Tägliches Leben

      Tägliches Leben

      Es war ein später Abend an diesem Tag, als sich der Auslandskorrospondent des "Saverige Dagblat" für Meridiem, Thomas Saukkonen, endlich aus dem Büro verabschiedete und sich auf den Weg zu einer Pizzeria außerhalb Raere's machte, um sich noch eine Pizza zu besorgen. Vielleicht noch einen Salat. Er befand sich gerade außerhalb der Stadt auf einem Highway und er würde in kürze an der Villa eines hochrangigen Mitgliedes der Regierung vorbeikommen. Mindestens 2 mal die Woche fuhr er diese Strecke. Doch dieses mal war irgendetwas anders. Auffallend viele Schwarze Fahrzeuge, Geländewagen, hatten ihn in kurzer Zeit mit extrem höher Geschwindigkeit überholt. Einige Sekunden später fing sein Motor an zu dampfen und fluchend hielt er auf dem Seitenstreifen. Als er ausstieg, glaubte er erst, in der Ferne Schüsse zu hören. Kopfschüttelnd wandte er sich der Motorhaube zu und fing an, an dem Motor herumzuhantieren und nach dem Problem zu suchen. Plötzlich erschütterte ein dumpfer Knall die stille des Abends. Neugierig trete er sich um. Ein Feuerschein erhellte die Stelle, wo die Residenz des Regierungsmitgliedes, das konnte er trotz der ferne deutlich erkennen. Wahrscheinlich ein Unfall. Eilig suchte er sein Handy im Wagen um einen Notruf abzusetzen, hatte es aber in seinem Büro liegengelassen. "Bin wohl nicht der einzige, der's gehört und gesehen hat", dachte er sich und wiedmete sich wieder dem Motor. Als er nach knapp 10 Minuten endlich den defekten Kühlerschlauch ausgetauscht hatte, lies das aufheulen eines Motors und Geräusche, welche eine verdächtige Ähnlichkeit mit Schüssen hatten, aufhorchen. Die Schüsse wurden immer lauter und kamen direkt auf ihn zu. Als er schließlich realisierte , was geschah, hechtete er über die Motorhaube hinter seinen Wagen. Mehrere Wagen lieferten sich eine waghalsige Verfolgung und lieferten sich dabei einen Filmreifen Schusswechsel. Im Schein der Straßenlaternen erkannte er noch, das dass verfolgte Fahrzeug eines der Regierung war. "Das wird ja immer besser", dachte er. "Wenn das mich nicht mal nach oben bringt". Schleunigst fuhr er zurück in sein Büro, um seinen Chef aus dem Bett zu klingeln. Vorher wartete er aber noch knapp 5 Minuten. Er wollte nicht zwischen die Schiesserei auf der Straße geraten.

      "Hm...Svaerige Dagdingens, Leutzer hier", ging ein verschlafen klingender Chef ans Telefon.
      "Chef, ich bins, Saukkonen. Tut mir leid, wenn ich sie ausm Bett geschmissen hab. Aber ich hab da was für sie. Sie werden's nich glauben."
      "Jaja", gähnte sein Vorgesetzter," schon gut, dafür ham sie ja meine Nummer. Wasn los? Meridiem is doch so tot wie nen faules Ren?"
      "Passen se auf", find Saukkonen an zu erzählen. Währendessen wurde die Augen seines Gesprächpartners Hellwach.
      "Tethach's Villa sagen sie? Explosionen, Feuer, Schießerei aufm Highway mit nem Regierungsfahrzeug? Hm...das stinkt. Holen sie raus, was sie können. Aber passen sie um Loki's Willen auf sich auf, hören sie? Zur Not besorgen sie sich ne Waffe, gibt ja genug wie Sand am mehr."
      "Gerne Chef, nix lieber als das. Ich melde mich spätestens in 2 Tagen wieder!", sprach Saukkonen und legte auf. Das war seine Chance!

      Quellen / Badiya

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      Konferenzraum 3, "Saverige Dagblat"-Verlagsgebäude in Kattegatt

      Freitagabend, kurz nach 19 Uhr

      Als die letzten Redakteure das Verlagsgebäude des "Saverige Dagblat" verließen, brannte im obersten Stockwerk, wo sich die 5 Konferenzräume der Zeitung befanden, noch immer Licht in einem der Räume. Einige runzelten die Stirn, als sie sich auf dem Parkplatz dem Gebäude zuwanden mussten, um ihre Fahrzeuge aufzuschließen. Andere waren zu müde, um es zu bemerken. 4 Personen jedoch brauchten es nicht zu bemerken, denn sie wussten es bereits, weil sie in diesem Raum saßen: Arne Leutzer (Chefredakteur) , seine Sekräterin Porunn Ingstadt, Thomas Saukkonnen (Auslandskorrospondent) sowie ein Mitglied des Haerens Jegerkomando, welches bei seiner Befreiung mitwirkte.

      "Also, Saukkonnen, sie haben gesagt, sie hätten Informationen bezüglich des Chaos in Meridiem vor einigen Wochen. Ich hoffe, sie sind so gut, wie sie sagen, denn ich hab keine Lust, Schläge von meiner Frau zu kassieren, weil sie heute Abend alleine essen muss...."

      Saukkonnen grinste. "Keine Sorge, Chef, sie sind es alle mal Wert. Die Speicherkarte aus der Kamera musste ich bei meiner Flucht ja verstecken, aber dank ihm hier", er nickte in Richtung des Jegers, "konnte ich sie nach meiner Befreiung schnell wiederfinden."

      "Wieso haben die dich eigentlich einkassiert, Thomas?"

      "Weil ich Fotos und Videomaterial aufnehmen konnte, wie Handlanger von JSAP ersten Thetbach verfolgt haben und in dem Anschein nach umbringen wollten und welche zeigen die gleichen Leute offensichtlich Räume von irgendwelchen anderen Personen, ich weiss nich, obs von irgendwelche Kriminellen oder von der Regierung oder sonst irgendwem war, durchsucht haben und einfach jeden erschossen haben, den sie antrafen. Zumindest im Treppenhaus und in dem Teil der Flure und Zimmer, die ich vom Dach aus durch die Fenster einsehen konnte.Dazu kommen Fotos der brennenden Villa Thetbachs sowie nen paar Fotos, die ich machen konnte, als die selben Leute, welche mit einkassiert haben, also vermutlich welche von JSAP, wild ballernd hinter Thetbach über den Highway gebrettert sind.Warte, ich zeigs euch mal."

      Saukkonnen stand auf und ging zu dem Laptop, welcher in jedem der Konferenzräume stand, und schob die Speicherkarte in das Lesegerät. Zuerst zeigt er ihnen die Fotos der brennenden Villa und 4 Fotos, welche mehrer schwarze Geländewagen zeigten, die offensichtlich ein Regierungsfahrzeug verfolgten, während die Beifahrer darauf schossen. Als nächstes präsentierte er ihnen die Fotos und das Videomaterial, welches er vom Dach aus in Raere gemacht hatte. Deutlich waren die Personen mit JSAP-Waffen in der Hand zu erkennen. Andere Fotos zeigten dieselben Fahrzeuge vor dem Gebäude, welche schon auf den Fotos vom Highway drauf zu sehen waren. Als das letzte Foto zeigte, sah man darauf, die die Gruppe gerade in das Gebäude eindrang. Danach begann das Video, welches er mit seiner Kamera aufgenommen hatte: Von dem Punkt an, als sie in das Treppenhaus eindrangen, über die regelrechte Hinrichtung von Menschen, die ihne in den Weg liefen, manche bewaffnet,manche unbewaffnet, bis zu dem Moment, als von einer der Handlanger durch ein Fenster heraus entdeckt wurde und das Video mit einem lauten "Scheisse verdammte!" von Saukkonnen abschnitt.

      "Ich hoffe, das reicht dir, um die Prügel von deiner Frau zu rechtfertigen, Arne..."

      Fassungslos schaut Arne Leutzer noch immer auf den Wandmonitor. "Das ist....das...das ist...scheisse, Thomas, weisst du, was du da ausgegraben hast? Wenn das alles stimmt, was da drauf ist, dann würde das bedeuten, das die Technokratie sich nicht verteidigt hat, sondern das der Krieg von innerhalb der Regierung oder Regierungsnahen regelrecht gezüchtet wurde." Leutzer atmete duetlich sichtbar und hörbar aus. "Ok, wir machen folgendes: Porunn, du organisierst für Morgen ne Pressekonferenz, das wird ne riesenbombe. Thomas, du machst ne Kopie von dem ganzen Zeug und schickst die per Mail an Brayden Dadesko, aber erstmal ohne Absender. Bau aber nen kleinen Hinweis ein, das er nichts überstürzen soll. Und ich werd schonmal eine schöne Nachrichtenmeldung basteln. Mal schaun, wie das kommt. Unds was zum Geier macht er eigentlich hier? , fragte er und nickte in RIchtung Jeger.

      "Ich stelle nur sicher, das nichts von dem, was nicht rauskommen darf, rauskommt, das ist alles", antwortete dieser mit einem schmalen lächeln.

      "Also dann, an die Arbeit, Leute!"



      Quellen / Badiya
      Polizeistation Svanstedt, 27.3.2016 - Abends

      "Sag mal, sollten die 3 Fahrzeuge, welche gestern zur Inspektion sind, nicht schon wieder zurück sein? Ich find im System keinen Eintrag dazu?"
      "Hm...eigentlich schon. Heut früh kam nen Fax von der zuständigen Werkstatt rein, das muss hier irgendwo aufm Stapel liegen, ich guck mal kurz nach. Wart mal ne Sekunde." ........ "Ah, hier. Ja hier stehts: Laut Wartungsbericht sind die total im Eimer. Faserrisse in der Panzerung, Elektronik im Arsch und die Turverriegelung machts au net mehr. Sind frei zur Verschrottung"
      "Hm...wenns da steht, wirds wohl stimmen. Wer hat die denn rübergebracht, steht das da auch drinne?"
      "Laut Bericht wurden die von 6 Werkstattmitarbeitern abgeholt und überführt. Von Kollegen steht hier nix."
      "Joar, wird wohl so sein. Is ja eh grad tote Hose seit letztem Frühjahr. Die Jeger haben denen wohl kräftig den Arsch aufgerissen. Naja, soll mir recht sein, weniger Arbeit für uns."
      "Jo, haste Recht. Sach mal, nacht Schichtende schon was vor? So nen fetter Fischteller und nen Fass Met wär mal wieder was, oder?"
      "Aber sowas von. Meine alte is im Moment eh noch 3 Tage bei den Schwiegereltern. Können heut Abend also richtig die Sau raus lassen."
      "Sehr schön. Ich mach schonmal für 19 Uhr nen Tisch klar."

      Quellen / Badiya
      ÄErschrocken bis neugierig hoben die Angestellten und Gäste der Kneipe ihre Köpfe und drehten sie in Richtung Tür, als selbige scheppernd aufflog und dabei fast aus den Angeln gerissen wurde. Für einige Sekunden stand nur ein Schatten im Türrahmen, welcher ihn fast komplett auffüllte. Als sich ein etwas kleinerer Schatten vor den größeren schob, das Licht in der Kneipe war sehr...diffus, traten beide aus dem Türrahmen hinaus in den Schankraum und beide Neuankömmlinge wurden sichtbar. Sofort brach Gemurmel im gesamten, fast vollbesetzten Schankraum der Kneipe aus:
      "Das doch der neue Botschafter" , "Schöner Knüppel", "Geile Titten die alte!"

      Jene, die das für normale euridikische Verältnisse recht unnomrale paar aus vorbestraften, schrankähnlichem Diplomaten und Pornosternchen mit ihren recht ansehnlichem Gehänge vor der Brust erkannten, prosteten ihnen mit ihren Metbechern zu, als beide zur Theke schritten. Dabei blieb mehr als der eine oder andere auf dem Arsch der Partnerin des Botschafters, Cora Saint af Ysangram, kleben. Als sich beide schweigend an die Theke setzten, trat der Wirt mit regungsloser Miene an sie heran. "Was darfs sein, Hrolf af Ysangram?" . Ein Burmeke seines schlages kam aus Prinzip schon icht um einen gewissen Bekanntheitsgrad in der Warägischen Volksunion herum. Zwar galten die Burmeken in vielen Staaten als das "zivilisierte" Gegenstück zu den Warägern, aber so manche der Eskapaden des neuen Botschafters hatte es bis in Warägischen TV-Sendungen geschafft, Und so zivilisiert er war, ließ die tiefbrummige Antwort nicht lange auf sich warten: "MET!". Der Wirt grinste....

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      Trandelborg, 18.04.2019, 17:45

      Es war der Ort der Geschehnisse, welcher Toumas Saukkonnen unwillkürlich innerlich zusammenzucken ließ. An diesem Ort hatte alles begonnen: Seine Enthüllung über die Machenschaften von JSAP, der geplante Sturz Dadeskos und die Verbindungen von Randall, Chef der JSAP, in die meridische Unterwelt. Er hatte nach all den Jahren das fast alles vergessen: Seine Entdeckungen, seine entdeckung, seine Flucht, seine Geiselnahme und schließlich seine Befreiung durch warägische Kommandos. Er setzte sich aufrecht in seinen Sessel und lauschte den Nachrichten, welche er sich auf viewTube anschaute: Jugendliche sollen einen selbst gebauten Sprengsatz naher der Villa des damaligen, meridischen Innenministers als Mutprobe gezündet hatten und dabei keine Spuren an ihnen gefunden wurde. Saukkonnen zweifelte stark an dieser Version. Dafür hatte er schon vor 2 Jahren ein Gespür, als er damals in die Sache rein rutschte. Er machte sich ein Glas Met und nippte immer wieder daran, während er nachdachte. Nach knapp 20 Minuten griff er ruckartig zu seinem schnurlosen Telefon und rief seinen Chef, Nikolai Leutzer, ein eingewanderter wolkowe andermannischer Abstammung, an.

      “Ja, Leutzer?”

      “Tag, Chef. Ich bins, Tuomas. Ich hab da glaube was gefunden, was uns weiterbringt.”

      “Ach ja, und was wäre das?”

      “Ich hab mich grade auf viewTube durch die Nachrichten geklickt, als ich auf was in Meridiem gestoßen bin. Erinnerst dich an die Sache von 1996 mit JSAP und Dadesko“?

      “Ja, tu ich, Toumas. Da war ne Villa, wo ein Mitglied der Regierung umgebracht wurde. Was hat das damit zutun?”

      “Angeblich haben Kindern einen Sprengsatz, ne selbstgebaute Bombe, als Mutprobe dort gezündet. Kinder! Ich mein, wir reden hier von vielleicht 10 bis maximal 14-Jährige halbstarke. Das kauf ich denen nicht ab. Noch dazu war die Villa von damals nicht weit weg. Maximal nen paar hundert Meter.”

      “Und du denkst, das hat mit der Sache von damals zu tun?”

      “Ganz genau, Chef. Das ist doch kein Zufall. Irgendwas an der Sache stinkt, das sagt mir mein Bauchgefühl.”

      “Hm, na gut. Und was willst du jetzt tun?”


      “Ich setz mich in den nächsten Flieger nach Raere und geh der Sache nach.”

      “Hm...na gut. Aber pass dieses mal um Odins Willen bitte besser mit dem Spesen auf.”

      Quellen / Badiya

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      Grenzübergang Rallö, südlich von Rovanborg. 23.07.2020, 06:00

      Es war Punkt 6 Uhr Morgens, als sich auf dem Grenzübergang Rallö südlich von Rovanborg das erste mal seit Jahren die Grenzschranken wieder schlossen. Jedes Straßenfahrzeug, welches die Grenze von Astoria in Richtung Warägien passieren wollte, musste ab jetzt eine kurze Kontrolle über sich ergehen lassen. Bestand der Verdacht des illegalen Einführens von Waren, waren die Grenzbeamten autorisiert, das Fahrzeug von der Straße zu weisen und auf dem Seitenstreifen eine gründliche Kontrolle des Fahrzeuges durchzuführen. Obwohl man die Maßnahme Tage vorher angekündigt hatte, gabe es doch eine größere Anzahl von Astoriern, welche in ihren Fahrzeugen davon überrascht wurden. Mehrere Autofahrer sprachen in den Morgenstunde gar von bewusster Schikane gegen Astorier. Ähnlich sah es auf dem Grenzbahnhof des Ortes aus: Mit Sturmgewehren bewaffnete Beamte standen mit mehreren Polizeihunden am Bahnsteig und warteten auf die Einfahrt des ersten Zuges. Dieser wurde dann mit den Spürhunden auf nicht erwünschte Substanzen durchsucht. Die ganze Prozedur nahm in etwas 15-20 Minuten in Anspruch, eher der Zug seine Fahrt nach Rovanborg weiterfahren durfte. Eine Ausnahme bildeten die Güterzüge, welche erst im Güterbahnhof Rovanborg überprüft wurden. Einheiten der Bereitschaftspolizei Beredkapstroopen übernahmen dabei in allen Fällen die Kontrollen. Aus der Natur ihrer Konzeption heraus traten die Beamte nur bewaffnet auf. Es war die erste Maßnahme, welche man ergriffen hatte und man war dabei, weitere Maßnahmen innerhalb der Regierung zu erörtern, sollte man zum ausweiten der selbigen gezwungen sein.

      Quellen / Badiya
      23.08.2020, ca. 23 Uhr, Private Residenz des Jarls, Kattegatt

      Es war schon spät, als Jarl Ragnar diesen Sonntag Abend zu Bett ging. Seine schwangere Frau lag schon mit einem Roman und lesend im Bett, als er endlich in das Bett stieg. Sogleich legte Lagertha ihr Buch auf die Nachtkommode und legte ihren Arm um ihren Ehemann. Es dauerte auch nur einige Minuten des schweigens, ehe es aus Jarl Ragnar heraus brach. Wenn es mit Astoria so weiter ginge, sei er bald mit seinem Latein am Ende, vertraute er ihr an. Egal was er tat, es prallte an den astoriern ab, wie eine schlechter Schlag an einer guten Rüstung. Es war zum verzweifeln. Im Flüsterton sprach er zu ihr. Fast so, als nahm er die Ehrfurcht seines Amtes und die Verantwortung für sein Volk jedes mal Abends mit nach Hause. Ja, sprach er weiter, es hatte fast den Anschein, als wolle man in Astoria eine weitere Eskalation bewusst in kauf nehmen und offenen Krieg als oberstes Ziel. Es sei nur eine Zeit, offerierte er ihr, bis astorische Spezialkräfte die Grenzen auskundschaften würden. Und die Grenzwachen fackelten nicht lange. Gab es nach der 2. Ansprache keine Reaktion, würden sie ihre Waffen gebrauchen. Doch er könne es sich nicht leisten, auf die stetigen Aggressionen und Provokationen aus dem Königreich mit einem aufweichen der Grenzkontrollen zu antworten. Seine Hoffnung lag nun in Blomkvist und der VS. Würde das scheitern, werde man die Grenze vorbereiten müssen. Das Material lag schon in Grenznähe eingelagert bereit und Pioniertrupps warteten auf den Befehl zum ausrücken. Eine eingezäunte Grenze war das letzte, was er wollte, noch weniger Stacheldraht. Aber die Astorier ließen ihm keine Wahl über seine Wange und setzte ihm einen Kuss auf seine Stirn.

      Quellen / Badiya
      015.02.2021, ca. 17 Uhr, Große Halle zu Kattegatt

      Die Sonne war schon hinter dem Horizont versunken, als Jarl Ragnar und seine Frau Lagertha mit je einem warmen Brombeermet an der Feuerstelle im Büro des Jarl ins der großen Halle in Kattegat saßen. Der Jarl schaute besorgt aus dem Fenster. Der schnee türmte sich im Innenhof mittlerweile einen halben Meter hoch und man hatte es aufgegeben, ihn zu räumen. Sein Blick fiel auf den immer runder werdenden Bauch seiner strickenden Ehefrau.

      “Meinst du, wir schaffen das alleine?"
      “Was schaffen wir denn nicht alleine?”
      “Denn Schnee vielleicht? So schlimm war es noch nie. Das weisst du.”
      Lagertha legte ihr Strickzeug auf ihrem Schoß ab und lächelte ihren Mann an.
      “Mach dir keine Sorgen. Ich will unser Kind lieber auf die alte Art bekommen. Wir nehmen uns ab März eine Hebamme und stehen mit ihr zusammen die letzten 3 Monate durch.” Sie legte ihren Kopfe ein wenig zur Seite:”Und es soweit ist, werde ich unser Kind in unserem Ehebett zur Welt bringen.”
      “Und die anderen, die diesen Luxus nicht haben?”
      “Denen sind wir es schuldig, ihnen das zu ermöglichen.”

      Damit war für sie als erste Frau im Land das Thema auch schon wieder erledigt und sie widmete sich wieder ihrem Strickzeug, während der Jarl wieder mit besorgten Blick und einem warmen Met in der Hand in das immer größer werdenden Schneechaos starrte.

      Quellen / Badiya
      Privathaus des Jarls, Kattegatt, 05.09.2021

      Jarl Ragnar saß mit seiner Frau Lagertha und seiner jungen Tochter Porunn auf dem Arm bei Sonnenschein im Garten seines Privathauses am See in einem Waldstück außerhalb von Kattegatt. Bedingt durch die Nachrichten des vergangenen Tages aus der astorischen Grenzstadt Tondern hatte er eine sehr unruhige Nacht hinter sich gehabt und suchte nun den Ausgleich bei einem entspannten Tag im Garten mit harmonischem Seeblick. Ab und an schnappte an Ufernähe ein nach Insekten an de Oberfläche und verschwand mit einem leisen plätschern wieder unter der Wasseroberfläche. Nachdenklich nahm er mit der freien, linken Hand einen Schluck aus seinem Metbecher, welcher mit Kirschmet gefüllt war.

      „Ich verstehe das nicht. Warum gerade Tondern, warum gerade jetzt? Da muss doch mehr dahinterstecken als eine angebliche, warägische Miliz. Der Frust, welcher sich von vor 2 Wochen bei uns entladen hat, war schließlich hauptsächlich gegen mich und meine Berater gerichtet.“

      „Du machst dir zu viele Gedanken, Schatz. Du kannst nicht in die Köpfe der Menschen hineinsehen. Niemand wird Wissen, warum die Miliz die Stadt besetzt hat. Zudem sie noch mit astorischen Waffen ausgerüstet waren, soweit ich das richtig verstanden habe.“

      „Ja, aber trotzdem. Der Zeitpunkt ist halt einfach totale Grütze für sowas. Damit schaden die uns fast mehr als dem Königreich. Was bringen die ganzen Friedensbeteuerungen, wenn warägische Milizen in Astoria Städte gewaltsam besetzen? Das macht doch keinen Sinn. Kein Waräger würde das Ansehen seiner Heimat so durch den Dreck ziehen wollen. Schließlich ist Ehre unser wichtigstes gut. Meinst du, wir sollten nicht doch auf die Astorier zugehen?“

      „Ragnar, Sohn von Helmnir, du bist nicht nur mein geliebter, sondern der Anführer von über 50 Millionen Menschen, welche dir vertrauen und dich achten. Die Exzesse bis letzten Sonntag waren nicht deine Schuld und das weißt du. Ich vertraue dir genauso wie der Rest unseres Volkes. Die Astorierer ernsten, was sie gesäht haben. Das ist ein astorisches Problem und nicht unseres. Die beste Hoffnung liegt darauf, das der neue König die alten Sturköpfe aus der Regierung jagen wird.“

      „Und was, wenn nicht?“

      „Das weiss nur Odin, Ragnar.“

      Quellen / Badiya
      Irgendwo über Ostwarägien, 01.03.2022, Ca. 15:00, Schneefall

      Kurt stand in der ersten Reihe ganz vorne an der Heckluke der TFF-266 und neben und hinter ihm die restlichen seiner 124 Kameraden. In 2 Minuten müsste sich die Heckklappe öffnen und sie würden über der Landezone abspringen. Er hatte nach seinem Wehrdienst mit 21 ein Studium als Maschinenbauingenieur begonnen und es nach 2 Jahren 2021 abgebrochen und sich für eine Aufnahme bei den Fallschirmjägern des Flygstormregimente "Mjölnir" als Berufssoldat auf Lebenszeit beworben, nachdem man mit dem Königreich Astoria kurz vor einem offenen Krieg stand. Er sah es zu dieser Zeit als seine Pflicht an, seine Heimat zu verteidigen. Seine Eltern beglückwünschten ihn bei seiner Entscheidung, zu den Fallschirmjägern zu gehen. Nur seine Freundin, mit welcher er seit der 9. Klasse zusammen war, äußerste bedenken. Sie war im 6. Monat schwanger und in 3 Monaten würd ihr erstes Kind geboren werden. Während er seinen Gedanken nachhing leuchtete die Lampe rechts neben der Heckklappe rot auf und die Fallschirmjäger begannen damit, ihre Ausrüstung gegenseitig zu kontrollieren. Sie würden als Pfadfinder über dem Arltum Lepplande abspringen und Landezonen für den Rest des Regiments markieren. So sah es der Plan des Manövers vor. Eisige Wind Luft durchzog den Innenraum der TFF-266, als sich die Heckklappe öffnete. Der Lademeister der Maschine hob seine Hand und zeigte 3 Finger an. Noch 30 Sekunden bis zum Sprung. Dichter Schneefall, aber kaum Wind, zeigte sich bei dem Blick aus der Ladeluke. Es würde schwer werden, den Landeplatz mit dem Fallschirm zu treffen. Aber dafür waren sie ausgebildet. Noch 20 Sekunden. Kurt trat ganz nach vorne an die geöffnete Ladeluke heran. Noch 10 Sekunden. Sein Körper straffte sich. 5 Sekunden. Sprung. Kurt machte 3 schnelle schritte nach vorne und sprang dann als erste aus der Transportmaschine. Schneeflocken klatschten in sein Gesicht und fühlten sich wie tausend Messerstiche an. Sie sprangen aus einer Höhe von 3000 Metern ab und würden ihre Fallschirme erst auf 500 Metern Höhe öffnen. Es war sein erster Sprung unter solchen Bedingungen. Seine Augen klebten förmlich am Höhenmesser, welcher in einen digitalen Kompass eingearbeitet war. 2500 Meter. 2000 Meter. Ein kurzer Blick über die Schulter. Seine Kameraden rauschten über ihm ebenfalls in die Tiefe. 1500 Meter. 1000 Meter. 825 Meter. Er blickte in Richtung Landezone und erschrak: Die Autobahn, in dessen nähe sich die Landezone befand, sollte eigentlich für 30 Minuten während der Luftlandung in diesem Bereich gesperrt sein. Anscheinend hatte man die Sperrung zu spät veranlasst. Ein dickes Knäul aus Bleck stand auf der Fahrbahn in beide Richtungen. 600 Meter. Er erkannte haufenweise Menschen auf der Fahrbahn. 500 Meter. Er zog den Auslöser für seinen Fallschirm und ein ruck ging durch seinen Körper, als sich der Fallschirm öffnete. 300 Meter. Er konnte erstmals einige, kleine Details erkennen: Einige der Personen auf der Autobahn hielten sahen so aus, als ob sie das ganze filmen würden. 150 Meter. 75 Meter. Eine kräftige Böe erfasste Kurt und trieb in genau auf die Autobahn zu. Er korrigierte den Kurs so gut wie möglich, verfehlte seine Landezone trotzdem um knapp 300 Meter und landete an der rechtseitigen Böschung in Fahrtrichtung Osten auf der Autobahn. Sein Fallschirm verhedderte sich in dem blanken geäst der Böschung. Mühsam versuchte er sich, aus diesem Salat aus Leinen zu befreien. Nach 1 Minute dachte er sich „Scheiss drauf“ und durchtrennte die Leinen mit seinem Kampfmesser. Ohne die Schaulustigen zu beachten, es waren wohl auch einige ausländischen Touristen dabei, wenn er die blickte richtig deutete, sprintete er in voller Kampfmonteur über die Fahrbahn auf die andere Seite und überstieg dabei auch die eine oder andere Motorhaube scheppernd mit seinen Kampfstiefeln. Als er die Böschung auf der anderen Seite der Fahrbahn hinabgehen wollte, rutschte er im Schnee aus und purzelte mitsamt Sack und Pack die Böschung hinunter. Er rappelte sich wieder auf und stieß nach 3 Minuten Laufweg über offenes Feld zu seinen Kameraden, welche ihn schon mit einem Lachen empfingen. Er wurde auf Viewtube und Faceplate ein wunderbares Bild abgeben.

      Quellen / Badiya

      Ca. 45 Km östlich von Troningen, Küstenstrecke der KSU, 06.04.2022 Mittags

      Harald Jensson stand, seinen Helm in der rechten Hand neben seinem Körper baumelnd, mit rotem Gesicht in einem der Container am Versorgungsplatz dieses Bauabschnittes der „Bahn2000“, war stinksauer und wartete auf den Vorarbeiter, der für diesen Bauabschnitt zuständig war. Der Zug mit den neu gelieferten Schienen aus Sibirsk auf dem alten Gleis und man wollte gerade die für das verlegen der Schienen zuständige Maschine ankuppeln und alles vorbereiten, als Harald bei einer letztem, routinemäßigen Kontrolle feine Haarrisse an den Gleisen bemerkt hatte. Und nun stand der Bauabschnitt zwischen Troningen und Soerdedahl still. Es war in der Tat zum Kotzen. Als der Vorarbeiter an diesem Abschnitt, Björn Lund, seinen Bürocontainer betrat, ahnte er bei dem Anblick von Jensson schon nichts gutes. Als dieser daraufhin die Lieferpapiere für die Schienen prüfte, stellte er fest, das die Schienen aus einem Stahlwerk in Samibirsk stammten, welches von der khitaischen General Steel Corp. .Er würde prüfen müssen, wie viel die Verzögerung kosten würde und wo er jetzt Ersatz auftreiben konnte. Er selbst hatte auf den qualitativ hochwertigeren Stahl aus Wolkowien gesetzt, war aber von dem Vorstand der KSU überstimmt worden, stattdessen den günstigeren Stahl aus Khitai zu nutzen und vor Ort zu Schienen verarbeiten zu lassen. Das Rächte sich nun.

      „Wie viele Haarrisse haben sie entdeckt, Harald?“

      „Alleine auf den ersten 2 Metern Schiene auf beiden Gleisstücken jeweils mindestens 7 Stück. Die sind auch alle mindestens 5 Zentimeter lang. Ich weiss nicht, wie zum Teufel wir die noch nutzen können. Zwölfeinhalb Kilometer Schienen zum wegwerfen. Wer stellt solchen Schrott her“

      „Die General Steel Corp.in Khitai, wenn ich das hier richtig sehe.“

      Harald war über diese Aussage erstaunt.

      „Aus Khitai? "

      "Ja, die Volksrepublik, der große Flohmarkt dieses Jahrzehnts.“

      „Sibirskischer Stahl war noch nie zum Schienenbrau zu gebrauchen, das Wissen sie, Björn.“

      „Ja das weiss ich, aber anscheinend war man da im Vorstand da anderer Meinung. Man hat mir entgegnet, das dass Stahlwerk ja nun in khitaischer Hand sei und Khitai ja immer schon qualitativ hochwertige Produkte geliefert hat. Was auch immer Fein und Mikro-Elektronik mit Gleisbau zu tun haben soll. Also wurde ich überstimmt.“

      „Das kann’s doch nicht sein. Jeder hier weiss doch, wie Scheisse die Schienen aus der Volksrepublik sind. Das Eisen ist halt einfach Rotz. Und der Kohlenstoffanteil im Stahl ist viel zu hoch, so das sie porrös werden beim abhärten. Biegen wir sie, brechen sie durch und das Thema Temperaturschwankungen durch die Nordwinde im Winter hart sich damit auch erledigt. Was machen wir jetzt, soll ich die Jungs nach Hause schicken?“

      „Du kannst bis auf die Ingenieure alle Heim schicken. Wir müssen einiges klären. Bis zum Freitag geht hier jetzt eh nix wer. Man dir paar angenehme Tage mit deiner Perle“

      Quellen / Badiya

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      Südliche warägische Alpen, Grenzgebiet zu Astoria, ca. 55 Kilometer östlich von Rondelsberg, 25.05.2022, 15:41

      Sven blickte noch einmal abschließend auf die Messwerte, welche die Erzsonde ausgespuckt hatte und fluchte dann lautstark vor sich. „So eine verdammte Scheisse, das wird ja immer besser hier…..“

      Es war unvermeidbar, das der Anführer des Zwölfköpfigen Vermessungstrupps, ein Professor mitte 50 des geologischen Instituts in Rondelsberg, darauf aufmerksam wurde.

      „Warum die Flucherei, Sven, was los?“

      „Guck dir die Scheisse auf deinem Pad doch mal an. Knapp 3 Kilometer auf astorischen Boden reicht der Wixx rein. Wenn wir das anbuddeln sollten, gibt das wieder nen riesen Theater.“

      „Weil wir auf unserem Boden Erz abbauen?“

      „Kennst doch die Bürokraten bei denen, die heulen doch sicher wegen der Grenze rum.“

      „Mach dir da mal keinen Kopf, dafür gibt’s Diplomaten. Wir machen hier nur unsere Arbeit.“

      „Ich wills hoffen, Björn. Wir stehen hier auf knapp 8 Millionen Tonnen Eisenerz jährlich. Alleine hier. 50 Kilometer gen Osten solls nochmal so viel geben.“

      „Jau, schaut echt gut aus. Wir waren echt dämlich, das wir erst letztes Jahr mit den Sondierungen angefangen haben. Mal schauen, in einer Woche sind wir hier fertig. Dann gibt’s erst einmal 2 Wochen Urlaub.“

      Die beiden Geologen waren Teil des Vermessungstrupps, welcher die warägischen Alpen auf förderbare Erzvorkommen untersuchen sollte. Man hatte hier an dieser Stelle sogar mehr gefunden, als man erhofft hatte. Mit 5 Millionen Tonnen maximaler Förderkapazität hatte man gerechnet. Gefunden hatte man 8 Millionen Tonnen mögliche Fördermenge im Jahr auf warägischem Gebiet. Es wäre, da waren sich alle einig, eine Schande, wenn das Königreich einem da in die Suppe spucken würde. Man würde sich natürlich bis Förderbeginn bedeckt halten, aber das war noch eine weile entfernt. Trotz allem verstand es die warägische Presse wie alle anderen Presseinstitutionen auf der Welt, solche kritischen Infos zu den unmöglichsten Zeitpunkten auszugraben. Und das war in der Tat die größte Sorge des 12-köpfigen Trupps. Wenn sie heute Abend Feierabend machen würden, würde Sven die gesammelten Daten an die große Halle nach Kattegatt entsenden. Denn letztendlich lag die Entscheidung darüber bei der Politik. Wobei sich bei diesen Mengen alle vorstellen konnten, wie die Entscheidung ausfallen würde.

      Quellen / Badiya
      Begrüßen wir nun in unserer Runde David Adama, welcher immer noch harsche Kritik am Umgang von Jarl Ragnar gegenüber dem Königreich übt. Als Referenz dient Adama dabei der Umgang mit den warägischen Protestanten auf Upsallah während des Bürgerkrieges 2017 auf der gleichnamigen Insel. Er galt bis November 2020 als einer der glühendsten Befürworter Jarl Ragnars und seiner politischen Linie. Doch seit dem astorischen Terrorangriff auf den Jarl Balgruuf Luftwaffenstützpunkt in der Nacht des 4. Auf den 5. November kritiserte Adama immer wieder die Linie des Jarl gegenüber dem Königreich, welcher sich laut Adama dem Willen des Volkes entzogen habe.

      „Herr Adama, wie kam es zu dem…..Umschwung ihrer persönlichen Haltung gegenüber Jarl Ragnar Lothbroek?“

      „Nun, Herr Gustavsson, das lässt sich ganz einfach darstellen: Als die Protestanten 2017 den Traum einer protestantischen Autonomie mit Gewalt verwirklichen wollten anstatt das Gespräch zu suchen, hat unser Jarl ohne zu zögern hart und korrekt gehandelt. Er hat dieses aufbegehren gegen unsere Gesellschaftliche Regeln, ja gegen unsere Lebensweise, mit sämtlichen, ihm zur Verfügung stehenden Mitteln abgewürgt und die entsprechenden und notwendigen Maßnahmen ergriffen. Das sich das Königreich Taussen an dem damaligen Einsatz beteiligt hat, zeigte doch, wie richtig er mit dieser Entscheidung lag. Nach einer Woche war diese völlig unsinnige und unnötige Revolte niedergeschlagen und erstickt, die letzten Rädelsführer im Sommer letzten Jahres öffentlich hingerichtet. Fast genau 3 Jahre später erfolgte der astorische, feige Überfall auf den Jarl Balgruuf. Das Volk schrie wie 2017 nach Vergeltung, nach Blutrache für die 127 ermordeten warägischen Staatsbürger in Uniform. Doch anders als 2017 hat sich Jarl Ragnar diesem Wunsch dieses mal verwehrt. Niemand hat das Recht, sich als Diener des Volkes zu bezeichnen, wenn er sich den Wünschen des Volkes entzieht und verweigert!“

      „Denken sie nicht, das ein Konflikt mit dem Königreich um einiges unglücklicher hätte ablaufen können als der Bürgerkrieg 2017?“

      „Weshalb? Die Bewaffnung unserer Stridsvagn 122 ist jener der besten astorischen Panzer überlegen, die Kampfentfernung etwas 1000 meter höher, unsere Luftabwehr besitzt mit der Flygwer-75 SD eines der modernsten Systeme weltweit. Und der Ausbildungsstand innerhalb der Förvastmakten wird ebenfalls einer der höchsten weltweit sein, wenn nicht sogar führend. Die warägische Armee besteht aus hochmobilen und hochspezialisierten Verbänden in mindestens Regimentsstärke. Die astorische Armee ist ein Massenheer. Zudem sind die Zugangsmöglichkeiten Astorias in unsere Heimat am Boden sehr eingeschränkt: Einmal im Nordwesten an der Küste sowie im Südosten die Ebenen der Ausläufer der warägischen Alpen. Das astorische Heer könnte dort seine Materielle Überlegenheit nicht ausspielen. Zudem liegen beide Punkte in Reichweiter unserer bodengestützten Luftabwehr. Man hätte sie nur dorthin locken müssen. Der Rest ist reine Mathematik. Und wie verwundbar astorische Tarnkappentechnik für unsere Luftabwehr ist, hat der Vorfall mit der X-71 südlich von Herbstelagen gezeigt. Es gab ja nicht einmal begrenzte Vergeltungsschläge im Rahmen unserer Möglichkeiten. Man hat Astoria einfach gewähren lassen, ohne ihnen die Konsequenzen aufzuzeigen!“

      „Würden sie auf einem Thing nochmals für Ragnar als Jarl Stimmen, Herr Adama?“

      „Ganz sicher nicht!“

      Quellen / Badiya
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