Ankündigung Fundamentals of Despotism - Wie bastel ich mir einen Staat?

      Fundamentals of Despotism - Wie bastel ich mir einen Staat?

      Vorwort
      "Virtual States" existiert nun schon seit einigen Jahren, in denen die unterschiedlichsten Staaten geschaffen wurden: Präsidiale und parlamentarische Demokratien; konstitutionelle, absolute und parlamentarische Monarchien; Technokratien, Ein-Parteien-Diktaturen, sozialistische Inselparadiese und was es nicht sonst noch gibt. Es gab und gibt sehr viele spannende Konzepte mit unterschiedlichsten Ideen. Jedoch ist in der letzten Zeit eine spannende Entwicklung zu verfolgen. Der Anspruch an der Ausgestaltung und dem Realismus steigt zunehmend. Dies gilt sowohl für den militärischen Bereich - in dem die Neulinge dank engagierter Spieler viel Unterstützung erhalten - , als auch für den 'normalen' Bereich: Politik, Wirtschaft, Soziales und Umwelt. In dem letzteren Bereich beobachten wir allerdings auch eine zunehmende Ratlosigkeit. Neulinge scheinen sich zu einer schnellen Beantragung des Militärs gedrängt zu fühlen, obwohl die Ausgestaltung häufig noch unzureichend ist. Denn nur auf der Basis einer ausgestalteten Nation lässt sich überhaupt erst eine geeignete Streitmacht entwickeln."Virtual States" ist in erster Linie eine Staatensimulation. Konflikte und Auseinandersetzungen gehören zwar dazu, spielen aber keine tragende Rolle. Viel bedeutender sind die Simulation des politischen Tagesgeschäftes und die Simulation eines Landes. Mit diesem Gedanken bitten wir die Neulinge (aber auch die alten Hasen!) die Beantragung des Militärs erst einmal nach Hinten zu schieben. Es gilt: Solange ihr kein Militär habt, lauf ihr auch nicht in Gefahr in einen Konflikt zu rutschen!Während die Anforderungen an ein Militär schon sehr konkret sind, sind die Anforderungen an die Ausgestaltung des Landes leider sehr schwamming formuliert. Dies hängt mit der unglaublichen Spannweite an Möglichkeiten zusammen: Demokratie oder Diktatur? Markt- oder Planwirtschaft? Tropenstaat oder Eiswüste? Das sind verschiedene Konzepte, die mit unterschiedlichen Vorraussetzungen einhergehen. Deshalb soll dieser Leitfaden all diejenigen, die einen neuen Staat wünschen, von der Beantragung bis hin zur ausgestalteten Nation begleiten. Anschließend - und das darf ruhig ein paar Wochen dauern - kann mit der Beantragung des Militärs fortgefahren werden.

      Was bietet dieser Leitfaden?
      • Der Leitfaden bietet Unterstützung bei der Beantragung und der eigentlichen Ausgestaltung des Staates.
      • Er bietet eine Vielzahl an Anregungen und nützlichen Tipps und warnt vor typischen Anfängerfehlern.
      • Da der Leitfaden die Ausgestaltung des Staates vor Allem anhand von Karten darstellt, werdet ihr am Ende einen schönen und informativen Atlas eures Landes in der Hand halten.
      Was bietet der Leitfaden nicht?
      • Kreativität: VS ist ein Rollenspiel und somit von eurer Fantasie und Kreativität abhängig. Dieser Leitfaden nennt eine Menge an scheinbaren Regeln, die aber nur solange gelten, bis ihr sie brecht. Staaten sind auch konstrukte menschlicher Willkür. Habt Mut auch mal etwas auszuprobieren, das in der Realität nicht existiert.
      • Regeln: Es gelten in jedem Fall die offiziellen Regeln des Rollenspiels oder die Entscheidung der Spielleitung. Der Leitfaden will und kann sie nicht ersetzen. Wenn der Leitfaden eine Anleitung vorschlägt, muss sie nicht zwangsläufig genutzt werden: Er liefert nur Anregungen!

      Die Beantragung
      Herzlichen Glückwunsch! Wenn du diese Zeilen ließt, gehe ich davon aus, dass du dich dazu entschlossen hast einen Staat zu beantragen. Zu diesem Zeitpunkt wirst du bereits ein mehr oder weniger grobes Konzept überlegt haben. Es muss noch nicht ausgereift sein, denn den endültigen Reifestatus wird der Staat im Verlaufe der Beantragung erhalten. Du brauchst zu diesem Zeitpunkt nur ein Blatt Papier und einen Stift. Doch bevor du dich an die Beantragung machst, ließt du bitte zuerst die Regeln (falls du das noch nicht getan haben solltest!). Anschließend klickst du in der Kategorie Anmeldung -> Anmeldung -> Erwünschte und unerwünschte Staaten. Das ist insofern wichtig, als dass in diesem Thema festgelegt ist, welche Staaten die Spielleitung zum Zeitpunkt der Anmeldung annimmt und welche sie ablehnt. Sollte sich dein Konzept mit den grundlegenden Anforderungen schneiden, hast du jetzt die Möglichkeit es zu überarbeiten - bevor du dir zu viel Arbeit gemacht hast. Nun kannst du dir die Bewerbungsvorlage aus dem Thema Bitte lesen! - Bewerbungvorlage / Anmeldeinformationen in ein eigenes Thema [Anmeldung] Staat X kopieren.

      Anmeldung Neuer Staat

      Name des Landes:
      Bevölkerungsgröße:
      Regierungsform:
      Regierungsoberhaupt:
      Währung:
      BIP
      (pro Kopf):

      (Siehe
      Wiki)

      Durchschnittlicher
      Technologiestand:
      Maximal auf aktuelle Entwicklungen
      Beschränkt, gilt nicht für militärische Beantragung

      Reales Vorbild: Ja/Nein, wenn ja welches bzw. welcher Kulturbereich? (Südamerikanisch/Europäisch usw.)

      Klima & Landschaft:
      In
      welcher Klimaregion liegt dein Land? Welche geographischen
      Gegebenheiten sind vorhanden (Berge, Flüsse, Flachland oder Hochland)?
      Welche Flora (Pflanzen) und Fauna (Tierwelt) existiert dort? Ist das
      Land eher urban (Städte/stark bebaut) oder bäuerlich geprägt? Welche
      Nutzpflanzen werden angebaut?


      Wirtschaft & Infrastruktur:
      Über
      welche natürlichen Rohstoffvorkommen verfügt das Land und werden sie
      abgebaut? Wie ist die wirtschaftliche Lage? Welche Güter zählen zu den
      Haupterzeugnissen? Für welche Waren ist das Land in der Welt bekannt?
      Wie ist ist das Verkehrsnetz (Straße/Schiene) beschaffen? Welche
      Wirtschaftsform herrscht vor (Marktwirtschaft / Planwirtschaft
      usw.)?


      Kartenausschnitt
      Wo
      soll das Land eurer Meinung nach liegen? Postet einen Kartenausschnitt
      (Siehe
      Kartenplatzvergabe)
      mit in der Anmeldung, wo ihr gerne hin möchtet. Die Spielleitung wird
      den Vorschlag prüfen und ggf. Vorschläge machen. Wenn ihr nicht wisst wo
      ihr hin sollt/könnt, hilft euch die Spielleitung natürlich einen
      geeigneten Platz zu finden.


      Beschreibungstext:
      Beschreibt
      und erläutert euer Land hinreichend damit sich die Spielleitung ein
      Bild davon machen kann, wie es dort aussieht.


      Regelbuch gelesen und akzeptiert?
      Hier bestätigt ihr, dass ihr euch das Regelbuch durchgelesen und akzeptiert habt.

      Mentorenhilfe erwünscht?
      Mentoren
      können dir bei der Anmeldung und Beantragung bzw. später der
      realistischen Gestaltung behilflich sein, wenn du dies möchtest solltest
      du es hier erwähnen, sofern das nur für bestimmte Bereiche willst
      kannst du es auch eingrenzen.


      Wie hast du zu Virtual States gefunden?
      Wie bist du auf unser Forenrollenspiel gestossen?


      Den oberen Teil kannst du geflissentlich überspringen und zum Teil Kartenausschnitt springen. Rufe im Forum Kartenplatzvergabe -> Aktuelle Karte und betrachte die aktuelle Weltkarte. Suche dir einen beigen Bereich aus, in dem du deinen Staat ansiedeln willst und zeichne ihn in einem Grafikprogramm ein. Anschließend kannst du den Ausschnitt auf einen Bildhoster hochladen und in der Beantragung einfügen. Die Kultur- und Klimazonenkarten können dir bei der Orientierung helfen: Wohin passt mein Staat, wenn er die bestimmte Kultur hat? Was für ein ungefähres Klima herrscht doch? Die Details werden wir später behandeln.

      Klima & Landschaft

      Behalte den Kartenthread weiterhin offen, denn wir werden weiterhin die verschiedenen Karten brauchen. Nachdem wir unserem Volk ein schönes Stück Land herausgesucht haben, können wir damit beginnen das Klima und die Landschaft zu beschreiben.

      Klima
      Kartographen stehen in der Realität vor einem Problem: Unser Planet ist nahezu kugelförmig. Wenn man versucht einen Wasserball säuberlich flach zu falten, wird das nicht funktionieren. Daher müssen dreidimensionale Abbildungen der Erdkrümmung in zweidimensionale Abbildungen 'konvertiert' werden, bei denen zwangsläufig Verzerrungen auftreten. Karten lassen sich im Wesentlichen mit drei Eigenschaften umschreiben: Winkeltreue, Flächentreue und Streckentreue. Durch die Verzerrung, die bei der Konvertierung auftritt, können Karten maximal zwei Eigenschaften annähernd erfüllen. Ist die Karte Flächentreu, ist sie zumeist für die Navigation unbrauchbar, da die Winkel nicht mehr stimmen. Die Welt von "Virtual States" ist flach, denn die Weltkarte ist zugleich Flächen-, Winkel- und und Strecktreu. Der Äquator ist theoretisch genauso lang, wie die Distanz zwischen den Pixeln in der südöstlichsten Ecke, und der südwestlichsten Ecke. Wenngleich das paradox klingt, gehen wir aber weiterhin von einer kugelförmigen Erde aus. Auch wenn diese kleiner als ihr realer Bruder ist, behalten wir die physikalischen Grundlagen und Gesetze, die das Leben und die Natur bestimmen. Ein 70 kg schwerer Mensch aus Deutschland, wiegt im Andermannreich 70 kg. Der Tag dauert auch in "Virtual States" 24 Stunden - trotz des kürzeren Äquators. Der Horizont erscheint einem Redonier gleich weit weg, wie einem Amerikaner -trotz der stärkeren Erkrümmung. Und so weiter! Das bedeutet, dass wir bei der Beschreibung unserer Landesnatur von den Dimensionen der realen Erde ausgehen. Auf diese Weise können wir - ohne große Rechnerei oder Gedankenspiele - das Klima unseres Landes anhand der Lage auf dem Planeten bestimmen.

      1. Klimatische Faktoren der geographischen Breite
      Die Klimakarte bietet eine einfache Übersicht über die Verteilung der Klimate. Uns interessiert aber zuerst die Lage unseres Staates innerhalb der hohen, mittleren und niederen Breiten - den "Beleuchtungsklimazonen" -, also einer heißen, einer gemäßigten und einer kalten Zone. Das irdische Klima ist in erster Linie von dem Einfallwinkel der Sonnenstrahlen abhängig, wodurch wir den drei "solaren" Klimazonen zwei Merkmale zuordnen können, die Ausprägung der Jahreszeiten und das Jahresmittel:

      Breite
      Jahreszeiten
      Jahresmittel
      Niedere Breiten
      (23,5° / 0 - 161 Px. ab dem Äquator)
      im Jahresverlauf annähernd gleichbleibend hohe Strahlungsexposition, da die Sonne mindestens einmal im Jahr senkrecht steht.Der Tagesverlauf ist also ausgeprägter, als die Jahreszeiten.
      Temperatur ganzjährig über 21°C

      Tagesdurchschnittstemperatur ist höher als die Jahresdurchschnittstemperatur.

      Mittlere Breiten
      (23,5° - 66,5° / 161 - 456 Px. a.Ä.)


      Subtropen
      (23,5° - 45° / 161 - 308 Px. a.Ä.)
      deutlicher klimatischer Unterschied zwischen den Sommer- und den Wintermonaten.
      Jahresmittel liegt über 20°C

      Im Winter bleiben die mittleren Temperaturen jedoch unter 20°C.
      Gemäßigte Breiten
      (45° - 66,5° / 308 - 456 Px a.Ä.)
      Jahreszeiten deutlich ausgeprägt.
      ausgeprägte Temperaturunterschiede zwischen Sommer (max. 30°C) und Winter (<0°C)

      Herbst (durchschnittlich 8°C) und Frühling (durchschnittlich 10°C) ausgeprägt

      Jahresmittel beträgt 8°C
      Hohe Breiten
      (66,5° - 90 °C / 456 - 617 Px a.Ä.)
      sehr starke Unterschiede zwischen den Jahreszeiten, da hier die jahreszeitlichen Schwankungen der Erdachse besonders ausgeprägt sind.
      Selbst im wärmsten Monat übersteigen die Temperaturen die 10° C nicht.




      2. Klimatische Faktoren der atmosphärischen Zirkulation
      Würde nur die Sonnenstrahlung unser Klima bestimmen - also eine Atmosphäre fehlen - betrügen die Temperaturen am Äquator mehrere hundert Grad Celsius und im polaren Winter annähernd 0 Kelvin, den absoluten Nullpunkt. Jedoch reagieren die Gase in unserer Atmosphäre auf Temperaturveränderungen: Sie dehnen sich bei Erwärmung aus. Daraus entsteht die Atmosphärische Zirkulation, ein Kreislauf der die Temperaturgegensätze ausgleicht. Die Wissenschaftler George Hadley und William Ferrel haben die Zirkulation in einem Modell zusammengefasst, das wir nutzen können, um das Klima unseres Landes weiter zu verfeinern. An dem Äquator entsteht gegenüber den Polen ein sogenannter Strahlungsüberschuss. Die Luft erwärmt sich, dehnt sich aus und steigt auf. Beim Aufsteigen kühlt sie sich ab und muss durch die nachrückenden Luftmassen nach Norden und Süden ausweichen. Die kühle Luft an den Polen bildet hingegen durch die höhere Dichte ein Polarhoch, das die Tendenz hat die Luftmassen in die Richtung des Äquator zurückzuführen. Es entsteht also eine Rotation: Warme Äquatorluft bewegt sich in die Richtung der Pole und kalte Polarluft in die Richtung des Äquators. In der Realität sind die Verhältnisse selbstverständlich ein wenig komplexer. Die Innertropische Konvergenzzone, an der die Luftmassen wieder aufeinandertreffen, deckt sich tatsächlich nicht eindeutig mit dem Äquator. Zur Vereinfachung wollen wir dies aber außer Acht lassen, aber im Hinterkopf behalten, dass sie sich jahreszeitlich verschiebt. Wir gehen also davon aus, dass über dem Äquator viel Niederschlag fällt und die wasserarmen Luftmassen (streng nach dem Hadley-Ferrel-Modell) über dem 30° Breitengrad wieder absinkt. Dort bilden sich sogenannte statische Hochdruckgebiete, an denen die Luft wieder Pol- und Äquatorwärts abgelenkt wird. Südlich des 30° Breitengrades verläuft bis zur ITK die Hadley-Zelle, nördlich bis zum 60° Breitengrad die Ferrel-Zelle. Die folgende Tabelle nennt die Merkmale deines Landes, nachdem du auf der Karte die Lage abgelesen hast.



      Zelle
      Beschreibung
      Merkmale
      Hadley-Zelle
      Die Hadley-Zellen grenzen nord- und südwärts an die ITK. Sie sind stabil und verursachen dadurch ganzjährige Nordostwinde auf der nördlichen Hemisphäre und und Südostwinde auf der südlichen Hemisphäre.
      Ganzjährige mäßige Winde aus Nordosten bzw. Südosten

      Feuchtigkeit abhängig von Lage und Jahreszeit
      Ferrel-Zelle
      Die Ferrel-Zelle transportiert bodennah warme Luft polwärts. Durch den Jetstream entstehen Westwinde.
      Westwinde

      Ungleichmäßige Windverhältnisse

      Thermisch gemäßigte und feuchte Luftmassen
      Polar-Zelle
      Die Polarzelle bildet über den Polen eine stabile Hochdruckkappe, die am Rand zunehmend an Stabilität verliert.
      Polare Ostwinde

      Entlang der Streifen an denen die Zellen aufeinandertreffen gelten besondere Merkmale. Liegen Gebiete deines Landes annähernd an einem solchen Streifen, kannst du das Klima anhand der nächsten Tabelle noch etwas genauer beschreiben:

      Übergangsbereich
      Beschreibung
      Merkmale
      Innertropische Konvergenz
      Die ITK ist eine Tiefdruckrinne entlang des Äquators, an der die Passatwinde zusammenströmen und aufsteigen.
      Häufige Windflauten

      Hohe Niederschlagshäufigkeit und -Mengen

      Häufigkeit von Gewittern
      Rossbreiten
      (Hadley- und Ferrel-Zelle)
      Die Polarfront ist die scharfe Grenze zwischen der Westwindzone und der Polarzelle.
      Regelmäßige Tiefdruckgebiete, die sich in die Westwindzone bewegen und "Schlechtwetter" verursachen.
      Polarfront
      (Ferrel- und Polar-Zelle)
      Zwischen der Hadley- und der Ferrel-Zelle steigen die Luftmassen ab, erwärmen sich und werden sehr trocken.
      Trockenheit

      Windstille

      3. Globale Niederschlagsmuster
      Nun soll der Niederschlagsreichtum des Landes geschätzt werden. Es gibt eine Vielzahl von Faktoren, die Regenfälle begünstigen, aber die Abkühlung feuchter Luftmassen ist mit Abstand die Hauptursache. Niederschläge hängen also davon ab, ob sich die Luft tendenziell abkühlt. In dem oben beschriebenen Hadley-Ferrel-Modell sind es Aufstiegs- und Abstiegsbewegungen der Luftmassen, die derartige Prozesse begleiten. Wir stellen uns also die Frage: Befindet sich unser Land bzw. Regionen unseres Landes eher in der Nähe absteigender oder aufsteigender Luftmassen?

      Bereich
      Merkmale
      Absteigende Luftmassen
      (30° N/S, 90° N/S)
      Niederschlagsarm
      Aufsteigende Luftmassen
      (ITK, Polarfront)
      Niederschlagsreich


      4. Kleinräumige Klimafaktoren
      Nun geht es an die abschließenden Details, um die Beschreibung des Klimas für die Beantragung abzuschließen. Land erwärmt und kühlt sich schneller ab, als Wasser das als Hitzespeicher wirkt. Dieses Phänomen hat starke Auswirkungen auf das Klima. Allgemein können Klimate im Landesinneren und Klimate in Meeresnähe unterschieden werden.

      Klimat
      Merkmale
      Kontinentalklima
      Große Temperaturdifferenzen zwischen Tag & Nacht / Sommer & Winter

      Geringe Luftfeuchte

      Unregelmäßige Niederschläge (jahreszeitliche und jährliche Schwankungen)
      Maritimes Klima
      (Inseln & Luvseite von Kontinenten)
      Jahreszeitlich stabiler Temperaturverlauf

      Hohe relative Luftfeuchtigkeit


      Bisher haben wir das Klima unseres Landes nur anhand seiner Lage auf dem Planeten festgemacht. Die Wirkung der vertikalen Lage - also der Höhenlage - ist allerdings von großer Bedeutung. Die Temperatur nimmt pro Kilometer in der Vertikalen um 4 - 6°C ab. Wir werden nun also die topographische Karte betrachten und überprüfen, wie hoch unser Land im Schnitt liegt. Die grünen Flächen werden nahe am Jahresmittel liegen, das wir eingangs bestimmt haben. Beige ist um 4°C kälter, und so weiter.

      Höhenlage
      Temperatur
      Grün
      Basistemperatur
      Hellbeige
      Basistemperatur - 4°C
      Dunkelbeige
      Basistemperatur - 8°C
      Hellbraun
      Basistemperatur - 16°C
      Dunkelbraun
      Basistemperatur - 24°C
      Grau
      Basistemperatur - 31°C

      Damit haben wir für unsere Nation ein solides Klima erarbeitet, das so für die Beantragung ausreichen wird. Wir werden das Klima später im Landesforum noch einmal detaillierter beschreiben. Wie die gesammelten Merkmale nun in der Beantragung aussehen könnten, möchte ich an dem folgenden Beispiel Woldonien aufzeigen. Woldonien liegt westlich des redonischen Tropico in Äquatornähe:


      Der Inselstaat Woldonien liegt in den niederen Breiten, nördlich des Äquators. Eine hohe Strahlungsexposition schenkt dem Land über das ganze Jahr angenehme Temperaturen von über 21°C. Vor Allem trockene Winde aus Inana spenden ein angenehmes Klima. Während der Sommermonate - und der damit einhergehenden Verschiebung der Innertropischen Konvergenz nach Norden - kommt es zu häufigen Windflauten und einem Anstieg des Niederschlages. Der Anstieg der feuchten Luftmassen über der Caribik entlädt sich oftmals in starken Niederschlägen und Gewittern.Das Klima ist als maritim zu bezeichnen: Temperaturschwankungen im Jahresverlauf sind kaum spürbar. Durch die relativ geringen Höhenunterschiede sind auch die Temperaturunterschiede auf der Insel ausgeglichen. Nur im Inneren - auf der zentralen Erhebung - ist es durchschnittlich um ein bis zwei Grad Celsius kühler.