Wolkowisches Reich

    • Angenommen

      Wolkowisches Reich

      Guten Abend,

      im Rahmen des Zusammenschlusses Wolkowiens und Sewariens beantrage ich den daraus entstandenen Staat Wolkowisches Reich. Wenn er angenommen werden sollte, bitte mein Länderforum und meinen Account entsprechend umbenennen.

      Zur Anmeldung vorweg:
      • Die Bevölkerung entspricht den Einwohnerzahlen Wolkowiens und Sewariens plus einem Wachstum von einer Million. Neben einer hohen Geburtenrate erklärt sich diese Zunahme aus der forcierten Migrationspolitik (Siehe Staatsprogramm zur Förderung der freiwilligen Umsiedlung in die Republik Wolkowien) und ethnischen Wolkowen, die aus den Gebieten Restlusitzchiens auswandern weil dort die Lebensbedingungen schlecht sind.
      • Das BIP pro Kopf ist um 573 Dollar gesunken, weil die sewarischen Provinzen wirtschaftlich deutlich schlechter aufgestellt sind als der Rest des Landes und den Durchschnitt damit absenken. Das KKP-BIP habe ich hingegen deutlich angehoben, weil der vorherige Wert mit unter 30.000 Dollar pro Kopf unrealistisch niedrig war (Dunno y).
      • Die Beschreibungstexte habe ich insgesamt schmaler gehalten, als bei der letzten Anmeldung. Das Land Wolkowien ist ja bereits bekannt, und es macht meiner Meinung nach wenig Sinn, wieder Texte aus dem Länderforum zu kopieren. Detailliert eingegangen bin ich aber auf Änderungen, die sich durch die Vereinigung ergeben, wie beispielsweise des politischen Systems.

      Name des Landes: Wolkowisches Reich
      Bevölkerungsgröße: 58.291.786 (01.01.2019)
      Regierungsform: Semipräsidentielles Zweikammersystem
      Regierungsoberhaupt: Ministerpräsident Andras Schabo
      Währung: 1 Keenar = 100 Han (Wechselkurs zum Dollar 230:1)
      BIP (pro Kopf): 24.969 VS-Dollar (01.01.2019)
      Kaufkraftbereinigtes BIP (pro Kopf): 37.512 VS-Dollar (01.01.2019)
      Human Development Index: 0,877 (Very high)
      Reales Vorbild:
      Kulturell Ungarn, geographisch/klimatisch Nordwestrussland, Zentralrussland und Ukraine

      Klima & Landschaft:
      Das Klima Wolkowiens ist ein gemäßigt-warmes Festlandklima mit langanhaltenden, sehr kalten Wintern und verhältnismäßig warmen Sommern. Der rasche Temperaturanstieg im Frühling, vor allem im April, und die damit einsetzende Schneeschmelze lässt Jahr für Jahr die Pegel der Flüsse und Bäche ansteigen, und führt nicht selten zu ausgedehnten Überschwemmungen. Bis in den Mai hinein ist aber noch mit teils ergiebigen Schneefällen zu rechnen. Nach den kurzen, aber heißen Sommermonaten stehen im Oktober, mitunter bereits im September, wieder die ersten Schneefälle an. Ab November ist das ganze Land, mit Ausnahme der südlichen Küstenregionen, mit einer dicken Schneedecke überzogen, die für Monate alles unter sich bedeckt.

      Die niedrigsten Wintertemperaturen liegen im Mittel bei -30 Grad Celsius, allerdings treten auch solche von bis zu -40 Grad Celsius auf. Ein beträchtlicher Teil der Niederschläge fällt in Form von Schnee, sodass die winterliche Schneedecke im Süden durchschnittlich 30 cm beträgt, im Norden gar über 50 cm. Zu besonders schweren Schneestürmen kommt es immer dann, wenn kalte Luft aus der Polarregion und warme, feuchte Luft aus dem Ostmeer über Wolkowien aufeinandertreffen.

      Im Frühjahr wechseln sich warme und kalte Temperaturen häufig ab; ein Umstand, der die körperliche Kraft mitunter stark beansprucht. Die Schneeschmelze macht in dieser Jahreszeit die meisten Wege abseits gut ausgebauter Straßen und Flüsse unpassierbar und überflutet viele Auen, Wiesen und Felder. In den Sommermonaten von Juli bis Oktober sind die klimatischen Verhältnisse am angenehmsten, wenn sie mitunter auch etwas zu heiß sind.

      Der langanhaltende und kräftige Winter lässt die Flüsse jedes Jahr festzufrieren, sodass in Wolkowien eine Eisbedeckung von längerer Dauer vorhanden ist. Im Norden beträgt diese Eisbedeckung bis zu fünf Monate, im Süden und Südosten nur vier Monate oder gar noch weniger. Viele Seen haben, entsprechend ihrer eiszeitlichen Entstehung, eine charakteristische, langgestreckte Form.

      Große Wälder, die die Feuchtigkeit festhalten und der lehmsandige Boden mit einer gewissen Wasserundurchlässigkeit, haben in Ostwolkowien zur Bildung großer Sumpf- und Moorflächen geführt. Sie sind stark gegliedert, weisen viele Buchten, Halbinseln und Inseln auf. Teilweise sind die Moore und Sümpfe viele Kilometer lang, und sogar im trockenen Sommer schwer gangbar. Nur ortskundige kennen die schmalen Pfade und Landstreifen, die sicher durch die dann halb ausgetrockneten Flächen führen. Im Frühling setzt die Schneeschmelze sie gänzlich unter Wasser und macht sie ungangbar.


      Wirtschaft & Infrastruktur:
      Die wolkowische Wirtschaft stützt sich vorrangig auf den Rohstoffreichtum, den hohen Industrialisierungsgrad und die große Zahl an gut qualifizierten Fachkräften im Land, woraus sich auch die größten Wirtschaftszweige erklären: Die Land-, Forst- und Rohstoffwirtschaft, die Schwerindustrie, die metallverarbeitende Industrie (Vorrangig die Fahrzeugbranche, die Maschinenbranche und die Rüstungsbranche) und die Chemieindustrie. Defizite bestehen hingegen in der quantitativen wie qualitativen Ausprägung der Leichtindustrie (Elektronische Apparate wie Radios, Fernseher und Smartphones), der Feinindustrie (Z.B. optische Geräte wie Mikroskope und Fotoapparate) und der Spitzentechnologie (Komplexe Geräte wie Medizintechnik, Robotik und Künstliche Intelligenz), deren Erzeugnisse zu einem Großteil aus westlichen Ländern importiert werden müssen.

      Rückgrat der wolkowischen Volkswirtschaft sind große und sehr große Konzerne: Die 40 größten Unternehmen des Landes beschäftigten 2017 zusammen mehr als zwei Millionen Arbeitnehmer und erwirtschafteten einen Umsatz von über 500 Milliarden Dollar. Darunter waren nur vier Unternehmen mehrheitlich im Staatsbesitz: Die Post, die Eisenbahn, das Staatliche Monopolunternehmen für Verteidigungssexporte Volkoarms und der Energieversorger Western Power Union.

      Landwirtschaft
      Die Landwirtschaft nimmt in Wolkowien traditionell eine sehr große Stellung ein, und wird vom Staat unter besonderen Schutz gestellt. 18,7% der Wolkowen leben auf dem Land und 5,3% stehen in der Land- und Forstwirtschaft in Lohn und Brot.

      Je nach Klima und Landschaft wird die Landwirtschaft in verschiedener Weise spezialisiert. Um Budakalász im Südosten, wo große Niederschlagsmengen vorherrschen, dominiert der Anbau von Roggen, Kartoffeln, Hafer und Hanf. Um Lenfonó hingegen, obwohl nicht weit entfernt, ist es wärmer und die Böden sind besser, weshalb hier vornehmlich Zuckerrüben und Weizen angebaut werden. Bei Békásmegyer und Szenttelep im Westen des Landes werden vor allem Kartoffeln und Tabak angebaut, während gleichzeitig auch die Schweine- und Milchviehzucht bedeutend ist. Bei Pomáz, wo es noch trockener und wärmer ist, wird vorzugsweise der Anbau von Weizen, Melonen und Sonnenblumen zur Ölgewinnung gepflegt. In den kälteren Regionen im Norden und Osten nimmt aufgrund der Nährstoffarmut der Böden die Bedeutung der Viehhaltung (Rinder, Schweine, Geflügel, Ziegen, Rentiere) und der Forstwirtschaft zu, während Getreide importiert werden muss.

      Insgesamt profitiert Wolkowien sehr davon, dass die fruchtbaren Schwarzerdeböden, vor allem südlich von Smolensk, hervorragende Anbaubedingungen für die Landwirtschaft bieten. Alle größeren Städte mit mehr als 150.000 Einwohnern sind Zentren der Lebensmittelverarbeitung und der Leichtindustrie. Sie beliefern die noch größeren Städte, in denen vor allem die Mittel- und Schwerindustrie sowie Dienstleistungsunternehmen angesiedelt sind, und ergänzen so in bester Weise die Wirtschaftskraft des Landes.

      Durch die Regierung Schabo erfuhr die Landwirtschaft eine deutliche Aufwertung. Im Zuge des Prioritätsprojektes Landwirtschaft werden seit Juni 2014 die Anstrengungen zur Förderung der Landwirtschaft erheblich intensiviert. 2014 und 2015 wurden jeweils 3,4 Milliarden Dollar für neue Techniken und 1,2 Milliarden Dollar für neue Produktionsanlagen bereitgestellt. Am 6. September 2014 wurde das größte landwirtschaftliche Modernisierungsprogramm in der Geschichte Wolkowiens vom Nationalparlament auf den Weg gebracht, das vor allem den Süden und den Osten des Landes begünstigt. Durch die Vergabe günstiger Kredite zur Modernisierung und Erweiterung von Betrieben, die Senkung von Einfuhrzöllen für technologische Anlagen zur Tierhaltung, für die in Wolkowien keine geeignete Fertigung existiert, sowie durch die Anpassung der Zollkontingente für die Einfuhr von Rind- und Schweinefleisch auf die langfristig zu erwartenden Bedürfnisse der heimischen Produktion ist es gelungen, die Produktivität der wolkowischen Landwirtschaft erheblich zu steigern. Durch die Entschuldung kleinerer und mittlerer Betriebe, die staatliche Vorgabe von Milch- und Getreidepreisen sowie durch die Schaffung neuen und günstigen Wohnraumes in den Dörfern wurde das jahrzehntelange Siechtum der Landwirte beendet. Ziel ist es, Wolkowien mittelfristig im primären Lebensmittelsektor unabhängig von ausländischen Importen zu machen.


      Rohstoffe



      Eisenerz
      Eisenerz findet sich in großen Mengen auf dem Staatsgebiet Wolkowiens, und hat die Entwicklung des Landes und der Städte maßgeblich geprägt. Das größte Abbaugebiet befindet sich im Südwesten des Landes, verteilt auf eine Fläche von annähernd 100.000 Quadratkilometern in der Nähe der Städte Lenfonó, Budakalász und Pannóniatelep. Der Eisenerzgehalt der Erde beträgt hier durchschnittlich 35 bis 60 Prozent, woraus sich rechnerisch geschätzt 200 Milliarden Tonnen Eisenerz ergeben. Die tatsächlich kommerziell abbaubaren Reserven werden für ganz Wolkowien auf 16,5 Milliarden Tonnen Roherz mit einem reinen Eisengehalt von 9,24 Milliarden Tonnen geschätzt.
      In den 1920er Jahren fanden hier detaillierte geologische Messungen statt; das erste Eisenerz wurde am 7. April 1923 in einer Tiefe von 167 Metern gefunden. Nach weiteren Untersuchungen konnte 1935 mit dem probemäßigen Abbau begonnen werden, woraus sich in den späten 1940er Jahren die Eisenerzförderung in größerem Umfang ergab. 1956 erfolgte die Inbetriebnahme der ersten Anreicherungsfabrik. Der größte Tagebau findet heute in einer Tiefe von 350 Metern (Sohle 150 Meter unter dem Meeresspiegel) bei Pannóniatelep statt, wo schon 1971 eine Million Tonnen Eisenerz zu Tage gefördert wurden.
      Die Produktion marktfähigen Eisenerzes betrug im Jahr 2013 66 Millionen Tonnen, wovon 3 Millionen exportiert wurden. Bis 2021 soll die Produktion um 20 bis 25% angehoben werden, der Export auf 15 bis 17 Millionen Tonnen jährlich steigen.

      Braunkohle
      Die größten Braunkohlelagerstätten finden sich im Zentrum des Landes, etwa im Bereich des Städtedreicks Tér - Szentendre - Filatorigát und darüber hinaus. Die Produktion betrug 2013 177,5 Millionen Tonnen, wovon 10% für den Export vorgesehen waren.

      Nickel
      Die Gesamtreserven an Nickel werden auf rund 11,9 Millionen Tonnen geschätzt. Von diesen wurden allein 2013 etwa 189.500 Tonnen abgebaut. Nennenswerter Export wird in jüngster Zeit nicht betrieben, da der Verbrauch im eigenen Land konstant bei mehr als 90% liegt. Nickel wird benötigt zur Herstellung von Legierungen und Edelstahl.

      Erdöl / Erdgas
      Erdöl und Erdgas sind auf dem Territorium Wolkowiens nur in geringen Mengen vorhanden. Die Produktion begann in den 1930er Jahren, erreichte in den 1940er Jahren ihren Höhepunkt, verharrte anschließend lange auf mittelhohem Niveau und flachte bis in die 1970er Jahre konsequent leicht ab, woraufhin sie abrupt einbrach, weil sie sich gegenüber ausländischen Importen nicht mehr rentierte. 2017 betrug die Erdölförderung 3,45 Millionen Tonnen, wovon 2 Millionen Tonnen auf Sewarien und 1,45 Millionen Tonnen auf Wolkowien entfielen. An Erdgas wurden insgesamt 24,1 Millionen Tonnen produziert, davon 11,4 Millionen Tonnen in Sewarien und 12,7 Millionen Tonnen in Wolkowien. In der wolkowischen See wurden zudem neue Vorkommen aufgespürt, die zwar ausgiebig untersucht, jedoch noch nicht industriell erschlossen wurden. Der Import aus dem Ausland (Ehrastan, Kusari) ist wesentlich kostengünstiger als die Erschließung durch heimische Industrieunternehmen, und auch bei Nutzung aller abbauwürdigen Quellen würde dies nur zur Deckung eines Bruchteils des Eigenbedarfes (< 25% des Erdgases und <15% des Erdöls) genügen.

      Handel
      Bedingt durch die lange Küstenlinie, ging von der Wolkowischen Halbinsel schon in der Antike rege Seefahrertätigkeit aus. Heute zählt Wolkowien zu den Nationen mit den größten Handelsflotten der Welt, und besitzt eine ausgesprochen exportorientierte Wirtschaft.

      Wichtigste Handelspartner: Theomedien, Ehrastan, Redonien, Valhonia, Lusitzchien, Andermanreich, Ryukyu, Kusari (Geordnet nach Handelsvolumen)
      Bedeutendste Importgüter: Erdgas, Erdöl, Maschinen, Baumwolle, Petrochemikalien, Metallerzeugnisse, PKW, Pharmazeutika, Tabakwaren, Textilien
      Bedeutendste Exportgüter: Aluminium, Ammoniak, Braunkohle, Eisenerz, Eisenmetalle, Elektrische Apparate, Getreide, Mais, Methanol, Maschinen, Düngemittel, Nutzfahrzeuge, PKW, Pharmazeutika, Phosphate, Roheisen, Rohstahl, Rüstungsgüter, Zement-Rohstoffe, Textilien


      Kartenausschnitt
      Schon vorhanden

      Beschreibungstext:

      Das wolkowische Volk
      Die Urbevölkerung der Wolkowischen Halbinsel waren die Nincsen, die dort nachweislich bereits im 6. Jahrtausend vor Christus lebten. Sie vermischten sich im 3. und 4. Jahrtausend vor Christus vollständig mit den Kavaren, einem ursprünglich aus Zentraleuridika stammenden Nomadenvolk, das in dieser Zeit auf der Wolkowischen Halbinsel sesshaft wurde. Aus ethnologischer Sicht entstand durch die Vermischung dieser beiden Gruppen das Volk der Wolkowen. Je nach Erhebung, lässt sich bei 60 bis 80% der heutigen wolkowischen Bevölkerung genetisch eine Abstammung von Kavaren und Nincsen nachweisen.
      Seitdem haben die Wolkowen durch Kontakt mit anderen Völkern drei bedeutende Auffrischungen ihres Genpools erfahren:
      • Zwischen dem 1. Jahrhundert vor Christus und dem 5. Jahrhundert nach Christus mit den Selucen, die in dieser Zeit weite Gebiete des heutigen Nordwolkowiens kontrollierten, und mit denen ein reger Warenaustausch stattfand. Da damals Sklaven nicht anders als Güter gehandelt wurden, wechselten auch viele Menschen zwischen den Kulturräumen hin und her. Durch die Nähe zum Selucischen Imperium kamen die Bewohner Wolkowiens bereits sehr früh in Berührung mit entwickeltem Sprach- und Schrifttum, Technologie und Kultur, was ihre Entwicklung maßgeblich befördert hat.
      • Zwischen dem 4. Jahrhundert und dem frühen 11. Jahrhundert mit den Russenen. Dieses aus Nordosteuridika stammende Volk war in der Spätantike in Richtung Süden gewandert und hatte an der wolkowischen Westküste gesiedelt, wurde allerdings mit der Zeit weitgehend von den Wolkowen assimiliert.
      • Von der Mitte des 11. Jahrhunderts bis zum frühen 16. Jahrhundert mit den Schenken. Dieses aus Osteuridika stammende Volk hatte im Hochmittelalter, während des sogenannten Schenkensturmes, einen Großteil Nordwolkowiens inklusive fast ganz Sewariens unterworfen, und konnte erst in Jahrhunderte dauernden Vertreibungsfeldzügen (Wolkowische Nordexpansion) wieder zurückgedrängt werden. Die mehr als 400 Jahre dauernde schenkische Besatzung hatte nicht nur genetisch, sondern auch kulturell betrachtet großen Einfluss auf die Entwicklung der modernen Wolkowen. Die bis heute in Nordwestwolkowien lebende russenische Minderheit hat aus der schenkischen Epoche beispielsweise die kyrillische Schrift und den orthodoxen Glauben beibehalten.
      Aus der ethnologischen Geschichte der Wolkowen erklärt sich ihr heutiges Erscheinungsbild: Wolkowen haben eine helle bis sehr helle Hautfarbe, in den südlichen Regionen teilweise auch eine mittlere Hautbräunung. Ihr Haar ist fast durchweg braun bis hellbraun, bei wenigen (< 10%) rötlich bis hellblond. Die Augenfarben verteilen sich auf blau, grün, braun und hellgrau. Die Gesichtsform ist bei Männern fast immer kantig, bei Frauen meistens rund. Die Median-Körpergröße liegt im euridischen Durchschnitt. Die Wolkowen werden auf Grundlage dieser Merkmale als Nordosteuridischer Menschentyp klassifiziert, was darauf zurückzuführen ist, dass fast alle großen Migrationsbewegungen auf die Halbinsel (Kavaren, Russenen, Schenken) ihren Ursprung in weiter nördlich gelegenen Gebieten des Kontinents hatten.

      Bei einem kleinen Teil von knapp einem Prozent der Wolkowen sind bis heute die Einflüsse des nahe gelegenen Vorderasua erkennbar. Sie entstammen meist gemischten Verbindungen von Händlern, Kaufleuten und Kriegsgefangenen aus Vorderasua, die sich vom 17. bis 19. Jahrhundert in Wolkowien niederließen und mit Einheimischen Nachkommen zeugten. Sie haben einen mediterranen Hauttyp und braunes oder schwarzes Haar, das häufig gelockt ist. Da ihre Vorfahren meist als Einzelpersonen nach Wolkowien kamen, hat sich nichts von ihrer ursprünglichen Sprache und Kultur erhalten.


      Religionen
      Annähernd zwei Drittel der Bevölkerung sind konfessionslos. Mit Abstand größte Religionsgemeinde ist das Katholische Christentum, dem knapp ein Drittel der Wolkowen angehören. Die übrigen Menschen bekennen sich größtenteils zum Protestantischen Christentum, zum Judentum oder zur Russenischen Orthodoxie. Die möglichst freie Ausübung von Religionen wird jedem Bewohner Wolkowiens verfassungsmäßig garantiert.

      Im öffentlichen Leben spielen die Religionsgemeinschaften kaum eine Rolle, da das Wolkowische Reich ein streng laizistischer Staat ist. Das Fach Religion wird in staatlichen Schulen nicht unterrichtet. Christliche oder jüdische Privatschulen sind kaum vorhanden. Kruzifixe sucht man in Gerichtssälen und auf Ämtern vergebens. Die christliche Kirche betreibt einen ökumenischen, privaten Fernsehsender, der zwar im ganzen Land empfangbar ist, aber monatlich nur wenige zehntausend Zuschauer anspricht. Anders als in vielen anderen Ländern findet die Taufe christlicher Kinder erst im Jugendlichenalter (Meist mit 14 bis 18 Jahren) statt, wie sie auch von der frühchristlichen Bewegung bis etwa 400 n. Chr. praktiziert wurde. Die Eltern erziehen ihre Kinder nach christlichem Selbstverständnis und überlassen ihnen die Entscheidung zum Kircheneintritt selbst. Die Taufe bei Kleinkindern hat in Wolkowien keine Tradition.


      Minderheiten
      Auf dem Staatsgebiet Wolkowiens leben rund 1,5 Millionen Menschen nichtwolkowischer Volkszugehörigkeit, sogenannte Allampolgár. Unter ihnen sind die Russenen (1,1 Millionen), die Kusaren (160.000) und die Karjaken (< 100.000) die bedeutendsten. Ihre Ambitionen zur Pflege von Kultur, Sprache und Religion sind mit dem Gesetz zum Schutz nationaler und ethnischer Minderheiten von 1963 erstmals unter besonderen Schutz gestellt worden. In der Einheitsverfassung von 2018 wurden die Rechte der Nationalen Minderheiten noch einmal erheblich ausgedehnt, und umfassen nun zum Beispiel auch eine politische Vertretung im Reichsrat, anerkannte Minderheitensprachen als zweite Amtssprache und als primäre Unterrichtssprache an Schulen und Universitäten.

      Für in Wolkowien lebende Ausländer ohne wolkowische Staatsbürgerschaft (~ 1,6 Millionen Personen) gelten diese Regelungen nicht. Bei der überwiegenden Mehrheit handelt es sich dabei um ausländische Arbeitskräfte (941.000), die das Land nach einigen Jahren Aufenthalt wieder verlassen, und um Lusitzchier (~ 700.000), die nach dem Befreiungskrieg auf dem Boden Sewariens verblieben sind und dort bereits seit vielen Jahrzehnten leben. Letztgenannte sind vom öffentlichen Leben weitgehend ausgeschlossen und politisch rechtlos, da Ausländer in Wolkowien kein Wahlrecht besitzen. Aufgrund des ihnen zugebilligten Heimatrechtes sind sie in Wolkowien aber als „ständige Bewohner“ geduldet.


      Staatssystem
      Das Wolkowische Reich ist laut Verfassung eine demokratische Republik mit einem semipräsidentiellen Zweikammersystem:
      • Das Nationalparlament wird alle vier Jahre im Frühjahr gewählt. Es setzt sich zusammen aus über 500 Abgeordneten mit Listen- und mit Direktmandat und ist ein Arbeitsparlament, dessen zahlreiche Ausschüsse und Arbeitsgruppen maßgeblich an der Ausarbeitung von Gesetzen beteiligt sind.
      • Im Reichsrat sind die einzelnen Komitate gemäß ihrer Einwohnerzahl und ethnische Minderheiten gemäß ihrer Angehörigenzahl vertreten. Die Abgeordneten können Beschlüsse des Nationalparlamentes ablehnen, wenn sie dadurch die Rechte der Komitate oder der Minderheiten verletzt sehen. Der Reichsrat ist ein reines Redeparlament, und kann keine eigeninitiativen Beschlüsse treffen. Er besitzt keinerlei Mitspracherecht zu Fragen des Haushalts, der Außenpolitik und der Verteidigungspolitik, diese sind alleinige Reichssache.
      An der Spitze des Staates steht der Staatspräsident, der auf eine Dauer von sieben Jahren vom Volk direkt gewählt wird. Er vertritt das Reich als formelles Staatsoberhaupt völkerrechtlich, ist Oberbefehlshaber der Streitkräfte und gibt dem Ministerpräsidenten die Rahmenbedingungen des politischen Handelns vor, die dieser dann mit seinem Kabinett umsetzt. Der Ministerpräsident wiederum wird auf eine Dauer von vier Jahren auf Vorschlag des Staatspräsidenten von den Abgeordneten des Nationalparlamentes gewählt.

      Neben den Wahlen des Staatspräsidenten und des Nationalparlamentes finden auch Wahlen der Komitatsparlamente, der Stadträte, der Bürgermeister und der Minderheiten-Selbstverwaltungen statt. Zudem gebietet die Verfassung Volksabstimmungen zu wichtigen Entscheidungen, wenn der Staatspräsident diese ansetzt oder ein Volksbegehren sie erzwingt.

      Demokratiewissenschaftler bezeichnen das wolkowische Staatssystem als unvollendete Demokratie. Obwohl die Verfassung alle Charakteristika einer funktionierenden Demokratie aufweist, wird diese von den politischen Akteuren nicht wirklich gelebt und zum Teil bewusst ausgehöhlt. Die drei bestimmenden politischen Lager aus Rechten, Liberalen und Linken leben untereinander in tiefem Zwist, dessen Ursprünge sich bis auf die Zeit des Bürgerkrieges 1917/18 zurückdatieren lassen, und der seit der Jahrtausendwende noch zugenommen hat. Ehrverletzende Diffamierungen und Anschuldigungen schwerster Art sind an der Tagesordnung. Es existiert unter den Parteien keine gewachsene Kultur des politischen Kompromisses, weshalb im Nationalparlament eine Art Diktatur der Mehrheit vorherrscht. Diese Schieflage wird durch das im wolkowischen Wahlsystem verankerte Reststimmenprinzip, das stärkere Parteien gegenüber schwächeren bevorzugt, um klare Mehrheitsverhältnisse zu schaffen, verstärkt. Die Opposition wird von der Regierung nicht als gewichtige Institution mit selbstverständlicher Existenzberechtigung innerhalb der politischen Landschaft betrachtet, sondern als unvermeidbares Abfallprodukt von Urnengängen. Organe mit zugedachter ausgleichender oder korrigierender Funktion, wie die Justiz und die Medien, sind zwar weitgehend unabhängig, leiden jedoch unter der traditionell sehr weit verbreiteten Korruption, und füllen ihre demokratietheoretischen Aufgaben nur noch bedingt aus. Gewerkschaften haben in Wolkowien seit dem krachend gescheiterten Bergarbeiterstreik von Filatorigát im Frühjahr 2015 so gut wie keine Macht mehr, und sind zudem von der Parteienlandschaft abgekoppelt.

      Die Wahlen indes sind frei und geheim und unterliegen keiner Manipulation, spiegeln also den tatsächlichen Willen des Volkes wider. Allerdings besteht ein eklatanter Mangel an Gleichheit im politischen Wettbewerb. Die seit 2010 regierende Nationalkonservative Partei nutzt ihre Stellung als selbsternannte staatstragende Partei, ihren Einfluss in den Medien und Unterstützung aus der Wirtschaft, um in Zeiten des Wahlkampfes über Monate hinweg ein Großaufgebot an Eigenwerbung aufzufahren, mit dem die anderen politischen Konkurrenten nicht mithalten können. Bei den Parlamentswahlen 2010, 2014 und 2018 entfielen auf die NKFW jeweils doppelt so viele Stimmen wie auf die zweitstärkste Kraft. Wahlkampf ist in Wolkowien eher eine riesige Propagandaschlacht denn sachlich begründete Eigenwerbung. Folge dieses unfairen politischen Wettbewerbes ist eine zuletzt leicht rückläufige Wahlbeteiligung, die aus Sicht der Opposition die Legitimität der Regierung in Frage stellt. Neue Möglichkeiten ergeben sich durch die Nutzung des Internets und von Messenger-Diensten, worüber sich vor allem junge Menschen kostengünstig sehr gut erreichen lassen.


      Grundlagen der Außen- und Sicherheitspolitik
      Als potente Volkswirtschaft und flächengroßer Staat Osteuridikas nimmt Wolkowien mit seinen knapp 60 Millionen Einwohnern in der Region eine bedeutende Schlüsselposition bei der Bewältigung von Krisen und Konfliktsituationen jeder Art ein, und ist maßgeblich für Stabilität und Friedensbewahrung mitverantwortlich. In den Vereinten Staaten ist das Land stark involviert, einer der zehn Hauptbeitragszahler und stellt mit Dr. András Kasnyik seit mehreren Jahren einen der höchsten Offiziellen der Weltgemeinschaft (2013 bis 2015 stellvertretender Generalsekretär, seit 2015 Generalsekretär). Mit dem östlichen Nachbarn Theomedien wird eine tiefgreifende Militärkooperation gepflegt (Ostmeerunion), an der auch die Redonische Föderation assoziiert ist. Das durch jahrzehntelange sozialistische Diktatur und Bürgerkrieg gebeutelte Kusari, das Armenhaus Asuas, wird seit 2013 mit umfangreichen Modernisierungskrediten der Wolkowischen Zentralbank, Technologietransfers und staatlich gelenkten Unternehmensansiedlungen wiederaufgebaut. Seit dem Ausbruch der Kawir-Krise im Frühjahr 2015 unterstützt die Regierung das Land auch durch Waffenimporte und ein Ausbildungsprogramm für kusarische Offiziere in Wolkowien gegen die ehranischen Gebietsansprüche gegenüber der Dracheninsel. Im Asuatischen Rat, dem 2014 ins Leben gerufenen Zusammenschluss asuatischer Staaten, ist Wolkowien aufgrund seines ökonomischen Gewichts als in der Region tätige Handelsnation und der tiefen wirtschaftlichen wie politischen Verflechtung mit den beiden Mitgliedsstaaten Ehrastan und Kusari durch einen Sitz mit Beobachterstatus vertreten.

      Wolkowien ist Sitz mehrerer internationaler Organisationen, wie der Weltbankgruppe, dem Internationalen Währungsfond (Beide in Smolensk), der Kooperation der Erdöl Exportierenden Staaten (Margít) und der International Broadcasting Union (Pannóniatelep). 1970 fand die Fußball-Weltmeisterschaft der Herren und 2014 der im Vorjahr gewonnene Worldvision Song Contest in Wolkowien statt. Durch seine geographische Lage, niedrige Unternehmenssteuersätze, hohe Anerkennung privaten Eigentums und eine regional gut ausgebaute Infrastruktur begünstigt, unterhalten viele weltweit tätige Großkonzerne Niederlassungen in der Republik: Die Western Power Union, eine multinationale, auf Erdgas spezialisierte Energieversorgungsgesellschaft mit einem ausgedehnten Pipelinenetz in Osteuridika, hat ihren Hauptsitz in Békásmegyer. Mit der Euridican Air and Space Corporation (EASC) ist seit 1971 auch eines der größten und fortschrittlichsten Unternehmen der Luft- und Raumfahrtbranche in Wolkowien ansässig.

      Seit dem Befreiungskrieg hat die wolkowische Regierung ihre Bemühungen intensiviert, die Binnenwirtschaft auf die Bedürfnisse der Selbstversorgungsfähigkeit einzustellen. Dazu wurden diverse protektionistische Einfuhrzölle eingeführt und kostenintensive Investitionsprogramme ins Leben gerufen, sowie die landwirtschaftliche Nutzfläche durch Rodung von Wäldern massiv erhöht. In neu geschaffenen Sonderwirtschafts- und Freihandelszonen sollen sich ausländische Unternehmen ansiedeln, wodurch Importwege entfallen. Ziel ist es, in den kriegswichtigen Sektoren der primären Lebensmittelversorgung, der chemischen Industrie, der pharmazeutischen Industrie, der Montanindustrie und der Rüstungsindustrie blockaderesistent zu werden. Dies hat dazu geführt, dass die wolkowische Wirtschaft nach dem kriegsbedingten Einbruch nicht mehr jene Wachstumszahlen vorweisen kann, wie dies vor 2016 der Fall gewesen war: Wuchs die wolkowische Wirtschaft zwischen 2011 und 2015 noch um durchschnittlich 4,02% pro Jahr, waren es 2017 nur noch 1,30% und 2018 1,40%.


      Regelbuch gelesen und akzeptiert?
      Ja

      Mentorenhilfe erwünscht?
      Nein

      Wie hast du zu Virtual States gefunden?
      Durch ein Partnerforum (Empires - History will never be the same)

    • Benutzer online 1

      1 Besucher