Gespräche zwischen dem Konkordium Valhonia und der Republi Khitai

      Gespräche zwischen dem Konkordium Valhonia und der Republi Khitai

      Das Regierungsviertel von Wuhan, Der Präsidentensitz - 16.05.2022 ASZ

      Die Ratsvorsitzende Dracon und ihre Begleitung Ratsfrau Jensen hatten vor wenigen Stunden sich am Flughafen der Khitaischen Hauptstadt mit dem Ratsherren Field Marshall Thompson getroffen. Nach einem kurzen Besuch der konkordialen Botschaft waren die Drei weiter Sitz des Präsideten in Wuhan gefahren. Ratsvorsitzende Dracon wusste nun wieso ihr Mann damals diese Reisen nur widerwillig gemacht hatte: man kam zwar viel in der Welt herum, aber Zeit für die schönen Ecken der Welt blieb nur selten. Umso mehr war es gerade eine Entspannung für sie und ihre beiden Begleiter mehr oder weniger unerkannt durch Wuhan zu fahren und ein wenig die Ruhe und die fremde Stadt genießen zu können.
      Mehrfach hatte Ratsfrau Jensen in den letzten Tagen mit Wuhan telefoniert und versucht einen optimalen Termin zu finden. Und immer wieder waren einige kurzfristige Anglegenheiten auf beiden Seiten in die Quere gesprungen und hatten den Termin verschoben. Nun aber erreichten die Drei pünktlich zur Vereinbarten Zeit den Präsidentensitz und meldeten sich an. Der Empfang blieb kurz und knapp und man wurde in einen kleineren Saloon geführt. Dort bat man die drei noch einen Moment zu warten, dass ihre Gastgeber dazu kamen und der Konferenzsaal bereit war. Doch schon jetzt bekam man Erfrischungen gereicht.
      Das Große Konkordium Valhonia - Die Perle am Äquator
      ~~~ 2000 Jahre Geschichte & das goldene Met-Fass der Karibik ~~~

      Nationalpräsident Yan Kang lief in Begleitung seines Chefberaters durch die Flure ohne viel Aufsehen zu erregen. Die Mitarbeiter, die er auf dem Weg begegnete, begrüßte er mit einem freundlichen Lächeln. Mit einigen Angestellten, die er schon seit Jahren, auch aus seiner Zeit als Mitglied der Nationalräte vor seiner Wahl zum Präsidenten, kannte, hielt er kurz inne und führte Smalltalk. Fragte nach der Gesundheitszuständen von Familienmitgliedern oder wie weit sie bspw. beim Hausbau mittlerweile sind. Er fuhr mit einem Fahrstuhl zum Erdgeschoss runter. Die Empfangsdame bedeutete ihm sofort ohne zu zögern, dass die Valhonen im kleinen Saloon warteten. Die Arbeit im Präsidentenhaus war mittlerweile wie ein perfektes Uhrwerk. Yan Kang verstand sich mit vielen Personen ohne Worte oder es waren keine Worte nötig, um zu erraten, was er in dem Moment wissen wollte.
      "Vorsitzende Dracon, Ratsfrau Jensen, verzeihen Sie die Wartezeit nach Ihrer langen Anreise!", begrüßte der Nationalpräsident die Valhonen mit perfektem Columbisch und schüttelte zuerst Dracon und danach Jensen mit einem Lächeln die Hände. "Ich hoffe, die Bediensteten haben während Ihrer Wartezeit alles serviert, was Sie wünschten." Mit einer Geste bedeutete er seine Gäste ihn zu folgen. Sie liefen zu einem Konferenzsaal, während die Valhonen und der khitaische Präsident ein zwanglosen Smalltalk führten. Die Bediensteten im Konferenzsaal stellten die gewünschten Getränke hin, bevor sie den Saal wieder verließen. "Ich möchte gerne die bilateralen Beziehungen zwischen unseren Nationen maßgeblich stärken. Daher komme ich direkt zum Punkt - verzeihen Sie daher bitte meine Unverfrorenheit: Astoria bietet trotz Sanktionen und eine multilaterale Flotte vor deren Haustüren noch mehr als ausreichend Bedrohungspotenzial für den globalen Handel. Das Land ist ein Paradebeispiel dafür, was geschieht, wenn die Militärs ohne Rücksicht auf Verluste ihre Machtbasis ausbauen wollen oder am Minderwertigkeitskomplex leidet. Einen zweiten Sanya (Anm.: Anspielung auf den Astorisch-Khitaischen Krieg von 1955 bis 1960) werde ich so was von unterbinden und keinen unserer Partner sowas ausgeliefert wissen. Der Militärrat der Nationalarmee hat zwei Möglichkeiten ausgearbeitet, um eine weitere Bedrohung abzuwenden. Entweder die Nationalarmee baut die maritime Kompetenzen weiter aus oder man stärkt die Verteidigungsfähigkeiten mittels Raketenwaffen und Co. gemeinsam mit den Partnern. Nun, es ist offensichtlich, welche Möglichkeit ich eher präferiere. Wenn die Informationen stimmen, die der khitaische Sicherheitsrat in die Finger bekommen konnte, macht Valhonia Fortschritte in der Raketenentwicklung. Und Valhonia gehört zur kleinen Gruppe, die Mittelstreckensysteme aktiv entwickelt. Genauso wie meine Nation. Ich denke, es ist für uns beider Nationen nützlich, wenn wir als Partner die Zusammenarbeit in der Raketenentwicklung anstreben. Khitai hat Expertise in der Entwicklung und im Bau von luftgestützten ballistischen Raketen, die von Transportflugzeugen aus abgeworfen und gezündet werden können. Valhonia hat bestimmt auch ein Nischen-Know-How erlangt. Der Sicherheitsrat hat von Trägersystem für Hyperschall-Flugkörper bis hin zum Ballistische Raketen gegen Seeziele alles mögliche im Verdacht. Da meine Nation bis dato noch nicht weiß, in was das Mittelstreckenprogramm am Ende genau gemündet ist, möchte ich doch eine Kooperation in diesem Bereich mit Valhonia anstreben, wo das Know-how ausgetauscht wird. Was meinen Sie, Herr Vorsitzender?"

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Khitai“ ()

      Die beiden Damen genoßen die Bewirtschaftung durch das Personal des Präsidentensitzes, während der Field Marshall bis zur letzten Sekunde immer wieder einige Daten prüfte und noch zwei, drei Telefonate führte. Als der Präsident Khitais eintraf erhoben sich alle drei und grüßten ihren Gastgeber. "Vielen Dank für ihre Einladung, Herr Präsident. Wir werden hier rundum versorgt. Und ich darf für meine beiden Begleiter sprechen, dass ihre Küche unsere Empfehlung hat. Es ist ein wunderbare Handwerkskunst der Speisezubereitung.", erklärte die Ratsvorsitzende und folgte dann den Gastgeber durch die Gänge zum entsprechenden Konferenzsaal. Die belangslosen Themen des Smalltalks auf dem Weg dahin drehten sich um alles mögliche.
      Im Konferenzsaal angekommen wurden die entsprechenden Getränke geordert. Die Damen entschieden sich für einen Tee aus der Region, der Marshall bestellte einen Kaffee. Typisch Mann halt irgendwie.
      Gespannt folgte man nach dem Servieren der Getränke den Ausführungen. Die Informationen die Khitai verfügte waren nicht schockierend oder erschreckend, denn durch die Zusammenarbeit der beiden Nationen bisher waren sicherlich der ein oder andere Hinweis mal durchgesickert. Und selbst die Allgemeine Weltbevölkerung wusste über diverse Dinge ohne handfeste Beweise zu haben. "Nun, Herr Präsident... Ich denke wir können hier offen reden. Dennoch sind wir uns sicher einig, dass alles was wir auf die von ihnen angesprochenen Dinge heute hier in diesem Raum der Geheimhaltung unterliegen. Field Marshall Thompson hat bereits im Vorfeld einige Dinge prüfen lassen um sicher zu gehen das wir unserer Seits keinerlei gesetzliche Vorschriften oder sicherheitsrelevanten Dinge ihnen offenbaren. Das Konkordium Valhonia verfügt über einige fortschrittliche maritime Waffensysteme. Aber auch im Bereich der Raketenforschung konnten wir über einige erstaunliche Fortschritte erzielen. Die Kombination aus beidem gewährt uns in der Caribik eine gewisse Form der Vormachtsstellung. Und ich kann ihre Sorge um die Sicherheit des Handels, aber auch um ihre nationale Sicherheit durch das Königreich Astoria verstehen."
      Vorsitzende Dracon machte eine kurze Pause um sich durch einen kurzen Blick zum Militärrat dessen Zustimmung zu versichern.
      "Das Konkordium Valhonia verfügt über ein Waffensystem, dass wir als Target-Interception-System oder kurz TIS bezeichnen. Es handelt sich um ein reines defensives Waffensystem zur Abwehr von luftgestützten Waffensystemen oder sogar im ernstfalle maritimen Waffensysteme wie zum beispiel das neue astorische Kriegsschiff. Das System besteht aus mehreren einzelenen Systemen die zusammen unser Abwehrnetz bilden. Bevor wir aber weiterfahren muss ich eine Frage stellen. TIS dient rein defensiven Zwecken. Natürlich wäre es einer Nation wie der Republik Khitai ein einfaches diesen Zweck umzumünzen. Aber dennoch möchte ich hier gerne offen spielen: Ist die Republik Khitai an einem offensiven oder rein defensiven Einsatzprogramm interessiert?"
      Das Große Konkordium Valhonia - Die Perle am Äquator
      ~~~ 2000 Jahre Geschichte & das goldene Met-Fass der Karibik ~~~

      "Die Waffe wird rein defensiv. Wobei wir Präventivschläge nicht ausschließen können. Nach unserer Verfassung wäre so was die aktive Verteidigung. Das kommt jedoch erst infrage, wenn bspw. Land X unsere Inselprovinz mit einer oder mehr Trägerverbänden massiv bedrohen würde und deren Propaganda das Volk auf Kriegsstimmung bringt. Dafür haben wir unsere Krisenstäbe und die ganzen Protokolle. Die Raketen werden bei uns im Land stationiert. Prebytek fällt schon aus vielen Gründen aus. Ansonsten haben wir noch andere Waffensysteme als Alternative", antwortete der Nationalpräsident ehrlich. Es war aktuell eh nicht absehbar, dass Khitai ernsthaft in einen Krieg hineinrutscht. Es gibt jedoch eine theomedische Redensart: Wenn du Frieden willst, rüste dich für einen Krieg. Freilich behält man das Rüstungsprojekt seitens Ryukyus und die astorische Außenpolitik genau im Auge. Jedoch musste man zu sich selbst ehrlich sein: Die khitaische Rüstungsindustrie produziert nicht genug, um einen Angriffskrieg ernsthaft in Erwägung ziehen zu können, wenn man die Raketen- und Drohnenproduktion außer Acht lässt. Ansonsten ist der Rest recht überschaubar für khitaische Verhältnisse. "Sie wissen wahrscheinlich, dass Khitai mittlerweile über Anti-Raketen- und Anti-Satelliten-Raketen neben den luftgestützten ballistischen Raketen verfügt. Das dürfte auch ein einfaches für Ihren Geheimdienst gewesen sein, an diese Infos zu kommen. Unsere Regierung geht mit solchen Errungenschaften eher hofieren, als dies wirklich geheim zu halten. Verschiedene Kulturen eben. Zumindest könnten wir diese Technologien im Gegenzug anbieten. Wir könnten aber es vertraglich gerne so festlegen, dass die Nutzung von solchen Waffensystem nur für die Defensive erlaubt ist oder nur mit Erlaubnis des Partnerlandes. Letzteres beinhaltet auch eine Stationierung außerhalb des eigenen Staatsgebiets. Ich denke, damit könnten wir viele Sorgen von der Welt schaffen. Khitai hält sich ausnahmslos an seinen Verträgen. Ob geheim oder nicht geheim."
      Alle drei nickten einstimmig auf die Aussagen des Präsidenten. Die Vorsitzende ergriff daraufhin wie bereits bei anderen ähnlichen Gesprächen das Wort:
      "Nun ich bin zunächst sehr erleichtert, dass die Republik Khitai es nicht am offensiver Schlagkraft gelegen ist. Präventionsschläge bei unberechtigter Grenzüberschreitungen sehen da natürlich anders aus. Darf ich und meine Kollegen denn einmal nach dem technischen Stand fragen. Ich nehme an das sie ein dem konkordialen TIS ähnliches System errichten wollen?"
      Das Große Konkordium Valhonia - Die Perle am Äquator
      ~~~ 2000 Jahre Geschichte & das goldene Met-Fass der Karibik ~~~

      Der Chefberater des Präsidenten öffnete einen Hefter und legte den Gästen mehrere Papiere hin, die die Pläne umschreiben. "Aktuell haben wir auch schon so mehrere mobile Antischiffsbatterien auf Sanya und entlang der Küsten als erste und zweite Verteidigungslinie stationiert. Die herkömmlichen Antischiffsraketen verfügen jedoch nur über beschränkte Möglichkeiten. Mit dem valhonischen Mittelstreckenprogramm können wir die Abwehrreichweite maßgeblich erhöhen. Insbesondere von Sanya aus, wo dann unser Schwerpunkt hierbei liegen wird. Auch verfügen diese sicherlich über mehr Schlagkraft, um so was wie Trägerschiffe im Flugdeck zu durchbrechen. Mir wurde im Militärrat erklärt, dass diese aufgrund ihrer hohen Verwundbarkeit und der hohen Hitzebelastung der Marineflieger besonders schwer zu knacken sind mit unseren aktuellen Antischiffraketen. Auch haben nicht alle Kriegsschiffe mit Flugabwehrsysteme automatisch entsprechende gute Abwehrmöglichkeiten gegen Ballistische Raketen. Bis dato haben wir auch sogenannte Überhorizontradare im Dienst und diverse andere Systeme. Die Kommunikationsanlagen sind jedoch in diesem Bereich in den letzten Jahren doch vernachlässigt worden. Die Reaktionsfähigkeit liegt im unteren Durchschnitt. Eine Modernisierung dieser müsste ebenfalls her. Weiterhin müsste eine Möglichkeit gefunden werden, das valhonische Mittelstreckensystem entsprechend an das khitaische Netzwerk zu verknüpfen, sollte Valhonia mit dieser Art von Kooperation einverstanden sein. Die Luftabwehr ist tatsächlich hier besser gestellt. Die F&E hat mithilfe der neuen AWACS hier bessere Resultate erzielt. Die Luft- und Marineabwehr ist bei uns zu einem großen Teil entkoppelt. Die Teilstreitkräfte fanden hier keinen gemeinsamen Nenner bei der Formulierung ihrer Ansprüche. Jetzt haben wir mit den Folgen der Parallelentwicklung von damals zu kämpfen. Die ganze Marineabwehr bereitet dem Militärrat am meisten Kopfzerbrechen."
      "Nun ich denke das TIS ihre Lücken füllen dürfte. Jedenfalls wenn ich so ihre Ausführungen verfolge ohne tiefere Informationen oder technische Details abzurufen.", erklärte die Vorsitzende.
      Marshall Thompson hob dann kurz die Hand um seiner Chefin zu signalisieren, das er da gerne einsetzen würde. Als sie nickte legte er seinen Stift mit dem er bisher sich fleißig Notizen gemacht hatte zur Seite: "Num Herr Präsident... TIS verbindet die Möglichkeiten einzelner Waffengattungen zusammen. Luftraumüberwachung von bspw einer AWACS, mit Seeüberwaffung durch Schiffe, Satellitenaufklärung... Welche Möglichkeiten sind Ihnen denn gegeben beziehungsweise in Welcher Form waren denn die unkompatibilitäten zwischen ihren Waffengattungen?"
      Das Große Konkordium Valhonia - Die Perle am Äquator
      ~~~ 2000 Jahre Geschichte & das goldene Met-Fass der Karibik ~~~

      "Satelliten, Aufklärungsschiffe, AWACS und Co. besitzen wir. Jedoch sind die einzelnen Kompetenten in erster Linie in jeweils anderen Teilstreitkräfte organisiert: Die Strategischen Kampfunterstützungstruppen bzw. die StrateKa, die Marine und Luftwaffe. Die Satellitenkommunikation funktioniert mit allen Einheiten. Aber wenn es darum geht, von AWACS-Flugzeugen Daten an ein Schiff der Marine zu übersenden, ist dies nur mit großer Mühe möglich. Beide Teilstreitkräfte schwören traditionsgemäß auf ihre Kommunikationskanäle und Datenformate. Bis die Daten von der Luftwaffe auf einem Schiff ... "übersetzt" wurden, ist schon einiges an Reaktionszeit verlorengegangen. So in etwa sieht es auch in der khitaischen Marineabwehr aus. Verzeiht mir, ich bin zwar seit Jahren Vorsitzender des Militärrats, aber in erster Linie noch Präsident und Politiker. Aber das ist zumindest das, was ich mitnehmen konnte", erklärte der khitaische Nationalpräsident ganz nüchtern. Tatsächlich war dies neben den horrenden Kosten einer der größten Hindernisse, weshalb Yan Kang gegen den Bau eines Flugzeugträgers ist. Alleine die Softwareanforderungen für einen trägergestützten AWACS im Ist-Zustand wäre nur mit viel Geld und Mühe zu bewältigen, obwohl die Industrie schon zwei Prototype ohne staatliche Unterstützung gebaut hat, die sich bei den technischen Standards an der Luftwaffe und der StrateKa richten und die Marine außer Acht gelassen haben. Das Preis-Leistung-Verhältnis stimmte einfach nicht. Ein Flugzeugträger ohne AWACS käme für die Nationalarmee auch nicht infrage. Das war nur eines von vielen Beispielen, wieso es in vielen Bereichen noch Hemmungen gibt. "Daher stehen hier als Möglichkeiten offen, dass entweder die Mittelstreckensysteme den technischen Standard der StrateKa annimmt, da Ballistische Raketen sich ausnahmslos in deren Obhut befinden, oder die Marineabwehr ein komplett eigenes Kommunikationsnetzwerk erhält. Beschränkte Handlungsfähigkeit oder höhere Kosten. In beiden Fällen bräuchten wir in der technischen Umsetzung Hilfe. Khitai hat in den letzten Jahren viel Know-how nachgeholt, aber ein Alleskönner ist es noch lange nicht."
      Ziemlich demonstrativ legte der Marshall seinen Stift zur Seite wieder. Während der Ausführungen hatte er sich einige weitere Notizen gemacht. Das Bild, das sich abzeichnete, wurde für ihm immer klarer.
      "Nun, ich muss offen sprechen. Es gäbe sicherlich genügend Möglichkeiten diese 'Übersetzungen' beizubehalten. Aber sie sagten selbst bereits das es dadurch zu Effizienzeinbußen kommt. Eine Unterstützung beim Aufbau einer neuen technologischen Lösung ist hier nicht das Problem. Sie müssen an erster Stelle eine Reformation der Denkweisen ihrer Truppen anstreben und diese zeitgleich mit der Technologie durchführen."
      Das Große Konkordium Valhonia - Die Perle am Äquator
      ~~~ 2000 Jahre Geschichte & das goldene Met-Fass der Karibik ~~~

      "Deswegen führen wir das heutige Gespräch: Wir streben eine Kooperation mit dem Konkordium an, um technische Lösungen im Bereich der Marineabwehr herauszuarbeiten und für die Zukunft gewappnet zu machen. Mit einem hoffentlich erfolgreichen Abschluss einer solchen Vereinbarung werden die Befehlshaber der Teilstreitkräfte automatisch dazu verpflichtet, die Bestrebungen umzusetzen. Der Beschluss von 1993 untermauert dann meine Befugnisse", sagte der Nationalpräsident schulterzuckend. "Das Umdenken muss jedoch Schritt für Schritt erfolgen. Daher schlage ich mal folgendes vor: Valhonia zeigt sich bereit, die Nationalarmee der Republik Khitai bei der Umsetzung von Systemen zur Verbesserung der Verteidigungsfähigkeit der Marineabwehr mit Wissen, nötigen Ausrüstungsgegenständen usw. zu unterstützen. Dies inkludiert die Installation eines für Khitai kompatibles Mittelstreckensystem. Hierfür würden wir die Gründung von Joint Ventures anstreben. Die Wartung der Systeme obliegt in den Händen der Joint Ventures. Das Kapital und die Arbeitskräfte stellt mein Land freilich zu 100% zur Verfügung. Die Nationalarmee wird verpflichtet, die gelieferten Systeme nur zur nationalen Verteidigung einzusetzen. Wären Sie einverstanden?"
      Nachdenklich legt der Marshall seinen Stift gegen die Unterlippe und runzelt die Stirn. Nach einem kurzen Augenblick schaut er zu seiner Vorgesetzten. Auch sie macht einen kurzen nachdenklichen Eindruck und nickt dann. "Das klingt für uns soweit annehmbar. Die Details denke ich überlassen wir dann den Juristen auszuarbeiten.", erklärte der Marshall dann abschließend.
      Das Große Konkordium Valhonia - Die Perle am Äquator
      ~~~ 2000 Jahre Geschichte & das goldene Met-Fass der Karibik ~~~

      "Sehr gut. Ich werde dies dem Außenministerium veranlassen", sagte der Nationalpräsident. Er nickte seinen Chefberater zu. Dieser machte unverzüglich entsprechende Notizen. "Natürlich möchte ich im Gegenzug der valhonischen Regierung etwas anbieten, um deren Verteidigungskapazitäten zu erhöhen. Dazu habe ich vorweg mit dem Militärrat und den Nationalräten abgesprochen und die Angebote eingegrenzt. Einerseits stünden alle Bestandteile des FBR-Projekts in die engere Auswahl. Andererseits hätten wir noch das Banxing-Programm im petto, welches für Valhonia ebenfalls von großen Interesse sein dürfte." Da Teile der genannten Projekte als 'Streng Geheim' klassifiziert wurden, legte der Chefberater insgesamt vier Hefter den valhonischen Gästen vor. Zwar war man realistisch genug, um zu erkennen, dass Valhonia schon ein paar Indizien trotzdem hierzu sammeln konnte, aber als Zeichen der Freundschaft, die auch in einer militärischen Partnerschaft mündet, wollte der Nationalpräsident konkreter werden, wenn dieser schon mehrere Angebote vorlegte. Das heutige Gespräch unterlag sowieso unter strengster Geheimhaltung. Also musste man sich auch keine Sorgen machen. "Im FBR-Projekt haben wir den CMCA, eine luftgestützte ballistische Rakete und eine Vorrichtung zum Abwurf von Bomben und Marschflugkörper aus einem Transportflugzeug im Angebot. Der CMCA ist im Grunde genommen, ein umgebautes Frachtflugzeug, welches Marschflugkörper und später Lenkbomben sowie Seezielflugkörper einsetzen kann. Die luftgestützte ballistische Rakete kann aus einem Transportflugzeug ohne Modifikationen mit einem Fallschirm abgeworfen werden. Die Rakete zündet auf einer bestimmten Höhe die Triebwerke. Jedoch wurde ich darüber unterrichtet, dass die valhonischen Transportmaschinen nicht leistungsstark genug sind. Das Banxing-Programm ist ein Netzwerk aus Satelliten, welches den Schutz der strategisch wertvollen Satellitensysteme vor ASAT-Waffen durch Selbstaufopferung und die Bedrängung bzw. Jagd nach Satelliten des Feindes zum Ziel hat. Wenn Sie die Unterlagen in Ruhe studieren wollen, können wir freilich eine Pause einlegen. So eine Entscheidung sollte doch mit Bedacht gefällt werden. Immerhin sprechen wir von Unsummen an Steuergeldern", fügte Präsident Yan Kang mit einem Lächeln an.
      "Vielen Dank für ihre Offenheit, Herr Präsident.", erklärte der Marshall als er sich die erste Mappe nahm und kurz durchsah bevor er sich der Formhalber an seine Vorgesetzte weitergab und sich die nächste Mappe zur Hand nahm. "Ich würde diese Dinge gerne mit meinem Kommandostab besprechen. Wir haben einige Hinweise auf ihre Entwicklungen bisher gehabt. Aber das waren keine umfassende Inhalte, dass wir uns ein genaues Bild machen konnten. Was ich aber zum jetztigen Zeitpunkt bereits sagen kann ist, das wir eher an ihren Schutzsatelliten als an einem strategischen Bombersystem interesse hätten. Wir sind nicht das Königreich Astoria und gedenken unsere Einflusssphäre auszudehnen. Nur unsere eingene bewahren und schützen."
      Das Große Konkordium Valhonia - Die Perle am Äquator
      ~~~ 2000 Jahre Geschichte & das goldene Met-Fass der Karibik ~~~

    • Benutzer online 1

      1 Besucher