Angepinnt Politisches System

      Politisches System

      Astoria selbst zählt als eine konstututionelle Monarchie. Man hat sich also nie von der Monarchie oder der Macht des Königs verabschiedet, allerdings wurde, auch auf Druck des Volkes, demokratische Strukturen eingeführt. Der Prozess begann in den 1850er Jahren, die Verfassung wurde seit dem immer weiter angepasst, bis in den 1920er Jahren das bis heute gültige System eingeführt wurde und lediglich sehr leichte Veränderungen vorgenommen.

      Das Volk Astorias wählt alle fünf Jahre ihre Vertreter des Parlaments. Dabei ist Astoria in 397 Wahlbezirke aufgeteilt, aus denen jeweils ein Vertreter gewählt wird, dessen Aufgabe es ist, nach eigenem Gewissen für die Interessen seines Wahlkreises einzutreten. Offiziell ist hierbei auch ein Parteizwang verboten, auch wenn er inoffiziell in manchen Parteien vogegeben wird. Da dies jedoch oftmals schwer nachzuweisen ist, kommen diese Parteien dabei meist ungestraft davon. Dabei gibt es auch keine Hürde, die es zu überwinden gilt. Wenn ein Vertreter einer Partei in einem Wahlkreis die meisten Stimmen hat, dazu reicht eine einfache Mehrheit, dann wird er ins Parlament einziehen, auch wenn er der einzige Vertreter seiner Partei ist. Dies führt teilweise zu sehr bunt gemischten Parlamenten. Die Sitze im Parlament sind dabei nach den Wahlbezirken aufgeteilt. Jeder Wahlbezirk hat immer einen festen Sitz, die Sitze selber sind dabei nicht nach Parteien aufgeteilt. Dies ist eine der kleinen Änderungen, die noch nach den 20er Jahren eingeführt wurden. Dadurch soll der Respekt eines jeden Parlamentsabgeordneten gewahrt werden. Denn das vorherige System, bei dem die Sitze nach Parteien angeordnet wurden führte dazu, dass oftmals die Aussagen einzelner Abgeordneten nicht mit dem gebotenen Respekt gehört wurden und daher oftmals auch direkt abgelehnt wurden, nur weil sie aus einer bestimmten Richtung kamen.

      Die Parlamentsabgeordneten selber wählen den Parlamentsvorsitzenden, den Ministerpräsidenten. Bei dieser Wahl hat der König kein Mitspracherecht, dies ist ein reines Votum des Parlaments. Der Ministerpräsident soll auch eine Art Bindeglied zwischen König und Parlament sein, weswegen es wichtig ist, das hierbei das vollste Vertrauen des Parlaments vorherrscht. Gewählt wird dabei mehrmals, denn um die Wahl zum Ministerpräsidenten zu gewinnen ist eine absolute Mehrheit notwendig. Nur wenn die erste Wahl bereits mit einer absoluten Mehrheit abgeschlossen wird, reicht auch eine einzige Wahl. Ansonsten werden meist die zwei Kandidaten mit den meisten Stimmen, seltener auch die drei Kandidaten mit den meisten Stimmen erneut zur Wahl aufgestellt und somit in einer Art Ausschlussverfahren der Ministerpräsident mit einer absoluten Mehrheit gewählt.

      Anders sieht es dabei bei der Wahl des Reichskanzlers aus. Die gewählten Parteien wählen unter sich ihren Kandidaten für den Posten des Reichskanzlers. Der König selber wählt unter diesen Kandidaten, meist nach einer ausführlichen Hintergrundrecherche und Vorstellungsgesprächen, dann den Reichskanzler. Dieser repräsentiert dann das Regierungsoberhaupt und ist dem Ministerpräsidenten übergeordnet und ist nach dem Kaiser der höchste Posten im Land. Anders als in anderen Demokratien dieser Welt gibt es aber in Astoria keine Regierungspartei. Der Reichskanzler kann rein theoretisch auch der einzige Vertreter seiner partei im Parlament sein, wenn der Kaiser diesen für die geeignetste Person hält. Ähnlich sieht es bei den Ministerposten aus. Auch hier gibt es keinen Parteizwang und die Minister sind dabei vom Reichskanzler unter allen Parlamentsvertretern zu wählen.

      DIeses System hat in Astoria dazu geführt, dass die Bevölkerung nach ihren eigenen Interessen wählt und nicht danach entscheidet, was denn das geringere Übel ist um die eigene Stimme Wertvoll zu machen. Denn in Parlamenten mit Regierung und Opposition, so die Einschätzung seitens Astoria, haben viele Bürger das Gefühl, sie müssen eine von den größeren Parteien wählen, um überhaupt eine Stimme zu haben, da sie sonst verloren gehen würde, da der von ihnen gewählte Vertreter nicht in die Regierungspartei kommt oder ihre Stimme durch gewisse Hürden, wie bspw. in machen Ländern die 5% Hürde, komplett über Bord fällt. Dies wolle man in Astoria verhindern und jedem Bürger das Gefühl geben, dass seine Stimme gehört wird.

      Auch wenn Astoria ein Parlament besitzt, so steht an oberster Stelle weiterhin der König. Dieser kann nicht gewählt werden sondern wird durch die Erbfolge Bestimmt. Ein neuer König, der nicht der Erbfolge entspricht, kann lediglich in Ausnahmefällen, bspw. wenns keine würdigen Nachfolger gibt, weil beispielsweise zu Jung, durch die Adeslwächter gesetzt werden. Dies geschah bspw. mit dem aktuellen König, da man den Erbnachfolger nach dem abrutschen Astorias in die Westeuridikakrise als zu Jung für eine solche Verantwortung erachtete. Somit wurde nach einem würdigen nachfolger gesucht und schließlich gefunden. Dies kann aber nur in Ausnahmefällen geschehen und es kann auch ein Veto des Königs eingelegt werden, welches das ganze dann zu einer erneuten Bewertung der Situation führt. In letzter Instanz kann hier auch die Justtz die Adelswächter entlassen, sollte ihr Anliegen erneut abgelehnt werden. Der König selbst hat die macht, eine Neuwahl des Parlaments zu veranlassen, sollte er das Gefühl haben, dass Astoria völlig vom Kurs abgleitet. Dann wird das gesamte Parlament aufgelöst und neu gewählt für eine erneute Legislaturperiode von fünf Jahren.

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