[NSC] Union der Lusitzchischen Republiken

    • Angenommen

      [NSC] Union der Lusitzchischen Republiken

      Guten Tag und ein frohes neues Jahr allerseits,

      anbei die von der Spielleitung gewünschte Staatenanmeldung für den neuen lusitzchischen Staat. Ich habe Astoria den Entwurf vorab zugeschickt und er hat ihm zugestimmt. Er führt seinen NSC-Staat Unionsrepublik Přebytek als Teil der lusitzchischen Föderation fort, während die Aussimulierung der drei anderen Unionsrepubliken im Rahmen der wolkowischen Kontrolle derselben weiter durch mich erfolgt. Die Aussimulierung des die Unionsrepubliken zusammenfassenden Unionsstaates wird wie in der Verfassung verankert (Siehe Abschnitt Staatsaufbau) durch Astoria und mich in Absprache gemeinsam vorgenommen.


      Name des Landes: Union der Lusitzchischen Republiken
      Amtssprache: Lusitzchisch (Die einzelnen Unionsrepubliken haben für sich zusätzliche Sprachen zu Amtssprachen erhoben: Wolkowisch ist Amtssprache in allen vier Unionsrepubliken, theomedisch in der Unionsrepublik Přebytek sowie russenisch in der Volkssouveränen Unionsrepublik Jugownien)
      Hauptstadt: Braha
      Staatsform: Föderative Republik
      Staatsoberhaupt: Präsidentin Kateřina Závodná
      Gründungsdatum: 11. Dezember 2022 (Annahme des Verfassungsentwurfes per Referendum)
      Bevölkerungsgröße: 17.861.413, verteilt wie folgt:
      • Autonome Region Přebytek: 1.029.063
      • Unionsrepublik Přebytek: 6.985.655
      • Volkssouveräne Unionsrepublik Bantice/Kunštát: 1.372.187
      • Volkssouveräne Unionsrepublik Jugownien: 8.474.508

      Staatsfläche: 95.914 km²
      Bevölkerungsdichte: 186,22 Einwohner/km²

      Indikatoren
      ...Demokratieindex: 5,57 von 10 (Hybridregime)
      ...Freedom oft the World Index: 28 von 100 (Nicht frei)
      ...Korruptionswahrnehmungsindex: 43 von 100 (Eher korrupt)
      ...Fragile States Index: 94 von 120 (Alarm)
      ...Human Development Index: 0,795 (Hohe menschliche Entwicklung)
      Wirtschaft
      ...Währung: 1 Lusitzchische Krone (= 0,0041 VS-Dollar)
      ...BIP: 109.574.919.935 VS-Dollar
      ...BIP pro Kopf: 6.135 VS-Dollar
      ...Kaufkraftbereinigtes BIP (pro Kopf): 14.045 VS-Dollar

      Beschreibung des Staates

      Reales Vorbild: Tschechoslowakei/DDR (Kulturell)

      Klima & Landschaft
      Lusitzchien liegt fast vollständig in der gemäßigt-warmen Klimazone. Lediglich Kunštát im äußersten Norden liegt in der borealen Zone. Während Jugownien vom osteuridischen Kontinentalklima mit seinen langen, kalten Wintern beeinflusst wird (120 bis 130 Frosttage pro Jahr), kommt es auf Přebytek im Winter zwar zu teils ergiebigen Niederschlägen in Form von Schnee, die Temperaturen sinken jedoch selten deutlich unter den Gefrierpunkt. Demgegenüber sind die přebyteker Sommer wärmer und länger als in den nördlichen Landesteilen sowie durch die Meeresbriese besser ertragbar als auf dem Festland.

      Anteil an Gebirgen hat Lusitzchien ausschließlich über das im Vegés gelegene Bantice/Kunštát, das zwischen 1.000 und 4.000 Metern Höhe gelegen ist. In allen anderen Landesteilen fehlen Erhebungen von über 250 Metern völlig.

      Längster und größter Fluss des Landes ist die Sanara, die aus dem Vegésgebirge kommend noch Kalte Sanara genannt wird. Die unmittelbar östlich der Stadt Pradló in die Sanara fließende Khanky verbreitert den Strom dort zur sogenannten Warmen Sanara, die in ihrem weiteren Verlauf bis in den Westwolkowischen Golf selbst in strengen Wintern nicht vollständig zufriert und wegen ihrer guten Schiffbarkeit eine bedeutende Rolle als Transportweg einnimmt.

      Volk und Gesellschaft
      Ethnien
      Lusitzchien ist ein ethnisch relativ homogenes Land. Rund 85% der Einwohner sind Lusitzchier. Einzige größere Minderheit sind die rund 1,8 Millionen Russenen. Kleinere Minderheiten sind die Wolkowen (~ 500.000) und die Aturen (~ 60.000).

      Religionen
      Schätzungsweise die Hälfte der Lusitzchier sind keine Anhänger einer Religionsgemeinschaft. Unter den Anhängern einer Religion sind die Katholiken mit Abstand am stärksten vertreten (~35-40%), gefolgt von den Russenisch-Orthodoxen (~10%) und den Juden (~4%).

      Größte Städte
      Die zehn größten Städte des Landes sind Braha (1,9 Mio.), Přebytek (1 Mio.), Bantice (0,8 Mio.), Třebčice (0,5 Mio.), Kunštát (0,4 Mio.), Krásná Hora (0,4 Mio.), Zlín (0,4 Mio.), Roztoky (0,3 Mio.), Volárna (0,3 Mio.) und Kovčín (0,3 Mio.).

      Freiheit
      Bürgerliche Freiheitsrechte wie Versammlungsfreiheit, Meinungsfreiheit oder Briefgeheimnis sowie die Pressefreiheit sind per Verfassung garantiert und werden durch staatliche Gewalt geschützt. Jedoch ist die lusitzchische Polizei nicht gut ausgerüstet, notorisch unterfinanziert und personalschwach, weshalb das organisierte Verbrechen sehr aktiv ist und die Freiheit der Bürger und der Presse einschränkt.

      Wirtschaft, Infrastruktur & Außenpolitik
      Wirtschaft
      Wichtigste Importgüter sind Energie und Energieträger (Vorrangig Strom, Gas, Öl), Rohstoffe (Eisenerz, Kupfer, Mangan), Treibstoffe und Industriegüter (Maschinen, Fahrzeuge, Elektronikprodukte, IT-Bedarf).

      Wichtigste Exportgüter sind Erzeugnisse der Landwirtschaft, vorrangig Getreide, Kartoffeln, Raps, Gemüse, Obst und Spirituosen. Erzeugnisse der lusitzchischen Industrieproduktion, wie Fahrzeuge, pharmazeutische Produkte, Stahl und elektronische Apparate, sind international nur in Schwellen- und Entwicklungsländern konkurrenzfähig und werden vorrangig für den Binnenmarkt produziert. Die Außenhandelsbilanz Lusitzchiens ist äußerst defizitär und weist einen der höchsten Importüberschüsse der Welt auf.

      Bedingt durch die ineffektive, mit staatlichen Zuschüssen jahrzehntelang aufrechterhaltene kommunistische Planwirtschaft mit ihren großen Industriekombinaten und landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften sind für die lusitzchische Wirtschaft bis heute große Produktionsstätten und Anbauflächen mit sehr hohem Personaleinsatz prägend. Teilweise werden Betriebe auch heute noch mit staatlichen Mitteln bezuschusst, beispielsweise weil sie wegen ihrer Größe für ganze Städte und Landstriche existenziell sind.

      Der lusitzchische Unionsstaat umfasst einen Großteil der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche der ehemaligen Lusitzchischen Demokratischen Republik. Da gleichzeitig viele Industrieanlagen in Kriegen und Bürgerkrieg zerstört wurden, und mangels Devisen der Import ausländischer Lebensmittel kaum in Frage kommt, nimmt der primäre Sektor eine sehr wichtige Rolle ein. Als zukunftsträchtige Branchen zur Wiederbelebung der lusitzchischen Volkswirtschaft werden der Tourismus (Strand- und Kulturtourismus auf Přebytek, Wintersporttourismus in Bantice/Kunštát), die IT-Branche (Softwareentwicklung, IT-Dienstleistungen) und der Transportsektor (Eisenbahn, Schiffsverkehr, Straßenverkehr) besonders gefördert.

      Die lusitzchischen Staatsschulden belaufen sich auf rund 240 Milliarden Dollar bzw. 220% des BIP, darunter 44,89 Milliarden Dollar offene Reparationsleistungen gegenüber Wolkowien.

      Infrastruktur
      Die bedeutendsten Straßentrassen sind die Autobahnen (Dálnice, Höchstgeschwindigkeit 140 km/h) D6 (Vsehrdy – Braha – Mogyoród) und D46 (Volary – Braha – Nýrsko), die D355 (Bantice – Kunštát), die D11 (Přebytek – Zlín) sowie die D47 (Přebytek – Roztoky). Über das Gebiet Südjugowniens verläuft entlang der Küste die D12 (Volary – Marikaváros). Daneben verbinden mehrere Schnellstraßen (Rychlostní silnice, 110 km/h) die größeren Städte miteinander.

      Wichtigster Güterhafen ist der Tiefseehafen von Výslunírim mit einem Warenumschlag von neun Millionen Tonnen im Jahr 2021.

      Eine einmalige Besonderheit in der Welt stellt die territoriale Zerrissenheit des Landes dar. So sind einzig die beiden Unionsrepubliken auf Přebytek per Landgrenze miteinander verbunden. Zwischen Jugownien und Přebytek, durch den Westwolkowischen Golf voneinander getrennt, findet intensiver Luft- und Fährverkehr statt. Bantice/Kunštát ist als Exklave ausschließlich über fremdes Staatsgebiet erreichbar, und wird wegen seiner isolierten Gebirgslage überwiegend per Flugzeug angesteuert.

      Handels- und Außenpolitik
      Als einziger Nachfolgestaat der Lusitzchischen Demokratischen Republik ist die Union der Lusitzchischen Republiken Mitglied der Vereinten Staaten und völkerrechtlicher Gesamtnachfolger derselben. Alle Verträge, Rechte und Pflichten sind auf sie als Sukzessorstaat übergegangen.

      Lusitzchien ist Mitglied der Osteuridischen Union für Gemeinsame Ökonomische Entwicklung und kann somit zollfreien Handel mit Wolkowien betreiben. Darüber hinaus ist das Land beteiligt an der Western Power Union, die es mit Gas, Öl und Strom versorgt, und besitzt vier Prozent der Aktienanteile des Konzerns sowie eine Vertretung im Aufsichtsrat. Wichtigste Handelspartner Lusitzchiens sind Wolkowien und Khitai, zu denen das Land wegen der geleisteten Unterstützung beim Wiederaufbau des Staates infolge von Krieg und Bürgerkrieg auch gute diplomatische Beziehungen unterhält, sowie Sibirsk und Theomedien. Zu Letzterem sind die Beziehungen stark angespannt, da Theomedien nach fünf Jahre währender Besatzungsherrschaft das Territorium des ehemaligen Westlusitzchiens zum 1. April 2022 annektierte.

      Viele Lusitzchier hegen den Wunsch einer Wiedervereinigung mit Westlusitzchien. Anders als im 2017 von Wolkowien annektierten Sewarien sind die Lusitzchier in Westlusitzchien keine kleine Minderheit, sondern Mehrheitsbevölkerung. Wortführer der Wiedervereinigungsliga ist die jugownische Unionsdemokratische Partei. Auf Druck Wolkowiens wurde Westlusitzchien bei der Gründung des Unionsstaates ausgespart und die Union der Lusitzchischen Republiken erhebt offiziell keinen Anspruch auf das Territorium, gleichzeitig erkennt Lusitzchien die theomedische Grenzziehung auf dem Staatsgebiet der ehemaligen Lusitzchischen Demokratischen Republik jedoch nicht an. Wohl erhebt die lusitzchische Regierung aber Ansprüche betreffs der Übernahme lusitzchischer Staatsschulden und anderer monetärer Verpflichtungen wie bspw. Ruhegeldforderungen und Rentenansprüchen durch Theomedien, anteilig nach der Bevölkerung des annektierten Gebietes an der lusitzchischen Gesamtbevölkerung zum Zeitpunkt der Annexion.

      Kartenausschnitt


      Beschreibungstext:
      Geschichtlicher Abriss
      Vorgeschichte
      - um 3.500 v.Chr.: Nachweis der ersten Siedlungen der Volksgruppe der Lusizer beim heutigen Mýtina (Wolk.: Marikaváros)
      - bis 2.800 v.Chr.: Ausbreitung der Volksgruppe auf Siedlungen im Gebiet des gesamten heutigen Südlusitzchien.
      - 1.550 v.Chr.: Gründung der Siedlung Switzka.
      - 800 v.Chr.: Im Siedlungsgebiet der Lusizer leben etwa 1,2 Millionen Menschen. Erste Konflikte zwischen den Stämmen um Nahrungsmittel und Holz.
      - 783 v.Chr.: Erste Belege für Stämme, die unter einem Häuptling mehrere Siedlungen umfassen.
      - 500 v.Chr.: Gebiete der Lusizer sind auf 24 Stämme aufgeteilt. Immer häufiger entbrennen militärische Konflikte.
      - 319 v.Chr.: Der Häuptling der Switzka-Lusizer stirbt. Sein Sohn Premysl (*etwa 350/351 v.Chr) übernimmt den Stamm.
      - 293 v.Chr.: Premysl unterwirft 17 der anderen 23 Stämme. Er gibt sich den Beinamen 'Král v Lusizi' (König der Lusizer)
      - 278 v.Chr.: Premysl Lusizi stirbt in der Schlacht bei Most. Sein 14-jähriger Sohn Bretislav folgt als Král nach. Ein Erbfolgestreit unter Premysls Stämmen entbrennt.
      - 268 v.Chr.: Nach zehnjährigem Konflikt befriedet Bretislav die Stämme.
      - 250 v.Chr.: Alle Stämme schwören Bretislav Lusizi den Treueeid. Lusitzchien ist erstmals vereint.
      - bis zum Jahr 300: Mehrere kleinere Rebellionen und Umbau des Stammeskönigreiches in einen Feudalstaat
      - 412 n.Chr.: Rastislav ‘der Tyrann‘ Lusizi wird ermordet. Seine Gattin okkupiert den Thron und wird Marionette ihres Vaters Spythiněv Premyslid (*376, †428).
      - 410 n.Chr.: Spythiněv verheiratet seinen Sohn Mojmir mit seiner Tochter.
      - 443 n.Chr.: Mojmir stirbt. Seine Dynastie führt das Reich jedoch weiter.
      - 678 n.Chr.: Eine Mehrheit der Lusizer nimmt den christlichen Glauben an.
      - 1761 n.Chr.: Pjotr ‘der Thronräuber‘ Poděbrad (*19.Dezember 1728, †05.Mai 1780) übernimmt in den Wirren eines Volksaufstandes während einer Hungersnot den Thron. Er verlegt seinen Hof nach Svratka (ehemals Switzka) und nennt sich selbst Císař (Zar/Kaiser) der Lusitzchier.
      - 1926 n.Chr.: Erneute schwere Hungersnöte, extreme Armut und Kriegsvorbereitungen gegen Wolkowien führen zu Soldatenaufständen. In den folgenden Wirren wird die gesamte Herrscherfamilie von Uljanow'schen Kadern gelyncht.
      - 17.August 1930: Gründung des 'Komitee für Friede, Wohlstand und Sicherheit' aus Vertretern von Bauernschaft, Arbeiterschaft, Intelligenz und Armee.
      - 04.April 1932: Bewaffnete unter Führung von Luděk Cikán (*08.Juli 1887, †01.Februar 1952) und seiner KSL erzwingen die Zustimmung zu einem Referendum über eine Lusitzische Verfassung.
      - 01.Mai 1932: Das Verfassungsreferendum wird mit deutlicher Mehrheit angenommen.
      - 02.Mai 1932: Die KSL übernimmt die Führungsrolle in Staat und Armee. Lusitzchien wird in einen Autoritären Sozialismus umgebaut.
      - 2015: Korruption und Missstände lassen die KSL-Jugend gegen die Altkader aufbegehren. Die Jugend setzt sich durch und formt Lusitzchien in einen demokratischen Sozialismus mit neuer Verfassung um.
      Textquelle: Landesgeschichte (Geringfügig verändert, vornehmlich Grammatikkorrektur)


      Krieg und erste Militärintervention
      - September/Oktober 2016: Wochenlange, friedliche Demonstrationen gegen Staat und Regierung mit mehreren Millionen Teilnehmern, vor allem in den mehrheitlich wolkowisch besiedelten Bezirken Bantice und Hořejší Krušec, werden durch Polizei und Militär mit Gewalt beantwortet. Auf beiden Seiten fallen Schüsse, das Militär setzt Panzer ein. Aus den Reihen der Demonstranten formieren sich bewaffnete Volkskräfte, denen sich auch Tausende wolkowischstämmige Angehörige der Roten Armee anschließen. Ausbruch des Lusitzchischen Bürgerkrieges.
      -26. November 2016: Nachdem die Volkskammer auf Antrag der Opposition die wolkowischen Aufständischen zu Terroristen erklärt hat, ordnet Ministerratsvorsitzender Jan Pešatová den Einsatz der Armee mit Schusswaffen an und gibt Schießbefehl aus.
      -27. November 2016: Marschall der Armee Petr Nárožný erklärt öffentlich seine Weigerung, den Schießbefehl vom Vortag auszuführen, fordert die Regierung zum Rücktritt auf und bietet den Aufständischen den Schutz der Armee an. Der lusitzchische Staat wird zunehmend dysfunktional.
      -25. Februar 2017: Beginn der wolkowischen Militärintervention zum Schutz der wolkowischen Bevölkerung in Lusitzchien und Wiederherstellung der öffentlichen Ordnung (Sog. Befreiungskrieg).
      -26. Februar 2017: Theomedischer Einmarsch in Reaktion auf lusitzchische Grenzverletzungen (Sog. Lusitzchienkrieg).
      -18. März 2017: Ausrufung der Sewarischen Freiheitlichen Republik durch die aufständischen Volkskräfte in Hořejší Krušec und Ankündigung von Wahlen zur Staatskonstitution. Wolkowien kündigt an, die Wahlen unter seinen militärischen Schutz zu stellen.
      -22. März 2017: Militärische Kapitulation gegenüber Theomedien in Folge der nuklearen Auslöschung Domasovs (4. März), der Einnahme der Hauptstadt Svratka (18. März) und der Annahme der Kapitulationsbedingungen durch die Regierung (19. März). Die Kapitulationsbedingungen beinhalten die Einrichtung einer theomedisch besetzten Sonderverwaltungszone in West- und Südwestlusitzchien und die Demilitarisierung des Bezirks Přebytek.
      -2. April 2017: Der Bezirksrat des Bezirks Přebytek erklärt mit einer Mehrheit von 61 zu 46 Stimmen die Loslösung des Bezirkes von der Lusitzischen Demokratischen Republik und erklärt das Gebiet als Republik Přebytek für eigenstaatlich. Eine internationale Anerkennung erfolgt nicht.
      -9. April 2017: Auslöschung des Ministerrates durch einen wolkowischen Enthauptungsschlag in Chrudim. Der frühere Bürgermeister von Svratka, Radek Tomíček, übernimmt die Regierungsgeschäfte.
      -14. April 2017: Allgemeiner Waffenstillstand mit Wolkowien.
      -30. April 2017: Friedensschluss von Ártér beendet Kriegszustand mit Wolkowien. Lusitzchien erkennt die Eigenstaatlichkeit der mehrheitlich von Wolkowen bewohnten südöstlichen Territorien als Sewarische Freiheitliche Republik an und verpflichtet sich zu umfangreichen Entschädigungs- und Reparationsleistungen.


      Phase der Stabilität und zweite Militärintervention
      -2017-2019: Phase der relativen Ruhe. Radek Tomíček gelingt es, seine Herrschaft über Festlandlusitzchien zu festigen, und die Abspaltung weiterer Territorien zu verhindern. Er stützt seine Macht auf die alten kommunistischen Eliten und Sicherheitsorgane, und geriert sich dabei immer mehr als Diktator mit einem ihn umgebenden Personenkult.
      In der Republik Přebytek findet Parteienbildung statt. Rotislav Burian wird Präsident und es wird mit der Ausarbeitung eines Verfassungsentwurfes begonnen, die Einführung einer Verfassung durch Burian jedoch verzögert. Eine internationale Anerkennung der Republik Přebytek erfolgt nicht.
      -17. Mai 2019: Da die Regierung der Republik Přebytek der in den Kapitulationsbedingungen gegenüber Theomedien festgehaltenen Demilitarisierung der Insel nicht nachkommt, kommt es zu einer Militärintervention durch die Ostmeerunion (Sog. Unternehmen Basilisk).
      -26. Mai 2019: Abschluss des Unternehmens Basilisk. Der Großteil der Insel wird durch theomedische Truppen militärisch besetzt. Das Gebiet der Hauptstadt Přebytek wird durch Wolkowien militärisch besetzt und mit der Etablierung einer Zivilverwaltung begonnen. Als Autonome Region Přebytek erhält diese weitreichende Autonomierechte von der noch immer unkonstituierten Republik Přebytek.


      Bürgerkrieg und dritte Militärintervention
      -Spätsommer/Herbst 2019: Demokratiefordernde Demonstrationen in großen Städten Festlandlusitzchiens werden von der Regierung mit Versammlungsverboten und Polizeikräften beantwortet.
      -6. November 2019: In Svratka wird das Militär gegen friedliche Demonstranten eingesetzt, was zu Hunderten Todesopfern und dem Wiederaufflammen des Bürgerkrieges führt. Um den zivilen Widerstand gegen die Regierung formiert sich daraufhin auch ein militärischer Widerstand um die in Bantice stationierte 45. Mechanisierte Brigade unter Generalleutnant Marek Dvorak. Diese nimmt Kontakt mit einer Kontaktstelle des wolkowischen Militärgeheimdienstes KBH auf.
      -23. November 2019: Wolkowien sendet mit Konvois humanitäre und militärische Unterstützung zu den Rebellen in Bantice, und beginnt mit der verdeckten Stationierung eigener Truppen in der Region Bantice/Kunštát.
      -28. November 2019: Die Rebellentruppen im Generalleutnant Dvorak schlagen einen Angriff der Zentralregierung auf Bantice ab und konsolidieren ihre Position.
      -14. Dezember 2019: Beginn der wolkowischen Militärintervention in Lusitzchien (Sog. Unternehmen Pionier) infolge wiederholter lusitzchischer Angriffe auf wolkowisches Gebiet und Schusswechseln zwischen Grenztruppen beider Staaten.
      -22. Dezember 2019: Celakovice fällt an die Rebellentruppen. Anschließend beginnt Dvorak seinen Vormarsch auf Svratka.
      -26. Dezember 2019: Abschluss des Unternehmens Pionier. Wolkowien besetzt Südlusitzchien und beginnt mit dem Aufbau einer Zivilverwaltung.
      -15. Januar 2020: Svratka wird durch die Rebellentruppen vollständig eingeschlossen. Beginn der Schlacht um die Hauptstadt.
      -8. Juli 2020: Einnahme Svratkas durch die Rebellentruppen. Radek Tomíček begeht Suizid. Viele lusitzchische Gebiete sagen sich vom Zentralstaat los. Ende des Lusitzchischen Bürgerkrieges.
      -1. April 2022: Theomedien vollzieht die Annexion Westlusitzchiens.
      -11. Dezember 2022: Annahme des Verfassungsentwurfes zum lusitzchischen Unionsstaat per Volksabstimmung. Die vier Unionsrepubliken sind die Autonome Region Přebytek, die Unionsrepublik Přebytek, die Volkssouveräne Unionsrepublik Bantice/Kunštát und die Volkssouveräne Unionsrepublik Jugownien. Lusitzchien ist zum ersten Mal in seiner Geschichte ein Staat mit einer freiheitlich-demokratischen Verfassung, garantierten bürgerlichen Freiheitsrechten und einer marktwirtschaftlichen Wirtschaftsordnung.


      Staatsaufbau
      Die Union der Lusitzchischen Republiken ist ein föderativer Unionsstaat, in dem den einzelnen Unionsrepubliken weitreichende Selbstverwaltungsrechte zustehen. Der Unionsstaat selbst verfügt nur über fünf sogenannte Vorbehaltressorts: Äußeres, Energie, Finanzen, Handel und Verteidigung. Die Unionsrepubliken können diese Politikfelder zwar gleichsam über eigene Ministerien führen, müssen sich Entscheidungen der zuständigen Fachministerien des Unionsstaates jedoch immer unterwerfen. Der Unionsstaat verfügt zur Erfüllung seiner Aufgaben über einen eigenen Haushalt. Alle anderen Politikfelder, beinhaltend etwa Verwaltung, Bildung, Justiz, Verkehr, Wirtschaft, Arbeit, Sport, Minderheitenpolitik und Gesundheit, sind als jura singulorum vollständig in der Hand der Unionsrepubliken, solange sie dabei nicht gegen die Unionsverfassung verstoßen.

      Staatsoberhaupt ist der Präsident. Dieser wird in direkter Wahl für eine Dauer von fünf Jahren vom Volk gewählt. Er vertritt den Unionsstaat völkerrechtlich nach außen, ist Oberbefehlshaber der Streitkräfte und verleiht Gesetzen mit seiner Unterschrift Gültigkeit. Darüber hinaus ernennt und entlässt er die Minister der Vorbehaltsressorts. Im politischen Alltag sind die Aufgaben des Präsidenten überwiegend repräsentativer Natur. Ein vorzeitiger Wechsel an der Staatsspitze kann in vorgezogenen Präsidentschaftswahlen erfolgen. Hierzu muss der Kuriatsrat einen mit einfacher Mehrheit bestätigten Gegenkandidaten vorschlagen, der vom Unionsrat einstimmig akzeptiert wird. Die Präsidentschaftswahl muss danach innert 90 Tagen stattfinden.

      Legislativorgan der Lusitzchischen Union ist der Kuriatsrat. Er wird auf eine Dauer von vier Jahren vom Volk gewählt und ist ein Arbeitsparlament, in dem Ausschüsse Gesetze ausarbeiten und anschließend zur Abstimmung stellen. Jeder Unionsrepublik stehen ihrer Einwohnerzahl entsprechend Sitze zu (Ein Sitz je 200.000 Einwohner), und die Vertreter jeder Unionsrepublik bilden dabei eine Bank. Die Definition der Wahlbestimmungen für die Kuriatsratswahlen, beispielsweise betreffs Sperrklauseln oder Wahlalter, sind Sache der Unionsrepubliken. Der Wahltag wird vom Staatspräsidenten festgelegt. Der Kuriatsrat kann nur durch sich selbst oder den Staatspräsidenten aufgelöst werden. Beides führt automatisch zu Neuwahlen innert 90 Tagen.

      Beschlüsse des Kuriatsrates müssen vom Unionsrat angenommen werden. Im Unionsrat kommen die Regierungschefs der Unionsrepubliken oder von ihnen bestellte Vertreter zusammen. Dies kann anlassbezogen geschehen, jedoch mindestens einmal pro Monat. Den Vorsitz führt der Präsident, der jedoch selbst kein Stimmrecht hat.

      Nach der Annahme durch den Unionsrat und einer rechtlichen Prüfung durch die Rechtsabteilung der Präsidialverwaltung kann der Staatspräsident Gesetzen mit seiner Unterschrift Gültigkeit verleihen. Der Oberste Gerichtshof wacht über die Einhaltung der Verfassung und die Gesetzmäßigkeit der Arbeit der Regierungsinstitutionen. Er besteht aus zwölf Richtern, die je zur Hälfte vom Kuriatsrat und vom Unionsrat bestimmt werden.

      Aufnahme und Austritt von Unionsrepubliken sind über die Verfassung geregelt. Für einen Beitritt ist eine Volksabstimmung im beitretenden Territorium vonnöten. Danach müssen der Kuriatsrat, der Unionsrat und der Präsident ihre Zustimmung geben. Für einen Austritt reicht eine Volksabstimmung in der betreffenden Unionsrepublik aus, um die ein Jahr dauernde Austrittsfrist einzuleiten. Die austretende Unionsrepublik ist verpflichtet, ihren Verpflichtungen gegenüber dem Unionsstaat nachzukommen, was beispielsweise die Übernahme von Staatsschulden anteilig zur Bevölkerungszahl, die Fortzahlung von Pensionsbeiträgen für Staatsbedienstete und die Übergabe von Eigentum des Unionsstaates betrifft.


      Staatssystem (Stark vereinfacht)

      Quellen- und Lizenzangaben der Signaturbilder sind HIER zu finden
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