[Kultur]Bildungssystem

      [Kultur]Bildungssystem

      Die Schüler von heute sind die Arbeiter von morgen



      Das heutige astorische Bildungsystem wurde im groben schon durch das Königreich Mähren, dem Quasi-Vorgänger des Kaiserreiches entwickelt. Es galt für die damaligen Verhältnisse als äußerst zukunftsweisend und fortschrittlich. Acht Jahre Schulpflicht, feste, Staatlich vorgegebene Lehrpläne und fest ausgebildete Lehrer waren im 18. Jahrhundert ein Novum, an dem sich später dann auch andere Staaten orientierten. Das System wurde hauptsächlich vom König von Mähren eingeführt, um zu kontrollieren, was und wie gelehrt wird und somit die Kinder schon frühzeitig auf Gehorsamkeit und Untertänigkeit zu indoktrinieren. Lehrer waren Autoritäten, dessen Anweisungen zu gehorchen war. Widerworte wurden bestraft, sodass die Kinder schon früh lernten, was Gehorsamkeit bedeutet. Dies war einerseits wichtig für eine spätere Karriere im Militär, aber auch, um das Volk ruhig halten zu können und Aufstände und Proteste möglichst zu vermeiden sowie den Polizei-und Militärkräften ohne Probleme den Auftrag geben zu können, diese zu beenden, zur Not gewaltsam. So wurde sich über Jahrhunderte hinweg ein Volk heran gezüchtet, welches blinden Gehorsam gelehrt bekommt und starke hirachische Gefälle blind akzeptiert.

      So fortschrittlich das Mährische Schulsystem vor knapp 300 Jahren auch war, so hat es sich über die Jahrhunderte kaum verändert. Mit steigendem Wohlstand und einem geringeren bedarf an Arbeitskräften, die lange Zeit auch noch von Kindern geleistet wurde, wurde die Schulpflicht von acht auf zehn Jahre verlängert. Zusammen mit dem Verbot körperlicher Strafen wie bspw. dem Rohrstock, waren dies aber innerhalb der 300 Jahre dieses Schulsystems die größten Innovationen. Der Unterricht findet ansonsten, nicht zuletzt auch aufgrund von mangelnden Investitionen in Bildung und Innovationen, noch ähnlich statt wie vor 300 Jahren. Frontalunterricht und Kreidetafel bestimmen das Bild in astorischen Schulen. Nur wenige, mittlerweile auch völlig veraltete technische Geräte wie ein Oberlichtprojektor, wurden mal eingeführt, das wars aber bereits auch mit technischen Innovationen. Informationen für Referate werden oftmals noch in der Schulbibliothek gesucht anstatt, wie mittlerweile in nahezu allen anderen Ländern, über Computer un das Internet, geschweigedenn, dass an etwas wie Homeschooling gedacht oder davon gesprochen wird. Ein Vorteil des astorischen Schulsystems, der in manchen anderen Ländern auch gerne mal als etwas positives an dem sonst so im Ausland als veraltet kritisierten Schulsystem, hervorgehoben wird, ist allerdings, dass die Familien und Schüler sich ihre Schulsachen nicht selber besorgen müssen, sondern bspw. die Schulbücher, Hefte und Ordner von den Schulen bereit gestellt werden. Auch die Schuluniformen werden von den Schulen besorgt und den Schülern zur Verfügung gestellt.

      Als staatlich vorgegebene Pflichtfächer zählen dabei:
      -Mathe
      -Andermannisch (Astorisch)
      -Columbisch
      -Physik
      -Chemie
      -Biologie
      -Kunst
      -Religion

      Der Unterricht gestaltet sich dabei in 6 Unterrichtsstunden je 45min, zwischen denen mindestens 5min Pause besteht. Nach jeder zweiten Stunde besteht eine große Pause von 20min. Unterrichtsbeginn ist um 8Uhr morgens. Diese Zeiten sind staatlich vorgegeben und dürfen von keiner Schule des Landes verändert werden.

      Die Schüler werden im Alter von 6 Jahren eingeschult und haben dann zehn Jahre, bis etwa zu ihrem 16. Lebensjahr, eine Schulpflicht. Die ersten vier Jahre werden in der Grundschule absolviert, wo den Kindern Basiswissen in Rechnen, Lesen und Schreiben beigebracht wird. Je nach Leistung des Schülers werden diese dann auf eine der drei weiterführenden Schulen, Hauptschule, Realschule und Gymnasium, eingeteilt. Diese Einteilung übernimmt die Grundschule und kann von den Eltern der Kinder auch nicht angefochten werden. Die Hauptschule ist dabei für die leistungsschwächsten Schüler. Hier wird rücksicht darauf genommen, dass, so geht man zumindest aus, die Schüler größere Schwierigkeiten beim Lernen haben. Der Stoff ist weniger fordernd und nach Abschluss der Hauptschule erreicht man den Schulabschluss, mit dem man die Qualifikation zum erlernen von Berufen der Basis erlangt hat, was vor allem handwerkliche Berufe oder Pflegeberufe sind und die Basis der astorischen Wirtschaft darstellen. Schüler, die in der grundschule in eine Mittlere Leistungsklasse eingestuft wurden werden auf die Realschule eingeteilt. Der Stoff ist fordernder als auf der Hauptschule und nach Abschluss der 10. Klasse erreicht man den höheren Schulabschluss, welcher einem zum erlernen von Berufen in der Verwaltung qualifiziert. Diese Berufe sind besser bezahlt als die Basisberufe und sind überwiegend auch Bürojobs. Für die Schüler, die Schüler, die die höchsten Leistungen in der Grundschule erbracht haben wird die Ehre zuteil, das Gymnasium besuchen zu dürfen. Die an die Schüler gestellten Aufgaben sind hier maximal fordernd. Die Schulpflicht beträgft auf dem Gymnasium auch zwei Jahre länger, sodass mit etwa 18 Jahren das Abitur erreicht wurde, welches einem die Berechtigung gibt, eine der astorischen Universitäten zu besuchen.

      Im Gegensatz zu den Schulen sind die Universitäten äußerst gut finanziert und ausgestattet. Hier werden die Eliten ausgebildet, die die astorische Forschung und Wissenschaft bis heute auszeichnen. Große Namen wie Alfred Zweistein oder Max Planke, die für ihre bedeutenden Entdeckungen der Wissenschaft weltweit bekannt waren, haben an astorischen Universitäten gelernt. Durch diese gute Finanzierung sind die astorischen Unis weltweit hoch angesehen und astorische Universitätsabsolventen stehen, nicht nur in Astoria, auch weltweit alle Türen offen. Die absolvierten Studenten werden später meist in Forschung oder in Führungsetagen eingesetzt, wo sie das von ihnen erlernte Wissen möglichst gewinnbringend einsetzen können.

      Das Ausbildungssystem in Astoria ist ebenfalls weltweit, in seinem theoretischen Aufbau, als ein Vorbild angesehen. Astoria hat ein, international nur selten vorkommendes, duales Ausbildungssystem, bei dem die Berufsschulen die Theorie vermittelt, während die Betriebe, in denen sie ihre Ausbildung absolvieren, die Praxis vermitteln. Somit können die Lehrlinge nicht nur in der Theorie lernen, sondern das gelernte auch direkt in die Praxis umsetzen, was vielen hilft, die Theorie auch besser zu verstehen. Für die Auszubildenden gibt es noch eine vierte Schule, die Berufsschule. Entgegen zu den allgemeinbildenden Schulen sind die Berufsschulen auf bestimmte fachliche Berufe spezialisiert, wie Handwerk, Pflege, Verwaltung etc. Auch die Lehrer sind hier höher Qualifiziert. Neben dem Universitätsabschluss eines Lehramtsstudiums müssen die Lehrer hier auch noch eine Ausbildung in einem der Berufe vorweisensowie mindestens drei Jahre Berufserfahrung. So soll sicher gestellt werden, dass die Lehrer hier auch kompetent den Unterrichtsstoff vermitteln können und wissen, wovon sie reden. Im gegensatz zu Universitäten sind aber auch die Berufsschulen, zwar etwas besser als die allgemeinbildenden Schulen, aber dennoch unterfinanziert und technisch veraltet ausgestattet, was dazu führt, dass auch in den Betrieben selbst oft die Theorie nachgeholt werden muss und somit die Ausbildung schlechter ist, als sie eigentlich sein könnte.

      Alle Schulabsolventen gehen aber nach der Schule zunächst zum Militär. Während diejenigen, die später eine andere Ausbildung anstreben, den klassischen Wehrdienst absolvieren sind es besonders die Leistungsschwachen Schulabsolventen, die eine Weiterbildung auf den Kadettenschulen anstreben. Diese gehören, da dem stark finanzierten Militär angehörend, neben den Universitäten zu den am besten finanzierten Schulen. Die Kadetten werden zu beginn ihrer Schullaufbahn auf einen einheitlichen Wissenstand gebracht, danach beginnt die eigentliche Schulung, die sowohl den einjährigen Wehrdienst beinhaltet. Die Kadettenschulen sind ähnlich einem Internat aufgebaut, in dem die Schüler ihren gesamten Alltag verbringen und nur am Wochenende Heim zur Familie dürfen. In den Kadettenschulen werden den Schülern dabei die Grundlagen für eine spätere Offizierslaufbahn beigebracht, sodass auch diese eine Perspektive haben. Über 90% der Absolventen der Kadettenschule bleiben später auch beim Militär und viele von ihnen machen dort auch Karriere.

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