Mitglieder zum Ausplaudern von Informationen bringen müsste, etwa durch Bestechung, und das ohne aufzufallen.

      Unterschätzt hatte man dahingegen den Aufwand, den man in Inana betreiben müsste. Informationen über ein paar Rebellen würden schon nicht so schwer zu beschaffen sein, so dachte man. Allerdings hat man die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Die Kartendaten waren schlecht, es gab zahlreiche unbekannte, oder zumindest nicht eingezeichnete Höhlen und die Landschaft schien sich auch ständig zu verändern. So dauerte es doch deutlich länger als geplant, irgendwelche Informationen erhalten zu können und die, die man bekam, waren auch nur sehr wage. Als weiße Person fiel man dort schließlich auf wie ein bunter Hund und niemand vertraute einem, auch nicht als 'Tourist', auch wenn die Schauspielerische Leistung echt Oscar verdächtig war. Andere Methoden mussten her, Bestechungsgelder, eine Sprache, die jeder versteht, allerdings ist dann immer wieder die Frage, wie vertrauenswürdig die Person wohl zu sein schien und ob sie ihre Aufgabe erledigen würde und ehrlich sein würde. Denn bei wem solle man sich dann beschweren? Der Polizei? Person verklagen? Nein, das würde wohl kaum gehen, man war völlig auf sich gestellt und musste Zuckerbrot und Peitsche herausholen. Tatsächlich fand man eine Person, die sich als guter Kandidat entpuppte, eher durch Zufall als durch Suche. Nachdem man mal wieder mit der Fähre übergesetzt hatte und in einem kleinen Dorf, wieder unter dem Deckmantel, man wäre ein Tourist, entsprechend auch als typisch astorischer Tourist gekleidet, ganz wichtig dabei, die Tennissocken in den Sandalen fand man in einer Bar einen ehemaligen Soldaten, der etwas plauderte, wie doof doch alles sei, wie ungerecht gegenüber den schwarzen und dass dass die nur abwarten sollen, wenn der Widerstand kommt.

      Die Person schien etwas zu wissen und noch in der Bar kam man etwas ins Gespräch. Als der ex Soldat dann heim gehen wollte bot man ihm noch einen letzten Drink an, den man ausgeben würde. Kurze Ablenkung warf man unbemerkt eine kleine Pille in seinen Drink ehe man gemeinsam die Gläser erhob. Danach ging es aber wirklich Heim. Man bot noch an, die Person zu begleiten, was sie auch annahm. In einer dunklen Gasse sackte sie dann zusammen. Sollte es jemand sehen, so würde es so aussehen, als wäre sie lediglich viel zu betrunken gewesen. Die beiden als Touristen getarnten Agenten trugen die Person in ihren Mietwagen und sprachen dabei auf andermannisch zueinander. Zunächst taten sie ratlos und würden nicht wissen, was sie tun sollen, ehe sie sich einigten, die Person erst mal mit auf ihr "Hotelzimmer" zu nehmen. Zwei sehr hilfsbereite und vielleicht auch naive Touristen, so würde es für jeden nach außen hin wirken. Dass alles bereits genau wie geplant ablief, das konnte niemand ahnen. Sollten irgendwo Fragen aufkommen, so würde man genau diese Geschichte erzählen, man wisse nicht, wohin mit der Person, wolle sie aber auch nicht hilflos am Straßenrand liegen lassen und würde sie auf dem Sofa in ihrem Hotelzimmer ausnüchtern lassen. Als der Inanaer wieder nüchtern wurde, wachte sie an einen Stuhl gefesselt auf und zwei Agenten der Abwehr blickten auf ihn

      "Aaaaahrgh...w...wo bin ich...w..wer seid ihr und was wollt ihr?" stammelte die Person vor sich hin, sichtlich verkatert vom nächtlichen Besäufnis
      "Das spielt hier keine Rolle" antwortete eine blonde Frau in einem schwarzen Hosenanzug mit weißer Bluse darunter. An ihren Füßen schwarze High-Heels und auf ihrer Nase eine schwarze, verspiegelte Sonnenbrille in der sich der Inanaer selbst sehen konnte. Sie sprach, wie alle Agenten der Region, fließend die Sprachen des Landes, sodass die Kommunikation kein Problem darstellte "Wir wollen dir nichts tun, aber wir haben auch keine Hemmungen, es zu tun, wenn du nicht mitspielst" sprach sie weiter. "Du hast letzte Nacht etwas von einem Widerstand gesagt, da sind wir natürlich neugierig. Wir können dir so einiges bieten, du musst nur kooperieren. Was genau weißt du über den Widerstand?" "Das du mir so einiges bieten kannst sehe ich, Schätzchen" kommentierte der Inanaer mit starrem Blick auf die Oberweite der Agentin, worauf er sich prompt eine Ohrfeige einfing. Ihr Kollege, schwarze, nach hinten gegelte Haare, schwarzer Anzug, schwarze Lederschuhe, weißes Hemd, schwarze Krawatte, drückte sie mit seinem Arm nach hinten vom dem Inanaer weg "Das war nicht gemeint. Wir können dir viel Geld bieten, ein Haus auf dem feridischen Teil des Landes für dich und deine ganze Familie. Oder aber, wir ziehen hier andere Verhörmethoden auf, von denen niemand spricht." sprach er nun zu dem Inanaer. "Von mir erfahrt ihr gar nichts, da könnt ihr mir so viel bieten, wie ihr wollt." "Bist du dir da sicher? Ein Haus am Strand, ein glückliches Leben für deine Familie...Das hier [...]" Er holte ein Bündel Geld, viel Geld, aus seinem Sakko hervor "Wäre nur der Vorgeschmack." Er machte eine kurze Pause ehe er weiter sprach "du hast von einem Widerstand gesprochen. Wir sind neugierig, was es damit auf sich hat, wir könnten helfen."

      "Tzz, von wegen, ihr feriden wollt uns nur unterdrücken, uns klein halten, als eure Sklaven ausbeuten. Lieber sterbe ich als dass ich euch was verrate..." Er spuckte den Agenten nach seiner Aussage vor die Füße, welche sich beide nur emotionslos in die Augen guckten, als würden sie sich gerade telepathisch verständigen. "Nun, ich sehe, wo dein Problem ist. Du denkst, wir arbeiten für die Regierung von Alhayaa. Aber sieh uns an, sehen wir aus wie Feriden?" Beide nahmen für einen Moment ihre Sonnenbrillen ab. Der Inanaer guckte beide an, offenbar nachdenkend. Er schient einzusehen, dass sie es nicht taten, wollte es aber noch nicht offen zugeben "Ach was weiß ich, ihr seht doch eh alle gleich aus" gab er patzig als Antwort zurück. "von mir erfahrt ihr gar nichts" Wieder blickten sich beide Agenten wortlos und emotionslos an, dann verließen sie den Raum und ließen den Inanaer alleine. Einen Moment später kamen sie wieder rein. "Nungut, du bist dann wohl doch zu loyal zu deinen Leuten für uns, wir lassen dich gehen. Allerdings müssen wir dafür sorgen, dass du nichts mitbekommst, also bitte entschuldige..." Der Inanaer wurde betäubt, danach wurde er wieder dahin gebracht, wo man ihn aufgelesen hatte. Man hatte sich für andere Methoden entschieden, um den Widerstand ausfindig zu machen. In seinen Nacken hatte man unter seine Haut einen kleinen Peilsender eingepflanzt. Nun hoffte man, dass der Inanaer sie schnurstracks zum Versteck des Wiederstandes bringen würde, ob er wollte oder nicht. Das ersparte einem dann erst mal viel Zeit, als wenn man nun ewig mit ihm diskutieren würde.
    • Benutzer online 1

      1 Besucher