[Anmeldung] Iskand

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      [Anmeldung] Iskand

      Anmeldung Iskand

      Name des Landes:
      Iskand
      Bevölkerungsgröße: 1.975.800 (Schätzung 2020)
      Regierungsform: Parlamentarische Republik mit rätedemokratischen Elementen
      Staatssoberhaupt: Präsidentin Jana Jesardóttir (NA) seit 2018
      Regierungsoberhaupt: Premierministerin Ísfold Davíðsdóttir (FF) seit 2018
      Währung:
      Iskander Krone (ISK)
      1 ISK = 0,0079 VS-$ | 1 VS-$ = 125,74 ISK
      BIP (pro Kopf): 70.169 VS-$ | Gesamt: 138,64 Mrd. VS-$
      Kaufkraftbereinigtes BIP (pro Kopf): 50.214 VS-$ | Gesamt: 99,21 Mrd. VS-$
      Human Development Index: 0,945
      Reales Vorbild:
      Grönland, Island, Norwegen

      Klima & Landschaft:

      Iskand ist eines der nördlichsten Länder der Welt und umfasst eine Fläche von mehr als 1,4 Millionen Quadratkilometern.

      Fast der gesamte Norden des Landes wird dabei vom Iskander Eisschild bedeckt, einer der größten dauerhaften Eisflächen der Welt. Mit knapp 614.000 Quadratkilometern Fläche und einer Höhe von bis zu 3.368 Metern an der dicksten Stelle birgt der Eisschild genug Wasser, um bei einem vollständigen abschmelzen den Meeresspiegel um drei bis fünf Meter zu erhöhen. Lediglich an den Küsten der Nordhälfte des Landes hat sich der Eisschild dank geothermischer Aktivitäten weit genug zurückgezogen, um dauerhafte menschliche Zivilisation zu ermöglichen. Die Temperaturen erreichen hier im Schnitt zwischen 3,1 und -5,2 Grad Celsius im Sommer und -19,5 bis -34,5 Grad Celsius im Winter. Die Temperaturrekorde waren 19,8 Grad Celsius im August 2019 und -58,4 Grad Celsius im Januar 1932.
      Je weiter man sich von den Küsten ins Inland begibt, des kälter und harscher werden die klimatischen Bedingungen, auch dank er auf stellenweise über 3.000 Höhenmeter ansteigenden Eisflächen. Das Wetter wird noch dadurch verschärft, dass von Mitte Oktober bis Anfang Mai die Sonne nicht zu sehen ist.

      Im Süden des Landes herrscht ein subpolares bis kaltgemäßigtes Klima. Dadurch sind Flora und Fauna dominiert durch kälteresistente Tierarten, Moose, Steine und winterharte Vegetation. Die verfügbaren Grasflächen werden zumeist zur Tierhaltung genutzt. In der Südregion des Landes erreichen die Temperaturen im Sommer durchschnittlich zwischen 13,5 und 6,7 Grad Celsius, während sie sich im Winter zwischen 2,9 und -5,0 Grad Celsius bewegen. Der Temperaturrekord wurde hier mit 25,9 Grad Celsius im Jahr 2017 erreicht, der Negativrekord im Jahr 1921 mit -24,5 Grad Celsius.

      Neben dem Eisschild und der spärlichen Vegetation ist das Land durch die Hvítá gekennzeichnet, einem großen Fluss, der aus Richtung Eisschild nach Süden durch das Land verläuft. Zudem gibt es dank lebendiger geothermischer Aktivitäten einige Vulkane und Geysire, die das Land zu einem Hotspot für diesbezügliche Forschung und Energiegewinnung machen.

      Wirtschaft & Infrastruktur:

      Iskand ist, nachdem es bis zur friedlichen Revolution 1904 überwiegend landwirtschaftlich und von der Fischerei geprägt war, heute eine moderne Dienstleistungsgesellschaft.
      Etwa fünf Prozent der Bevölkerung sind in Landwirtschaft oder Fischerei tätig, während die Industrie etwa 19 Prozent der Bevölkerung in Lohn und Brot nimmt. Mit knapp 76 Prozent dominiert allerdings der Dienstleistungssektor stark, wobei hier der Tourismus mit knapp 60.000 Beschäftigten klar heraus sticht und mittlerweile acht Prozent des Bruttoinlandsprodukts beiträgt.
      Iskand hat durch das durchschnittlich hohe Wachstum von drei bis vier Prozent in Verbindung mit der niedrigen Einwohnerzahl eine sehr niedrige Arbeitslosenquote von 1,3 Prozent. Dadurch ist das Land stark auf Arbeitskräftezuwanderung aus dem Ausland angewiesen. Dazu wurde in der Vergangenheit eine sehr offene Einwanderungspolitik verfolgt. Seit dem Regierungswechsel 2018 setzt das Land jedoch verstärkt auf eine restriktivere Einwanderungspolitik und Gastarbeiterverträge mit anderen Staaten.

      Die Landwirtschaft ist dominiert von der Viehzucht und der Fischerei. Fleisch, Fisch und Wolle sowie Produkte aus diesen gehören zu den wichtigsten Exportgütern des Landes. Zudem gibt es noch einen Bergbau für Bauxiterz und Platin, wenngleich dieser in der Vergangenheit durch strengere Naturschutzvorgaben immer weiter abgenommen hat.

      Die Industrie formiert sich insbesondere um den Sektor Hochtechnologie. Durch die frühe Erkenntnis der Dringlichkeit des Klimawandels in den 70er- und 80er Jahren hat Iskand viele Ressourcen in die klimafreundliche Technologie investiert. Batterietechnik und -forschung, Schiffsbau, Automobilbau, Schienenfahrzeuge, Robotik, Energietechnik, Pharmazie- und Medizintechnik sowie Computerindustrie und Unterhaltungssoftware sind hier besonders hervorzuheben. Zudem gilt Iskand als eines der führenden Länder in der Wasserstofftechnik und dem modernen Holzbau.

      Der Dienstleistungssektor ist neben dem Tourismus dominiert von Finanz-, Versicherungs- und Telekommunikationsdienstleistungen, aber auch Rechts-, Steuer- und Wirtschaftsberatungen sowie Architekturleistungen sind relevant.

      Aufgrund der wenigen natürlichen Rohstoffe und des hohen Bedarfs an beinahe allen Ressourcen ist das Land stark vom Import abhängig. Medizin, Seltene Erden, Metalle, Industrierohstoffe, Holz, Lebensmittel, Maschinen, Obst, Gemüse, Fisch und Textilwaren sind hier nur Beispielhaft zu nennen. Um die Versorgung sicherzustellen versucht das Land durch Freihandelsabkommen und günstige Konditionen die heimischen Betriebe und Wirtschaft zu stärken.

      Die Infrastruktur des Lade setzt stark auf kleine Flughäfen, die Schifffahrt und die Schiene. Zwar gibt es ein kleines Straßennetz, dass die wichtigsten Orte mit einander verbindet, dieses ist jedoch kaum ausgebaut und besteht zu größten Teilen aus befestigten Feldwegen. Durch einen starken Ausbau des ÖPNV und der Erneuerbaren Energien werden die Straßen von Bussen mit Strom- und Wasserstoffantrieb dominiert, während die 35.000 zugelassenen Pkw fast ausschließlich mit Biogas oder elektrischen Antrieben ausgestattet sind.
      Fast der gesamte Landesinterne Güterverkehr wird über die Schiene abgewickelt. Der Schienenverkehr ist bereits zu etwa 60 Prozent Elektrifiziert. Der Verkehrsentwicklungsplan der Regierung sieht vor, dass die restlichen 40 Prozent bis 2030 durch Züge mit Wasserstoffantrieb ersetzt wird. Auch der Großteil des Personenverkehrs wird auf der Schiene abgewickelt.
      Der größte und einzige Internationale Flughafen des Landes befindet sich zentral in der Stadt Hólmavik, die sich durch ihre Lage zu einem Verkehrs- und Handelsknotenpunkt entwickelt hat. Von Hólmavik kommen Reisende, die nicht den Zug in Anspruch nehmen wollten am schnellsten mit elektrischen Kleinstflugzeugen weiter, die die kleinen regionalen Flughäfen anfliegen.
      Da der gesamte Norden des Landes vom Eisschild bedeckt ist, können die Nordgebiete zur per Schiff und Flugzeug erreicht werden. Dabei auch die Belieferung per Schiff schwierig, da die kleinen Häfen im Norden höchstens drei Monate im Jahr angesteuert werden können.
      Der größte und nur einer von zwei ganzjährig befahrbaren Häfen befindet sich in Selfoss, der zweite in Höfn.
      Das privatisierte Staatsunternehmen Iskandsair ist Monopolist des gesamten inländischen Flugverkehrs und Eigentümer aller (Flug-)Häfen. Auch der Betrieb des Schienennetzes obliegt dem Unternehmen.

      Iskand brüstet sich damit seit 2008 einen Energiemix ohne fossile Energieträger aufweisen zu können. Der Ausstieg aus der Atomenergie gelang 2016. Der Energiemix des Landes setze sich 2020 zu 26,6 Prozent aus Geothermie, 2,4 Prozent aus Solarenergie, 18,4 Prozent aus Windkraft und 52,6 Prozent aus Wasserkraft zusammen. Um den künftig steigenden Energiebedarf zu decken sieht der nationale Versorgungsplan eine Verdopplung der Windkraft bis 2030 vor.

      Einen großen Wert legt Iskand auf seine Rolle in der internationalen Forschung.
      Das "Iskandic Meterological Institute" (IMI) ist die größte und bedeutendste Forschungseinrichtung des Landes mit 1.780 dauerhaften hauptamtlichen Beschäftigten und zahlreichen freien Forschenden sowie einer Vielzahl an nationalen und internationalen studentischen und technischen Hilfs- und Fachkräften.
      Entgegen des Namens beschäftigt sich das IMI, welches auch die Rolle des staatlichen Wetterdienstes übernimmt, nicht ausschließlich mit der Meteorologie. Wenngleich ein Hauptteil der Ressourcen in die Erforschung des Klimawandels fließt, hat das IMI auch beachtliche Ressourcen in der Astronomie, Weltraumforschung, Physik, Geologie, Meeresforschung inklusive Meeresbiologie, Tektonikforschung und der Batterienforschung. Auch die Arktisforschung wird aktiv betrieben, wobei hier der Schwerpunkt auf der Erforschung des Eisschilds liegt.
      Dies macht das IMI interessant für internationale Wissenschaftler, mit denen man grundsätzlich gerne kooperiert. Da jedoch die Forschungsstationen im Norden des Landes durch das Militär beliefert werden ist es Tradition, dass formell die Regierung ausländische Forscherteams genehmigen muss, was in der Regel mit einem Staatsbesuch ausländischer Würdenträger in Iskand einher geht.

      Kartenausschnitt



      Beschreibungstext:

      Iskand ist ein Land, indem schon länger als in vielen anderen Staaten der Klimawandel eines der Hauptthemen der Politik ist.
      Fast sechzig Prozent des Landes liegt unter Normalnull, auch wenn der Eisschild dies nicht vermuten lässt. Da man schon früh das Abschmelzen des Eisschildes zur Kenntnis genommen hat und die katastrophalen Folgen, die dieses für die hauptsächlich an den Küsten konzentrierten Städte hätte, hat man bereits in den 70er- und 80er Jahren damit bekommen, den Staat „klimaneutral“ umzubauen.

      Seine Rolle in der internationalen Gemeinschaft sieht Iskand insbesondere darin, die eigene Unabhängigkeit immer wieder zu behaupten und vor den Folgen des Klimawandels zu warnen. Zudem versteht sich das Land als neutraler Vermittler, sodass das Land viel Energie in die internationale Diplomatie und Streitschlichtung investiert.

      Das politische System Iskands entstand aus einem Kompromiss von Kommunisten, Sozialdemokraten und bürgerlichen Kräften im Nachgang der Revolution vom 1904.

      Während dem Präsidenten als Staatsoberhaupt eine eher repräsentative Rolle zukommt, obliegen ihm trotzdem die Prüfung von Gesetzen auf ihre Verfassungsmäßigkeit und die Einsetzung/Abberufung der Regierung auf Antrag des Parlaments.
      Der Alþingi ist das Parlament Iskands. Es erlässt Gesetze und wählt die Regierung und das Verfassungsgericht, die jedoch beide durch den Präsidenten abgelehnt werden können. Ein präsidiales Veto kann der Alþingi (Althing) jedoch mit Dreiviertelmehrheit überstimmen. Die Zusammensetzung des Alþingi ist ungewöhnlich. Die zwölf Regionen des Landes wählen für sich einen Þing (Thing), der die Verwaltungsaufgaben der Region übernimmt und Regel. Jedem Þing stehen sechs „Stimmanteile“ im Alþingi zu, die entsprechend der Sitzverteilung im Þing auf die Parteien aufgeteilt wird. Die Summe der Sitzanteile aus den zwölf Regionen ergibt dann, nach mathematischer Regel gerundet, die Anzahl der Sitze, die einer Partei im Alþingi zustehen. Sind diese verteilt erhält zudem noch jede Partei einen zusätzlichen Sitz, die zwar in einem der Þing vertreten ist, jedoch einen Stimmenanteil von weniger als 0,51 erreicht hat.
      Der aktuelle Alþingi hat seit 2018 insgesamt 75 Abgeordnete.
      Nach der Wahl 2018 hat sich eine Vierparteienkoalition unter Führung der Wertekonservativen Partei Flokkur fólksins (Volkspartei) gebildet. Koalitionspartner sind die Rechtspopulistische Nýtt afl (Neue Kraft), die Liberal-konservative Sjálfstæðisflokkurinn (Unabhängigkeitspartei) und die Sozialkonservative Framsóknarflokkurinn (Fortschrittspartei).
      Die Opposition wird geführt von der Sozialdemokratischen Alþýðuflokkurinn (Sozialdemokratische Partei). Ebenfalls im Parlament sitzen die Kommúnistaflokkur Ískands (Kommunistische Partei Iskands), die linkspopulistische Satirepartei Besti flokkurinn (Beste Partei) und die Linksliberale Hreyfingin (Die Bewegung).

      Zentrale politische Themen sind derzeit steigende Umweltschäden durch den zunehmenden Tourismus, der Klimawandel und die Migrationspolitik der Regierung. Durch eine sehr offene Migrationspolitik sind nur 65 Prozent der Bevölkerung des Landes noch „native Iskander“, d.h. sie haben keinen Migrationshintergrund. Etwa 30 Prozent der Bevölkerung haben einen Migrationshintergrund, während 5 Prozent der Menschen keine iskander Staatsbürgerschaft besitzen.

      Hinweis: Ich habe die Historie bewusst kurz gehalten, um anderen Staaten zu ermöglichen sich in diese einzuflechten. Insofern sind nur die wichtigsten Eckpunkte angeführt.
      Historisch können erste Siedlungsspuren des modernen Menschen um das Jahr 870 datiert werden. Damals kamen Seefahrer aus Euridika über die Nordroute an die Küste Iskanders und ließen sich nieder. Ist ist belegt, dass er Kontakt nach kurzer Zeit abbrach und spätestens ab dem Jahr 1000 war Euridika lediglich noch eine Legende. Über die Jahrhunderte entwickelte sich eine kleine, stammesgesellschaftlich organisierte Gemeinschaft, die jedoch wenig bis keinen Kontakt mit dem arkadischen Festland hatte. Erst nach der Ankunft euridischer Siedler in Iskand und schwerer Verteilungskämpfe mit diesen öffnete Iskand sich für andere Einflüsse. Eine Monarchie unter dem Geschlecht der frá Húsaborg entwickelte sich im 11. Jahrhundert und hatte bis ins Jahr 1861 bestand. In diesem Jahr wurde die Monarchie nach dem Tod des letzten Monarchen von einer kurzlebigen Republik abgelöst, die 1869 durch den General Grankell Alfredsson abgelöst wurde, der Mithilfe des Militärs das Parlament dazu Zwang, ihn zum Diktator auf Lebenszeit zu ernennen. Alfredsson selbst starb 1887, was wiederum ein kurzes republikanisches Interregnum mit sich brachte, das jedoch 1889 durch einen Militärputsch beendet wurde. Das Militär reinstituierte die Monarchie mit Hallvör frá Húsaborg, einem entfernten Verwandten des alten Königshauses, der als Marionette der Militärregierung bis zu seinem Tod 1903 herrschte. Das „dritte Interregnum“ war geprägt von schweren politischen Konflikten zwischen Militär und den politischen Kräften des Landes. Nach mehreren Monaten Generalstreiks und schweren Protesten legte im Frühjahr 1904 das Militär die Waffen nieder und die Generalität wurde zum Tode verurteilt – 1907 vollstrecke der Scharfrichter in Keflavík die letzte Todesstrafe auf Iskander Boden.

      Die Zeit von 1861 bis 1904 wird von Historikern als „Myrkur Tími“ bezeichnet, was so viel wie „Dunkle Zeit“ bedeutet.

      Wenngleich man heute ein offenes und demokratisches Land ist existiert in Iskand ein großes Nationalbewusstsein und Stolz darauf, dass man seine Unabhängigkeit immer verteidigen konnte. Noch heute feiert man daher jedes Jahr am 01. August – laut Sage dem Tag der Ankunft der ersten Seefahrer auf Iskand – ein großes Fest, das im Jahr 2020 offiziell zum tausendsten Mal begangen wurde. Dieser Tag ist auch der Nationalfeiertag.

      Nachtrag:
      Aufgrund der Wichtigkeit von Fischerei agiert Iskand im Teil des Nordmeeres zwischen Iskand und Voorlant, dass von der Iskander Regierung als Iskandsee bezeichnet wird sehr Territorial. So betrachtet man das Gewässer bis zu einer Distanz von 200 nautischen Meilen als Hoheitsgebiet Iskands. In diesem Gebiet werden Sicherungs- und Erkundungsaufgaben durch die Iskander Marine abgedeckt und im Zweifel auch ausländische Schiffe abgedrängt mit Ausnahme von Schiffen in Seenot.
      Auch der Northern Sea Ice Partrol steht man skeptisch gegenüber und gewährt ihr offiziell keinen Zugang in das Gebiet. Das internationale Seerechtsübereinkommen hat man unterzeichnet, aber nicht ratifiziert.


      Regelbuch gelesen?

      Vielleicht ... :P

      Wie hast du zu Virtual States gefunden?

      Zu lange her, um das noch zu Wissen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von „Iskand“ ()

      Hallo Iskand,

      wir haben uns ja gestern schon ein bisschen über das Konzept unterhalten, von daher haben mich hier keine großen Überraschungen erwartet. Mir gefällt die Idee eines extrem dünn besiedelten Staats im hohen Norden mit großem Wohlstand in der Tat sehr gut, und ich hoffe ja, dass mit Iskands Fokus auf den Klimawandel diese Problematik auch in VS noch weiter in Bedeutung gewinnt.

      Eine Sache möchte aber noch kurz ansprechen:

      Iskand schrieb:

      Der Energiemix des Landes setze sich 2020 zu 26,6 Prozent aus Geothermie, 9,4 Prozent aus Solarenergie, 11,4 Prozent aus Windkraft und 52,6 Prozent aus Wasserkraft zusammen.


      Beinahe 10 % der Energieerzeugung erfolgt durch Photovoltaik? Das wäre bei Iskands geografischen Voraussetzungen schon eine ganz schöne Hausnummer. Hast du dafür irgendwelche Vergleichswerte aus der echten Welt als Grundlage genommen? Ich habe zugegebenermaßen nur kurz eine Suchmaschine bemüht, aber ich konnte bei keinem der primär in solchen Breitengraden existierenden Staaten wie zum Beispiel Island oder Grönland angaben dazu finden, dass diese überhaupt Solarenergie in relevanten Mengen generieren. Und das macht auch Sinn: Der flachere Einfallswinkel der Sonne in Regionen weit entfernt vom Äquator und natürlich die extremen Unterschiede in der Besonnung über das Jahr hinweg sorgen so weit nördlich für extrem niedrige Energieausbeute, wie auch aus dieser Karte ersichtlich wird.

      Das würde bedeuten, du müsstest schon gewaltige Landstriche mit Solaranlagen zupflastern, die dann teilweise über Monate aufgrund der langen Nächte nutzlos rumstehen. Hinzu kommt noch, dass die Effizienz solcher Anlagen mit sinkender Betriebstemperatur deutlich abnimmt und dass du in weiten Teilen Iskands noch Probleme mit Vereisung und Schnee bekommen würdest. Da würde es meiner Meinung nach deutlich mehr Sinn machen, noch mehr in (Offshore-)Windanlagen zu investieren und die teils sehr starken subpolaren und polaren Winde auszunutzen.
      Ich habe auf Grundlage eines Paper des Frauenhofer-Instituts grob über den Daumen gepeilt, was eine Solarbaupflicht ungefähr ausmachen würde. Aber ich habe tatsächlich Sonnenstand und Temperatur nicht beachtet :S Darauf geht das Frauenhofer-Institut ja auch nicht ein.

      Ich denke zwei oder drei Prozent wäre vermutlich realistischer, ohne jetzt hier den Einfluss zu kennen, und mehr shift hin zur Windkraft zu geben, oder?
      Ja, ich denke, das wäre eine bessere Herangehensweise, wenn man sagt, man hat Solaranlagen primär im Süden und auf Gebäuden in urbanen Gebieten, und nutzt die weiten offenen Flächen sowie die küstennahen Gewässer in großem Maße für Windkraftanlagen. Mann muss die technischen Details jetzt auch nicht übermäßig forcieren, aber in dem Maße wirkte es schon ein wenig optimistisch.
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