Änderungsanmeldung Königreich Astoria

      Änderungsanmeldung Königreich Astoria

      Anmeldung Königreich Astoria

      Name des Landes: Königreich Astoria
      Bevölkerungsgröße: 182.000.000
      Regierungsform: parlamentarische Monarchie
      Regierungsoberhaupt: König Georg Friedrich I.
      Währung: Taler
      BIP (pro Kopf): 24.976
      Kaufkraftbereinigtes BIP (pro Kopf): 37.023
      Human Development Index: 0,85
      Reales Vorbild: Sozialistisches Deutschland (DDR)

      Klima & Landschaft:

      Die Landschaft gestaltet sich Abwechslungsreich, während es zur Küste hin immer Flacher wird so wird es im Inland doch deutlich Hügeliger, jedoch nirgendwo wirklich gebirgig. Ziemlich Zentral durch das Land schneidet sich ein großer, schiffbarer Fluss, die Tawert, welcher auch für den Verkehr eine wichtige Bedeutung hat. Dieser wurde auch nicht durch menschliche Einflüsse innerhalb Astorias umverlegt, sodass er, bis auf die Ufer, welche zur besseren Bewirtschaftung und Bebauung, einen komplett natürlichen Verlauf folgt.

      Das Klima ist eher gemäßigt kalt, so steigt das Thermometer im Sommer nur sehr selten mal auf über 25°C und nur ca alle 10 Jahre mal auf 30°C oder wenig darüber. Durch die Mischung aus kalter Luft von Norden und wärmerer Luft aus Süden kommt es insbesondere im Sommer oft zu schweren Gewittern, die häufig starke verwüstungen Anrichten. Da dies aber kein neues Phänomen ist, wurde das Wissen um gefährliche Baugebiete von Generation zu Generation weiter getragen, sodass die heutigen Städte gut an die Landschaft und Launen der Natur angepasst sind und es auch bei starken Unwettern nur zu geringen Schäden in den Ortschaften kommt.

      Die Flora des Landes bietet wenig exotisches, besonders die Eiche und die Fichte sind häufig zu finden. Letztere besonders in bergigeren Regionen in großen, dunklen Nadelwäldern, während sich die Eiche zu anderen Laubbäumen eher ins Flachland berufen fühlt und auch sehr häufig als Straßenbaum vorkommt oder auf Grünanlagen in Städten. Neben Eichen sind die häufigsten Laubbäume die Birken. Sie sind äußerst Robust, wodurch sie auch ohne menschlichen Eingriff in landwirtschaftlichen Gebieten wächst. Die restlichen Laubbäume sind ein bunter mix aus den klassischen Bäumen wie Buche, Linde, Erle, Ahorn etc.

      Die Tierwelt ist recht vielseitig. Neben einigem Wildtieren wie Rehen und Wildschweinen kommen auch Raubtiere wie Füchse und Wölfe vor. Sehr selten sind hingegen Bären. Sie zählen in Astoria zu den bedrohten Tierarten. Besonders Füchse und Marder fühlen sic in Städten sehr wohl und leben dort oftmals von den Abfällen, die menschen hinterlassen haben, ähnlich wie Ratten und Mäuse, welche lokal auch schonmal eine Plage darstellen.
      Die Vogelwelt sieht hier auch eine große Artenvielfalt vor. Neben nutzvieh wie Hühnern und Gänsen, welche auch in freier Wildbahn vorkommen, gibt es auch Singvögel wie Meisen, Rotkehlchen oder auch Amseln und Drosseln ebenso wie Raubvögel wie Adler und Bussard, zu denen auch die größten Vögel Astorias gehören.

      Wirtschaft & Infrastruktur:

      Die Wirtschaft des Landes basiert auf der Schwerindustrie. In mehreren heutigen Industriezentren wurden große Mengen an Steinkohle gefunden. Die größten Vorkommen gibt es an Samis und Tawert sowie in Ost-Silingen. Während der Industrialisierung Anfang des 19.JH wurde die Kohle für die Erzeugung von Stahl immer bedeutender, sodass sich mehrere Stahlwerke, die bis heute zu den größten der Welt zählen, dort ansiedelten. Dies steigerte auch den Bedarf an Kohle enorm, sodass mehr und mehr Bergwerke eröffnet wurden, die zunächst nahezu ausschließlich für die Stahlwerke produzierten. Die Bevölkerungszahl in dem Gebiet entwickelte sich explosionsartig, da hier ein chronischer Arbeitermangel herrschte, den es in anderen Teilen des Landes nicht so stark gab. Zudem versprachen industrielle Jobs einen größeren Wohlstand als die bis dahin vorherrschende Landwirtschaft. Somit wurden diese Gebiete bald zum größten Ballungsgebiet Astorias und zu den wirtschaftlichen Zentren. Nahezu die gesamte Steinkohleförderung und Koksproduktion lagen hier und auch die größten Stahlwerke des Landes. Dadurch ergab sich nun eine völlig neue Situation. Durch die starke Abwanderung aus der Landwirtschaft nahm die Produktion an dessen Erzeugnissen stark ab, sodass nicht mehr ausreichend Produziert wurde. um die Bevölkerung zu versorgen. Dies Endete im Jahr 1821 in einer großen Hungersnot mit tausenden toten. Die Regierung sah sich gezwungen zu handeln und Importierte für teures Geld Lebensmittel aus dem Ausland. Da diese aber erstmal aus der Not heraus viel zu teuer importiert wurden war dies für den Staat eine teure Angelegenheit, sodass man mit hochdruch daran arbeitete, günstigere Handelspartner zu finden, die man Ende des Jahres gefunden hatte und seit dem man zuverlässig Lebensmittel aus dem Ausland zur Versorgung der Bevölkerung importierte. Eine Situation, die sich bis heute nicht geändert hat.

      Diese Lebensmittel werden in in Dörfern in sog. Tante Emma-Läden erworben, ein kleiner Lokaler Laden, der ein sortiment an diversen Lebensmitteln und sonstigem bedarf bietet. Meist sind diese kombiniert mit einer kleinen Bäckerei, wo die Dorfbewohner morgens ihre Brötchen kaufen können. Diese Läden erfreuen sich großer Beliebtheit bei der Bevölkerung, da ihnen der sehr persönliche Umgang dort zusagt, da man sich kennt und auch vieles auf Vertrauensbasis basiert. Dies erschwert Supermarktketten in den Dörfern Fuß zu fassen, sodass diese nur in Städten und Großstädten zu finden sind. Ähnlich verhält es sich mit anderen Dienstleistungen. Während im Dorf eher ein lokaler Klempner oder Elektriker ist sind es in Städten oder Großstädten schon größere Firmen mit mehreren Angestellten. All diese Dienstleistungen haben jedoch nur nationale Bedeutung, keine internationale.

      Mit Einführung der Eisenbahn im Jahr 1835 kam dann auch noch ein im vergleich zum Schiff wesentlich shcnellerer Verkehrsträger hinzu, der große Lasten befördern konnte. Mit immer stärkeren Loks konnten immerm ehr Lasten immer schneller auf einem immer enger werdenden Schienennetz befördert werden. Die ersten Eisenbahnstrecken verbanden die vier großen Hochseehäfen Astorias mit den Industriezentren, sodass das Eisenerz, welches für die Stahlwerke importiert wurde, schneller angeliefert werden konnte, sowie die überschüssige Kohle zum Export abtransportiert werden konnte. Mit den Jahren wurde das Eisenbahnnetz immer dichter, da es sowohl wirtschaftlich, alsauch militärisch eine hohe Bedeutung hatte. Diese Bedeutung besteht bis heute, denn trotz der Konkurrenz der Straße basiert ein sehr großer Teil des Transportes auf der Schiene, was nicht zuletzt auf diverse Gesetze zurückzuführen ist, die Fernfahrten im Güterverkehr auf der Straße verbieten sowie hohe Mautgebühren auf den Autobahnen, die, im gegensatz zu einigen anderen euridischen Nationen, aber kein maximales Tempolimit haben.

      Dies hat zur folge, das auf den Autobahnen, oder wie sie in Astoria heißen: Fernverkehrsstraßen (FVS), nur wenig Verkehr herrscht, der aber schnell vorran kommt. Viele Wohlhabende Personen, die sich einen Sportwagen leisten können, nutzen die FVS häufig, um ihre Fahrzeuge einmal ausfahren zu können. Viele kommen auch aus dem Ausland extra dafür, müssen dementsprechend aber auch, wie alle, die teuren Mautgebühren zahlen. Die normalen Bürger nutzen indes andere Verkehrsmittel, meistens die Eisenbahn, da diese eine ebenfalls schnelle, aber günstige alternative bildet. Bis auf wneige, sehr kurvenreiche Strecken und Streckenabschnitte sind alle Hauptstrecken für Höchstgeschwindigkeiten von 220km/h ausgebaut, zwischen den größten Städten besteht ein Hochgeschwindgikeitsnetz, auf dem bis zu 300km/h gefahren werden kann. Auf Nebenstrecken wird zumeist eine Höchstgeschwindigkeit von 120km/h gefahren. Durch eine gute Verknüpfung der Umstiege lässt sich die Reisezeit auf ein Minimum reduzieren und durch das Dichte Schienennetz, welches ebenfalls wieder mit einem Busnetz bzw. Straßenbahnnetz verknüpft ist, kommt man mit dem öffentlichen Verkehrsmitteln in jeden Winkel des Landes. Auch im Güterverkehr ist die Eisenbahn das Verkehrsmittel erster Wahl. Nahezu jeder Bahnhof hat ne eigene Ortsgüteranlage, an der Waren empfangen werden können. So können die Waren für den Lokaln Supermarkt fast bis in die Ladenregale auf der Schiene transportiert werden und nurnoch der letzte Kilometer wird mit einem Transporter oder LKW gefahren. Durch eine vollständige Ausrüstung aller Güterwagen mit Scheibenbremsen sind die Fahrzeuge nicht nur leiser, sondern auch schneller. So wird im Schienengüterverkehr eine Plangeschwindigkeit von 140km/h erreicht, welche durch starke E-Loks und ein größtenteils elektrifiziertes Netz auch erreicht werden. Sowohl Eisenbahnfahrzeuge alsauch die Elektronik sind größtenteils aus heimischer Produktion, so sind neben der Schwerindustrie in der Samis-Region auf der Bau von Eisenbahnfahrzeugen ein äußerst wichtiger Wirtschaftszweig Astorias. In der Hauptstadt Cölln ist einer der führenden Elektronikhersteller ansässig sowie die größte Lokomotivfabrik Astorias. Beide arbeiten Hand in Hand, so liefern die Elektronikwerke Thiel den elektrischen Teil für die von den Reusch Lokomotivfabriken gebauten Loks. Sie gelten als höchst Zuverlässige Maschienen und sind in großen Stückzahlen im gesamten Eisenbahnnetz Astorias und auch im Ausland unterwegs. Eine weitere große Lokomotivfabrik sind die Werke Voss&Böhme, welche insbesondere bei Werksbahnen im In-und Ausland ihre Abnehmer finden. Die Wagen der Eisenbahn werden meist bei der Waggonfabrik Crede gebaut, welche, wie es der Name sagt, in der Stadt Crede ansässig ist.

      Die Herstellung von Eisenbahnfahrzeugen erfordert jedoch wieder große Mengen an Stahl, welche in den Stahlwerken in der Samis-Region produziert wird. Jedoch muss das Eisenerz für die Stahlwerke bs auf einen großen Teil importiert werden, da in Astoria nur geringe Mengen an Eisenerz vorkommen. Weitere große Wirtschaftszweige, die sich besonders während der Industrialisierung entwickelt haben sind der Motoren-und Anlagenbau sowie der Bau von Automobilen, dessen Lobbyismus in den 30er und 40er Jahren beinahe dazu geführt hätte, dass Astoria zu einer Autonation wird, doch heutzutage ist der heimische Absatzmarkt verhältnismäßig gering, wichtiger ist der Export geworden, so genießen astorische Automobile einen guten Ruf im Ausland.


      Kartenausschnitt:



      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Astoria“ ()

      Beschreibungstext:

      Im Jahre 793 wurde in der heute westphalischen Hauptstadt Coerde das Kloster Luidger gegründet und war somit die erste christliche Stadt im heutigen astorischen Königreich. Missionare des Klosters wurden in die umpliegenden Territorien entsandt um dort die Menschen zum Christentum zu bekehren. Viele von ihnen zog es direkt in die Klosterstadt, sodass diese rasch anwuchs und aus der kleinen Ansiedlung von Häusern wurde rasch eine Stadt. Die Kirche selbst gründete alsbald das Bistum Coerde und stellte die Ländereien unter Herrschaft eines Bischofs. Es zeigte sich jedoch nicht nur Zustimmung zum neuen Glauben, sodass mit radikalen Mitteln gegen Kätzer und Ungläubige vorgegangen wurde. Im folgenden Jahrhundert konnte somit im Bistum der katholische Glaube zu 100% verbreitet werden und entwickelte sich zur Vormacht auf dem Kontinent. Mit Gründung des Westphalenordens 1198 wurde im Bistum nun auch die sogenannte "Heilige Armee" gegründet. Hier tauchte auch als erstes der Begriff der Westphalen auf. Mit von der Kirche abgesegneten, äußerst Blutrünstigen Kreuzzügen, in denen jeder gnadenlos abgeschlachtet wurde, der sich nicht wiederstandslos bekehren lies, wurde nun der westen des Landes bis zur Meeresküste dem Bistum eingegliedert. Die ehemaligen teutonischen Jarltümer existierten nun nicht mehr. Im Jahr 1305 war dann endgültig der gesamte norden des heutigen Astorias der Kirche unterstellt. Mit Gründung weiterer Bistümer, die dem, mittlerweile in den Rang eines Erzbischofes aufgestiegenen, Erzbischofs von Galen unterstellt wurden, wurde ihm der Titel eines Metropolit verliehen. Wenige Jahre später im Jahre 1308 ließ er sich dann vom Papst höchst selbst zum Kaiser von Westphalia krönen. Seine untergebenen Bischöfe erlangten ebenfalls Adelstitel und den Rang eines Monarchen, welcher sich in erster Linie nach der größe des zu regierenden Territoriums richtete. Regiert wurde mit eiserner Hand, das Volk wurde dabei arm und dumm gehalten, sodass sich Widerstand nicht bilden konnte und jeder, der eine falsche meinung vertrat wurde weggesperrt und gefoltert oder als Hexe bzw. Hexer verbrannt. Durch diese starke Unterdrückung bildeten sich jedoch geheimeGlaubensgemeinschaften, die weiterhin den nordischen Glauben lebten und lediglich nach außen hin sich wie Christen verhielten. Es dauerte noch 200 weitere jahre, bis im Westphälischen Kaiserreich jemand die Bibel ins astorische übersetzte und sie somit für Jedermann verständlich machte. Nun konnten die Bürger selber lesen, dass sie seit Jahrhunderten nur belogen wurden. Dies führte zu einer Protestbewegung und einer Spaltung der Kirchen. Coerde verlor immer mehr an Einfluss über das Reich, bis es schlussendlich in zig kleine Monarchien zerfiel. Vom Papst wurde der Kaiser zu einem König degradiert und auch weitere Monarchen wurden in ihrem rang von der Kirche herabgestuft. Eine Zeit der ständigen kriege zwischen den einzelnen Monarchien folgte, eine Zeit, in der Festungsanlagen und Burgen wie Pilze aus dem boden schossen, doch niemand große dauerhafte Gebietsgewinne verzeichnen konnte. Erst etwa 200 Jahre später im jahre 1708, als Herzog Friedrich von Hohenlohe in der nähe von Bad Cannstatt die Regendschaft über das astorische Land übernahm sollte es sich ändern. Friedrich verfolgte schon seit seiner Jugend die Idee eines geeinten Reiches. Das Herzogtum Hohenlohe war jedoch geteilt, so gab es einmal die Ländereien in der Nähe von Bad Cannstatt, wo auch das Herrschaftsschloss war, aber auch weitere Ländereien, welche durch Hochzeit annektiert wurden um Herzogsberg herum, das Territorium Westastoria. Dieses war das deutlich größere Territorium und so verfolgte Friedrich von hier aus die Idee, das Land unter seiner Führung zu vereinen. Somit wurde ein Großteil der
      Staatskasse dazu genutzt, die Armee zu vergrößern und zu finanzieren und auch die Wehrpflicht wurde eingeführt, sodass das astorische Land bereits 1710 die größte und stärkste Armee in der näheren Umgebung besaß. Durch mehrere Feldzüge richtung Osten konnte das Territorium Astorias bis in die 1720er Jahre stark erweitert werden und auch die heutige Hauptstadt Cölln gehörte nun zu Astoria. Um den Herrschaftsanspruch zu festigen wurde diese auch 1723 zur Hauptstadt desneuen Landes ernannt und Friedrich von Hohenlohe ließ sich am 03. 10. 1723 zum König von Astoria krönen. Dieser Tag wird seither als Nationalfeiertag zur Gründung des Königreich Astorias gefeiert.

      Doch auch wenn König Friedrich I. ein neues und junges Königreich hinterließ, so hinterließ er seinem nachfahren König Friedrich II. auch ein Königreich, welches kurz vor dem wirtschaftlichen Ruin stand. Sein Nachfolger stand also vor einem Scherbenhaufen. Durch exessiven Außenhandel, die Einführung und auch Einführung der Schulpflicht und eine absolute Glaubensfreiheit konnte er jedoch die Wirtschaft stärken und Astoria vor dem Staatsbankrott retten. Auch die Armee wurde verkleinert. Um trotzdem nicht Gefahr zu laufen, attackiert zu werden und eventuelle Verluste erleiden zu müssen wurde ein Bund unter astorischer Führung geschlossen, der sogenannte astorische Bund. Dieser hatte auch ein Jahrhundert lang bestand und entwickelte sich von einem zunächst rein militärischen Bündnis auch zu einem wirtschaftlichen. So wurde eine einehitliche Währung beschlossen und die Zollunion gegründet, durch die die Mitgliedsstaaten des Bundes keine Zölle für den Handel innerhalb des Bundes zu errichten hatten. Dieser Bund förderte somit die
      wirtschaft und den Wohlstand im Gesamtgebiet des heutigen Astorias, während allerdings die Staaten selbst völlig autonom blieben. Über 100 Jahre bestand der Bund, bis es 1840 schließlich zum astorisch-voorlantischen Krieg kam. Der Auslöser dieses Krieges ist bis heute ungeklärt, in astorischer Geschichtsschreibung wird Voorlant als Agressor beschuldigt, in voorlantischer Astoria. Dieser Krieg jedoch schweißte die Nationen des Bundes enger zusammen und auch die dem astorischen Bund kritisch gegenüber stehenden Nationen Bavarenland und Stabenland schlossen sich dem Bund an um gemeinsam gegen die Voorlanten
      zu kämpfen. Trotz der eigentlich besseren Stellung gelang es dem Bund jedoch nicht, nennenswerte Fortschritte zu erzielen. Ende 1840 wurde dann der Frieden von Arloon beschlossen. Zeitgleich mit diesem wurde
      auch der Staatenbund aufgelöst und zu einem Bundesstaat erklärt. Das heutige Königreich Astoria war geboren. Das folgende Jahrzehnt war nun ein Jahrzehnt geprägt vom Umbruch. Denn in der neuen Regierung wollten nun auch die anderen Staaten ein Mitbestimmungsrecht haben. Somit wurde mit dem neuen Staat ein Parlament gegründet, in dem die Bevölkerung Vertreter ihres Landes einwählen kann. Die ersten Wahlen fanden also im März 1841 statt, bei der die SDPA, die Sozialdemokratische Partei Astorias, die Mehrheit erlangte. Die Sozialdemokraten sahen sich als Partei der Arbeiter und Bauern und daher in der Pflicht, diese auch zu vertreten. Dies führte in den Folgejahren zu radikalen Reformen, die beinahe das Aus für die noch Junge nation bedeutet hätten. So wurde als erste Amtshandlung die Leibeigenschaft abgeschafft und auch alle Schulen verstaatlicht, sodass auch die Kinder der ärmeren Bevölkerung ein Recht auf Bildung hatte. Dies geschah jedoch unter großen Protesten und Lobbyarbeit des Adels, welche nun beim König Sturm gegen die neue demokratisch gewählte Regierung lief. Es wurde mit allen mitteln versucht, den König dazu zu bewegen, dass er sein Veto dagegen gab, doch am Ende siegte die Stimme des Volkes, welche die neuen Reformen mit großem Jubel einherkommen sah. Es drohte ein Bürgerkrieg, sammelte sich der astorische Adel und heuerte ein Söldnerheer an, welches nun die neue Regierung putschen sollte. Der König wurde als verräter angesehen, der nicht für die Interessen "seines gleichen" eintrat. So stand das astorische Gardekorps in Cölln einem Söldnerheer gegenüber. Die Meldung des drohenden Bürgerkrieges machte schnell die Runde. Die Bürger standen jedoch stark hinter ihrer neuen Regierung und versammelten sich auf Seiten des Gardekorps mit allem, was sie als Waffe auftreiben konnten, sodass schlussendlich eine gewaltige Übermacht auf Seiten der Regierung dem Söldnerheer gegenüber stand, welches nun desertierte. Sie wurden festgenommen. Dadurch konnten die verantwortlichen Adeligen schnell ausfindig gemacht werden. Sie wurden wegen Hochverrates angeklagt und zum Tode verurteilt. Dieses Urteil war somit auch ein Aussage an den restlichen Adel, wer sich gegen den Staat auflehnt wird hingerichtet. Dadurch stieg die Furcht im Adel, sodass die Proteste nun stark abklangen. Durch die neu getroffenen Maßnahmen verarmten nun auch einige Adelige und verloren ihren Titel, sodass sie fortan als reguläre Bürger, teilweise sogar als Bauern, weiter lebten.

      Mit den Nachbarn Weestlant und der noch jungen warägischen Volksunion wurde nun nach möglichkeit ein positives Verhältnis gepflegt. Durch die teilweise sehr nordisch geprägten Landesteile Verband einen auch kulturell relativ viel, sodass Astoria oftmals mit zu den nordischen Staaten gezählt wird,auch wenn das Land im Grunde mehr eine Mischform ist. Aber besonders zum nördlichen Nachbarn entwickelte sich eine gute Staatenfreundschaft, die jährlich aufs neue gefeiert wird.
      Anders hingegen sieht es jedoch mit Staaten in Übersee aus. Dies liegt nicht an einer politischen Ideologie, diese spielt im Königreich nicht wirklich eine Rolle bei der Auswahl der internationalen Partner, sondern eher, weil sie sich durch feindselige Aktionen, Äußerungen und Vertrauensbrüche selbst zu Freinden des Königreiches machten. Einzelne Experten gehen davon aus, dass in den nächsten zehn Jahren ein größerer Krieg zwischen Astoria und einem der beiden Staaten ausbrechen wird, die Regierung jedoch dementiert das, es läge in niemandes Absicht, Kriege zu führen und man würde sich wünschen, dass man sich beim Königreich für seine Fehler ernsthaft entschuldigt und die diplomatischen Beziehungen verbessern würde. Aus internen schreiben jedoch wird klar, dass dies nur ein Wunschtraum ist und man nicht wirklich damit rechne, man aber bis auf einzelne Machtdemonstrationen von militärischen Eingreifen absehen möchte.

      Mit Beginn der Industrialisierung im astorischen Bund und später im Königreich Astoria entwickelte sich eine starke Abwanderung vom Land in die Stadt, wo Erfinder ihre neuen Technologien entwickelten und sich große Fabriken entwickelten, die Arbeitsplätze versprachen zu besseren Konditionen als auf dem Land. So entwickelte sich Astoria zu einem industriellen Zentrum, einem Zentrum für Kohlebergbau, Stahl und Maschinen, welche auf der gesamten Welt ihre Kunden fanden. Doch das hatte auch seinen Preis, Kinderarbeit und Ausbeute gehörten zum Alltag in den Fabriken. Dies führte zu immer mehr Unruhen unter der Arbeiterklasse, sodass es 1865 zur Augustrevolution kam. Eine Woche lang legten im gesamten Land alle Arbeiter die Arbeit nieder und protestierten für bessere Arbeitsbedingungen. Die Regierung unter König Wilhelm I. musste nu einlenken, um einen Kollaps des Landes zu verhindern. So wurden die ersten Grundsteine für die Sozialversicherungen gelegt sowie Arbeitsschutzgesetze eingeführt, welche eine maximale Arbeitszeit von damals noch 60std pro Woche vorsahen und den Sonntag als freien Tag vorschrieben. Durch diese Maßnahmen konnten die Arbeiter besänftigt werden und der Alltag ging weiter. Trotzdem hat der Protest deutliche Spuren in der Wirtschaft hinterlassen, die wirtschaftliche Leistung des Landes lag am Boden und das Vertrauen in astorische Unternehmen war gebrochen. Doch das konnte sich relativ schnell wieder erholen und in den 1890er Jahren begann eine Phase der Stagnation, nicht wegen Auftragsmangel, sondern wegen Arbeitskräftemangel. Es war die Phase der Überbeschäftigung in Astoria. Um dem entgegen zu wirken wurden die Grenzen geöffnet und aus aller Herren Länder strömten die Menschen nach Astoria, gab es hier doch mit die besten Arbeitsbedingugnen weltweit. Die Bevölkerung wuchs explosionsartig auf 100mio Einwohner und weiter steigend. Mit Erfindung des Automobils wurden nochmals mehr Arbeitsplätze geschaffen, welche einen erneuten starken Bevölkerungsanstieg verursachten. Doch auch wenn es in Astoria mehrere große Hersteller von Autos gibt, so konnte es sich als das vorherrschende Transportmittel nie durchsetzen, auch wenn es in den 20er-mitte der 40er Jahren eine Phase gab, wo genau das versucht wurde. Zu dieser Zeit gab es einen Regierungswechsel, die SDPA konnte mit den Wahlen 1921 nicht erneut die Mehrheit erlangen, da sie durch die von ihnen getroffenen Maßnahmen nicht nur Freunde erlangte. So waren viele ehemalige Hausvermieter wütend geworden, da sie zwecks Sozialwohnungen zwangsenteignet wurden. Die damaligen Gesetze sahen dafür noch keine Entschädigung vor, wodurch viele ehemals wohlhabende Menschen obdachlos auf der Straße landeten. Somit wurde eine politische Kampagne gestartet, aus der die Christlich Liberale Union (CLU) hervor ging. Sie sprach viele Menschen mit ihren Maßnahmen und versprach, dass jeder Wohlstand und Reichtum erreichen könne mit dem kapitalistischen Grundgedanken. Damit wurde der Nerv der damaligen Zeit genau getroffen, denn auch wenn es den Menschen gut ging, so wollten viele doch immer mehr haben. Somit gewann die CLU direkt die ersten Wahlen, bei denen sie angetreten ist im Jahre 1921. Man setzte nun viel stärker auf die Individualisierung, ein jeder sollte für sich selbst verantwortlich sein. Somit wurden die gesetzlichen Sozialversicherungen abgeschafft und auch die Arbeitszeitgesetze wurden gelockert. Ehemalige Eigentümer von Miethäusern bekamen diese wieder zurück und auch vom Staat gebaute Häuser wurden verkauft an Privatpersonen. Eine der nachhaltigsten Projekte sollte jedoch die Förderung des Individualverkehrs sein. So wurden die bis heute noch existierenden Fernverkehrsstraßen gebaut. Dessen Bau verschaffte mehr menschen arbeit, sodass die Arbeitslosenquote auf ein Rekordtief sank. Jedoch verschlechterten sich auch die Arbeitsbedingungen drastisch und nach und nach wurde der Bevölkerung klar, dass zwar jeder Wohlstand erreichen kann, aber nicht alle. Die meisten würden dafür viel mehr abgeben müssen, damit es wenigen gut geht, eine Philosophie, die bereits 1865 zur Augustrevolution geführt hat. Diesmal jedoch brauchte es keine Revolution sondern nur Neuwahlen und 1946 erlangte die SDPA die Macht im Land zurück, während die CLU auf deutlich unter 10% zurück gefallen ist. Sehr schnell machte die SDPA die Maßnahmen der CLU wieder Rückgängig, die Zwangsenteigneten Hauseigentümer wurden diesmal jedoch angemessen entschädigt und bekamen auch einen Job in der Hausverwaltung, der gut bezahlt wurde. Mit diesen Mitteln konnte das negative Echo deutlich kleiner gehalten werden und eine erneute Abwahl verhindert werden.
      Ein großes politisches Problem stellt jedoch die seit 1991 immer mehr erstarkende KPA, die Kommunistische Partei Astorias, dar. Gegründet wurde sie von einigen linksextremen, die selbst die SDPA noch als rechtsliberal ansehen. Sie fordern die Abschaffung der Monarchie und wollen einen absolut kommunistischen Staat einführen. Regelmäßig sind anhänger dieser Partei durch Randalen negativ in den Schlagzeilen gelandet. Der Höhepunkt wurde 2008 erreicht, als ein Anschlag auf den König versucht wurde. Im letzten Moment konnte eine Polizistin der Kriminalpolizei, welche verdeckt ermittelte, durch das ziehen ihrer Dienstwaffe in der Menge dafür sorgen, dass der König in Deckung gebracht wurde und der Schuss des Attentäters nur den Arm getroffen hatte. Nach wenigen Wochen Ausfall und einer OP konnte der König jedoch seinen Dienst erneut antreten. Der Attentäter selbst wurde in einer privaten Bunkeranlage wenige Monate später getötet. Dies löste jedoch eine hitzige Diskussion aus, ob die KPA nicht verboten werden sollte, jedoch wäre dies aufgrund des Grundrechtes der meinungsfreiheit nicht möglich. Somit kann die KPA weiterhin bei Wahlen antreten. Bei den letzten Wahlen 2016 konnten bereits knapp 22% erreicht werden, da die Partei besonders Themen anspricht, die für die junge Bevölkerung interessant sind. Dieses Wahlergebnis war äußerst erschreckend in der gesamten Regierung, sodass man nun versucht, der KPD den Nährboden zu entziehen und ebenfalls die Themen anzusprechen.

      In der heutigen Zeit zeigen sich die Vorteile der Verkehrspolitik der vergangenen Jahrzehnte. Das Königreich besitzt eines, viele sagen auch das am besten ausgebaute Netz des öffentlichen Verkehrs, wohingegen das Individualverkehrsnetz äußerst rückständig ist, so sind bis auf die Fernverkehrsstraßen alle Straßen noch Gepflastert bzw. in ländlichen Gegenden sind oftmals nur Hauptstraßen und Straßen in Dörfern befestigt. Dennoch ist man Stolz auf das Verkehrsnetz des öffentlichen Verkehrs und präsentiert sich damit bei jeder Gelegenheit als Vorzeigestaat. Zudem hat die Jahrelange linke Regierung durchgesetzt, dass es in Astoria keine Krankenversicherungen mehr gibt, da Krankenhäuser staatliche Einrichtungen sind und somit für jeden Bürger kostenlos. Dies hat sich als äußerst nützlich herausgestellt, da dadurch die reichere Bevölkerung in der Gesundheitsversorgung keine Vorteile hat und jeder Mitbürger, egal ob Arm oder Reich die gleiche Versorgung bekommt und es nicht zu Situationen kommen wie in einigen anderen Ländern, dass die Versorgung nur bei den Reichen ankommt. Ebenso verhält es sich bei der Schulbildung. In Astoria gibt es keine privaten Schulen, sondern ausschließlich staatliche, diese sich jedoch kostenlos und verpflichtend für jeden Schüler bis zum 10. Schuljahr. Ab hier kann ein Schüler dann entscheiden, ob er eine Berufsausbildung macht oder lieber Abitur, welches weitere 3 Jahre dauert. Zudem haben Schüler und Studenten in ganz Astoria freie fahrt im öffentlichen Verkehr, das heißt, sie können Kostenfrei Bus und Bahn benutzten, egal ob auf Fernstrecke oder im Nahverkehr. Spätestens nach dem Studium muss ein jeder dann aber eine Ausbildung anfangen. Bei dieser wir einem dann in einer Berufsschule der theoretische Teil von fachlich geprüften Lehrern beigebracht sowie in einem Betrieb die praktische Erfahrung. Es gibt eine festgelegte Reihenfolge des Lehrstoffes, sodass Berufsschule und Betrieb immer auf dem gleichen stand sind. Sollten Schulabsolventen oder Studierte keine Ausbildung finden, so gibt es in Astoria immernoch die Zwangsarbeit. Diese besteht aus kleinen Tätigkeiten zum wohle der öffentlichkeit, wie beispielsweise im Park Laub harken oder Müll auf denStraßen aufsammeln. Hierfür werden die Arbeiter jedoch auch entlohnt und je zuverlässiger sie ihre Tätigkeiten erledigen, desto höher wird auch die Entlohnung. Ausgenommen von der Arbeitspflicht sich selbstverständlich nicht Arbeitsfähige Menschen wie Senioren oder Behinderte. Diese Arbeiter bekommen dann aber neben ihrer Entlohnung auch eine Unterkunft vom Staat gestellt sowie Versorgung mit Strom, Wasser und Internet, sodass diese trotz geringen Einkommens nicht obdachlos sind und einen gewissen Lebensstandart haben, der als Menschenwürdig angesehen werden kann. Dieses System hat zur folge, dass es nur ne Hand voll Arbeitsloser im Land gibt und ebenso fast keine Obdachlosen und Bettler. Finanziert wird das ganze jedoch durch eine
      enorm hohe Steuer. Insgesamt muss jeder Bürger fast 70% seines Bruttoeinkommens als Steuer abgeben ab einem festgelegten Mindesteinkommen von 1.000 Taler, da jedoch die Lebenskosten sehr gering sind, da vieles Kostenlos oder zum Selbstkostenpreis vom Staat gestellt wird, wird dies von der großen Mehrheit der Bevölkerung akzeptiert.

      Der Staat selbst ist durch seine eher kriegerische Vergangenheit bis heute eher militaristisch eingestellt. Dies zeigt sichauch im Alltag, wo Soldaten fast schon als Helden angesehen werden und ein enormer Nationalstolz vorliegt. Somit kann auch eine hohe Finanzierung des Militärs in der Bevölkerung gerechtfertigt werden und Abstriche in anderen Bereichen. So gab es seit dem großen Bevölkerungsboom kaum noch Neubauten, was dazu führt, dass die Städte oftmals noch wie aus der Zeit gefallen wirken und sehen aus wie noch zu Zeiten der Jahrhundertwende. Lediglich die Ausstattung der Häuser ist mit der Zeit gegangen, , Elektrizität, Internet, Telefon, TV ist vorhanden. Jedoch hat die Regierung in der Digitalisierung in den letzten Jahrzehnten stark geschlafen. So ist die maximale Internetgeschwindigkeit in den Städten bei 16MBit/s, auf dem Land sogar noch deutlich geringer, hier ist es nichtmals möglich, gleichzeitig zu telefonieren und im Internet zu surfen. Ebenso veraltet ist das Schulsystem des Landes. Frontalunterricht mit Kreidetafel und Oberlichtprojektor sind im gesamten Land, of Stadt oder Dorf, absoluter Standart und nur äußerst selten gibt es ne modernere Ausstattung. Oftmals wird gescherzt, dass sogar die kreide für die Tafeln älter sei als die Schule. Aber auch in anderen Bereichen ist die Modernisierung bei weitem nicht so fortgeschritten, wie es oftmals propagiert wird. So wird bei der Eisenbahn zwar nach außen hin oftmals mit den modernen Hochgeschwindigkeitszügen geprahlt und der Zuverlässigkeit, welche auch absolut zutreffend ist, nicht gezeigt wird jedoch, dass abseits des prestigeträchtigen Schnellzugverkehrs oftmals noch mit Loks und Wagen aus den 50er und 60er Jahren gefahren wird. Auch barrierefreiheit ist im öffentlichen Verkehrs noch eher selten, Rollstuhlfahrer und andere Personen, die davon profitieren müssen, sind hierbei auf Zugbegleiter und Stationspersonal angewiesen, was jedoch recht gut funitioniert. Diese Umstände wurden Jahrzehntelang ignoriert, jedoch machen sich langsam besonders in der jüngeren Generation Proteste laut, die Reformen fordern.

      Regelbuch gelesen und akzeptiert?
      ja

      Mentorenhilfe erwünscht?
      nein

      Wie hast du zu Virtual States gefunden?
      Internet

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Astoria“ ()

      Neu

      Hallo Astoria,

      entschuldige bitte die lange Wartezeit, aber Deine Anmeldung ist, wie Du schon im Discord erfahren hast, nicht ganz leicht verdaulich, und gleichzeitig musste die Spielleitung sich selbst und das Forenhosting neu organisieren. Aber nun frisch ans Werk:

      Was mir zuerst auffällt, ist die Konstellation von einer sehr hohen Einwohnerzahl und einem relativ hohen BIP und Industrialisierungsgrad. 182 Millionen Einwohner bei knapp 25.000 Dollar BIP pro Kopf würden das neue Astoria nicht nur zur zweitgrößten Wirtschaftsnation der Welt machen (BIP: 4,55 Bio. Dollar), sondern auch zum Land mit der zweitgrößten Bevölkerung auf dem euridischen Kontinent. Einwohnerzahl, BIP pro Kopf und Gesamtwirtschaftsleistung reichen sehr nahe an die Werte Theomedias heran, das bei seiner Schaffung absichtlich als starker Pol mit Ambitionen als global agierende Supermacht aufgestellt wurde. Dass Du Astoria wiederholt als Staat mit stark militaristischer Gesellschaft beschrieben hast, zeigt mir, dass Du Ambitionen hegst, diese Kraft auch auszuspielen. Du musst Dir also bewusst sein, dass Deine Anmeldung eine Bewerbung für eine Großmacht darstellt, die zwar derzeit explizit durch die Spielleitung ausgeschrieben ist (Siehe: Hinweise zur Staatenanmeldung), jedoch gleichzeitig sehr hohe Ansprüche erfüllen muss. Großmächte dieses Kalibers werden in Virtual States nur äußerst selten genehmigt, in der Regel vergehen dazwischen Jahre. Behalte dies bitte beim Lesen meiner Antwort und bei Deinem weiteren Anmeldeprozess im Hinterkopf.

      Deine Anmeldung ist sehr ausführlich, und Du bist auch bereits auf viele Hinweise eingegangen, die Dir im Discord nahegelegt wurden. Allerdings habe ich nach wie vor Bauchschmerzen damit, Dir eine solche Großmacht zu genehmigen. Du weißt, dass der Inanakrieg, den Du als Spieler trotz etlicher Hinweise aus der Spielerschaft eingegangen und wenig ruhmreich vergeigt hast, nach wie vor seine Schatten wirft. Allerdings finde ich auch, dass die Gesamtqualität Deiner anderen Plots und Deiner Staatssimulation nicht ausreicht, Dir einen so mächtigen Staat an die Hand zu geben. Dein Länderforum für Astoria enthält zum Beispiel derzeit rund 60 Inhaltsbeiträge, d.h. alles was nicht mit Gesprächen, Verhandlungen, Botschaften, Korrespondenz oder Ähnlichem zu tun hat. Das ist nicht wenig, aber nach knapp zwei Jahren Mitgliedschaft auch nicht besonders viel. Zudem sind viele Deiner Beiträge nicht besonders lang, reich bebildert oder beschäftigen sich mit der Beschreibung einzelner Unternehmen oder Fahrzeugen, vornehmlich Eisenbahnen. Was ich ganz eindeutig vermisse ist ein facettenreicher Blick auf die Gesamtökonomie und ihre Entwicklung sowie Entwicklungsaussichten, Beschreibung von Handel, Verkehr und Infrastruktur, eine Auseinandersetzung mit dem politischen System: Opposition, politische Organisationen, Ministerien, Kontrollorgane, Wahlen etc. pp. Du hast mit Bergbau, Monarchie und Eisenbahn Deine Steckenpferde, allerdings fehlen mir ein breiter Blick und Interesse bei vielen anderen Themen, was beim Aussimulieren einer Großmacht meiner Meinung nach aber nötig ist.

      Zuletzt spricht auch unser Wunsch nach einer gewissen Nähe zu realen Verhältnissen gegen Deine Anmeldung. In der realen Welt gibt es in Europa kein einziges Land, das eine so hohe Einwohnerzahl mit einem so hohen BIP pro Kopf und Industrialisierungsgrad miteinander vereint. Abgesehen von den Vereinigten Staaten, fällt mir weltweit überhaupt keines ein. Wenngleich wir in VS in vielerlei Hinsicht von der Realität abweichen, handelt es sich um einen weiteren Punkt der unterstreicht, dass Deine Anmeldung nicht ganz einfach ist. Darum meine Änderungswünsche zur Anmeldung:
      1. Bitte reduziere die Einwohnerzahl um mindestens die Hälfte. Damit lägst Du immer noch weit über dem euridischen Durchschnitt, und auch weit über realen Großmächten wie Frankreich oder Großbritannien. Das BIP pro Kopf solltest Du dabei auf keinen Fall erhöhen, sondern eher ebenfalls noch leicht absenken.
      2. Bitte gestalte die Schwächen Deines neuen Astorias näher aus; insbesondere solche, die von anderen Staaten aufgegriffen werden können. Derzeit kristallisiert sich nur die Abhängigkeit von Lebensmittelimporten klar heraus, was meiner Meinung nach definitiv nicht ausreicht. Du solltest umso mehr Schwächen beschreiben, je größer die Wirtschaftsleistung Deines Staates ist. Einige hilfreiche Beispiele findest Du hier: Anregungen und Spielideen
      3. Du hast als reales Vorbild die DDR und in Deiner Anmeldung ausgeprägten Militarismus, ein Zwangsarbeitssystem und weitere Merkmale mindestens halbdiktatorischer Systeme angegeben. Die einzige relevante Opposition ist eine kommunistische Partei, die eine linksgerichtete Diktatur etablieren will. Den hohen Lebensstandard und das Vorhandensein einer ausgeprägten Mittelschicht mit Zugang zu unabhängigen Medien, Internet und Auslandsreisen zugrunde legend, kommt mir die Frage, weshalb es überhaupt keine demokratische, liberal gesinnte Opposition gibt.
      4. Da es sich um eine Neuanmeldung handelt, gehe ich davon aus, dass alle Verträge und Verhandlungen des derzeitigen Astorias genullt werden. War das auch Deine Vorstellung?

      Ich möchte Deinem Wunsch nach einem VS-Staat deutscher Prägung, nicht nur kulturell sondern auch an Parametern wie Bevölkerung und Wirtschaftskraft gemessen, gerne entgegenkommen, weil es ganz offensichtlich Dein Wunsch ist, einen solchen zu spielen. Mit Deinem jetzigen Staat bist Du ja bereits in dieser Richtung unterwegs, und Du machst auf mich nicht den Eindruck, als würde Dich ein stark abweichendes Konzept interessieren. Aber die Anmeldung wie sie jetzt ist kann ich leider nicht guten Gewissens annehmen. Ich hoffe, das wirkt nach den vielen Änderungen, die Du schon vorgenommen hast, nicht allzu ernüchternd, aber der neue Staat Astoria in seiner jetzigen Ausprägung täte der Simulation meines Erachtens nicht gut.

    • Benutzer online 2

      2 Besucher