[Gespräche] Treffen der Verantwortlichen der KUL mit der IASO (02.01.2018)

      [Gespräche] Treffen der Verantwortlichen der KUL mit der IASO (02.01.2018)

      Dalby - Königreich Vogar | Sitz der IASO, Hauptverwaltungsgebäude | 02.01.2018, ca 11:30 Ortszeit

      In einem kleinen Konferenzraum hatte James Damien Howard, Direktor der IASO, es sich bereits bequem gemacht. Erster Arbeitstag nach den Feiertagen und es stand direkt eine kleinere Konferenz an. Die KUL und ihre Raumfahrtbehörde schien nun doch Interesse an einer festeren Zusammenarbeit zu haben. Vor dem Direktor lagen auf dem Tisch zwei dünnere Ordner mit einer kurzen Vorstellung der IASO und ihren Möglichkeiten. Sowie gleiches von der KUL Behörde. Als gebürtiger Valhone war es für ihn natürlich wichtig sich zu informieren und seinen Gast zu kennen. Wissen blieb einfach Macht. Wobei Macht hier einfach das falsche Wort war. Eher das man so sich besser auf einen gemeinsamen Nenner einigen konnte. Gegen 12:00 sollten die Gäste eintreffen. Er hatte also noch ein wenig Zeit die Unterlagen zu studieren. Die Empfangsdame bereitete bereits unterdessen den Raum vor. Sie störte sich an ihrem Chef nicht, servierte ihm einen Korud-Kaffee aus der Heimat und wuselte dann weiter.
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      Ludwig Jacob betrat gerade das Hauptverwaltungsgebäude der IASO und musste eine kurzen Überprüfung gleich am Eingang über sich ergehen lassen. Auf dem Flug hierher war er nochmal alle Dokumente mit den Punkten durchgegangen, die er besprechen wollte beziehungsweise musste von der konföderierten Regierung aus. Es war mehr ein Kompromiss zwischen dem Bildungsministerium und der FV gewesen, dass sich beide Raumfahrtbehörde annähern sollten. Die Regierung wollte die Beziehungen zur Welt verbessern und sich offen präsentieren, während Dr. Jacob lieber an der Eigenständigkeit der FV festhalten wollte. Vielleicht war er in diesem Aspekt einfach zu konservativ und die nächste Generation zeigte doch mehr Offenheit.
      Eine Mitarbeiterin empfing den Generaldirektor FV gleich nach der Kontrolle und führte ihn direkt zum Konferenzsaal, wo schon Direktor der IASO James Damien Howard auf seinen Gast wartete. Sofort reichte er zur Begrüßung seine Hand entgegen. "Vielen Dank für die Einladung, Herr Howard!"
      "Seien sie herzlichst Willkommen, Herr Jacob. Es hat mich sehr gefreut, dass die KUL und ihre Raumagentur an einer Zusammenarbeit interessiert sind. Bitte nehmen sie doch Platz." Der Direktor der IASO bot seinem Gast einen Sitzplatz an und holte Kaffee- und Teewasserkanne von einem Beistellschrank. Anschließend nahm er sich auch eine frische Tasse des importierten konkordialen Kaffee. Mit einem freundlichen Nicken entließ er dann die Mitarbeiterin vom Empfang, nahm Platz. "Nun, lassen sie sich von mir nicht aufhalten. Ich bin sehr neugierig."
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      Er nahm dankend die Tasse Kaffee an und packte die Unterlagen aus seinem Koffer. "Intern haben wir uns auf ein Kompromiss geeinigt, dass die FV die Abteilung der Missionskontrollzentrum sowie die Startrampe im Weltraumhafen-Nord, nördliches Areal genauer gesagt, der IASO zur Verfügung zu stellen. Auch würden wir die Lizenzen der Raketen der Vierten Generation und der künftigen Generation der IASO bereitstellen, auch, wenn Ihre Raumfahrtorganisation es nicht unbedingt nötig hat. Natürlich haben wir gewisse Bedingungen, wie in jedem guten Abkommen auch. Wir möchten einen konföderierten Astronauten auf der ISS haben und an den Versorgungsflügen zur ISS aktiv teilnehmen. Ich werfe das jetzt so direkt in den Ring."
      Entspannt lehnte sich der Direktor der IASO zurück und lauschte dem Kollegen aus der KUL. Er hatte schon mit solchen Vorschlägen gerechnet. "Nun, Herr Kollege, das sind ziemlich große Wünsche die sie da auf den Tisch bringen. In Sachen ISS kann ich alleine nicht viel entscheiden. Die IASO beteiligt sich wie viele andere Nationen an der ISS. Da müssen sie sich eher an die einzelnen beteiligten Nationen unter der Führung der Redonischen Föderation wenden. Ihr Weltraumbahnhof ist für die IASO von geringerer Bedeutung. Der Weltraumbahnhof Hamaskivil hat eine langjährige Tradition und ist für unsere Operationen bestens ausgebaut. Was ihre Trägerraketen angeht. Ich bin nicht sicher ob diese einen Wert für die IASO besitzen. Das ATHENA-Programm ist derzeit das führendste in ihrem Bereich was Leistung und Finanzierung angeht. Und wenn ich mir so die Geschichte ihres Programmes ansehe, waren da nicht gerade die besten Ergebnisse dabei." Howard nahm eine Mappe zur Hand und blätterte darin. "FV-4l wurde nach zwei Testversuchen eingestellt. Insbesondere als im Jahr 2003 eine vorzeitige Zündung bei Arbeiten das Triebwerk explodieren lies und einigen Mitarbeitern das Leben kostete." Er legte einen Zeitungsartikel auf den Tisch. "Die IASO ist durchaus interessiert an einer gemeinsamen Arbeit. Doch mit derartigen Forderungen, die den bisherigen Stand der Arbeiten zurück wirft, kann nicht arbeiten. Ich kann ihnen versichern, dass die KUL als Teil der IASO vollen Zugang zu unserer Technologie und unserem Markt erhält."
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      Er schüttelte seinen Kopf als er den Zeitungsartikel überflog. "Nun, es gab tatsächlich so ein Unfall. Das möchte ich nicht bestreiten, aber wenn Sie sich besser informiert hätten, dann wüssten Sie auch, dass die Einstellung des Projekts nie stattgefunden hat. Es gab Gespräche darüber, beschlossen wurde es jedoch nie. Das Projekt wurde lediglich verschoben. 2008 wurde die Entwicklung wieder aufgenommen und nun fliegt sie, wird jedoch bald von der FV-5l abgelöst. Die Zeitung ist übrigens von einem Verlag, der sich offen gegen das konföderierte Raumfahrtprogramm äußert. Kritiker, die sich auf jedes Desaster stürzen wie eine Gruppe Hyänen auf ihre Beute und damit übertrieben prahlen." Er legte einen Stapel Papier auf den Tisch und schob es seinen Gastgeber herüber. "Dann erzählen Sie mir, wie teuer bei Ihnen ein Transport eines Satelliten mit 200kg Gewicht ins LEO wird. 35 Millionen VS-Dollar und aufwärts? Keine Frage, die IASO-Projekte sind weit fortgeschritten und überschreiten unsere Technologien. Bei kleinen Frachten jedoch operiert sie einfach unwirtschaftlich." Er nahm sich ein Schluck aus seiner Tasse, bevor er fortfuhr: "Wenn Sie jedoch keinerlei leichte Trägerraketen haben möchten, dann sei es drum. Dann erläutern Sie mir jetzt Ihre genauen Vorstellungen der Kooperation unser beider Behörden."

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      "Bisher war in der Tat der Markt für kleiner Nutzlasten nicht im Fokus. Insbesondere da wir bisher eine Entwicklung für immer größere Nutzlasten verzeichnen. Kleiner Lasten sind im Hucke-Pack-Verfahren an die Großen Träger oder im Doppellast-Verfahren auf den Standard-Modellen. Und glauben sie mir, Kritiken müssen sie immer mit rechnen. Medien, Verschwörungstheoretiker, Extremisten. Sie sehen in unserer Idee eines gemeinsamen menschlichen Fortschrittes immer eine Schwäche." Interessierte nahm er die Papier und überflog sie. Die Daten schienen im ersten Blick fundiert und gut zu sein. Vieles ähnelte dem TRALEN-Projekt. Aber genaueres konnte er bei einem ersten Studium nicht sagen. "Sie scheinen eine ähnliche leichte Trägerrakete wie TRALEN zu entwickeln. Ich könnte mir gut vorstellen, dass wir in diesem Bereich zusammenarbeiten. Ich vermute unserer beiden Kenntnisse in diversen Fachbereichen würden die letztliche Fertigstellung von TRALEN C und TRALEN E beschleunigen."
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      "Nun ja, es wäre für uns ziemlich töricht gewesen, eine weitere schwere Trägerrakete im Ausmaße der ICARUS oder künftigen SLS der NASA zu bauen. Wir würden gegen diese Konkurrenten verlieren, deswegen bauen wir lieber Raketen mit kleineren Nutzlastkapazitäten, die eine günstige Alternative darstellt. Bisher kamen wir damit auch gut um die Runden.
      Die FV-5l hat im Vergleich hierzu nur einen schwächeren Triebwerk, immerhin transportiert dieser nur ungefähr die Hälfte der TRALEN. Es soll auch eine leichte Trägerrakete bleiben. Bei 2,5 Tonnen wäre dieser nach unsere Klassifkationstabelle schon eine mittelschwere Trägerrakete. Wir sind sowieso am Überlegen, dass wir das FV-5-Programm um eine neue Klassifikation zu erweitern wie eine FV-5sl also eine extraleichte Version für Kleinstsatelliten. Mal schauen ..."
      Erneut schob er das entsprechende Dokument über die Vorstellung der FV-5sl zu seinem Gegenüber rüber. "Um auf das Thema zurückzukommen: Wie können wir denn der IASO beim TRALEN-Projekt genau helfen? Technologisch sind wir nicht gerade überlegen." Ludwig schaute seinen Gastgeber mit einem fragenden Blick an, zückte seinen Kugelschreiber und war bereit, sich Notizen zu machen.
      Der Direktor legte die Unterlagen zur Seite und nahm einen Schluck Kaffee. Die Konföderierten waren sehr von ihrem Produkt überzeugt, was ihr gutes Recht auch war. Als Vater eines Projektes wäre er auch stolz drauf. Doch hier galt es mehr als nur das Objekt als solches zu betrachten. "Nun, ich kann sie verstehen. Aber das ausschlaggebende Argument für eine Zusammenarbeit haben sie gerade selbst genannt: Der technologische Fortschritt. Ihre konföderierte Raumfahrtagentur schließt sich dem Internationalen Programm der IASO an. In diesem Rahmen erhalten sie Zugang zu den IASO-Projekten und Entwicklungen, können sich auf zuverlässige Trägersysteme aller Größenordnungen für ihre Raumprojekte verlassen. Sie können ihre Astronauten in das IASO Space Corp entsenden und wären damit auch an den bemannten Missionen direkter beteiligt. Das einzige was sie einbringen würden, wäre ein Anteil am jährlichen Budget der IASO. Sie würden einige Haushaltsposten im Bereich der Infrastruktur und Verwaltung durch die IASO bezahlt beziehungsweise bezuschusst bekommen. Und ich denke man könnte im Ministerrat der IASO darüber sprechen die Hauptfertigung von TRALEN in die KUL zu verlagern und somit ihr Unternehmen, die Fusée Verticale, zu stärken." Howard nahm einen erneuten Schluck seines konkordialen Kaffee's und biss ein Stück vom einem kleinen Stück Gebäcks ab. "Es sei denn Fusée Verticale und die KUL sind in keinsterweise an Internationaler Zusammenarbeit interessiert und wollen stattdessen lieber diktieren, wie kleinere Nutzlasten auf einem bisher nicht erfolgreich geprobten und bewährten Trägersystem transportiert werden sollen. Was natürlich ihr gutes Recht auch ist. Doch kann ich ihnen versichern, dass auch der Bereich der kleineren Nutzlasten mit TRALEN langfristig durch die IASO abgedeckt wird. Ich biete ihnen also ein Stück vom Kuchen an..."
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      "Wenn wir an keiner internationalen Zusammenarbeit interessiert wären, hätten wir der NASA nicht schon vor Monaten unser Interesse an der Mondbasis geäußert und wir würden auch nicht heute hier, im Hauptverwaltungsgebäude der IASO, zusammensitzen und über unsere gemeinsame Zukunft verhandeln", beteuerte der Generaldirektor. "Nehmen wir an, die IASO lässt die TRALEN zukünftig bei uns fertigen, dann wären wir natürlich bereit, auch unser FV-5l-Projekt vorübergehend einzustapfen bzw. in die FV-5sl umzuwandeln, da wir schon bei der dritten Prototypreihe sind. Ob die IASO die Rakete anschließend nutzen möchte oder nicht, überlassen wir Ihnen. Es macht aus der wirtschaftlichen Perspektive wenig Sinn, wenn die FV zwei ähnliche Trägersysteme baut und startet. Von daher bin ich als offizieller Sprecher des Bildungsministeriums und Generaldirektor des Unternehmens bereit, eine Kooperation mir der IASO zu unterzeichnen, um es rechtskräftig zu machen", verkündete er mit einem Lächeln. "Ich hoffe, 250 Millionen VS-Dollar reichen als KUL-Beitrag am IASO-Budget", fügte er noch hinzu, nachdem er kurz in seine Akten geschaut hatte.
      Etwas überraschte schaute der IASO-Direktor seinen Kollegen an. "Nun, ich bin sicher nicht in der Lage noch nehme ich mir das Recht heraus ihnen Vorschriften zu machen. Sie alleine entscheiden ob sie ihre Projekte zu Gunsten neuerer und moderner Technologien einstellen. Und um das Vorgehen genauer zu erläutern. Sie würden zunächst in die Gruppe der ICS, also der kooperierenden Nationen, aufgenommen werden. Sie können sich vollkommen an den Projekten beteiligen und tragen nur einen kleinen Beitrag zum Haushalt der IASO bei. Mit dem neuen Jahr 2019 würden sie dann zu den Vollmitglieder mit vollem Stimmrecht aufschließen. Und im gemeinsamen Ausschuss würde dann auch die Planungen der Finanzen für 2019 stattfinden."
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      "Nun ...", begann der Generaldirektor leicht zögerlich, "Wie wird bei Ihnen als kleiner Beitrag genau definiert? Ich brauche eine Summe, um die Verlagerung der FV-Gelder durch das Komitee, das für die Überwachung des Budgets verantwortlich sind, genehmigt zu bekommen.
      Weiterhin bräuchte ich ein Vertragsentwurf Ihrerseits, damit die ganze Sache offiziell wird. Am Ende des Tages können mehrere Stellen diese Kooperation anfechten, wenn wir keinen wirksamen Vertrag vorlegen können"
      , beharrte Dr. Ludwig.


      Anmerkung
      Ich wünsche mir wirklich ein Vertragsentwurf, wo alle Punkte enthalten sind :)
      Direktor Howard legte eine Tabelle und ein Diagramm des Finanzierungsplan für 2018 ASZ auf die Projektionswand des Konferenzraumes. "Nun, in diesem Jahr betrugen die Beiträge der ICS rund 220 Millionen VS-$. Ich nehme an der Finanzausschuss des IASO-Rates wird auch für das nächste Jahr etwas die gleiche Summe planen. Unser jährliches Etat beläuft sich im Regelfall auf rund 5 Milliarden VS-$. Entsprechend würde das Etat natürlich im Rahmen der Möglichkeiten auf alle IASO-Nationen verteilt werden. Und selbstredend wird ein entsprechender Kooperationsvertrag noch aufgestellt werden. Zunächst einmal habe ich hier die bisherigen als Muster sozusagen." Der Direktor übergab dem Kollegen aus der Konföderation einen leichten PDA. Man hielt innerhalb der IASO wenig von vielen Papierkriegen, sodass derartig große Werke eher auf einem solchen mobilen Gerät ausgegeben wurden. "Ich kann ihnen eine Kopie der Dateien zukommen lassen."
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      "Dann rechnen Sie 50 Millionen VS-Dollar unsererseits noch dazu, wir werden uns auf das Jahr 2019 vorbereiten und alle weitere Schritte intern abklären." Er überflog das Dokument. "Er scheint in Ordnung zu sein. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir eine Kopie zusenden, damit die Juristen es auch nochmal durchlesen können. Sie kennen sicherlich das Prozedere." Generaldirektor Ludwig trank seinen letzten Schluck Kaffee. "Ich wäre soweit mit meiner Agenda durch."
      "Ich denke, so wäre der optimale Weg. Und für den Fall, dass ihnen 2019 zu kurzfristig ist, kann der ICS-Vertrag auch weiter als nur bis zum nächsten jahr laufen. Ich werde weiterhin auch mein Büro anweisen, dass die Unterlagen ihnen zugestellt werden. Im Namen der IASO und der Internationalen Raumfahrenden Gemeinschaft danke ich ihnen für ihre Gesprächsbereitschaft und heiße sie herzlich in den Reihen willkommen. Auf eine Gute Zusammenarbeit"
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