Dominion of Henbania

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      Dominion of Henbania

      Guten Abend zusammen,

      Wie SimOff bereits in den Allgemeinen Anmerkungen beschrieben, hoffe ich durch bereits geplante Plotelemente und die Verarbeitung geschätzter Teile bisheriger Projekte meine Aktivität beständiger halten zu können. Dabei herausgekommen ist Henbania.

      Name des Landes: Dominion of Henbania
      Bevölkerungsgröße: 47'341’000
      Regierungsform: Konstitutionelle Monarchie (de jure), Einparteien-Diktatur (de facto)
      Regierungsoberhaupt: Prime Minister Angus Alexander Grant
      Währung: 1 Continental = 100 Cent
      BIP (pro Kopf): 24’170
      Kaufkraftbereinigtes BIP (pro Kopf): 34’116
      Human Development Index: 0.842
      Reales Vorbild:
      Kein bestimmtes, Entlehnungen bei den Commonwealth Realms

      Klima & Landschaft:
      Das Dominion of Henbania liegt auf der gleichnamigen Insel an der Westküste Aletas und grenzt im äussersten Westen an Valhonia. Das Land wird durch die Amnesia Mountains im Osten und Süden und den grossen Fluss Rio Verde im Westen geprägt. Hier finden sich auch grosse Urwald-Gebiete mit einem enormen Artenreichtum in Flora und Fauna. Das ganze Land liegt in den Tropen und schneidet den Äquator. Entsprechend hat sich auch die Bezeichnung «Land des ewigen Frühlings» durchgesetzt. Im Süden schliesst sich das Territorium der Monravian Islands an, das den südlichsten Punkt des Dominions bildet.

      Durch die Höhen des Amnesia-Gebirges kommt das Dominion in den Genuss von verschiedenen Höhenklimas, so dass Henbania als megadiverses Land gilt. Das Gebirge ist unter anderem Heimat des Condors und Lamas, während im Dschungel von Brüllaffen über Schlangen aller Art hin zu henbanischen Waldelefanten unzählige Tierarten zu finden ist. Berüchtigt ist das Land derweil für die hohe Anzahl an giftigen Pflanzen, von denen aber nur wenige wirklich tödlich sind. Unter Biologen hat diese besondere Mischung dem Dominion den weiteren Spitznamen «Hexenkessel der Natur» eingebracht.

      Im gemässigten Klima liegt derweil das kleine Überseegebiet Beaufort im Süden Euridikas. Hier sind Wildkatzen die grössten Raubtiere, während Hirsche die grössten Wildtiere allgemein sind. Mächtigster Fluss hier ist die Sône, die aber verglichen mit dem Hauptstrom des Rio Verde nur ein Bächlein darstellt.

      Wirtschaft & Infrastruktur:
      Die wirtschaftliche Lage des Dominions kann als durchwachsen beschrieben werden. Eine relativ breit aufgestellte Industrie, verbunden mit einem Reichtum an verschiedenen Rohstoffen, allen voran Erdöl und in geringeren Mengen Gas sowohl im Land als auch Offshore, sorgen für ein relativ hohes BIP und eine hohe Kaufkraft der Mittel- und Oberschicht. Allerdings ist diese relativ schmal, denn überproportional viele Henbanier sind im Niedriglohnsektor in der Industrie und der Landwirtschaft beschäftigt. Ein hoher Gini-Koeffizient prägt das Land, am wirtschaftlichen Aufschwung verdienen nur wenige.

      Geprägt wird die Wirtschaft durch Grosskonzerne einerseits, die jeweils mit Firmen aus den verschiedensten Branchen grosse Teile des öffentlichen und persönlichen Lebens bestimmen, die alle entweder in den Händen von Unterstützern der Luminist Party oder des Staates selbst sind (häufig auch eine Kombination), andererseits durch unzählige Klein- und Familienbetriebe, die im Wesentlichen die alltägliche Selbstversorgung auf kommunaler Basis sicherstellen. Häufig handelt es sich bei letzterem um kleine Kioske, Hausküchen, kleine Werkstätten und Handwerksbetriebe. Hauptexportprodukte sind Erdöl, Fahrzeuge und Maschinen, Pharmazeutika und landwirtschaftliche Produkte, Hauptimporte sind unter anderem Fahrzeuge und Maschinen, Elektronische Geräte und verschiedene Konsumgüter.

      Die öffentliche Infrastruktur gilt als gut ausgebaut, die vier grössten Ballungszentren verfügen über ein U-Bahn-System und das Streckennetz der Bahn verbindet alle Provinzen. In den Ausbau des öffentlichen Verkehrs werden grosse Summen investiert. In den nächsten Jahren ist unter anderem ein Hochgeschwindigkeitszug entlang der Nordküste geplant sowie der Ausbau einer grossen Zahl an Regionalflughäfen. Die Energieversorgung wird zur Hälfte durch Erdgas- und Kohlekraftwerke, zu einem Viertel aus erneuerbaren Energien wie Wasserkraft und Solarenergie und zu einem weiteren Viertel mit Atomstrom abgedeckt. Durch die Dominion Energy Union konzentrieren sich sowohl das Stromnetz, als auch grosse Teile von dessen Herstellung in staatlicher Hand.
      Auf das gesamte BIP von 1'144'208'474'000 kommt eine Staatsverschuldung von rund 32%, die Neuverschuldung liegt aber unter einem Prozent. Im Haushaltsplan 2019 sind ausserdem nicht ganz zwei Prozent des BIP zur Schuldenbedienung eingeplant. Haupteinnahmequelle des Staates sind Steuern, wobei die Einkommenssteuer und die Mehrwertsteuer den grössten Ertrag abwerfen. Allgemein geniesst Henbania eine relativ gute Bonität, da die wirtschaftlichen Bedingungen ebenso stabil sind wie die innere Lage. Indes sind die Ausgaben für Öffentliche Ordnung und Sicherheit die vierthöchsten im Staatsbudget.

      Kartenausschnitt

      Dominion of Henbania, im Süden die Inselgruppe Monravian Islands


      Duchy of Beaufort – Duché de Beaufort


      Beschreibungstext:
      Die Geschichte Henbanias (veraltet and. Henbanien) als unabhängige, moderne Nation beginnt im 19. Jahrhundert, als das Land von Siedlern aus vielen verschiedenen Gebieten Euridikas und den Ureinwohnern, den Natives bewohnt wurde. Letztere befanden sich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts weitgehend in der Defensive, während die zahlreichen Siedler nicht die Unmengen Gold fanden, deren Ruf sie gefolgt waren. In der gedrückten Stimmung auf beiden Seiten machten sich religiöse Erneuerungsbewegungen breit, auf der einen Seite der Ghost Dance Kult, der heute als eine schamanische Erweckungsbewegung beschrieben wird, auf der anderen Seite der Mythos um das «Book of Eternity», in dem der selbsternannte Prophet Wilbur Smith Henbania zum auserwählten Land Gottes, die Ureinwohner zu den Nachkommen der verlorenen Stämme Israels erklärt. In letzterem gehörte ein besonderer Schütteltanz zu den religiösen Tätigkeiten, der Smith viel Spott einerseits und seiner Bewegung den Namen Shaker andererseits einbrachte. Beide Strömungen erfassten breite Massen und vermischten sich auch, was 1851 zur Gründung der Church of the Truth of the New World führte. Von der Kolonialmacht anfänglich verfolgt, mündete die Unterstützung für den neuen Glauben in zahllose Proteste, die schliesslich 1862 zur offenen Rebellion führten. 1864 wurde dem Land von der Kolonialmacht in einem Verhandlungsfrieden der Dominion-Status verliehen, Henbania erlangte damit volle innenpolitische Autonomie. Erst 1901 beschloss das Parliament of Henbania, genannt Kongress der Neuen Welt, die Auflösung der de facto Realunion, etablierte eine eigene Dynastie und erklärte die volle Souveränität des Dominions.

      Die ersten Jahre der Unabhängigkeit waren von einem grossen wirtschaftlichen Aufschwung geprägt, der aber in gesellschaftlichen Verwerfungen mündete, als die Moderne die überkommene Gesellschaftsordnung zu überholen drohte. In dieser Stimmung gelang es 1941 der Luminist Party, einer nationalkonservativen Strömung, mit der Idee des Luminismus die Macht zu übernehmen, die sie nutzte um einen autoritären Einparteien-Staat zu etablieren und ihr Ziel der Nationalen Erneuerung zu verfolgen. Bis heute existiert zwar de jure eine parlamentarische Monarchie, das System wird aber vollständig durch die Luminist Party und besonders durch den Grand Council of Luminism dominiert. Eine geschickte Wahlkreisziehung und die legislative und mediale Demontage aller politischen Gegner haben den Machterhalt der Partei bis ins 21. Jahrhundert sichergestellt.

      In den 50er Jahren ermöglichte das Regime einen beachtlichen wirtschaftlichen Aufschwung, was vor allem daran lag, dass man bei der Wahl der internationalen Partner keine ideologischen Hemmungen hatte. Seit Beginn des 21. Jahrhundert investiert das Regime massiv in die digitale Kontrolle seiner Bürger, Kritiker sprechen von einer Diktatur der Zukunft. Bis heute regiert der Grand Council of Luminism über Henbania, nach der offiziellen Ideologie als auserwähltes Land der Neuen Welt, als einzigartiger Erbe der indigenen Kultur und des Vermächtnisses der Alten Welt. Zu den Sonderbarkeiten des Luminismus gehört eine starke Tendenz zum Umweltschutz, die Natur gilt als Rechtsperson im Dominion der bestimmte eigene Grundrechte eingeräumt werden, wie das Recht auf frische Luft, Wasser, Harmonie, Leben etc., grosse Gebiete des Landes stehen unter besonderem Schutz und dürfen nur mit spezieller Erlaubnis betreten werden, man verfolgt ein rigoroses Entsorgungssystem um das Land sauber zu halten und selbst die staatliche Propaganda prangert regelmässig die Wegwerf- und Maximalkonsumgesellschaft der Ersten Welt an.

      Wenn auch der Grand Council alle Zügel der Partei in der Hand hält und sorgfältig die Kandidaten für politische Ämter aussucht, ist das nominelle Haupt der Regierung der Premierminister Ihrer Majestät, der meist gleichzeitig Vorsitzender des Grand Council ist, die eigentlich mächtigste Position in Henbania. Mit dem Kongress der Neuen Welt existiert ein Parlament, bestehend aus einem House of Lords und einem de jure gewählten House of Commons, das seit der Nationalen Erneuerung 1941 von der Luministischen Partei beherrscht wird. Gegliedert ist das zentralistisch regierte Land in sechs Provinzen, drei Territorien (davon eines als Hauptstadtterritorium) und eine grosse Anzahl an autonomen Nationen der First Nations, die zwar de jure den Provinzen unterstellt sind, tatsächlich aber eine grosse Form von Autonomie geniessen. Die Provinzen gliedern sich weiter in Parishes und die Territorien in Distrikte, wobei die Gebiete der First Nations unterschiedliche oder gar keine Untergliederung haben.

      Während das Überseegebiet der Monravischen Inseln südlich des Hauptlandes nur von knapp 200'000 Menschen bewohnt wird und als Kolonie desselben Mutterlandes schon vor der henbanischen Unabhängigkeit von Port Royal aus regiert wurde, gehört das etwas bevölkerungsreichere Überseegebiet des Herzogtums Beaufort erst seit 1901 zum Dominion und ist das Ergebnis der Etablierung einer eigenen Dynastie in Henbania. Als 1901 der bisher in Personalunion mit dem kolonialen Mutterland geführte Thron für vakant erklärt wurde, bot der Kongress der neuen Welt die Krone dem Herzog von Beaufort an, der über ein kleines Herzogtum an der Südküste Euridikas verfügte und damit nur von geringer politischer Bedeutung war. Fortan residierte der Herzog von Beaufort als König von Henbania in Port Royal und das kleine, elysisch sprachige Herzogtum wurde in Personalunion geführt. 1921 schliesslich wurde ein Vertrag abgeschlossen und Beaufort damit zu einem Protektorat des Dominions.

      Inhaberin der henbanischen Krone ist Catherine I., durch göttliche Vorsehung allzeit erhabene Königin von Henbania, die seit 1976 auf dem Thron sitzt. Im Jahr 1972 heiratete die damalige Kronprinzessin auf Rat bzw. Druck des Grand Council ihren eigenen Cousin, der nach dem Tod ihres Vaters das Herzogtum Beaufort erbte, dass keine weibliche Thronfolge vorsieht. Den Titel einer Herzogin von Beaufort führt Catherine damit als Höflichkeitstitel, während ihr Gemahl diesen Titel aus eigenem Recht trägt. In ihrem gemeinsamen Sohn werden sich die beiden Throne, der eine unter dem Schutz des anderen, wieder vereinen. Die Königin ist zwar das Staatsoberhaupt (und damit Protektor von Beaufort), wird in der öffentlichen Rolle aber primär durch ihre kultische Rolle als Oberhaupt der Kirche der Wahrheit der Neuen Welt wahrgenommen, da ihre Rolle in der Politik weitgehend durch den Grand Council ausgefüllt wird. Premierminister ist seit Herbst 2018 Angus Alexander Grant, der aber noch nicht Vorsitzender des Grand Council ist, da gerade aktuell ein Machtwechsel stattfindet. Es wird erwartet, dass Grant im Verlauf des Jahres auch dieses Amt vom vorherigen Premierminister Samuel B. Heck übernehmen wird, der zuvor 15 Jahre im Amt war.

      Der Alltag der Menschen wird eng durch den Luminismus als Staatsideologie geprägt. Die Medien werden zensiert und die Bevölkerung durch ein gesellschaftliches Punkte-System kontrolliert. Wer an luministischen Projekten teilnimmt, erhält Punkte gutgeschrieben, wer negativ auffällt, erhält Punkte abgezogen. Die Punkte bestimmen über die Vergabe von Wohnraum, Arbeitsplatz und Ausbildung. Öffentliche Orte, dazu zählt auch das ÖV, unterliegen zudem grosszügig der Überwachung durch Kameras und das Internet wird stark kontrolliert, diverse westliche soziale Medien werden blockiert und nationale Alternativen angeboten, die wiederum der Kontrolle der User, also der Bürger dienen. Dabei ist sowohl die tatsächliche, als auch die soziale Kontrolle in den dicht besiedelten Gebieten, insbesondere in den Ballungszentren um Port Royal, Thornwick und Gustavia, höher als in den ländlichen Gebieten.

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