República de las Islas Tropicales

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      República de las Islas Tropicales


      Staatsflagge1

      Name des Landes:
      ...Domingisch: República de las Islas Tropicales
      ...Anderman: Republik der Tropischen Inseln
      ...Columbisch: Republic of the Tropical Islands
      ...Kurzform: Tropica, Tropical, Islas Tropical
      Amtssprachen: Domingisch
      Hauptstadt: San Miguel

      Staatsform: Einheitsstaat
      Regierungsform:
      ...de jure: präsidentielle Republik
      ...de facto: Militärregierung
      Staats- und Regierungsoberhaupt: Samuel Ortega

      Bevölkerungsgröße: 23.163.308
      ...Isla Grande: 21.154.687
      ...Isla del Sur: 2.000.371
      ...Isla Sorna: 8.000
      ...Isla de la Muerte: 250

      Staatsfläche: 1.376.358 km²
      ...Isla Grande: 1.174.530 km²
      ...Isla del Sur: 201.705 km²
      ...Isla Sorna: 102 km²
      ...Isla de la Muerte: 22 km²

      Gründungsdatum: 20. April 1874

      Indikatoren
      ...Demokratieindex: 6,00 von 10 (Hybridregime)
      ...Freiheitsindex: 60 von 100 (partiell frei)
      ...Korruptionswahrnehmungsindex: 32 von 100 (teilweise korrupt)
      ...Fragile States Index: 51 von 120 (stabil)
      ...Human Development Index: 0,705 (hohe menschliche Entwicklung)

      Wirtschaft
      ...Währung: 1 Tropica Peso [T$] (1 VS$ = 20.000 T$)
      ...BIP: 166,78 Milliarden VS-Dollar
      ...BIP pro Kopf: 7.200 VS-Dollar
      ...Kaufkraftbereinigtes BIP (pro Kopf): 12.400 VS-Dollar

      Weitere Daten
      • Nationalfeiertag(e):
        ..17. Februar - Tag der Unabhängigkeit
        ..20. April - Tag der Republik
        ..04. Juli - Marcus Sanchéz Diaz-Tag
        ..26. August - Diego de Santa Manuél-Tag
        ..25./26. Dezember - Weihnachtsfeiertage
      • Bevölkerungsdichte: 16,83 Einwohner/km²
      • Abtreibung / Sterbehilfe: Bis zum 3. Monat, nach Konsultation einen Arztes und einer 3tägigen Wartezeit möglich / Verboten
      • Pressefreiheit/Zensur: In Tropica gilt die offiziell die allgemeine Pressefreiheit und es gibt keine Zensur (siehe Aktuelle Politische Situation)
      • Wehrpflicht: Vorhanden für Männer und Frauen ab dem 19. Lebensjahr für 24 Monate. Ersatzdienste können in selber Länge geleistet werden.
      • Todesstrafe: Existiert, Täter müssen über 19 Jahre alt und dürfen nicht bei der Tat oder dem Strafvollzug schwanger sein.
      • Waffenbesitz: Nur für die Sicherheitskräfte erlaubt. Jagdwaffen benötigen eine staatliche Erlaubnis und eine Prüfung.
      • Glücksspiel / Drogenbesitz: Erlaubt in der Hauptstadtregion / Offiziell verboten - lediglich Marihuana ist für medizinische Zwecke erlaubt.
      • Sportarten: Baseball, Volleyball, Tennis
      • Religionen: Es herrscht allgemeine Religionsfreiheit und es gibt keine Staatsreligion.
        ..Katholisch: 60%
        ..Protestantisch: 20%
        ..Naturreligionen: 15%
        ..Sonstige: 5%
      • Geburtenrate 1.5 Kinder pro Frau
      • Die Geheimdienste Dirección General de Inteligenci (DGI)
      • Nationalhelden General Diego de Santa Manuél

      Reales Vorbild: Kuba, Dominikanische Republik, Tropico

      Beschreibung des Staates

      Klima & Landschaft:
      Lage, Landschaft & Fauna
      Tropica liegt auf mehrere Inseln verteilt im südlichen Bereich der Caribic, wird aber bereits zu Aleta gezählt, und bildet die flächenmäßig größte Inselnation der Region.

      Dabei bildet die Isla Grande die größte der Inseln, auf welcher knapp neunzig Prozent aller Bürger des Landes leben. Im Zentrum der Insel erhebt sich eine Gebirgsregion auf, im Schnitt 1.000 bis 1.200 Meter. Der Montaña del Diablo (and. Berg des Teufels) bildet dabei mit 1.500 Meter die höchste Erhebung des Landes. Das Gro der Insel ist von dichten Feuchtwäldern bedeckt, die in den Bergregionen in sogenannte Nebelwälder übergehen. In den Küstenregion und einem Teil des Hinterlandes werden diese natürlichen Wälder von Feldern und anderen Agrarflächen unterbrochen. Ein Großteil der Bevölkerung lebt in den großen Städten, die sich vornehmlich in den Küstenbereichen befinden. Knapp ein Drittel der Bevölkerung lebt im Hinterland und betreibt dort, die bereits erwähnte Landwirtschaft.

      Die südlich gelegene Isla del Sur bildet die kleine Schwester der Hauptinsel und ist ebenfalls mit dichten Feuchtwäldern bedeckt. Sie erhebt sich im Süden auf bis zu 500 Meter über den Meeresspiegel, wobei dieses Hochland sich bis in die Küstenbereiche erstreckt. Die Insel ist nur vergleichsweise spärlich bewohnt, so findet man hier mehrere Naturschutzgebiete und sehr viel unberührte Natur.

      Westlich der Isla Grande liegen die beiden kleinen Inseln Isla Sorna und die Isla de la Muerte. Die Isla Sorna hat eine Fläche von etwa 102 km² und auf ihr leben nur etwa 8.000 Menschen. Die Insel ist vergleichsweise hügelig und erhebt sich auf bis zu 500 Meter. Die Hügel sind dabei mit Wald bedeckt, die Täler und Küsten hingegen von saftigen Wiesenflächen geprägt. Die wenigen Siedlungen der Insel schmiegen sich dabei an die Hänge und die Küstenstreifen. Die Isla de la Muerte ist offiziell unbewohnt und von dichtem Regenwald bedeckt. Auf der Insel liegt ein Hochsicherheitsgefängnis in dem die gefährlichsten Straftäter, außerhalb bewohnten Gebietes festgehalten werden.

      Klima
      Das Klima Tropicas ist tropisch geprägt und von der umgebenden See ganzjährig vergleichsweise feucht. Die Temperaturen liegen im Jahresmittel um die 27°C wobei die höchsten Temperaturen selten 35°C übersteigen und die Temperaturen selten unter 19°C sinken. Dennoch gibt es von April bis August eine ausgeprägte Regenzeit mit zum Teil ergiebigen Regenfällen von bis zu 3.000 mm pro Jahr. Von den Hurrikans, welche die Caribic mehrmals im Jahr heimsuchen, wird Tropica nur meist nur gestreift und einzelne Ausläufer bringen mehr Regen als sonst üblich.

      Wirtschaft & Infrastruktur:
      Wirtschaft
      Tropica gehörte im frühen zwanzigsten Jahrhundert zu den stärksten Wirtschaften in der Caribic und in Aleta. Durch eine Zeit der Instabilität zwischen 1940 und 1965, in der es zu insgesamt acht Regierungswechsel und einem blutigen Umsturz kam, begannen viele Unternehmen sich aus dem Land zurück zu ziehen und die Wirtschaft brach zusammen. Erst nachdem sich die Situation gegen 1970 wieder stabilisiert hatte und durch die Unterstützung mehrerer anderer Staaten konnte die Wirtschaft wieder gefestigt werden. Dennoch erreicht sie bis heute nicht ansatzweise die Leistungen wie zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts.

      Der größte Zweig der Wirtschaft bildet heute die Landwirtschaft. So gehört Tropica zu den drei größten Zuckerproduzenten und zuckerverarbeitenden Ländern der Welt. Der Zucker wird in großen Plantagen in Form von Zuckerrohr angebaut. Gleichzeitig gehören auch Tabak, Reis, Zitrusfrüchte, Kartoffeln und auch Kaffee zu den wichtigsten Exportgütern des Landes. So ist Tropica jeweils unter den Top-Ten der Tabak- und Kaffeeproduzenten der Welt. Neben diesen Erzeugnissen werden vor Allem noch Südfrüchte, Kochbananen und Gemüse für den heimischen Markt produziert. Im Norden und vor Allem im Süd-Osten liegen viele Fischereihäfen, welche Fisch für den heimischen Markt fangen und verarbeiten.

      Weiterhin verfügt Tropica über ein Vorkommen an Erdgas im Meer vor der Küste, welches allerdings nur in geringen Mengen gefördert wird. Auch ein Ölvorkommen liegt unter der Insel. Dieses wird seit den 80er Jahren im kleinen Umfang gefördert um Devisen durch den Export zu generieren. Daneben gibt es Vorkommen an Gold, Silber, Bauxit und Kupfer in den Hochländern und in den Bergregionen, welche ebenfalls abgebaut werden. Laut ersten Erkundungen durch die Universität von San Miguel gibt es im Osten des Landes ein großes Vorkommen an Cobalt. Ob und wie dies gefördert werden soll ist jedoch noch nicht entschieden, da das Vorkommen in Grenznähe liegt.

      Die Industrie hat sich vor Allem an den Rändern der Städte angesiedelt und konzentriert sich auf die Verarbeitung von Zuckerrohr zu raffiniertem Zucker, Rum und Biotreibstoffen. Weiterhin wird auch der Tabak, zum Teil in Handarbeit, zu Zigarren und Zigaretten verarbeitet, die weltweit einen sehr guten Ruf genießen. Ein Teil der Zitrusfrüchte wird direkt vor Ort zu Dosenfrüchten verarbeitet. Ein weiteres, derzeit nicht zu stark entwickeltes Standbein der Wirtschaft, ist die Herstellung von Medikamenten die auf natürlichen Zutaten und lokalen Heilpflanzen bestehen.

      Ein neues Standbein, welches seit knapp einem Jahrzehnt entwickelt wird, ist der Tourismus. So wurden von ausländischen Investoren Hotelkomplexe errichtet um die kilometerlangen Sandstrände zu vermarkten. Aber auch kleine Hostels und Motels wurden staatliche Subventioniert um für Rucksacktouristen auch das Hinterland zu erschließen. Einige Kreuzfahrtschiffe fahren Tropico ebenfalls ein, vor Allem die Altstadt von San Miguel ist für die Tagestouren sehr beliebt. Dennoch gilt Tropica für die meisten Menschen eher als Geheimtipp, was Urlaube angeht auch wenn die Zahlen Jahr für Jahr steigen.

      Ob der relativ breit aufgestellten Wirtschaft muss Tropica dennoch viele Dinge importieren. Das fängt mit der Kohle zum Betrieb der Kraftwerke an, geht über Chemische Produkte, Fahrzeuge, Maschinen, Metallprodukte, bis hin zu Lebensmitteln wie Kartoffeln und Getreide, aber umfasst auch Medikamenten und medizinischem Gerät. Auch Treib- und Schmierstoffe müssen importiert werden, obwohl man über eigene Ölvorkommen verfügt. Grund dafür ist, das diese nicht im Tropica selbst weiter veredelt werden können, da keine Raffinerie vorhanden ist.

      Infrastruktur - Verkehr
      Die beiden großen Inseln verfügen über ein relativ gut ausgebautes Straßennetz in den bewohnten Gebieten. Die Städte verfügen über asphaltierte oder gut gepflasterte Straßen. Auf der Isla Grande gibt es zwei Autobahnen, welche die großen Städte verbinden. Im Hinterland sind die meisten Straßen asphaltiert, jedoch zum Teil in einem maroden Zustand. In den Hochländern sind Straßen lediglich Schotterpisten, welche sich in der Regenzeit zu nur schlecht passierbaren Wegen entwickeln. So kommt es immer wieder zu Überschwemmungen oder zu Steinstürzen, welche die Straßen versperren. Zur Wiederherstellung kommt dann des öfteren die Armee mit schwerem Gerät zum Einsatz. Die meisten Fahrzeuge auf der Insel in Privatbesitz stammen noch aus den 60er und 70er Jahren, da die meisten Bewohner sich keine Neuwagen leisten können. Diese werden gehegt und gepflegt und es hat sich eine eigene Industrie zur Herstellung von Ersatzteilen gebildet. Durch Staatliche Regulation müssen den Treibstoffen im Land mindestens 50 Prozent Bio-Treibstoffe zugesetzt werden. Die meisten alten Fahrzeuge vertragen dies problemlos, oder wurden entsprechend nachgerüstet. Eigentlich von der Regierung zur Vergünstigung der Treibstoffe gedacht hat es heute einen nicht zu unterschätzenden Umweltschutzaspekt.

      Die Isla Grande und die Isla del Sur verfügen jeweils über ein eigenes Schienennetz. Während die Eisenbahn auf der Hauptinsel vor Allem zum Transport von Gütern und Rohstoffen aus dem Hinterland eingesetzt wird steht auf der Isla del Sur vornehmlich der Personentransport im Mittelpunkt. In der tropicanischen Hauptstadt gibt es weiterhin noch eine Straßenbahn. Zu diesen offiziellen Bahnverbindungen kommen zusätzlich einige Feldbahnen der Plantagen, die sich im Privatbesitz der Unternehmen befinden. Sie enden an den normalen Bahnstrecken und die Güter werden dort umgeladen.

      Der Luftverkehr ist eher sekundär ausgebaut. So verfügt die Hauptstadt über einen Internationalen Flughafen, von welchem Ziele Weltweit, aber vor Allem im Bereich der Caribic und Arkadiens angeflogen werden. Auf der Isla del Sur gibt es einen weiteren größeren Flughafen, der vor Allem als Zubringer zum Hauptstadtflughafen dient und Ziele im nördlichen Aleta bedient. Daneben gibt es weitere kleine Flughäfen mit unbefestigten Pisten und reine Landebahnen im Hinterland, die zum Teil von den Gemeinden betrieben werden.

      Infrastruktur - Energie & Kommunikation
      Die Energieversorgung auf der Insel übernehmen primär Kohlekraftwerke. Die Anlagen sind jedoch stark veraltet und belasten die Umwelt enorm stark. In den späten achtziger Jahren wurde mit [amerikanischer] Hilfe ein Kernkraftwerk im Süden der Isla Grande erbaut. Das Kraftwerk verfügt über zwei Reaktoren und könnte theoretisch um einen weiteren Reaktor erweitert werden. Das Stromnetz verwendet 220 Volt und die meisten Leitungen sind oberirdisch verlegt, wenngleich man damit begonnen hat einige Leitungen unter die Erde zu verlegen um sie weniger anfällig für das Wetter zu machen. Bei starkem Regen und wenn Ausläufer von Hurricans die Insel streifen kommt es immer wieder zu Stromausfällen. Seit etwa fünf Jahren wird mit dem Projekt "Revolución Energética" der Austausch alter Glühbirnen gegen sparsame und effizientere Energiesparlampen und energiesparender Haushaltsgeräte subventioniert. Erneuerbare Energien werden de facto, bis auf Wasserkraft, im Moment nicht genutzt. So gibt es im Hinterland nur zwei Wasserkraftwerke, die ihren Teil zur Energieversorgung beitragen.

      Das Telefonnetz von Tropica ist in einem, im internationalen Vergleich relativ schlechten Zustand. Es ist zur Gänze in staatlicher Hand und verfügt nach wie vor über Freileitungen, die über große Strecken die Ortschaften anbinden. In den ländlichen Regionen haben Haushalte oft keinen Festnetzanschluss, sondern dieser steht nur in offiziellen Gebäuden wie Post- oder Gemeindeämtern oder in einem Polizeirevier zur Verfügung. Dafür dürfen diese Anschlüsse kostenfrei genutzt werden. Seit 2014 wird das Mobilfunknetz auf den Inseln erheblich ausgebaut. Ursprünglich nur in den großen Städten verfügbar sind heute fast beide der großen Inseln abgedeckt. Im Jahr 2018 wurde der 4G-Standard in der Haupstadt San Miguel eingeführt und ist, nach einem einjährigen Testbetrieb, nun dort allgemein verfügbar.

      Das Internet ist ebenfalls in staatlicher Hand und in den großen Städten stehen bis zu 20 Mbit/s, in den ländlichen Regionen stehen Internetcafes mit bis zu 6 Mbit/s zur Verfügung. Oppositionelle Politiker und Menschenrechtler bemängeln immer wieder, dass die Geheimdienste das Internet wie auch die Telefone abhören und überwachen würden. Die Regierung streitet diese Vorwürfe nach wie vor ab und verweist darauf, dass man alle Grundrechte achtet.

      Kartenausschnitt


      Beschreibungstext:
      Geschichte
      Die Isla Grande wurde 1542 von domingischensprachigen Entdecker Marcus Sanchéz Diaz erstmals erwähnt, als er sie bei seinen Entdeckungsfahrten für den aletischen Kontinent hielt. Er betrat Land am 04. Juli in der Region der heutigen Hauptstadt Sant Miguel und traf am zweiten Tag erstmals auf einen kleinen Stamm von Indigenen im Westen der Insel. Nach dem Austausch von einigen Gütern und Lebensmitteln begann er die Insel zu erkunden und stellte schnell fest, dass die dichten Wälder nur schwerlich zu durchqueren waren. So dauerte es knapp einen Monat bis er die Südküste erreichte. Zuerst vermutete er, dass er Aleta durchquert hatte. Nachdem er sich für zwei weitere Monate entlang der Küste bewegt hatte erreichte er seinen Landeplatz erneut und erkannte, dass es sich um eine Insel handeln musste. Er nahm die Insel offiziell für seinen König in Besitz und segelte nach Hause um die Kunde zu verbreiten.

      In den nächsten fünfzig Jahren wurde die Stadt San Miguel gegründet und die Siedler breiteten sich über die Insel aus. Im Osten traf man schließlich auf das Gebiet des Oceanica-Bund, welchen man bereits bei früheren Entdeckungsfahrten begegnet war. Die Grenzen wurden, sicherlich auch wegen der erwarteten starken Gegenwehr, respektiert und man konzentrierte sich auf den Rest der Insel. In der Folge begann man auch die Besiedlung der Isla del Sur und der beiden westlich gelegenen Inseln. Ein Großteil der im Westen lebenden indigenen Bevölkerung wurde entweder vertrieben oder vermischte sich mit den euridischen Siedlern, so dass heute noch ihre Nachfahren auf den Inseln leben.

      Bis 1794 wuchs und gedie die Kolonie. Der Anbau von Zuckerrohr und Tabak sorgte für eine florierende Wirtschaft und immer mehr Einwanderer aus dem domingischsprachigen Heimatland. Zusätzlich wurden, vornehmlich aus dem zentralen und westlichen Inana Sklaven auf die Insel gebracht um auf den Plantagen als günstige Arbeitskräfte zu arbeiten. Im Frühjahr des Jahres 1795 kam es zu einer überraschenden Invasion im östlichen Teil der Isla Grande durch [...] Seefahrer. Der Gouverneur führte unverzüglich Truppen heran, jedoch konnten die Angreifer schnell einen Landekopf sichern und ein Fort errichten. Bei der Schlacht von San Sebastian wurden die kolonialen Truppen vernichtend geschlagen und darauffolgend wurden neue Grenzen gezogen, welche bis heute Bestand haben. Dies erklärt auch die gerade Form der Grenze im Osten der Insel.

      Bis 1850 wurde der Kolonie, die inzwischen unter dem Namen "Islas Tropicales" geführt wurde, eine weitestgehende Autonomie gewährt. Dennoch wurden jedes Jahr noch immer Soldaten eingezogen, welche in allen Teilen der Welt für das Kolonialreich kämpfen mussten. Der Unmut wuchs und kleinere Aufstände, auch geführt mit der Unterstützung befreiter Sklaven flammten immer wieder auf. Bis 1870 wuchsen sich die kleinen Aufstände zu einer Revolte heran. Die Revolutionäre griffen aus dem Hinterhalt an und versteckten sich im unzugänglichen Hinterland. Im Herbst des Jahres 1873 wurden mehrere Städte entlang der Küste überfallen und eingenommen und schließlich stand das Heer der Aufständigen vor den Toren der Haupstadt. Viele Adlige waren hier her geflohen und die Reste der Kolonialarmee versuchte die Stadt zu halten. Die Belagerung endete am 17. Februar 1874, nachdem der Anführer der Aufständigen, General Diego de Santa Manuél, die Kapitulation der regulären Streitkräfte entgegen nahm. Gleichzeitig gewährte der domingischsprechende Monarch im Heimatland die Unabhängigkeit der Kolonie. Der General ließ die Truppen und alle Adeligen die es wünschten frei abziehen und rief am 20. April 1874 die República de las Islas Tropicales aus, zu deren erstem Präsidenten er gewählt wurde.

      Die folgenden Jahrzehnte waren von der Abschaffung der Sklaverei und dem Aufbau diplomatischer Beziehungen und dem Handel mit anderen Staaten in der Region geprägt. 1916 putschte sich der Dikator Rafael Rodriguez mit Hilfe der Polizei an die Macht und begann ein Regime des Terrors, welches bis 1940 andauern sollte. Zwischen 1940 und 1965 kam es, wie bereits erwähnt, zu insgesamt acht Regierungswechsel und einem neuerlichen blutigen Umtsturz. Erst mit der Hilfe der noch jungen Vereinten Staaten konnte das Land stabilisiert und demokratische Wahlen durchgeführt werden. Die Wirtschaft erholte sich nur langsam und in jedem Jahrzehnt gab es mindestens einen starken Mann an der Macht.

      Politisches System
      An der Spitze des tropicanischen Staates steht der Präsident, welcher Staatsoberhaupt und auch gleichzeitig Regierungschef ist. Seine Amtszeit umfasst vier Jahre und er kann bis zu fünf mal wiedergewählt werden. Das gewählte Parlament umfasst 350 Sitze und kommt allerdings nur viermal im Jahr zusammen und hat faktisch nur einen symbolischen Wert. Es bestätigt die durch den Präsidenten ernannten Minister, Richter und den obersten Generalstab. Gleichzeitig kann es auch Gesetze einbringen und verabschieden, wobei der Präsident hier ein Vetorecht besitzt.

      Aktuelle Politische Situation
      Samuel Ortega, vom Volk nur als "El Presidente" bezeichnet, befindet sich derzeit in seiner zweiten Amtszeit, wobei im [...] Neuwahlen anstehen und er neuerlich antreten will. Ursprünglich als General der Streitkräfte sehr erfolgreich hatte er sich im Jahre 2014 erstmals aufstellen lassen. Er gilt als der Starke Mann Tropicas, der durchaus auch mit harter Hand regiert und die Regierung vornehmlich aus ehemaligen Militärs zusammen gesetzt hat. Obwohl offiziell als Demokratie geführt, besitzt Tropica durch ihn einige diktatorisch anmutende Züge. So sind Oppositionsparteien zwar zu den Wahlen zugelassen, allerdings haben es ihre Kandidaten sehr schwer sich überhaupt für die Präsidentenwahl registrieren zu lassen. Andererseits gab es vor der letzten Wahl bis heute nicht vollständig geklärte Unfälle einiger Kandidaten, die dadurch nicht an der Wahl teilnehmen konnten.

      Geheimdienst und Polizei überwachen die Bevölkerung, wenngleich nach dies nach Außen niemals zugegeben werden würde. Telefone werden abgehört und einige regierungskritische Artikel sind noch vor Veröffentlichung aus den Zeitungen verschwunden. Zu lautstark sich beschwerende Journalisten haben sich schon desöfteren in einem Flugzeug oder einem Schiff auf dem Wege außer Landes wieder gefunden, durch die eigene Zeitung oder Fernsehstation auf einen Auslandsposten versetzt, wo sie keinen Schaden mehr anrichten können.

      Außenpolitisch ist das Land in den Vereinten Staaten gut eingebunden. Es entsendet vor Allem medizinisches Personal nach Inana und bildet Ärzte und medizinisches Personal aus ärmeren Ländern durch ein staatliches Programm kostenfrei aus. Bereits im Jahre 1988 hatte das Parlament das Ley de la Neutralidad del Trópico Perpetuo, also das Gesetz über die immerwährende Tropicanische Neutralität verabschiedet. Dabei hat das Land sich gegen die Zugehörigkeit in jegliche Blöcke oder Bündnisse mit einem militärpolitischen Anteil ausgesprochen. Auch die Stationierung ausländischer militärischer Kräfte wurde dadurch gesetzlich verboten. Dies geschah vor Allem vor dem Hintergrund hoch gerüsteter Atommächte, welche in den Augen der Herrschenden Tropicas immer ein Auge auf die Insel geworfen hätten.

      Dennoch beteiligt sich die Regierung an außenpolitischen Themen der Welt, so kritisiert sie und auch Präsident Ortega den in seinen Augen noch immer vorhandenen Imperialismus der Wirtschaftlichen und politischen Großmächte und fordert eine Stärkung der ärmeren Staaten in der Welt.


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      Quellen:
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