Angepinnt Staatsministerium

      Staatsministerium

      Das astorische Staatsministerium fasst alle Ministerien des astorischen Staates in einem Oberbegriff zusammen. Die Minister selbst haben die Aufgabe, für den ihnen zugeteilten Bereich die besten Lösungen für aufkommende Probleme zu finden und ihren Bereich möglichst zu stärken. Dies geschieht aber nicht im Konkurrenzkampf mit den anderen Ministerien sondern in enger Zusammenarbeit. Deswegen hat man sich auch entschlossen, alle Ministerien in einem Gebäude unterzubringen. Das Gebäude selbst wird dabei ebenfalls als Staatsministerium bezeichnet. Erbaut wurde es in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit seinen Kammern 1 und 2. Dabei wurde der Platzbedarf jedoch knapp bemessen, sodass man sich in den 30er Jahren dazu entschloss, das Gebäude noch einmal stark zu erweitern, sodass sich die Nutzfläche mehr als verdoppelte. Bis heute sind in den drei Kammern des Staatsministeriums sämtliche Ministerien des astorischen Staates untergebracht.

      Kammer 1 / Kammer 2 / Kammer 3
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      Reichskanzler: Prof. Dr. Siegfried Heimerdinger

      Die Minister:

      Ministerpräsident: Richard Jäger
      Militär: Eugen Gerstenmayer
      Inneres: Friedrich Ferdinand Alexander zu Dohna-Schlobitten
      Auswertiges: Ulrich von Brockdorff-Rantzau
      Justiz: Karoline Rosenfeld
      Wirtschaft und Arbeit: Ludwig Brefeld
      Jugend, Familie und Gesundheit: Frederike Haack
      Wissenschaft: Carl Heinrich Becker
      Kunst und Bildung: Christina von Brauckensiepen
      Landwirtschaft, Domäne und Forst: Rudolf Eduard Julius Gierke
      Volkswohlfahrt: Frida Faust
      Verkehr, Energie und Kommunikation: Johann Andreas Kraut

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      Es war bereits Ende April als sich Ministerpräsident Ludolf Camphausen mit den Ministern Wilhelm Groener und Ulrich von Brockdorff-Rantzau traf. Sie trafen sich im Büro von Camphausen im Staatsministerium, wo die beiden Minister am Schreibtisch gegenüber von Camphausen platz nahmen. Beide hatten ein Glas Wasser vor sich stehen und mittig zwischen ihnen stand ein kleiner Teller mit Gebäck. Kaum hatten sie platz genommen, begann Camphausen auch bereits zu sprechen. Er erst seit ein paar Monaten im Amt, hatte sich aber bereits schnell eingelebt.

      "Nun meine Herren, Herr Groener weiß bereits, worum es geht, er kam neulich auf mich zu um mit mir über eine neuausrichtung unseres stolzen Militärs zu sprechen. Das vergangene Jahr hat vieles aufgezeigt. Astoria stand am Rande einews westeuridischen Krieges und die Pläne, die dabei aufgestellt wurden, haben uns unsere Stärken sowie unsere Schwächen aufgezeigt. Herr Groener, sie können dies sicherlich besser erläutern."

      "Vielen Dank. Wie Herr Camphausen bereits erwähnt hatte, habe ich mich neulich an ihn gewandt. DIe Pläne, die für einen Konfliktfall letztes Jahr aufgestellt wurden haben uns mehreres aufgezeigt. Unsere Streitkräfte sind im Heer viel zu groß. Ein solches Heer wäre vor 50, 60 Jahren noch absolut Standesgemäß gewesen, soch selbst da haben sich die zeiten angefangen zu ändern. Mit modernen Lenkwaffensystemen ist esm öglich aus großer Distanz präzise die Ziele zu treffen. Deswegen sah der Konfliktfall auch vor, schnellstmöglich die Lufthoheit zu erlangen. Das Heer wäre anfangs nur zur Verteidigung genutzt worden während unsere Luftwaffe ihre Dominanz ausgespielt hätte und den Konfliktpartner von oben klein gehalten hätte, bis dann unser Heer wie ein heißes Messer durch die Butter durch die geschwächten Reihen des Gegners gefallen wären, der aufgrund von Nachschubmangel eingeknickt wäre. Astoria hat eine der stärksten Luftwaffen der Welt, diese Stärke gilt es weiter auszubauen mit einer massiven Aufrüstung der Luftwaffe, mehr Bomber, mehr Kampfflugzeuge, mehr Hubschrauber. Je schneller wir uns die Lufthoheit in einem Konflikt sichern, desto schneller kontrollieren wir diesen.

      Ein anderer Punkt, der aber auch deutlich wurde: Zwar könnten wir Westeuridika ziemlich einfach kontrollieren, wären in einem Konflikt aber einem Handelskrieg verhältnismäßig schutzlos ausgeliefert. Unsere Marine wäre in Westeuridika gebunden. Daher gilt es nun auch, die Marine aufzustocken und zwei weitere Stützpunkte uber Pachtgebiete im Südmeropik und der Caribik zu errichten. Zu letzterem gab es bereits gespräche mit einer Nation im Südmeropik. Das Gebiet liegt relativ zentral, sodass wir mit einer Basis sehr viel dort abdecken können. Der Caribische Stützpunkt soll die Kontrolle im Nordmeropik verbessern. Zudem wird im Südmeropik an besagtem Stützpunkt eine neue Flotte etabliert, das Südmeropikgeschwader. Auch soll auf dem Pachtgebiet ein neues Hochsicherheitsgefängnis errichtet werden, in dem die Feinde Astorias gefangen gehalten und verhört werden. Denn auch gab es letztes Jahr eine steigende terroristische Bedrohung, der wir begegnen müssen."


      "Das klingt ja alles sehr gut Herr Groener, aber ich bezweifle, dass wir dafür außenpolitisch viel Jubel und Applaus bekommen werden. Das würde womöglich sehr invasiv nach außen hin wirken, denken Sie nicht? Ich bin noch nicht wirklich überzeugt von der Idee."

      "Nun, das könnte möglicherweise sein, aber das internationale Pflaster war noch nie wirklich nachtragend. Zudem soll das ganze einher gehen mit einer drastirschen verringerung des Heeres, weniger Fahrzeuge, weniger Panzer, weniger Soldaten. Dies dürfte besonders in Westeuridika für Entspannung sorgen, wenn wir es nach außen hin richtig verkaufen. Jedoch brauchen wir die Möglichkeit, unsere Handelsmarine im Konfliktfall schützen zu können, das wäre mit diesen Änderungen deutlich besser möglich als akttuell."

      "Naja, aber die Aufstockung der Luftwaffe könnte dem entgegen wirken, denken sie nicht?"

      "Möglicherweise ja, aber das wäre bei einer Aufstockung des Militärs doch generell der Fall, oder nicht? Zudem müssen wir es ja nicht so groß veröffentlichen, sondern verkaufen es als eine Modernisierung. Das ganze wird sich auch über Jahre ziehen. Wir fangen also zunächst damit an, unsere bestehende Luftwaffe zu modernisieren. Es dürfte also erst relativ spät an die Öffentlichkeit gelangen. Geheinhaltung klappt ja doch recht gut bei uns."

      "Das stimmt, das hat die Vergangenheit ja durchaus gezeigt, aber wenn nun doch etwas öffentlich wird? Könnte man es nicht als eine Vorbereitung auf einen Eroberungskrieg in Westeuridika deuten?"

      "Das bezweifle ich. Hier wäre es aber mit sicherheit von Vorteil, wenn Sie sich diesbezüglich einschalten könnten und unsere Nachbarn an einen Tisch bringen könnten, sodass wir bessere Beziehungen dahin etablieren könnten."

      "Ich kann ein Treffen veranlassen, das wäre allegemein sicherlich nicht die schlechteste Idee. Herr Camphausen, da würde ich Sie aber gerne mit dabei haben, genauso wie den Herrn Reichskanzler, um deutlich zu machen, dass uns dieses Treffen ernst ist. Wären Sie mit dabei?"

      "Ja, das wäre sicherlich möglich. Aber denken Sie, dass wir dadurch die außenpolitische Wirkung verheimlichen bzw. verbessern könnten? Andernfalls wären die Maßnahmen vielleicht keine allzu gute Idee."

      "Nunja, ich denke, es wäre sicherlich ein positives Zeichen."

      "Richtig, und wenn wir besonders die Luftwaffe verheimlichen können, dann dürfte das Echo nicht allzu groß sein, wie gesagt, und erfahrungsgemäß ist die Außenpolitik nicht allzu nachtragend. Zudem würde ein solcher Auftrag auchg die astorische Wirtschaft ankurbeln."

      "Nun, ich werde den Vorschlag mal im Reichstag zur Diskussion vorlegen, dieser muss dem sowieso noch zustimmen, danach sehen wir weiter."

      "Ich denke, so können wir uns einigen"


      10. Mai 2021, erneute Sitzung im Büro des Ministerpräsidenten

      "Nun meine herren, das Ergebnis der Abstimmung des Reichstages ist da und sie haben es mit sicherheit auch schon mitbekommen. Knapper hätte es nicht ausfallen können, 54% Zustimmung. Das reicht zwar, um es beschließen zu können, aber es könnte sehr leicht vom Reichskanzler angefochten werden und damit für ungültig erklärt werden. Daher wird Reichskanzler Schneider nacher noch zu uns stoßen., dann können sie die Aspekte noch einmal genauer erläutern."

      "Nunja, meine Begeisterung über die Maßnahmen hält sich in Grenzen. Ich habe immernoch Bedenken bezüglich der außenpolitischen Wirkung des ganzen. Astoria steht allgemein ja schon eher auf der Bösen seite durch den starken Militarismus. Vielleicht sollten wir davon mal abkehren"

      "Herr von Brockdorff-Rantzau, ich bitte sie, das Militär hat in Astoria eine große Tradition und ein hohes Ansehen, davon abzukehren würde einen großen verlust der astorischen Identität bedeuten."

      "Das wäre ja vielleicht garnicht so schlecht, Astoria hat nicht den besten Stand im Ausland. Vielleicht wird es ja mal Zeit für einen Identitätswechsel."

      "Herr von Brockdorff-Rantzau, ich denke auch, dass eine totale Änderung der Identität zu radikal wäre. Mehr Gespräche mit unseren Auslänmdischen Partnern wäre sicherlich förderlicher und würde einen deutlich größeren Effekt haben."

      "Nun, wenn sie das meinen..." von Brockdorff-Rantzau klang dabei eher enttäuscht und wenig begeistert davon, dass seine Meinung so auf Ablehnung stieß. Doch ehe er sich dazu äußern konnte klopfte es an der Tür und der Reichskanzler trat hinein. Alle erhoben sich und begrüßten diesen. Daraufhin entbrannte eine stundenlange Diskussion über das Thema. Auch der Reichskanzler war zunächst niocht besonders begeistert von der Umstrukturierung, doch nach einigem hin und her konnte eine Einigung gefunden werden. Man würde das Gespräch mit seinen Nachbarn suchen. Diesen würde man, zumindest auch in Teilen die Situation erklären, natürlich würde man nicht zu viel verraten wollen. Damit erhofft man sich, dass die außenpolitische Wirkung weniger negativ ausfällt.
      Es peitschte ein starker Platzregen gegen die Scheiben des Regierungsschlosses, in dem die Regierungsvertreter Astorias erneut tagen. DIe aktuelle Lage war angespannt, die Embargos hatten spürbare Auswirkungen auf die Wirtschaft, die Arbeitslosigkeit schoss in die Höhe und einzelne Betriebe klagten bereits über Materialknappheit. "Wir müssen diesen Schweinen in Voorlant zeigen, wer hier das sagen hat, wir können uns nicht auf der Nase herumtanzen lassen" Gerstenmayer stampfte mit der Faust auf den Tisch während er diese Worte aussprach. Er liebte sein Land, deswegen ist er damals auch zur Armee gegangen. "Ich habe bereits mit dem Generalstab gesprochen, die Pläne liegen bereit und innerhalb von 24h wäre der ganze Spuk vorbei, dann hätte Voorlant nichts mehr zu melden. Mit den Warägern ist ja noch zu reden." "Herr Gerstenmayer, kriegerische Maßnahmen haben unhs doch erst dahin gebracht, wo wir aktuell sind, das können wir uns nicht erlauben" "Herr Prof. Dr. Heimerdinger, bei allem Respekt, sie haben bereits viel erlebt in ihrem hohen Alter, jedoch ist diese Lage anders, Astoria hat sich noch nie in der Geschicht in so einer Schieflage befunden, auch das Volk wird immer Kriegslüsterner und verlangt bereits, dass wir militärisch aktiv werden." "Ruhe jetzt ihr beiden" sprach nun der König das Machtwort "Heimerdinger hat recht, wir können nicht einfach dort einmarschieren und erwarten, dass dann wieder die Sonne scheint, wir müssen es auf diplomatischem Wege versuchen, ansonsten haben wir die ganze Welt gegen uns." Der König blickte zuerst etwas verärgert zu Gerstenmayer, danach zustimmend zu Heimerdinger. Er hatte versprochen, er würde Änderungen bringen und daran wollte er sich halten "Was wir auch tun, wir müssen es schnell machen, die Wirtschaft steuert ungebremst auf einen Abgrund zu, spätestens Ende des Jahres wären wir am Ende" mischte nun auch Brefeld mit. Er hatte die Daten vorsich liegen und diese wahren beunruhigend, die Wirtschaft war in einem steilen Abwärtstrend. "Was wollen die Voorlanter denn noch von uns, damit sie sich nicht mehr quer stellen?" fragte zu Dohna-Schlobitten "Soweit ich weiß, wollen sie noch eine Entschuldigung von uns. Ich denke, ich werde da etwas fertig machen und dann sehen wir weiter." antwortete der König auf die Frage. "Prof. Dr. Heimerdinger, Herr von Brockdorff-Rantzau, Sie werden mich dabei unterstützen." "Jawohl eure Majestät" antworteten die drei wie aus einem Munde. "Und was machen wir, wenn sie es nicht akzeptieren?" Fragte Gerstenmayer daraufhin. Er hatte schon seine Pläne und war sich sicher, dass mit Voorlant nicht zu reden ist. "Dann treffen wir uns hier erneut und besprechen unser weiteres vorgehen." "Aber eure Majestät [...]" "RUHE JETZT, das ist das, was wir machen werden." "Jawohl eure Majestät."
      Im Staatsministerium herrschte schon lange Ruhe, um 18Uhr hatten die meisten Feierabend. Lediglich im Büro von Minister Brefeld brannte noch Licht. Er saß an seinem Computer als das Faxgerät ertönte. Die aktuellen Wirtschaftsberichte. Sie waren erschreckend. Das BIP war auf Talfahrt, die Leistung der in Astoria so essentiellen Stahlindustrie ist um etwa die hälfte gesunken, lediglich die Kohleförderung hat relativ geringe einbußen, allerdings wurde die geförderte Kohle deutlich stärker für den heimischen Markt verwendet. Einige Staatewn haben die Verträge für Ölexporte gekündigt, sodass ein nicht zu vernachlässigender Teil der Kohle zu Öl verarbeitet werden musste. Die astorische Maschinen-und Chemieindustrie hat durch die VS-Resolution schweren Schaden genommen, viele der Produkte wurden abgefangen. Insgesamt ist das astorische BIP seit beginn des letzten Jahres um gute 15% gesunken und ein Ende der Talfahrt ist erst mit Beendigung der VS-Sanktionen in Sicht, allerdings wird es noch deutlich weiter sinken, sowas stoppt leider eher wie ein schwerer Güterzug. Das einzige, was gestiegen ist, ist die Arbeitslosenquote, die mittlerweile über 10% liegt und immer weiter richtung 20% steigt. Analog dazu steigen auch die Ausgaben für die Sozialhilfe. Brefeld setzte sich wieder an seinen Platz, die Zahlen waren höchst erschreckend. Man konnte es in seinerm Blick sehen. Wenn es nicht bald ein Ende der Krise gab, dann würde es kein Astoria, wie er es kannte, mehr geben. Er war den Tränen nahe, nur, weil ein paar Vollidioten so einen Blödsinn verzapft haben, fährt Astoria vor die Wand. Er hoffdte inständig, dass nun die Notbremse gezogen wird und Astoria gegen Mitte des Jahres die Talfahrt beenden kann. Leider beruht die Talfahrt nicht nur auf den VS-Sanktionen sondern auch darauf, dass besonders Voorlant sehr willkürlich Waren beschlagnahmt, die nicht unter dem Dual-Use gedeckt sind. Brefeld war diesbezüglich schon mehrfach bei Herrn Gerstenmayer und Dr. Heimerdinger, jedoch haben die mit hinblick auf die Verhandlungen abgewunken, man wollte dessen Erfolg nicht gefärden. Brefeld ging zu einem hölzernen Schrank, ein Minikühlschrank. Daraus nahm er sich einen Whiskey und füllte sich etwas in ein Glas ein. Mit diesem Glas ging er an das Fenster. Die Sonne war schon nicht mehr zu sehen, sondern hinterm Horizont verschwunden, ihre Strahlen erhellten aber noch den Himmel. Auf der Straße fuhren ein paar Autos vorbei, nicht zu viele, auch, weil Treibstoff in Astoria deutlich teurer geworden ist, aber auch, weil viel mehr Leute den öffentlichen Verkehr nutzten. Zudem waren die meisten um diese Zeit bereits zu Hause. 9-18Uhr war die Reguläre Arbeitszeit in Astoria. Brefeld blickte wehmütig nach draußen. Gegenüber prunkten die stolzen Bauten aus dem 19. Jahrhundert, eine stolze Zeit für Astoria. Brefeld konnte sich bei dem Gedanken eine Träne nicht mehr verkneifen, als er daran dachte, was aus dieser einst so stolzen Nation geworden ist.
      "Wie lange denken Sie, können wir mit der Rationalisierung noch durchhalten?" Fragte Minister Haack, der besorgt ist aufgrund der steigenden zahlen der Krankenhauspatienten. Viele von ihnen durch Mangelernährung oder Lebensmittelvergiftung, denn durch die große Knappheit essen einige Menschen auch schon lange verdorbene Lebensmittel, um überhaupt etwas zu essen zu bekommen. So wird häufig versucht, bspw. Schimmel einfach weg zu schneiden und das Brot oder den Käse trotzdem noch zu essen, was leider auch zu lebensbedrohlichen Situationen führen kann, so kam es auch, besonders bei schwächeren Menschen, schon zu einzelnen Todesfällen deswegen. "Nun, es sieht düster aus, sollte es so weiter gehen und die Sanktionen nicht spätestens im August enden, dann wird es vermutlich dazu kommen, dass wir entscheiden müssen, wer leben darf und wer verhungern muss. Ich möchte diese Entscheidung nicht treffen." antwortete Gierke, Landwirtschaftsminister. "Ich auch nicht, ich glaube, das möchte keiner. Bei den Krankenhausbetten haben wir zwar noch gute Reserven, aber wenns wirklich so schlimm kommt, dann kann ich mir gut vorstellen, dass diese auch nicht mehr reichen werden" Man sah den beiden Ministern an, sie waren enorm besorgt und wären aktuell lieber ganz wo anders. Es waren schwierige Zeiten, auch im Ministerium hat man angefangen, die Lebensmittel zu rationalisieren. Dies wurde nahezu einstimmig von allen Ministern so beschlossen, um mehr Lebensmittel für die Bevölkerung übrig zu haben. "Können wir garnichts machen?" Fragte Haack, fast schon flehend "Ich fürchte nein, wir können nicht auf einmal unsere landwirtschaftliche Produktion verdreifachen, das funktioniert nicht, auch wenn ich es mir gerade wünschen würde. Das einzige, was uns dann noch übrig bleibt, wäre, Schiffe, die Lebensmittel nach Astoria transportieren mit militärischer Gewalt durch zu drücken. Ich habe darüber schon mit Gerstenmayer gesprochen, er wolle diese Maßnahme nicht in erwägung ziehen, dies würde alles nur verschlimmern." "Viel schlimmer kann es doch kaum noch kommen...wir sind dadurch quasi mitten in eine Hungersnot gerutscht." antwortete Haack. Man konnte einen anflug von Wut in seiner Stimme hören, Wut auf die Sanktionen, Wut auf die Handlungen der vergangenen Regierung, die dieses Schlamassel eingebrockt hat. "Das schon, aber aktuell sind wir auf nem Weg der Besserung, Voorlant will erstmal die Sanktionen aussetzen, hoffentlich folgen andere Länder diesem Beispiel" "Hoffentlich..."
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