Republik Wolkowien und Sewarische Freiheitliche Republik

    • Angenommen

      Republik Wolkowien und Sewarische Freiheitliche Republik

      Guten Abend,

      wie gewünscht, nachfolgend meine neue Anmeldung für Wolkowien und Sewarien. Für Wolkowien habe ich auf Beschreibungstexte aus meinem Länderforum zurückgegriffen; ich sehe hier keine Notwendigkeit, das Rad neu zu erfinden und neue Texte zu verfassen. Da diese über die Jahre historisch gewachsen sind, bitte ich darüber hinweg zu sehen, dass dort noch Namen wie Karelien, Slawonien oder Atland auftauchen. Sewarien hingegen habe ich natürlich komplett neu auf Grundlage der heutigen Spielwelt ausgearbeitet.
      Die Steigerung von Einwohnerzahl und BIP pro Kopf in Wolkowien ist zurückzuführen auf das Wachstum, das seit meiner Erstbeantragung im Frühjahr 2013 stattgefunden hat. Nachzulesen im Detail in den folgenden Threads: Informationen zum Außenhandel, Wirtschaftliche Kenndaten, Staatsprogramm zur Förderung der freiwilligen Umsiedlung in die Republik Wolkowien, Staatsamt für soziale Fürsorge und Projekte von übergeordneter Priorität


      Name des Landes: Republik Wolkowien
      Bevölkerungsgröße: 50,07 Millionen (31.12.2016)
      Regierungsform: Parlamentarische Demokratie
      Regierungsoberhaupt: Ministerpräsident Andras Schabo
      Währung: 1 Keenar = 100 Han (Wechselkurs im Jahresmittel 2014: 202 WKN zu 1 VS-$)
      BIP (pro Kopf): 25.542 VS-Dollar (31.12.2016)
      Kaufkraftbereinigtes BIP (pro Kopf): 29.722 VS-Dollar (31.12.2016)
      Human Development Index: 0,877 (Very high)
      Reales Vorbild:
      Kulturell Ungarn, geographisch/klimatisch Zentralrussland und Ukraine

      Klima & Landschaft:
      Das Klima Wolkowiens ist ein gemäßigt-warmes Festlandklima mit lang anhaltenden, sehr kalten Wintern und verhältnismäßig warmen Sommern. Der rasche Temperaturanstieg im Frühling, vor allem im April, und die damit einsetzende Schneeschmelze lässt Jahr für Jahr die Pegel der Flüsse und Bäche ansteigen, und führt nicht selten zu ausgedehnten Überschwemmungen. Bis in den Mai hinein ist aber noch mit teils ergiebigen Schneefällen zu rechnen. Nach den kurzen, aber heißen Sommermonaten stehen im Oktober, mitunter bereits im September, wieder die ersten Schneefälle an. Ab November ist das ganze Land, mit Ausnahme der südlichen Küstenregionen, mit einer dicken Schneedecke überzogen, die für Monate alles unter sich bedeckt.

      Die niedrigsten Wintertemperaturen liegen im Mittel bei -30 Grad Celsius, allerdings treten auch solche von bis zu -40 Grad Celsius auf. Ein beträchtlicher Teil der Niederschläge fällt in Form von Schnee, sodass die winterliche Schneedecke im Süden durchschnittlich 30 cm beträgt, im Norden gar über 50 cm. Zu besonders schweren Schneestürmen kommt es immer dann, wenn kalte Luft aus der Polarregion und warme, feuchte Luft aus dem Ostmeer über Wolkowien aufeinandertreffen.

      Im Frühjahr wechseln sich warme und kalte Temperaturen häufig ab; ein Umstand, der die körperliche Kraft mitunter stark beansprucht. Die Schneeschmelze macht in dieser Jahreszeit die meisten Wege abseits gut ausgebauter Straßen und Flüsse unpassierbar und überflutet viele Auen, Wiesen und Felder. In den Sommermonaten von Juli bis Oktober sind die klimatischen Verhältnisse am angenehmsten, wenn sie mitunter auch etwas zu heiß sind.

      Der lang anhaltende und kräftige Winter lässt die Flüsse jedes Jahr fest zufrieren, sodass in Wolkowien eine Eisbedeckung von längerer Dauer vorhanden ist. Im Norden beträgt diese Eisbedeckung bis zu fünf Monate, im Süden und Südosten nur vier Monate oder gar noch weniger. Viele Seen haben, entsprechend ihrer eiszeitlichen Entstehung, eine charakteristische, langgestreckte Form.

      Große Wälder, die die Feuchtigkeit festhalten und der lehmsandige Boden mit einer gewissen Wasserundurchlässigkeit, haben zur Bildung großer Sumpf- und Moorflächen geführt. Sie sind stark gegliedert, weisen viele Buchten, Halbinseln und Inseln auf. Teilweise sind die Moore und Sümpfe viele Kilometer lang, und sogar im trockenen Sommer schwer gangbar. Nur ortskundige kennen die schmalen Pfade und Landstreifen, die sicher durch die dann halb ausgetrockneten Flächen führen. Im Frühling setzt die Schneeschmelze sie gänzlich unter Wasser und macht sie ungangbar.


      Wirtschaft & Infrastruktur:
      Landwirtschaft
      Die Landwirtschaft nimmt in Wolkowien traditionell eine sehr große Stellung ein, und wird vom Staat unter besonderen Schutz gestellt. 18,7% der Wolkowen leben auf dem Land und 5,3% stehen in der Land- und Forstwirtschaft in Lohn und Brot.

      Je nach Klima und Landschaft wird die Landwirtschaft in verschiedener Weise spezialisiert. Um Budakalász im Südosten, wo große Niederschlagsmengen vorherrschen, dominiert der Anbau von Roggen, Kartoffeln, Hafer und Hanf. Um Lenfonó hingegen, obwohl nicht weit entfernt, ist es wärmer und die Böden sind besser, weshalb hier vornehmlich Zuckerrüben und Weizen angebaut werden. Bei Békásmegyer und Szenttelep im Westen des Landes werden vor allem Kartoffeln und Tabak angebaut, während gleichzeitig auch die Schweine- und Milchviehzucht bedeutend ist. Bei Pomáz, wo es noch trockener und wärmer ist, wird vorzugsweise der Anbau von Weizen, Melonen und Sonnenblumen zur Ölgewinnung gepflegt.

      Insgesamt profitiert Wolkowien sehr davon, dass die fruchtbaren Schwarzerdeböden, vor allem südlich von Smolensk, hervorragende Anbaubedingungen für die Landwirtschaft bieten. Alle größeren Städte mit mehr als 150.000 Einwohnern sind Zentren der Lebensmittelverarbeitung und der Leichtindustrie. Sie beliefern die noch größeren Städte, in denen vor allem die Mittel- und Schwerindustrie sowie Dienstleistungsunternehmen angesiedelt sind, und ergänzen so in bester Weise die Wirtschaftskraft des Landes.

      Durch die Regierung Schabo erfuhr die Landwirtschaft eine deutliche Aufwertung. Im Zuge des Prioritätsprojektes Landwirtschaft werden seit Juni 2014 die Anstrengungen zur Förderung der Landwirtschaft erheblich intensiviert. 2014 und 2015 wurden jeweils 3,4 Milliarden Dollar für neue Techniken und 1,2 Milliarden Dollar für neue Produktionsanlagen bereitgestellt. Am 6. September 2014 wurde das größte landwirtschaftliche Modernisierungsprogramm in der Geschichte Wolkowiens vom Nationalparlament auf den Weg gebracht, das vor allem den Süden und den Osten des Landes begünstigt. Durch die Vergabe günstiger Kredite zur Modernisierung und Erweiterung von Betrieben, die Senkung von Einfuhrzöllen für technologische Anlagen zur Tierhaltung, für die in Wolkowien keine geeignete Fertigung existiert, sowie durch die Anpassung der Zollkontingente für die Einfuhr von Rind- und Schweinefleisch auf die langfristig zu erwartenden Bedürfnisse der heimischen Produktion ist es gelungen, die Produktivität der wolkowischen Landwirtschaft erheblich zu steigern. Durch die Entschuldung kleinerer und mittlerer Betriebe, die staatliche Vorgabe von Milch- und Getreidepreisen sowie durch die Schaffung neuen und günstigen Wohnraumes in den Dörfern wurde das jahrzehntelange Siechtum der Landwirte beendet. Ziel ist es, Wolkowien mittelfristig im primären Lebensmittelsektor unabhängig von ausländischen Importen zu machen.

      Rohstoffe
      Eisenerz
      Eisenerz findet sich in großen Mengen auf dem gesamten Staatsgebiet Wolkowiens, und hat die Entwicklung des Landes und der Städte maßgeblich geprägt. Das größte Abbaugebiet befindet sich im Südwesten des Landes, verteilt auf eine Fläche von annähernd 100.000 Quadratkilometern in der Nähe der Städte Lenfonó, Budakalász und Pannóniatelep. Der Eisenerzgehalt der Erde beträgt hier durchschnittlich 35 bis 60 Prozent, woraus sich rechnerisch geschätzt 200 Milliarden Tonnen Eisenerz ergeben. Die tatsächlich kommerziell abbaubaren Reserven werden für ganz Wolkowien auf 16,5 Milliarden Tonnen Roherz mit einem reinen Eisengehalt von 9,24 Milliarden Tonnen geschätzt.
      In den 1920er Jahren fanden hier detaillierte geologische Messungen statt; das erste Eisenerz wurde am 7. April 1923 in einer Tiefe von 167 Metern gefunden. Nach weiteren Untersuchungen konnte 1935 mit dem probemäßigen Abbau begonnen werden, woraus sich in den späten 1940er Jahren die Eisenerzförderung in größerem Umfang ergab. 1956 erfolgte die Inbetriebnahme der ersten Anreicherungsfabrik. Der größte Tagebau findet heute in einer Tiefe von 350 Metern (Sohle 150 Meter unter dem Meeresspiegel) bei Pannóniatelep statt, wo schon 1971 eine Million Tonnen Eisenerz zu Tage gefördert wurden.
      Die Produktion marktfähigen Eisenerzes betrug im Jahr 2013 66 Millionen Tonnen, wovon 3 Millionen exportiert wurden. Bis 2021 soll die Produktion um 20 bis 25% angehoben werden, der Export auf 15 bis 17 Millionen Tonnen jährlich steigen.

      Braunkohle
      Die größten Braunkohlelagerstätten finden sich im Zentrum des Landes, etwa im Bereich des Städtedreicks Tér - Szentendre - Filatorigát und darüber hinaus. Die Produktion betrug 2013 177,5 Millionen Tonnen, wovon 10% für den Export vorgesehen waren.

      Nickel
      Die Gesamtreserven an Nickel werden auf rund 11,9 Millionen Tonnen geschätzt. Von diesen wurden allein 2013 etwa 189.500 Tonnen abgebaut. Nennenswerter Export wird in jüngster Zeit nicht betrieben, da der Verbrauch im eigenen Land konstant bei mehr als 90% liegt. Nickel wird benötigt zur Herstellung von Legierungen und Edelstahl.

      Sonstige Rohstoffe
      Zu nennen sind Zement-Rohstoffe (Produktion: 14,95 Mio. Tonnen / Export: 1,5 Mio. Tonnen), Roheisen (P: 35,4 Mio. Tonnen / E: 1,9 Mio. Tonnen), Rohstahl (P: 47,8 Mio. Tonnen / E: 23,9 Mio. Tonnen), Bleikonzentrat (P: 54.780 Tonnen), Zink (P: 173.580 Tonnen), Zinn (P: 3.630 Tonnen), Ferrochrom (P: 391.539 Tonnen) und Kobalt (P: 3.141 Tonnen). Außerdem Phosphate, Bauxit, Granit (Tagebau bei Pomáz im Südosten des Landes) und Torf.

      Nicht oder nur wenig vorhandene Rohstoffe
      Erdöl und Erdgas sind auf dem Territorium Wolkowiens nur in kaum nennenswerten Mengen vorhanden. Die Erdölproduktion begann in den 1930er Jahren, erreichte in den 1940er Jahren ihren Höhepunkt, verharrte anschließend lange auf mittelhohem Niveau und flachte bis in die 1970er Jahre konsequent leicht ab, woraufhin sie abrupt einbrach, weil sie sich gegenüber ausländischen Importen nicht mehr rentierte. 2013 betrug die Erdölförderung noch 1,45 Millionen Tonnen, wodurch sich 3% des Binnenbedarfes decken ließen. In der wolkowischen See wurden zudem neue Vorkommen aufgespürt, die zwar ausgiebig untersucht, jedoch noch nicht industriell erschlossen wurden. Der Import aus dem Ausland ist wesentlich kostengünstiger als die Erschließung durch heimische Industrieunternehmen. Erdöl wird dabei vornehmlich aus Asua, Erdgas aus Osteuridika bezogen. Besser erschlossen sind die Erdgasvorkommen. 9% des heimischen Erdgasbedarfes konnten 2013 durch konventionelle On- wie Offshoreförderung abgedeckt werden. Das Uran zum Betrieb der heimischen Kernkraftwerke muss demgegenüber komplett importiert werden. Insgesamt war der wolkowische Staat im Jahr 2013 zu 70% seines Energieverbrauches und zu 47% seiner Stromerzeugung von ausländischen Importen abhängig.


      Exportverhältnis ausgesuchter Güter. Angaben in Millionen Tonnen und für 2013.

      Kraftfahrzeugindustrie
      Die Kraftfahrzeugtechnik nimmt in Wolkowien einen großen Stellenwert ein. Personenkraftwagen zählen auch in Wolkowien zu gehegten und gepflegten Prestigeobjekten - nicht wenige der auf wolkowischen Straßen fahrenden Autos gehören aber den Banken, und werden in Raten erst noch abbezahlt. Wie auch im Bereich der Eisen- und Straßenbahnen sowie der Panzerwagen, zählte Wolkowien auch im Automobilsektor lange Zeit zu den führenden Technik-Pionieren. Mit den Wirren des Wolkowischen Bürgerkrieges von 1917/1918 ging dieser anfängliche Vorsprung verloren. Insgesamt sind derzeit 725.000 Wolkowen in der Automobilbranche beschäftigt. Im Jahre 2012 erwirtschafteten diese einen Umsatz von 9,14 Milliarden VS-$; die Anzahl der in Wolkowien gefertigten Personenkraftfahrzeuge betrug zeitgleich 1,5 Millionen Stück. Die Automobilindustrie ist also ein überaus wichtiges Kernstück der wolkowischen Wirtschaft insgesamt.

      Die allermeisten Fahrzeuge werden auf dem heimischen Fahrzeugmarkt abgesetzt. Die Anzahl wolkowischer Personenkraftwagen an allen Neuzulassungen liegt seit der Jahrtausendwende konstant bei rund 80%, lediglich im Luxus-Segment sind ausländische Modelle stark vertreten. Es zeichnet sich allerdings auch eine Auflockerung dieser starren Verhältnisse ab: Während die Wolkowen auch bei Mittelklassewagen zunehmend auf ausländische Modelle zurückgreifen, können auch die heimischen Autobauer ihre Position im Ausland merklich verbessern.

      Die wolkowischen Kraftfahrzeughersteller setzen bei ihren Modellen seit jeher auf Zweckmäßigkeit und Robustheit. Der geringe Reparaturbedarf sowie die einfache Wartung und die Geräumigkeit gehören zu den größten Werbeschlagworten der wolkowischen Automobilindustrie. Umweltschützer kritisieren allerdings den hohen Kraftstoffverbrauch der wolkowischen Modelle, der in den vergangenen zehn Jahren nur eine kaum merkliche Minderung erfahren hat. Gleichsam wird von Seiten der Hersteller kaum Geld in die Entwicklung neuartiger Elektroautos investiert.

      Handel
      Wichtigste Handelspartner: Theomedien, Ehrastan, Ryukyu, Valhonia, Kusari, Redonien, Lusitzchien, Andermanreich (Geordnet nach Handelsvolumen)
      Bedeutendste Importgüter: Erdgas, Erdöl, Maschinen, Baumwolle, Petrochemikalien, Metallerzeugnisse, PKW, Pharmazeutika, Tabakwaren, Textilien
      Bedeutendste Exportgüter: Aluminium, Ammoniak, Braunkohle, Eisenerz, Eisenmetalle, Elektrische Apparate, Getreide, Mais, Methanol, Maschinen, Düngemittel, Nutzfahrzeuge, PKW, Pharmazeutika, Phosphate, Roheisen, Rohstahl, Rüstungsgüter, Zement-Rohstoffe, Textilien

      Weitere Informationen: Gazdasága es kereskedelem


      Kartenausschnitt
      Bereits vorhanden

      Quellen- und Lizenzangaben der Signaturbilder sind HIER zu finden
      Beschreibungstext:
      Staatssystem
      Wahlsystem
      Wahlberechtigt ist jeder Bürger, der das 21. Lebensjahr vollendet hat. Wolkowen im Ausland können seit 2011 bei allen Wahlen und Abstimmungen in der jeweiligen Botschaft und in den Generalkonsulaten ihre Stimme abgeben. Zuvor war dies gemäß der gültigen Verfassung von 1918 nur bei Parlamentswahlen möglich. Voraussetzung ist jedoch, dass dem Wähler im Vorfeld die Wahlunterlagen postalisch zugekommen sind, und er diese beim Urnengang vorzeigen kann. Die Unterlagen werden grundsätzlich in einem Zeitraum von acht bis sechs Wochen vor der Wahl und nur innerhalb Wolkowiens versandt. Eine Ausstellung in den diplomatischen Vertretungen im Ausland ist unter Vorlage des Personalausweises in einem Zeitfenster von vier Wochen bis sieben Tagen vor dem Wahltermin möglich. Ein Briefwahlverfahren existiert aufgrund des hohen Betrugsrisikos nicht.

      Das Land ist aufgeteilt in 195 Wahlbezirke, in denen jeweils zwischen 200.000 und 230.000 Menschen leben. Aufgrund der stattfindenden Bevölkerungsschwankungen werden die Wahlbezirke vor jeder Parlamentswahl neu festgelegt. Da die wolkowische Bevölkerung zwischen 1995 und 2012 um fast viereinhalb Millionen Menschen gestiegen ist, hat sich auch die Zahl der Wahlbezirke und somit auch der Abgeordneten im Parlament erhöht. Jede Partei kann für die einzelnen Wahlbezirke einen Kandidaten und eine beliebige Anzahl von Listenplätzen nominieren. Jeder Wähler hat beim ersten Wahlgang zwei Stimmen: Eine für den Kandidaten und eine für die Partei. Der Kandidat, der die absolute Mehrheit für sich verbuchen kann, vertritt im neu gewählten Nationalparlament für die kommende Legislaturperiode von vier Jahren seinen Wahlbezirk. In den Wahlbezirken, in denen keine absolute Mehrheit erzielt wird, folgt zwei Wochen nach der ersten Wahlrunde eine zweite Wahlrunde. Die drei bestplatzierten Kandidaten werden zum zweiten Wahlgang zugelassen. In diesem zweiten Wahlgang hat jeder Wähler nur noch eine Stimme, und zwar die für den Direktkandidaten. Der Kandidat, der die relative Mehrheit für sich verbuchen kann, zieht in das Parlament ein. Darüber hinaus werden bei beiden Wahlrunden anhand eines Verteilungsschlüssels noch Listenmandate vergeben. Diejenigen Parteien, die landesweit mindestens 5% der Stimmen erhalten haben, können auf einen Einzug ins Parlament hoffen, denn alle für die Partei abgegebenen Stimmen werden proportional zu den insgesamt abgegebenen Stimmen auf die territorialen Listen aufgeteilt und in Mandate umgewandelt. Auch die Stimmen, die für Direktkandidaten abgegeben wurden, die letztendlich gegenüber einem anderen Kandidaten unterlegen waren, werden als sogenannte "Reststimmen" gutgeschrieben. Für die einzelnen Provinzen des Landes stellen die Parteien Kandidatenlisten auf. Derzeit sind von insgesamt 463 Gesamtmandaten 268 Listenmandate und 195 Direktmandate (Eines pro Wahlkreis).

      Prinzipiell profitieren größere Parteien vom wolkowischen Wahlsystem, während kleinere eher benachteiligt werden und selbst über Listenmandate nur schwer in das Nationalparlament einziehen können. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass bei Stichwahlen abgegebene Stimmen ebenfalls berücksichtigt werden, bei diesen jedoch nur jene drei Kandidaten antreten dürfen, die im ersten Wahlgang die meisten Stimmen erhalten haben. Kleinere Parteien müssen darum im ersten Wahlgang für ihren Direktkandidaten sowie ihre Partei wesentlich mehr Stimmen sammeln als ihre größeren, in zwei Wahlgängen antretenden Konkurrenten, um im Endergebnis eine gleiche Anzahl an kumulativen Stimmen zu erhalten.

      Der Staatspräsident
      Der Staatspräsident (Wolkowisch: Gözhajó Kavézo) ist das verfassungsmäßige Staatsoberhaupt und völkerrechtlicher Vertreter des Staates. Er wird vom Volk in direkter Abstimmung auf sieben Jahre gewählt, und muss beim Amtsantritt mindestens 35 Jahre alt sein. Der Staatspräsident schlägt den Ministerpräsidenten vor, der dann vom Parlament mit absoluter Mehrheit bestätigt werden muss, und ernennt und entlässt die Staatsminister auf Vorschlag des Regierungschefs. Vom Parlament verabschiedete Gesetze müssen durch die Unterschrift des Staatspräsidenten bestätigt werden. Seine Zustimmung kann er auch von einer Volksabstimmung abhängig machen. Zum Erhalt des inneren Friedens und der Ordnung kann er Grundrechte wie die Versammlungsfreiheit oder das Postgeheimnis außer Kraft setzen, und auch das Parlament auflösen und dadurch Neuwahlen herbeiführen. Gleichzeitig kann aber auch das Parlament dem Staatspräsidenten das Vertrauen entziehen, wenn sich eine dazu notwendige Zweidrittelmehrheit findet. In diesem Fall kommt es automatisch zu Neuwahlen für das Amt des Staatspräsidenten.

      Der Ministerpräsident
      Der Ministerpräsident wird von den Abgeordneten des Nationalparlamentes gewählt und durch den Staatspräsidenten ernannt und entlassen. Der Ministerpräsident leitet die Regierungsgeschäfte und steht seinem Kabinett vor. Seit August 2016 bekleidet der Ministerpräsident gleichzeitig auch das Amt des Reichsverwesers des Wolkowischen Königreiches. Als solcher vertritt er die Interessen der Krone für die Dauer der Vakanz eines erbberechtigten Monarchen. Aus staatsrechtlicher Sicht kommt dem Amt des Reichsverwesers jedoch keinerlei Bedeutung zu, da das Wolkowische Königreich spätestens zum 31. Oktober 1918 (Inkrafttreten der republikanischen Verfassung) als untergegangen gilt und die Republik Wolkowien dessen Nachfolge angetreten ist.

      Schaubild


      Weitere Informationen: Staatssystem


      Grundlagen der Außen- und Sicherheitspolitik
      Als große Volkswirtschaft und flächengroßer Staat Osteuridikas nimmt Wolkowien mit seinen 50 Millionen Einwohnern in der Region eine bedeutende Schlüsselposition bei der Bewältigung von Krisen und Konfliktsituationen jeder Art ein, und ist maßgeblich für Stabilität und Friedensbewahrung mitverantwortlich. In den Vereinten Staaten ist das Land stark involviert, einer der zehn Hauptbeitragszahler und stellt mit Dr. András Kasnyik seit mehreren Jahren einen der höchsten Offiziellen der Weltgemeinschaft (2013 bis 2015 stellvertretender Generalsekretär, seit 2015 Generalsekretär). Mit dem östlichen Nachbarn Theomedien bestehen seit 1945 ein Beistandsabkommen und eine Militärkooperation, die die wolkowische Vormachtposition in Osteuridika unterstreichen. Das durch jahrzehntelange sozialistische Diktatur und Bürgerkrieg gebeutelte Kusari, das Armenhaus Asuas, wird seit 2013 mit umfangreichen Modernisierungskrediten der Wolkowischen Zentralbank, Technologietransfers und staatlich gelenkten Unternehmensansiedlungen wiederaufgebaut. Seit dem Ausbruch der Kawir-Krise im Frühjahr 2015 unterstützt die Regierung das Land auch durch Waffenimporte und ein Ausbildungsprogramm für kusarische Offiziere in Wolkowien gegen die ehranischen Gebietsansprüche gegenüber der Dracheninsel. Im Asuatischen Rat, dem 2014 ins Leben gerufenen Zusammenschluss asuatischer Staaten, ist Wolkowien aufgrund seines ökonomischen Gewichts als in der Region tätige Handelsnation und der tiefen wirtschaftlichen wie politischen Verflechtung mit den beiden Mitgliedsstaaten Ehrastan und Kusari durch einen Sitz mit Beobachterstatus vertreten.

      Wolkowien ist Sitz mehrerer internationaler Organisationen, wie der Weltbankgruppe, dem Internationalen Währungsfond (Beide in Smolensk), der Kooperation der Erdöl Exportierenden Staaten (Margít) und der International Broadcasting Union (Pannóniatelep). 1970 fand die Fußball-Weltmeisterschaft der Herren und 2014 der im Vorjahr gewonnene Worldvision Song Contest in Wolkowien statt. Durch seine geographische Lage, niedrige Unternehmenssteuersätze und eine gut ausgebaute Infrastruktur begünstigt, unterhalten viele weltweit tätige Großkonzerne Niederlassungen in der Republik: Die turubische Multi-Milliarden-Dollar The Cocanade-Company vermarktet von ihrem Euridika-Hauptsitz in Smolensk aus ihre Limonadenprodukte auf dem gesamten Kontinent, der ebenfalls turubische Softwareriese Microcomp tut das Gleiche mit seinen Waren und Dienstleistungsangeboten. Die Western Power Union, eine multinationale, auf Erdgas spezialisierte Energieversorgungsgesellschaft mit einem ausgedehnten Pipelinenetz in Westeuridika, hat ihren Hauptsitz in Békásmegyer. Mit der Euridican Air and Space Corporation (EASC) ist seit 1971 auch eines der größten und fortschrittlichsten Unternehmen der Luft- und Raumfahrtbranche in Wolkowien ansässig.

      Die heutige wolkowische Außenpolitik beruht maßgeblich auf der nach Graf Andrássy von Csík-Szent-Király und Kraszna-Horka benannten "Andrássy-Doktrin". Das in den 1940er Jahren vom damaligen Außenminister aufgestellte Leitbild soll für Wolkowien vorrangig Frieden, Freiheit und wirtschaftlichen Aufschwung garantieren. Dazu teilte Andrássy die Welt in zwei unterschiedlich zu betrachtende Gruppen auf:

      Das "Nahe Ausland"
      Das Nahe Ausland (Wolkowisch: Közelröl Külföldön) fasst jene Staaten zusammen, die sich in direkter Nachbarschaft zur Wolkowischen Republik befinden. Die Staaten des Nahen Auslandes zählen zur unmittelbaren Interessensphäre Wolkowiens. Verwerfungen mit einem dieser Staaten könnten aufgrund der geographischen Nähe existenzielle Bedrohungen für Volk und Staat heraufbeschwören. Andrássy stellte daher die These auf, die politische und gesellschaftliche Ausrichtung des Nahen Auslandes müsse unbedingt toleriert werden, und die wolkowische Politik habe sich auf diese einzustellen. Zählen stark linksgerichtete Nationen normalerweise zum erklärten Feindbild Wolkowiens, ist man in diesem Falle bereit, die Bekämpfung von Sozialismus und Kommunismus des Friedens Willen und den wirtschaftlichen Interessen unterzuordnen.

      Das "Ferne Ausland"
      Zum Fernen Ausland (Wolkowisch: Távoli Külföldön) werden alle übrigen Staaten gezählt. Hier erlaubt man es sich, seine Partner bewusst zu wählen, und politische sowie wirtschaftliche Vorteile einander abzuwägen. Eine Verschlechterung der diplomatischen Beziehungen kann in den meisten Fällen gefahrlos hingenommen werden, sollten es die politischen Gegebenheiten erforderlich machen. Grundsätzlich strebt man aber auch hier ein gutes Auskommen an, zählen doch viele ärmliche Staaten Asuas, Inanas und Aletas zu den Hauptabnehmern wolkowischer Waren.

      Eine Sonderstellung im wolkowischen Außen- und Sicherheitskonzept nimmt Redonien ein. Ob der geographischen Entfernung, hat sich in der Vergangenheit eine enge Zusammenarbeit herauskristallisiert, weshalb dieses Land jüngst auch häufig beiden Kategorien zugeordnet wird.

      Kritik und Alternativmodelle
      Kurz nach der Veröffentlichung der Andrássy-Doktrin flammten heftige politische Auseinandersetzungen auf. Lagerübergreifend gab es Befürworter wie Gegner der Politik. Den Linken ging das Programm nicht weit genug, sie forderten eine tatsächliche Partnerschaft auf Augenhöhe mit den Sozialisten. Viele extrem rechte Kräfte hielten es indes für nicht hinnehmbar, sozialistische und kommunistische Staaten in direkter Nachbarschaft zu dulden, und "gute Miene zum bösen Spiel" zu machen. Nicht wenige befürchteten ein "Übergreifen der sozialistischen Pest auf die wolkowischen Arbeiter und Intellektuellen". Jene Kräfte, die diese Befürchtungen hegten, forderten auch eine enge Anbindung Wolkowiens an Redonien. Andrássy versuchte diese aber bewusst zu vermeiden, um Wolkowien unabhängig und selbstständig in seinen Entscheidungen zu halten. Eine Gefolgschaft Redoniens hielt er für bedrohlich, und konnte sich mit seiner Skizze des "Wolkowischen Sonderweges" letztlich durchsetzen.

      In den 1990er Jahren kam erneut zunehmend Kritik an dem Andrássy-Modell auf. Es sei zu starr und unflexibel, um den Anforderungen der globalisierten Welt gerecht werden zu können. Eine Aufweichung des Programmes wird öffentlich diskutiert. Menschenrechtsverletzungen in Nachbarstaaten sollen nicht länger der guten Nachbarschaft zuliebe totgeschwiegen oder geduldet, sondern offen angesprochen und kritisiert werden.

      Weitere Informationen: Grundlagen der Außen- und Sicherheitspolitik


      Religionen
      60% der wolkowischen Bevölkerung sind laut der letzten Volkszählung zum 31. Dezember 2010 konfessionslos oder verweigerten die Angabe betreffend die Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft. Damit zählt die Republik zu den Ländern mit der geringsten Konfessions-Quote, bezogen auf die Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft. Ein geringer Prozentsatz von 0,1% der Fragebögen wurde darüber hinaus gänzlich ungültig gemacht und in der Auswertung nicht berücksichtigt. Als 'gottgläubig' im weitesten Sinne bezeichneten sich im Zuge einer Studie des Meinungsforschungsinstitutes Föbejárata im Jahr 2011 rund 50% der Befragten.

      Dem Christentum gehören 37,9% der Bevölkerung an, davon 29% der Katholischen Kirche, 6,9% der Evangelischen Kirche und knapp 2% anderen auf der christlichen Glaubenslehre basierenden Gruppen und Freikirchen, darunter 276.000 Mormonen (0,58%) und 72.000 Mennoniten sowie Amishe (0,15%). Historisch gesehen ist Wolkowien ein streng katholisch geprägtes Land, die evangelische Kirche konnte nur über den Zuzug von Zuwanderern Fuß fassen, und ist örtlich stark konzentriert. Obgleich der Sturz des Königtums ebenso wie die einsetzende Aufklärung zu einer Schwächung der Position der katholischen Kirche führte, genießt sie nach wie vor eine starke Verankerung unter ihren Gläubigen. Wer in Wolkowien einer Religionsgemeinschaft angehört, ist in der Regel auch regelmäßiger Kirchgänger und gläubig, was besonders auf Christen und Juden zutrifft. Die zehn bedeutenden christlichen Kirchen und Gemeinschaften haben sich im Rat Christlicher Kirchen Wolkowiens zusammengeschlossen.
      Die burmekischstämmige Minderheit gehört in ihrer überwiegenden Mehrheit ebenfalls der Katholischen Kirche an, da die Burmeken im Spätmittelalter vor die Wahl gestellt wurden, zu konvertieren oder das Land, das inzwischen zu ihrer Heimat geworden war, zu verlassen. Die Arianische Kirche fristetet in Wolkowien ein Nieschendasein.

      Das Judentum blickt in Wolkowien auf eine lange Tradition zurück und zählt rund 800.000 Anhänger, was 1,6% der Gesamtbevölkerung entspricht. Die frühsten Funde jüdischer Kultur in Wolkowien finden sich an der Südostküste bei Pannóniatelep und stammen aus dem 6. Jahrhundert. Es gilt als gesichert, dass sich hier ehranische Händler und Seefahrer sowie deren Nachfahren niederließen. Zwischenzeitlich scheinen die Juden allerdings von der Wolkowischen Halbinsel verschwunden zu sein, da sich spätere Zeugnisse ihrer Existenz erst wieder auf das 11. Jahrhundert zurückdatieren lassen. Mit dem Ausgang des Mittelalters verbreitete sich die jüdische Kultur schließlich von den östlichen Küstengebieten über das Landesinnere bis hin zur Westküste. Da vom Zunftwesen ausgeschlossen, entwickelten sich die Juden zu einer Konkurrenz für die wolkowischstämmigen Bankiers und Geschäftsleute, da sie vorrangig in deren Gewerbe hinein drangen. Bis zum Untergang des Königreiches waren sie in regelmäßigen Abständen Ziel von Pogromen und antisemitischer Propaganda. Seinen Höhepunkt erreichte der wolkowische Antisemitismus zwischen 1906 und 1911, als es in verschiedenen Städten wiederholt zu massiven Übergriffen mit vielen Opfern kam. In der Republik verbesserte sich das Ansehen der jüdischen Bevölkerung nach 1918 schlagartig, da fast 100.000 von ihnen im Bürgerkrieg gegen die Kommunisten gekämpft und 8.000 ihr Leben verloren hatten, und sie so viele der ihnen seit Jahrhunderten anlastenden Vorurteile wie Feigheit, Verschlagenheit und mangelnde Vaterlandsliebe abschütteln konnten. Heute sind die Juden in Wolkowien keinerlei staatlichen Repressionen mehr ausgesetzt, obgleich einige Strenggläubige Maßnahmen wie das Beschneidungsverbot (1999) und das Schächtverbot (2013) als solche ansehen.

      Kleinere buddhistische und hinduistische Gemeinschaften existieren in den größeren Städten, ebenso verhält es sich mit den rund 14.000 Muslimen. Angehörige dieser Glaubensrichtungen sind allerdings größtenteils Ausländer und Einwanderer.

      Im öffentlichen Leben spielen die Religionsgemeinschaften kaum eine Rolle. Das Fach Religion wird in staatlichen Schulen nicht unterrichtet. Christliche oder jüdische Privatschulen sind kaum vorhanden. Kruzifixe sucht man in Gerichtssälen und auf Ämtern vergebens. Die christliche Kirche betreibt einen ökumenischen, privaten Fernsehsender, der zwar im ganzen Land empfangbar ist, aber monatlich nur wenige zehntausend Zuschauer anspricht. Anders als in vielen anderen Ländern findet die Taufe christlicher Kinder erst im Jugendlichenalter (Meist mit 14 bis 18 Jahren) statt, wie sie auch von der frühchristlichen Bewegung bis etwa 400 n. Chr. praktiziert wurde. Die Eltern erziehen ihre Kinder nach christlichem Selbstverständnis und überlassen ihnen die Entscheidung zum Kircheneintritt selbst. Die Taufe bei Kleinkindern hat in Wolkowien keine Tradition.

      Der Austritt aus einer Religionsgemeinschaft kann beim zuständigen Amtsgericht beantragt werden und wird kostenlos bearbeitet.

      Weitere Informationen: [Ethnologie] Das Volk der Wolkowen


      Regelbuch gelesen und akzeptiert?
      Ja

      Mentorenhilfe erwünscht?
      Nein

      Wie hast du zu Virtual States gefunden?
      Durch ein Partnerforum (Empires - History will never be the same)

      Quellen- und Lizenzangaben der Signaturbilder sind HIER zu finden

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Republik Wolkowien“ ()

      Zusatz

      Name des Landes: Freiheitliche Republik Sewarien
      Bevölkerungsgröße: 7.221.733 Einwohner
      Regierungsform: Parlamentarische Demokratie (Noch nicht konstituiert)
      Regierungsoberhaupt: Noch nicht bestimmt
      Währung: Wolkowischer Keenar (Geplant, noch nicht eingeführt)
      BIP (pro Kopf): 13.929 VS-$
      Kaufkraftbereinigtes BIP (pro Kopf): 18.650 VS-$
      Human Development Index: 0,786 (High)
      Reales Vorbild:
      Geographisch/klimatisch Ukraine und Kaukasus; kulturell Ungarn

      Klima & Landschaft:
      Die sewarische Küste liegt in der gemäßigt-warmen Klimazone, während der gebirgige Osten überwiegend in der gemäßigt-kalten Klimazone zu verorten ist. Die Temperaturen können landesweit im Winter auf -30 bis -40 Grad Celsius sinken, während die kurzen Sommer vergleichsweise warm sind.
      Das Land verfügt über zwei Ballungszentren: Die Hafenstadt Marikaváros im Westen und die Hauptstadt Budakeszi im Osten. Zusammengenommen leben dort knapp 800.000 Menschen, was ein wenig mehr als 10% der Gesamtbevölkerung ausmacht. Die Komitatshauptstadt Szent István könnte in den nächsten Jahren die Schwelle von einer Viertel Million Einwohner überschreiten, und so zu einem dritten Ballungsraum aufsteigen.
      Schwerpunktmäßig ist die Bevölkerung des Landes auf den Westen konzentriert. Zwei von drei Sewaren leben im Komitat Marikaváros, und sechs der zehn größten Städte des Landes befinden sich dort. Die Bevölkerungsdichte liegt dort wesentlich höher als in den beiden anderen Komitaten.

      Wirtschaft & Infrastruktur:
      Der Osten des Landes ist stark landwirtschaftlich geprägt. An Industrieunternehmen sind Betriebe der Nahrungs- und Genussmittelindustrie, der Konsumgüterindustrie, der Buntmetallurgie und der Textilindustrie dominierend. In Budakeszi ist seit dem Mittelalter eine sehr starke Textilindustrie ansässig. Aufgrund der weit niedrigeren Löhne als z.B. in Wolkowien sind sewarische Textilproduzenten weiterhin gegenüber der asuatischen Konkurrenz wettbewerbsfähig, und stark exportorientiert. Von immer größer werdender Bedeutung ist auch der Skitourismus, vor allem in Lágymányos, Szent István und Gyöngyvrág. Der Aufbau eines florierenden Tourismusgewerbes im Osten des Landes wird insbesondere seit der Unabhängigkeitserklärung intensiv verfolgt, und soll von der neuen Regierung großzügig subventioniert werden. Man erhofft sich daraus nicht nur eine sprudelnde Einnahmequelle, sondern auch das Image von Sewarien im Ausland aufpolieren zu können.

      Der Westen des Landes ist wesentlich stärker industriell geprägt, obgleich die Landwirtschaft auch hier eine bedeutende Stellung einnimmt. Marikaváros verfügt über den einzigen Tiefseehafen des Landes, und ist das mit Abstand wichtigste Wirtschaftszentrum. Ein Großteil der Exporte wird über Marikaváros abgewickelt. Von herausragender Bedeutung sind hier außerdem die Erdgasförderung, der Steinkohlebergbau, der Maschinenbau und die Metallurgie.

      Die Infrastruktur ist nur sehr schwach ausgeprägt. An Eisenbahnlinien und Autobahnen sind nur die beiden Ost-West-Verbindungen relevant und gut ausgebaut, und besitzen jeweils kürzere Abzweigungen nach Norden und Süden. Einige Brücken und Tunnel wurden während des Krieges zerstört oder beschädigt, was den ohnehin vorhandenen Instandsetzungsbedarf erheblich erhöht hat.

      Kartenausschnitt


      Beschreibungstext:
      Entstehung
      Die Freiheitliche Republik Sewarien wurde am 18. März 2017 ausgerufen, nachdem wolkowische Truppen das Land im Wolkowischen Befreiungskrieg erobert hatten. Zuvor hatte das Gebiet zu Lusitzchien gehört. Das Gebiet des Komitates Budakeszi war 1874 verloren worden, die übrigen Gebiete gehörten bereits länger zu Lusitzchien.

      Bevölkerung und Städte
      Über 99% der Bewohner Sewariens sind Wolkowen, was das Land zu einem der ethnisch homogensten Gebiete der Welt macht. Nach der Gründung des Staates kam es zu einem großen Bevölkerungsaustausch, der dies bewirkt hat: Während die lusitzische Minderheit von 640.000 Einwohnern (Rd. 8% der Bevölkerung) vollständig vertrieben wurde, wanderten aus den nördlichen Territorien rund 260.000 Wolkowen in das Land ein. An Minderheiten existieren heute nur noch die Aturen (0,28%); jeweils 0,12% sind übrige Selucen und sonstige Völker.

      Dominierende Religion ist das Christentum, speziell der katholische Glaube. 26,4% der Einwohner sind Katholiken, weitere 4,6% Juden. 68% der Sewaren sind konfessionslos, was auf die jahrzehntelange sozialistische Herrschaft zurückzuführen ist. Jeweils 0,5% folgen dem Protestantismus oder verschiedenen Freikirchen (Z.B. Mormonen oder Amische).

      Die größten Städte sind Marikaváros (Marienhafen) mit 655.000 Einwohnern, Budakeszi (Kalischburg) mit 335.000 Einwohnern und Szent István (St. Stephan) mit 239.000 Einwohnern. Die Städte, insbesondere im Westen, befinden sich nicht erst seit dem Krieg in einem schlechten Zustand. Jahrzehntelange, unterlassene Instandhaltung hat zu fortgeschrittenem Verfall geführt, und viel historische Bausubstanz wurde abgerissen. Durch die Flucht und Vertreibung der Lusitzchier ist zudem ein sehr hoher Leerstand entstanden; eine kostendeckende Bewirtschaftung vieler Häuser ist mangels laufender Mieteinnahmen nicht mehr möglich.

      Energiewirtschaft
      Ein Großteil der benötigten Energie wird aus Wasserkraft gespeist. Insbesondere im Osten des Landes existiert eine Vielzahl von Staudämmen und Wasserkraftwerken. Im Westen sind hingegen Kohlekraftwerke dominierend. Da die lusitzischen Streitkräfte während der Kampfhandlungen und bei ihrem Rückzug viele Bergwerke vermint haben, ergibt die vor dem Krieg noch sehr ergiebige sewarische Steinkohleförderung aufgerechnet heute nur noch 4,3 Millionen Tonnen pro Jahr, was 10% des möglichen Fördermaximums entspricht. Da der Kohlebergbau als Arbeitgeber sowie als devisenbeschaffendes Exportgut dringend gebraucht wird, sind wolkowische und sewarische Räumkommandos pausenlos im Einsatz, die Kohleminen wieder betriebsbereit zu machen. Experten rechnen damit, dass dies mindestens noch drei Jahre dauern wird.

      Erdöl ist auf dem Gebiet der Sewarischen Republik kaum vorhanden, und muss beinahe vollständig importiert werden. Von großer Bedeutung ist hingegen die Erdgasgewinnung, die nach dem Krieg beinahe nahtlos wiederaufgenommen werden konnte und zum Betrieb der Wärmekraftwerke zwingend benötigt wird. Die tägliche Förderleistung sewarischer Erdgasfelder beträgt 11 Millionen Kubikmeter, und soll bis Jahresende auf 12 Millionen Kubikmeter gesteigert werden. Der Eigenverbrauch Sewariens beträgt in den Sommermonaten 8 Millionen Kubikmeter pro Tag, und in den Wintermonaten 40 Millionen Kubikmeter. In Zeiten besonders strenger Winter kann der Verbrauch auf durchschnittlich 60 Millionen Kubikmeter täglich ansteigen. Zudem steigt mit der Steigerung der Industrieproduktion auch der Bedarf der Industrie. Die Regierung ist darum bestrebt, in unterirdischen Gasspeichern eine Reserve von mindestens 4 Milliarden Kubikmetern vorzuhalten. Berechnungen zufolge wird dies jedoch nicht gelingen, sodass Ende August nur 3 Milliarden Kubikmeter zur Verfügung stehen werden. Doch selbst wenn genügend Erdgas vorgehalten werden kann, wird Sewarien dennoch auf teure Erdgasimporte aus dem Ausland angewiesen sein.

      Die sewarische Leitungs-Infrastruktur ist durch den Krieg schwer beschädigt. Derzeit können aus den Gasspeichern täglich höchstens 24 Millionen Kubikmeter in das Leitungsnetz eingespeist werden. Bis Ende August sollen durch Reparaturen 35 Millionen Kubikmeter Gas täglich entnommen werden können. Dies würde selbst in einem milden Winter nicht zur flächendeckenden Versorgung ausreichen. Sewarien ist darum auf den Import weiteren Erdgases aus Wolkowien angewiesen, das täglich maximal 12 Millionen Kubikmeter liefern kann. Obwohl Wolkowien Erdgas zu äußerst günstigen Konditionen aus Ehrastan erwerben kann, und diesen günstigen Preis an Sewarien weitergibt, werden die zusätzlichen Mehrausgaben sich äußerst belastend auf den Staatshaushalt auswirken.

      Quellen- und Lizenzangaben der Signaturbilder sind HIER zu finden
      Natürlich wurden die Lusitzchier nicht binnen weniger Tage komplett vertrieben. Ich musste nur für die Anmeldung zwangsläufig schon den Blick in die Zukunft richten, denn es handelt sich ja nicht nur um einen neuen Staat, sondern auch um eine völlig neue Gebietsbeschreibung. Die lusitzischen "Vorgaben" sollen ja abgelöst werden, weil ich z.B. die Einwohnerzahl für viel zu groß halte. Hätte ich euch da den aktuellen Zustand des Landes beschrieben, hätte ich ja immer nur von "könnte", "wird geplant" oder "es wird damit gerechnet" schreiben können. Siehe auch meine Angaben zu Skitourismus, Kohlebergbau und Erdgas. Normalerweise könnte niemand so kurz nach dem Krieg dazu auch nur halbwegs gesicherte Angaben machen. Aber damit ich euch ein Bild von dem Land zeichnen kann, und meine Anmeldung nicht nur drei Zeilen lang wird, habe ich ein wenig vorausgegriffen. Es wird also quasi schon die Entwicklung beschrieben, die Sewarien in den kommenden Monaten nehmen wird.

      Zum Thema "Where did all the Lusitzchians go?": Da laut letzter Aussage der SL Lusitzchien mitsamt Bevölkerung und Historie ja ersatzlos verschwinden wird, sehe keinen Grund, Lusitzchier in Sewarien zu behalten. Sollte Lusitzchien hingegen als aNPC fortgeführt werden, werde ich SimOn noch näher auf die Vertreibungen eingehen, und auch eine etwas größere Anzahl Lusitzchier in Sewarien belassen.

      Quellen- und Lizenzangaben der Signaturbilder sind HIER zu finden