Geschichtswissenschaftliche Expedition: Götterdämmerung

      Point Asbru - Neues Wissenschaftliche Zentrum des Warägisch-Valhonischen Expeditionscorps | 31.07.2492 VSZ / 2017 ASZ

      Seit über einem Jahr profitierte die Anfangs noch kleine Stadt Point Asbru von der gemeinsamen Expedition der Waräger und der Valhonen. Mehr noch, die Stadt blühte regelrecht auf. Als man vor etwa einem halben Jahr mit der Bergung des Wracks im Meer vor der Vulkaninsel des Málhel begonnen hatte, wurde auch ein neues Gebäude in Auftrag gegeben. Man hatte dort neben Laboren und Werkstätten auch einige Wohnkomplexe und andere Einrichtungen für die Mitglieder der Expedition und anderer Forschern errichtet. Wenn man so das Luftbild der Anlage ansah, könnte man glauben das es sich nur um ein lieblos dahingeklatschte Anlage aus diversen Containern handelte. Doch diese "lieblosen Container" waren die modernsten Sofortbauanlagen, die sonst eigentlich nur für das konkordiale Militär gedacht waren. Manche feste Universität würde sich die moderne Einrichtung des Point-Asbru-Wissenschaftskomplex wünschen. Offiziell lief sie als Außenstelle der Academica Historica, hatte aber inzwischen mehr Fachbereiche als die Ursprüngliche Universität.

      In einer der Hallen waren die Wissenschaftler und Archäologen dabei die Einzelteile der gefundenen Stücke zu rekonstruieren. Anhand der gesammelten Daten konnte man bereits ein Modell in einer anderen Halle maßstabsgetreu nachbauen. Dieser Nachbau gab beeindruckendes Preis. Es hatte eine länge von etwa 23 Metern bei einer breite von 5,25 Metern. Mithilfe moderner Verfahren konnte man bestätigen das es sich dabei um Schiff aus dem Hohen Norden handeln musste. Die Isotopenbestimmung des Holzes wich eindeutig von der heutigen Zeit und der caribischen Region. Gemäß der Radiocarbonanalyse konnte man den Zeitraum auf etwa dem 9. Jahrhundert ASZ eingrenzen. Also tatsächlich in jenes Dunkle Zeitalter, in dem der Legenden nach die Drachen des Nordens angekommen und die moderne valhonische Zivilisation gegründet hatten. Interessanter jedoch als die Funde des Schiffes und seiner eventuellen Fracht waren die etwa ein Dutzend Skelette. Anhand der Rekonstruktion wusste man, dass sich auf diesem Schiff womöglich um die 30 Personen befunden haben mussten. Aktuell wurden die Skelette durch Paläontologen unabhängig von einander in der Warägischen Union und dem Konkordium Valhonia untersucht. Es bestand die Möglichkeit, dass es sich bei den Toten um die ersten Valhonen oder sogar die Nordleute handelte die in die Caribik gereist waren.

      Was man jedoch auch wusste, dass hatten weitere Studien und Recherchen ergeben, dass dieses Schiff nicht allein gewesen sein musste. Unweit von Point Asbru hatte man Hinweise auf weitere Schiffe gefunden. Ebenso gab es in der Union Aufzeichnungen von Flotten der Nordleute. Gerade bei Überfahrten, wie diese eine zu sein gewesen scheint, waren die großen Schiffe selten alleine unterwegs gewesen. Doch gab es derzeit keine weiteren Funde die mehr Details lieferten. Wer diese Nordleute waren, warum sie in die Caribik gekommen waren oder ob es sie ein Unglück hierher verschlug blieb offen. Man hoffte auf Funde die auf die Besatzungsmitglieder verwies oder einen Schiffsnamen verriet...
      Das Große Konkordium Valhonia - Die Perle am Äquator
      ~~~ 2000 Jahre Geschichte & das goldene Met-Fass der Karibik ~~~

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