Warägisch-Vogarisches Treffen

      Warägisch-Vogarisches Treffen

      Es waren angenehme 21 Grad, als Jarl Ragnar und seine Ehefrau Lagertha Mittags am Flughafen von Kattegatt auf die Ankunft von Übbe Aaberg warteten. Als dieser schließlich Eintraf, begrüßten die beiden ihn auf die typische nordische Art mit einer Umarmung. Anschließend fuhren sie, alleine und ohne Gefolgschaft, mit dem SUV von Ragnar ca. 30 Kilometer außerhalb von Kattegatt zu dessen Sommerhütte, welche an einem See in einem Wald lag.

      "Wir sind hier vollkommen unter uns. Keine Kameras, keine Sicherheit, kein Personal. Eine optimale Umgebung, würde ich behaupten." Mit diesen Worten betraten sie die Hütte und ließen sich im Wohnbereich nieder.

      "Möchtest du etwas trinken, Übbe? Bier, Wasser, Saft, Met oder Tee? Ich mach uns was."

      Es sollte ein entspannten und ungewzungenes Treffen werden.
      Ubbe hatte nur eine grobe Idee über das, worüber der Jarl heute mit ihm sprechen wollte. Daher überrascht es nicht, dass die vom Jarl getroffenen Sicherheitsmaßnahmen ihn ein wenig verwunderten, aber davon ließ er sich natürlich nichts anmerken. "Und schön es ist hier auch noch!" scherzte Ubbe und fuhr fort: "Angesichts der Uhrzeit wäre ich über einen Saft sehr erfreut, vielen Dank, Ragnar."
      Während sich Ragnar um die Getränke kümmerte, Saft für Übbe, Tee für seine Frau und für sich selbst einen Cappuccino, begann seine Frau schon einmal das Gespräch mit dem vogarischen Staatsoberhaupt.

      "Nun, Übbe, Vogar hat sich bisher aus allem, was über seine eigenen Interessen hinaus geht, herausgehalten. Im Gegensatz zu Astoria mit seiner wahnwitzigen Vormachtsstellung. Astoria hat sich als zu....launisch und überheblich gezeigt, als das man mit diesem Land gemeinsam agieren könnte. Nicht politisch oder wirtschaftlich, sondern eher militärisch. Das scheitern der Nordischen Union ist zwar tragisch, war aber, so denken wir beide, auf lange Zeit sowieso nicht zu vermeiden gewesen. Und der astorische König schien von unserem letzten Kontakt wenig angetan. Mein Ehemann und sein Bruder haben sich ausgiebig mit der astorischen Militärdoktrin befasst. Und diese ist, gelinde gesagt....rüpelhaft, um es einmal so auszudrücken. Und die letzten Aktionen von sozialistischen Regimen, also genauer gesagt, Puerto Azul, hat gezeigt, das sie immer noch eine Gefahr für die Sicherheit dieser Welt sein können. Unter anderem darüber wollten wir heute mit ihnen diskutieren, Übbe."

      Mittlerweile hatte sich Ragnar mit den fertigen Getränken zu ihnen auf die Couchgarnitur gesellt, während Übbe auf einem Bequemen Sessel Saß.

      "Was sagst du dazu? Ich frage, weil ich die Hoffnung habe, das sich unsere Außenpolitik trotz allem immer noch in gewissen Bereichen deckt."
      "Das vogarische Volk war Müde angesichts der Alleby'schen Ambitionen und dem helgischen Bürgerkrieg. Deshalb war es für mich wichtig, dass das Volk ein Ende erfährt von solchen wahnwitzigen Unternehmungen, sodass wir das Land nun angemessen regieren können. Ich war ursprünglich ein Befürworter der Nordischen Union, aber was daraus geworden war und werden sollte war für mich nicht mehr tragbar und hätte spätestens nach meinem Amtsantritt ein Ende gefunden. Nichtsdestotrotz stehen wir und das vogarische Volk zu unserem Bündnis mit der Warägischen Volksunion, das schon lange vor der Nordischen Union bestand." erklärte Ubbe und trank einen Schluck Saft, ehe er sich wieder dem Jarl zuwendete. "Ich möchte kurz festhalten, dass ich meine Außenpolitik nicht anhand politischer Systeme oder Ideologien ausrichte, solange das betroffene Volk keinem großen Leiden ausgesetzt ist. Allerdings sind wir äußerst besorgt über die jüngsten Ereignisse in der Caribik und behalten die Situation weiterhin scharf im Auge, schließlich ist diese Region eine wichtige Route für unsere Handelsschiffe nach Ostasua und Meridiem und diese gilt es zu schützen. Was das Königreich Astoria betrifft: Wir sind eine Nation, die stets den Weg des Friedens bevorzugt - auch wenn nicht allzu lang vergangene Ereignisse dagegen sprechen mögen, so sieht die Wahrheit so aus, dass wir uns gegen Terroristen gewehrt haben. Daher sind wir entschieden gegen Militarismus und die Militärdoktrin Astorias ist meines Erachtens nach gefährlich für den Frieden in Euridika."
      Währen der Jarl nickte, ergriff seine Frau das Wort, um auf die Aussage von Ubbe zu antworten.

      "Verstehe uns bitte nicht falsch. Wir haben im Grunde nichts gegen sozialistische Regierungen. Doch wir haben etwas gegen Terroristen und ihre Smypathisanten. Unsere Heimat hat lang gneug unter den Kartell gelitten. Der Bürgerkrieg 2017 war schließlich der Gipfel mit am Ende fast 25.000 Toten. Fanatische Extremisten, die sich nicht ergeben wollten und die man sprichwörtlich aus ihren Löchern sprengen mussten. Einmal reicht. Die Welt braucht nicht noch mehr Extremisten, wie sie an Bord des Flugzeuges waren, welches im Frühjahr 2018 in Epslag, von sozialistischen Extremisten entführt, zur Landung gezwungen wurde. Solche Staaten kann unsere Welt nicht gebrauchen. Und solchen Staaten müssen wir entschloßen entgegenstehen. Puerto Azul ist das beste Beispiel für eine Machtgeile Dikatur. Warum sonst sollten sie aus dem nichts Anspruch auf henbanisches Territorium erheben? Entweder ist dort Donald Duck an der Macht, oder die Regierung dreht gerade durch."

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      "Nun, solchen Fraktionen muss das Handwerk gelegt werden. Mann muss ihnen aufzeigen, das sie als radikale Extremisten nicht erwünscht sind auf dieser Welt. Sanktionen wäre da denke ich das deutlichste Mittel. Einreiseverbote, Einfrieren von Geldern und ähnliches wären die Mittel der Wahl. Wir beide haben schließlich erleben müssen, zu was solche radikalen im Stande sind. Das darf sich unter keinen Umständen wiederholen. Militärische Gewalt sollte hier nur im äußersten Fall das Mittel zum Zweck sein. Ich hoffe, das in diesem Fall Puerto Azul's Vernunft vor Wahnsinn gilt."
      "Wir hatten bereits die Verhängung von Sanktionen dieser Art in Betracht gezogen, angesichts der jüngsten Krise die die puerto-azulanische Regierung losgetreten hat. Allerdings wollten wir erst abwarten und schauen wie sie nach dem scheitern ihrer Resolution bei den Vereinten Staaten reagieren, ob sie zündeln oder das Gespräch mit dem Dominion suchen. Daher muss ich dir diesbezüglich leider vorerst absagen. Solange es zu keiner weiteren Eskalation kommen sollte, wird es diese Sanktionen unsererseits nicht geben. Sollte das Gegenteil eintreffen und es sollte zu einer weiteren Eskalation kommen - egal ob außen- oder innenpolitisch - stehen wir aber auf eurer Seite, Ragnar. Dessen könnt ihr euch sicher sein."
      "Ich hoffe inständig, das es nicht dazu kommt. Ich hoffe, das sich dadurch, das mittlerweile 3 Länder Sanktionen verhängt haben, das man in Puerto Azul zur vernunft kommt."

      "Egal, was ihr tut, wir stehen genauso hinter euch wie ihr hinter uns, Ubbe. Aber genug von schlechten Themen. Ich habe mich letzte Nacht noch ausgiebig mit meinem Mann unterhalten und wir würden gerne ein weiteres, kulturelles Programm mit Vogar ins Leben rufen. Genauer gesagt, hatten wir vor, das ausgewählte Museen jeweils Reisen an historisch bedeutsame Orte des jeweils anderen Landes anbieten, um das Verständnis der gemeinsamen Geschichte weiter zu fördern. Wie findest du das?"
      Ubbe war überrascht angesichts des plötzlichen Themenwechsels. Schließlich kam man noch gar nicht auf Astoria zu sprechen, aber dies würde Ubbe zeitig nachholen - dementsprechend ließ er sich seine Verwunderung nicht anmerken.

      "Natürlich, das ist eine gute Idee! Ich bin stets ein Befürworter, wenn es darum geht unseren Völkern die gemeinsame historische Vergangenheit und die Bedeutung unserer Beziehung näher zu bringen. Ich möchte Deinen Vorschlag da mal aufgreifen und weiter fortführen: Und zwar würde ich vorschlagen, dass wir zudem Ausstellungen vogarisch-warägischer Geschichte und Kultur fördern und in sowohl Rifton als auch Kattegatt ein Museum eröffnen, welches sich ausschließlich diesen Themen widmet. Der Besuch dieser sollte gerade für Schüler und Studenten vergünstigt sein und ich würde sagen, bei Gruppen ab 12 Personen - sofern diese Personen denn auch alle Schüler oder Studenten sind in Begleitung einer Lehrkraft - kostenlos. Was meinst Du?"
      Mit einem Lächeln im Gesicht deuteten beide Loethbroks ihre Zustimmung dazu aus.

      "Das ist eine wunderbare Idee. So können unsere beider Völker noch mehr zusammenwachsen und vielleicht ergeben sich dadurch ja auch Ansatzpunkte für gemeinsame Expeditionen, wie sie gerade mit dem Konkordium am laufen ist. Es würde mich wahnsinnig freuen, wenn wir in dieser Richtung auch einmal gemeinsam tätig werden könnten."

      "Ich habe vor, die nächsten Tage die Ausgrabungsstätte im Konkordium zu besuchen und mir persönlich von den dortigen Fortschritten berichten zu lassen. Ich meine, wir reden wir von den Urahnen. Und wenn sie schon spuren wie die Helingas in der Caribik hinterlassen haben, so kann ich es mir gut vorstellen, das auch zumindest einer der Neun seine Spuren in Vogar hinterlassen haben könnte. Den Werdegang und Verbleib der 9 Urahnen zu erforschen ist eines der höchsten, erklärten Ziele unserer Wissenschaft."
      "Sollten wir auf Anhaltspunkte für einen Aufenthalt mindestens einer der neun Urahnen in Vogar stoßen, werden wir umgehend eine kooperative Forschungsmission mit Warägien in Gang setzen." begann Ubbe und machte anschließend eine Pause, die er nutzte um sich etwas Saft nachzuschütten. "Ihr beide hattet vorhin über Astoria gesprochen, dieses Thema würde ich gerne wieder aufgreifen. Schließlich stellt das Königreich Astoria eine potenzielle Bedrohung dar, nicht nur für Warägien sondern für ganz Euridika. Habt ihr Pläne wir ihr dem entgegen treten wollt?"

      Neu

      Nach einem kurzen Blickwechsel und einem bestätigendem Nicken seiner Ehefrau antwortete Jarl Ragnar auf die Frage und nahm vorher noch einen Schluck Cappuccino zu sich:

      "EIne gute Frage, Ubbe. Und trotzdem, sie ist leicht zu beantworten. Wir tun: Nichts. Die astorische Führung und vor allem das astorische Militär lechzt nach Aufmerksamkeit, um sich profilieren zu können. Ich habe noch ein Gespräch mit astorischen Vertretern vor mir. Und dennoch: Solange Astoria seinen Militarismus zur Schau stellt und Nationen, welche auf der anderen Seite des Kontinents liegen, mit Militärschlägen droht und weiterhin zivile Opfer bei Operationen billigend in Kauf nimmt, solange wird es, vorerst, weder eine Annäherung noch irgendwelche Kontaktversuche unsererseits geben. Solch ein Handlungen und Vorgehensweise entbieten jedem Gefühl von Ehre, und das unterstützen wir nicht im geringsten. Wenn ihnen die alten, traditionsreichen Werte unserer Kultur nichts bedeuten. Nun ja, ich wüsste nicht, welche Ansprechpartner sie noch hier in Westeuridika hätten. Eigentlich geht es seit dem scheitern der Nordischen Union bergab, wobei ich nicht vorhabe, das Verhältnis zwischen Astoria und Warägien noch weiter zu verschlechten. Ich würde es gerne so halten, wie es im Moment ist."
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